Zug um Zug ins Rollen bringen: Arten von Gleisen für verschiedene Modellbahnen

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Zug um Zug ins Rollen bringen: Arten von Gleisen für verschiedene Modellbahnen

Gleise sind ein entscheidendes Merkmal für die Qualität und den Stil einer Modellbahnanlage. Dabei stehen verschiedene Gleissysteme für den Bau einer Modelleisenbahn zur Verfügung. Nicht nur die Spurgrößen variieren, sondern auch die Stromsysteme und die vorbildgetreue Ausführung der Gleise. Neben den Gleissystemen der Modellbahnhersteller gibt es extra fein detaillierte Gleise, aber auch Bausätze für den Selbstbau. Mit der Digitalisierung der Modelleisenbahnen erwachsen den Fans der kleinen Bahnen völlig neue Möglichkeiten für den Zugbetrieb und für den Anlagenbau.

 

Gleichstrom- und Wechselstromgleise, Zweileiter- und Dreileitergleise – so finden Sie sich zurecht

Die Art der Stromversorgung über die Gleise entscheidet letztendlich, wie eine Modellbahnanlage aufgebaut ist und wie sie funktioniert. Grundsätzlich gibt es Modellbahnen mit Gleichstrombetrieb und solche mit Wechselstrombetrieb. Gleichstrom-Gleise kommen als Zweischienen-Zweileiter- oder Dreischienen-Zweileiter-Gleise vor. Wechselstromanlagen verwenden vorrangig ein Mittelleiter-Gleissystem. Ein weiteres grundlegendes Merkmal ist die Spurgröße. Es gibt sie von Spur Z bis Spur 0. Die gängigsten Spuren für Modelleisenbahnanlagen sind Spur H0, Spur TT und Spur N. Daneben gibt es Sonder-Spurweiten, zum Beispiel für Klein- und Nebenbahnen.

 

Hersteller mit unterschiedlichen Gleissystemen für den Spielbetrieb und die anspruchsvolle Modellbahn

Filigrane Modellbahn-Gleise sind nur bedingt für den reinen Spielbetrieb geeignet. Und Gleise, mit denen man immer wieder neue Spielsituationen kreieren kann, wirken auf einer Modellanlage etwas zu robust. Entsprechend hat das Gros der Modelleisenbahn-Hersteller verschiedene Gleissysteme im Angebot. Da gibt es feine Modellgleise ohne Gleisbettung, die der Anlagengestaltung großen Gestaltungsspielraum lassen. Gleise mit integrierter Bettung sind robuster und eignen sich für Anlagen, auf denen auch Kinder spielen. Eine entscheidende Rolle für die Anlagengestaltung spielt auch die Gleisgeometrie. Enge Kurvenradien oder große Weichen-Abzweigwinkel eignen sich für Klein- oder Nebenbahnszenarien, aber weniger für eine überzeugende Schnellverkehrsanlage.

 

Die digitale Zugsteuerung überwindet Gegensätze und Einschränkungen

Raffinierte Mehrzug-Systeme sind erst seit Einführung der Digital-Steuerung auf Modellbahnanlagen möglich. Dabei bekommt jede angesteuerte Komponente – Lok oder Bahnschranke, Signal oder Rauchanlage der Dampflok – eine eigene elektronische Adresse. So können sehr unterschiedliche Aktionen ausgelöst werden. Die Gleise sind nicht nur Übermittler der digitalen Steuerimpulse, sie werden auch zur aktiven Einheit, etwa bei Weichen oder Entkupplungsgleisen.

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