Zum Überwachen und Beobachten – Miniaturkameras à la James Bond

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Auf den Spuren von James Bond – interessante Miniaturkameras zum Überwachen und Beobachten

James Bond-Filme haben gleich mehrere charakteristische Merkmale. Da sind zum einen die typischen Bond Girls zu bewundern, Sportwagen der Spitzenklasse mit irrsinnigen Extras rasen durch die Handlung, tolle Stunts und Actionszenen sorgen für spannende Unterhaltung. Aber immer haben auch die Erfindungen von „Q" den Unterhaltungswert der Streifen deutlich angehoben: „Q" und seine Tüftler im Hintergrund haben die verschiedenen James Bond-Darsteller stets mit einer raffinierten technischen Ausstattung versorgt, die den Agenten im Dienste Ihrer Majestät überhaupt in die Lage versetzen sollte, böse Schurken auf dem Weg zur Weltherrschaft zu stoppen. Eine Menge dieser Ausstattungsgegenstände war zu dem Zeitpunkt, als die Filme in den Kinos anliefen, geradezu Science Fiction.
Vielleicht haben auch Sie Ihre erste Digitaluhr in einem Bond-Streifen gesehen? Drahtlos telefonieren ist längst weltweit üblich, aber beim Erscheinen der frühen Bond-Film war es das eben nicht und ein Mobiltelefon äußerst ungewöhnlich. Viele der angeblichen Erfindungen von „Q" sind nie in die Massenproduktion gegangen, andere sehr wohl. Zu der Spezialausrüstung für James Bond gehörte auch fast in jedem neuen Abenteuer eine Ausstattung, die dazu dienen sollte, das Kerngeschäft eines typischen Spions präzise ausführen zu können: Minisender, winzige Mikrofone sowie insbesondere kleine und kleinste Kameras, um zum Beispiel Pläne und Dokumente präzise abfotografieren zu können.

Was früher Science Fiction war, wird mittlerweile in Serie gefertigt

Es gibt heute zahlreiche Begriffe, die es vor wenigen Jahren noch nicht geben musste, weil das, was sie benennen, einfach noch nicht erfunden war. Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik sind Beispiele dafür. Die Miniaturisierung ist in der Geschichte der Technik ein relativ junger Prozess. Wenn Sie sich selbst auch vielleicht nicht erinnern, wie groß ein Radio früher war, so kennen Sie doch bestimmt diese altertümlichen, kommodengroßen Ungetüme. Die Entwicklung des Kofferradios war bereits ein Quantensprung. Die Entwicklung immer kleinerer elektronischer Bauteile macht inzwischen noch ganz andere Formate möglich. Ein Radioempfänger hat neben unzähligen anderen Funktionen mittlerweile in einem Mobiltelefon bequem Platz. Handys sind auch zu vollwertigen Fotoapparaten geworden, wenn man einmal davon absieht, dass sie natürlich keine starken Teleobjektive enthalten können. Aber wo kein kompliziertes und einen gewissen Raum benötigendes Linsensystem Platz hat, hilft man sich mit digitalem Zoomen.

Es geht allerdings noch kompakter als mit dem Handy, wenn man Fotos schießen möchte. Heute gibt es kleine Kameras und jenseits davon Miniaturkameras. Moderne Miniaturkameras sind bisweilen deutlich kleiner als eine normale Zigarettenschachtel. Häufig werden sie als Filmkameras zu Überwachungszwecken eingesetzt.

Brauchen Sie eine Überwachungskamera?

Dem Begriff Überwachung haftet oft ein negativer Beigeschmack an. Das klingt vielleicht auch für Sie nach Überwachungsstaat oder „Big Brother is Watching You" und löst unangenehme Assoziationen aus. Allerdings ist es Ihr gutes Recht, zum Beispiel Ihr Hab und Gut zu schützen. Durch Überwachung geht das effektiv. Eine Hauswand nach einer Sprayer-Attacke, bei der in der Regel keine Schuldigen haftbar gemacht werden können, zu sanieren, ist sehr teuer. Eine außerhalb der Reichweite von Übeltätern angebrachte Überwachungskamera mit WLAN kann Straftäter wirkungsvoll abschrecken. So vermeiden Sie unter Umständen morgens sehen zu müssen, dass plötzlich ein Graffito auf Ihrer Hausfassade prangt. Überwachungskameras in Eingangsbereichen ermöglichen es Ihnen, die Haustür nur dann zu öffnen, wenn Sie sicher sind, dass Sie keine unangenehme Überraschung erleben, wenn die Tür einmal offen steht. Spezielle Türspionkameras können Ihnen derartige Erfahrungen ersparen. Auch ein abgestelltes Auto mit einer Filmkamera überwachen zu können, führt im Falle X dazu, dass Sie schnell wissen und beweisen können, wie Kratzer oder Dellen entstanden sind.

Überwachung mag zunächst negativ klingen, hat jedoch viele Vorteile und lässt Sie nicht, wenn tatsächlich etwas Unangenehmes geschieht, mit der Last von Vermutungen allein, beziehungsweise verhindert gegebenenfalls sogar falsche Verdächtigungen.

Der Sonderfall von Überwachung: Die Babycam

Das gute alte Babyphone, das lediglich als Mikrofon- und Sendeanlage funktionierte, hat in vielen Haushalten ausgedient. Sogenannte Babycams sorgen inzwischen dafür, dass Sie im Kinderzimmer nicht nur zuhören, sondern auch sehen können, ob es Ihrem Nachwuchs gut geht. Diese Form, Kontakt zu halten, gibt Ihnen wegen der Reichweite der Geräte, die Freiheit, sich in der Nachbarschaft oder im Garten zu bewegen zum Beispiel, wenn das Kind schläft. Wo früher immer eine gewisse Unsicherheit blieb, weil Eltern nur hören, aber nicht sehen konnten, was vorging, sind heute die durch Minikameras gelieferten Bilder eine echte Erleichterung.

Die Ausstattung einer Minikamera zur Überwachung kann variieren

Je nach Einsatzzweck und Einsatzort können Minikameras ganz unterschiedlich ausgestattet sein. Eine Ihrer Entscheidungen sollte sich beim Kauf darauf beziehen, ob Sie eine analoge oder eine digitale Kamera wünschen. Mittlerweile wird der Markt von den digitalen Modellen nahezu beherrscht. Dann unterscheidet man zwischen Indoor- und Outdoormodellen. Bedenken Sie beim Anbringen von Kameras in Feuchträumen, dass die dort zwar unter Dach und Fach sind, aber eine Outdoor-Miniaturkamera wegen der Isolierung gegen Nässe wahrscheinlich die richtige Wahl ist.

Manche Kameras sind zwar als Outdoor-Geräte deklariert, leiden aber gegebenenfalls unter Kälte und Hitze. Achten Sie darauf, dass eine Kamera, die Sie im Freien benutzen wollen, wirklich wasser- und wetterfest ist. Toleranzbereiche für die Temperatur sind meistens in der Gerätebeschreibung enthalten. Indoor-Miniaturkameras sind bei vergleichbarer Qualität, was ihre sonstige Ausstattung angeht, in der Regel günstiger als Outdoor-Modelle. Leider traurig, aber wahr: Sie müssen sich Gedanken darüber machen, ob es nötig ist, eine vandalismussichere Kamera anzuschaffen. Die beste Überwachung nützt Ihnen nichts, wenn das dazu eingesetzte Aufnahmegerät mit einem platzierten Schlag oder einem gut gezielten Steinwurf leicht zu zerstören ist. Oft lässt sich Vandalismus einfach ausschließen, indem Sie ein Gerät so anbringen, dass es sich zuverlässig außerhalb der Reichweite von Gewalttätern befindet.

Minikameras sind unter anderem deshalb klein, weil Überwachung bisweilen diskret stattfinden soll. Andererseits schreckt je nach Sachlage das offensichtliche Vorhandensein einer Kamera viele Straftäter im Vorfeld beispielsweise von Einbruchsversuchen ab. Denken Sie genau darüber nach, was Sie mit der Kamera erreichen wollen: Abschrecken und einschüchtern oder niemandem zu nahe treten und trotzdem Einblick haben. Es hängt unter anderem von der Größe der Kamera ab, wie viel Geld Sie dafür investieren müssen. Weiter sollten Sie bedenken, ob ein festes Stativ als Unterbau genügt oder ob nur eine schwenkbare Kamera für eine adäquate Überwachung sorgen kann. Der Aktionsradius von entsprechenden Kameramodellen mit Stativ muss einen zu Ihrem Anforderungsprofil passenden Schwenk- und Neigungsbereich haben.

Wenn Sie eine Überwachung planen, sollten Sie darauf achten, dass die am Ende möglichst lückenlos ist. Es kann sinnvoll sein, mehrere Kameras zu installieren, sodass ein Überwachungsnetzwerk entsteht. Die darin zusammen arbeitenden Geräte können unter Umständen miteinander korrespondieren. Wenn Sie nur daran interessiert sind, eine Aufzeichnung zu machen, wenn sich etwas beziehungsweise jemand im Überwachungsbereich Ihrer Kamera befindet, empfiehlt es sich, ein Gerät mit Bewegungssensor zu installieren. Der funktioniert dann genauso wie bei Lampen, deren Sensoren via Wärmestrahlung Bewegungen registrieren und daraufhin das Licht einschalten. Je nachdem, ob Sie auch eine Tonspur aufnehmen wollen oder nicht, sollte der von Ihnen gewählte Kameratyp über ein Mikrofon verfügen.

Wenn Sie Ihr Eigentum überwachen möchten, dann wollen Sie das wahrscheinlich vor allem bei Nacht tun. Dunkelheit ist aber eine denkbar schlechte Voraussetzung, um Bilder zu machen. Infrarotkameras, die ein Wärmebild wahrnehmen und speichern, bieten hier eine gute Lösung. Sogenannte Wildüberwachungskameras lösen bei Bewegung plus Wärme aus. Sie können programmieren, ob dann Fotos gemacht oder Videos aufgezeichnet werden sollen. Mit einer solchen, natürlich wetterfesten Wildüberwachungskamera können Sie herausfinden, ob Sie Igel im Garten haben, wer Ihre Erdbeeren stiehlt oder aber, wer in Ihrem Wald illegal Schutt ablädt.

Nicht zuletzt ist wichtig, wie Sie die Daten, die Ihre Überwachungsgeräte liefern, aufzeichnen. Am bequemsten sind in dieser Hinsicht Kameras mit drahtloser Datenübertragung. Manche davon sind auch cloudfähig. Ansonsten sollte ein Speichermedium zu Verfügung stehen, das hinsichtlich der Speicherkapazität Ihren Sicherheitsansprüchen zum Beispiel für die Dauer einer Urlaubsreise genügt.

Was gibt es zur fototechnischen Ausstattung der Minikameras zu wissen?

Alles, was Sie aus dem Bereich von Foto- oder Filmkameras wissen, können Sie eins zu eins auf Miniaturkameras übertragen. Achten Sie auf einen ausreichend großen Bildsensor für Ihre Zwecke. Die maximale Auflösung der Kamera wird in Pixeln angegeben. Digitales und optisches Zoom können auch bei Minikameras kombiniert oder einzeln eingebaut sein.

Diskret wie ein Geheimagent beobachten

Mittlerweile brauchen Sie kein verstecktes Labor mehr wie „Q" aus den Bond-Filmen, wenn Sie an wirklich winzigen Kameras interessiert sind, die sich in Alltagsgegenständen verbergen. Fotokameras in Kugelschreiberform, getarnt als USB-Stick oder in Gestalt eines Autoschlüssels können Sie als Privatperson problemlos kaufen. Schließlich kann es auch für Sie einmal nötig sein, ohne dass es jemand bemerkt, zum Beispiel ein Dokument zu fotografieren, ein Kleidungsstück, das sie nachnähen wollen oder eine Tischdekoration, die Ihnen gefällt. Sie wollen diskret einen Preisvergleich in der Speisekarte anstellen und mögen nicht 20 Preise auswendig lernen? Dann zücken Sie einfach einen vermeintlichen Autoschlüssel. Mit der Spionagekamera in der Sonnenbrille können Sie sich in aller Ruhe ansehen, wie jemand Hygienevorschriften zum Beispiel auf dem Markt ignoriert, ohne dass Sie sich rechtfertigen müssen, weil Sie deutlich sichtbar eine Kamera gezückt haben. Kurz: Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen es wünschenswert sein kann, heimlich ein Bilddokument anzufertigen, ohne dass das grundsätzlich fragwürdig sein muss.

Außerdem: Nicht immer ist es nötig, ein künstlerisch wertvolles Bild beziehungsweise ein technisch hochwertiges zu machen. Und wer schleppt schon gern viel Ballast in Form einer größeren Kamera mit sich herum, wenn sich das vermeiden lässt? Die kleinen Kameras, auch die im Spionageformat, sind erstaunlich leistungsfähig.

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