Zubehörteile für die Nutzung von Regenwasser günstig bestellen

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Zubehörteile für die Nutzung von Regenwasser günstig bestellen

Wasser ist ein kostbares Gut. Trinkwasser muss aus Grund- oder Oberflächenwasser aufwändig gefördert und aufbereitet werden. Es in der Toilettenspülung oder für die Gartenbewässerung zu verwenden, ist reine Verschwendung. In unseren Breiten sind wir zudem mit regelmäßigen Niederschlägen gesegnet, so dass sich die Nutzung von Regenwasser für solche Zwecke praktisch aufdrängt.

Alles beginnt mit dem Dach - je größer, desto besser. Hausdach, Garagendach, Terrassendach - jeder Quadratmeter zählt und lässt sich nutzen. Bei einer monatlichen Niederschlagsmenge von 50 Litern pro Quadratmeter würde schon ein kleines Garagendach mit einer Größe von nur 10 Quadratmetern ausreichen, um in zwei Monaten einen 1000-Liter-Behälter zu füllen. Bei einem großen Hausdach kann sich jeder Hauseigentümer selbst ausrechnen, welche Mengen an Regenwasser zusammenkommen können.

Als Vergleich ein paar Zahlen zum durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Tag und Person in Deutschland:

Duschen und Baden

46 Liter

Toilettenspülung

34 Liter

Wäsche waschen

12,7 Liter

Geschirrspülen

7,6 Liter

Blumen und Garten wässern

ca. 5 Liter

Autowäsche

ca. 4 Liter

Jeder kann selbst entscheiden, welche Punkte aus dieser Liste auch durch Regenwasser ersetzt werden können. Aber was benötigt man, um Regenwasser effektiv zu sammeln und zu nutzen? Dieser Ratgeber soll auflisten, worauf man als Hauseigentümer achten sollte.

Zubehör zur Nutzung von Regenwasser

Um Regenwasser auffangen zu können, muss eine Verbindung zwischen der Regenrinne und einem Behälter hergestellt werden. Früher wurde einfach eine Tonne unter ein Loch in der Dachrinne gestellt - die Zeiten haben sich geändert.

Filter, Regensammler

Bei Verwendung einer Zisterne kann das Fallrohr unterirdisch direkt bis zur Zisterne verlängert werden. Bevor das Regenwasser in die Zisterne gelangt, sollte es gefiltert werden, denn mit dem Regenwasser werden oft Laub oder Schmutzpartikel weggeschwemmt. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Man kann Fallrohrfilter verwenden, die direkt im Inneren des Fallrohrs installiert werden. Dabei empfiehlt sich die Verwendung selbstreinigender Filter. Hier werden Laub und Schmutz mit einem Teil des Regenwassers in die Kanalisation gespült. Das gereinigte Regenwasser wird aufgefangen und in den Regenwasserbehälter abgeleitet. Für eine Zisterne eignet sich aber eher ein Filter für den Erdeinbau.

Regenwasserauffangbehälter

Eine Zisterne ist leider nicht für jeden erschwinglich. Und nicht auf jedem Grundstück sind die örtlichen Gegebenheiten für den Bau einer solchen gegeben. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten zum Sammeln von Regenwasser.

Regentonnen

Die Regentonne ist ein klassisches Beispiel. Leider hat eine Regentonne im Vergleich zur Zisterne nur ein geringes Fassungsvermögen. Große Tonnen fassen 200 bis 300 Liter, Behälter mit mehr Kapazität sind selten. Außerdem sind Regentonnen nicht eben eine optische Bereicherung für das Grundstück - wenigstens war das früher so. Mittlerweile gibt es Regentonnen in sehr ansprechender Form und Farbe, die auf den ersten Blick gar nicht als Regentonnen zu erkennen sind. Insofern verdienen manche Exemplare die Bezeichnung "Regentonne" gar nicht mehr. Wer sich davon überzeugen möchte, hat in der Kategorie Tonnen dazu die Gelegenheit.

IBC-Container

Wem etwas größeres vorschwebt als eine Regentonne, aber nicht den Platz oder die Mittel für eine Zisterne hat, sollte einen Blick auf die Kategorie Container werfen. Sogenannte IBC-Container bieten ein Fassungsvermögen von 1000 Litern. Sie stammen aus der Industrie und sind gebraucht zu erstaunlich günstigen Preisen zu haben. Gebrauchte Container sind in der Regel rekonditioniert, wurden also einer professionellen Reinigung unterzogen und somit in den Ursprungszustand zurückversetzt. Die Gesetzgebung begrenzt den Nutzungszeitraum für gewerbliche Zwecke auf 5 Jahre, danach müssen Container dieser Art ersetzt werden. Tatsächlich sind sie aber sehr viel länger nutzbar. Interessenten sollten sich allerdings darüber informieren, was der Container vorher enthalten hat, denn manche Chemikalien sind auch in geringer Menge sehr schädlich und man wird keine Garantie für eine absolut vollständige Beseitigung aller Reststoffe erhalten. IBC-Container lassen sich bis zu einer Höhe von drei Containern stapeln. Theoretisch ergäbe das ein Fassungsvermögen von 3000 Litern auf kaum mehr als einem Quadratmeter Grundfläche. Mit speziellen Verbindersets lassen sich die Container miteinander verbinden - auch gestapelte Container. Bei eBay werden zudem maßgeschneiderte Abdeckhauben angeboten, unter denen ein IBC-Container quasi komplett verschwindet und besser in das Gartenbild integriert werden kann. Aber auch mit Efeu oder anderen Kletterpflanzen lässt sich ein Container gut kaschieren, denn die Gitterbox ist ein hervorragendes Klettergerüst für die Pflanzen.

Ventile, Hähne, Adapter

Irgendwann muss das Wasser natürlich wieder aus dem Behälter heraus. Bei einer oben offenen Regentonne kann man die Gießkanne einfach ins Wasser tauchen, aber das ist nicht bei allen Behältern möglich. Viele Regentonnen sind schon von Werk aus mit einem Auslassventil versehen. Ist die Tonne hoch genug aufgestellt, kann man bequem eine Gießkanne zum Befüllen unter den Hahn stellen. IBC-Container haben serienmäßig ein Auslassventil. Hat man einen Tank ohne Auslassventil, kann man selbst eines nachrüsten. Ventile und Adapter findet man in großer Menge in der Kategorie Regenwasserauffangbehälter und den entsprechenden Unterkategorien. Mit Adaptern lassen sich auch problemlos Pumpen oder Gartenschläuche an den Behälter anschließen.

Pumpen

Um das Regenwasser aus einer Zisterne nutzen zu können, muss es über eine Tauchpumpe abgepumpt werden. Auch für große Tonnen, Tanks und Container sind Tauchpumpen eine gute Wahl. Diese werden auf den Grund des Behälters gesetzt und pumpen von dort das Wasser ab. Da die Pumpe eigentlich immer vollständig von Wasser umgeben ist, wird das Motorgeräusch der Pumpe sehr effektiv gedämmt. Sollte aus einer Zisterne das Wasser durch eine Saugpumpe entnommen werden, sollte man darauf achten, dass dies durch ein schwimmendes Schlauchende geschieht. Dies ist empfehlenswert, da sich in einer Zisterne trotz Einsatz von Filtern in der Regel Schmutz sammelt. Leichte Partikel sammeln sich an der Wasseroberfläche, schwere sinken auf den Grund und bilden die Sedimentschicht. Bei der schwimmenden Entnahme sorgt eine am Saugschlauch angebrachte Schwimmerkugel dafür, dass sich das Ende des Saugschlauchs zwischen den beiden Schmutzschichten befindet und immer nur sauberes Wasser aufnimmt. Schwimmerkugeln findet man in der Kategorie Sensoren.

Trinkwassernachspeisung

Wer eine Zisterne nutzt, spielt vielleicht auch mit dem Gedanken, die Gartenbewässerung, die Toilettenspülung oder Waschmaschinen permanent aus der Zisterne zu speisen. Man kann jedoch nicht davon ausgehen, dass zu jeder Zeit genügend Wasser dafür in der Zisterne zur Verfügung steht. In längeren Perioden ohne Niederschläge kann auch eine große Zisterne irgendwann leergepumpt sein. Tritt ein solcher Fall ein, muss eine alternative Versorgung mit Wasser bereitstehen. Denkbar wäre ein Ausweichen auf das Trinkwasser. Bei einer elektronisch gesteuerten Regenwassernutzungsanlage ermittelt ein Pegelstandgeber in der Zisterne den Wasserpegel und zeigt den ermittelten Wert auf der Pegelanzeige an. Bei Wassermangel schaltet sich die automatische Trinkwassernachspeisung ein und füllt die Zisterne bis zu einem zuvor festgelegten Pegel auf. Somit ist dauerhaft ein reibungsloser Betrieb der Zisterne möglich. Dabei muss darauf geachtet werden, dass Leitungen für Trinkwasser und Brauchwasser immer voneinander getrennt sind. Die Gesetzgebung schreibt die absolute Trennung strikt vor. Die Zuleitung von Trinkwasser in die Zisterne erfolgt aus diesem Grund in der Regel über einen Trichter.

Steht auf dem Grundstück ein Brunnen zur Verfügung, kann die Nachspeisung von Wasser in die Zisterne bei Wassermangel auch aus diesem erfolgen. Ein Schwimmschalter, der bei niedrigem Wasserstand in der Zisterne eine Brunnenpumpe aktiviert, würde theoretisch schon reichen, um einen Mindestpegel in der Zisterne zu gewährleisten.

Rechtliche Vorschriften

Ausschließlich für die Gartenbewässerung eingesetzte Regenwassernutzungsanlagen unterliegen in der Regel keiner Anzeige- oder Genehmigungspflicht. Wird Regenwasser in der Haustechnik verwendet, muss die Anlage dem Wasserversorger und dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Regenwassernutzungsanlage muss der Trinkwasserverordnung sowie den Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit Wasser entsprechen.

Kosten-Nutzen-Verhältnis

Bei der konsequenten Nutzung von Regenwasser in der Haustechnik (Toilettenspülung, Waschmaschine) lässt sich der Trinkwasserverbrauch um bis zu 50 % reduzieren. In einem 4-Personen-Haushalt mit einem Wasserverbrauch von 80 Litern pro Person und Tag ergäbe das etwa 60 m³ Wasserersparnis pro Jahr. Bei einem Preis von 3 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser ließen sich so etwa 180 Euro Wasserkosten im Jahr sparen. Bei der Nutzung in der Waschmaschine spart man zusätzlich Wasserenthärter, da das Regenwasser kalkfrei und somit viel weicher als Trinkwasser ist.

Fazit

Die Schonung unserer Ressourcen geht uns alle an. Wir helfen damit nicht nur uns selbst, sondern auch den Generationen, die nach uns kommen. Verantwortungsbewusster Umgang mit Trinkwasser ist ein Beitrag, den jeder von sich aus leisten kann. Hauseigentümer haben in dieser Hinsicht viele Möglichkeiten, mit gutem Beispiel voranzugehen. Regenwassernutzung hilft unserer Umwelt und spart zusätzlich bares Geld. Bereits einfache Maßnahmen wie der Anschluss einer Regentonne an ein Fallrohr haben spürbare Auswirkungen. Die Einrichtung einer Zisterne und der Anschluss an die Haustechnik sind im Vergleich dazu zwar sehr arbeits- und kostenintensiv, machen sich aber schon innerhalb weniger Jahre bezahlt. 

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