Zubehör für Ihren Camcorder – Vorteile und Eigenschaften einer Videokamera

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Camcorder-Teile für Ihre Geräte – so rüsten Sie die Videokamera auf

Was früher die klobigen und mitunter schwer zu transportierenden VHS-fähigen Videokameras waren, sind heute kompakte und hochkomplexe Miniaturausgaben in digitaler Ausführung. Immer kleiner, immer leistungsstärker lautet die Devise. Der Anschluss an diverse Zweit- und Drittgeräte ist obligatorisch, das Konvertieren in alle möglichen Dateiformate gehört zur Selbstverständlichkeit.
Auch oder gerade in Zeiten der mobilen Endgeräte wie Smartphones oder Tablets verteidigen die Camcorder, die digitalen Videokameras, vehement ihre Position. Sie gelten nach wie vor als handlich und vor allem robust, besitzen dabei eine respektable Energieressource und sind mittels USB-Kabel unproblematisch mit PC und Co zu verbinden. Hinzu kommt ein gewisser Nostalgiefaktor: Wer einst mit der vergleichsweise großen Kamera zu filmen begonnen hat, der möchte nur ungern vom vertrauten Umgang mit einem gut in der Hand liegenden Apparat lassen. Die Differenzen sind dabei natürlich geblieben, wie immer existieren neben fähigen und exzellenten auch unzureichend ausgestattete Camcorder, deren Kauf unbedingt zu vermeiden ist. Nicht zu vernachlässigen ist die Tonspur, deren Qualität setzt dem Kinoerlebnis am heimischen Rechner erst die Krone auf. Konzentriert sich der Nutzer zu sehr auf die Pixelrate, erfolgt mit einem bescheidenen Klangverhältnis die Ernüchterung.

Den wohl größten Vorzug zeitgemäßer Videokameras stellt die üppige Nachbearbeitung dar. Wer nicht schneiden möchte, kann zumindest massiv bearbeiten. Mit der entsprechenden Software lassen sich erstaunliche Potenziale nutzen, die wiederum wertlos erscheinen, wenn der Camcorder nicht gewissen Mindestansprüchen gerecht wird. Erst die richtige Basis ermöglicht das spätere professionelle Arbeiten. Gegenüber den oft ultraflachen und brettdünnen Smartphones bieten die rustikalen Camcorder darüber hinaus eine breite Palette an Reparaturmöglichkeiten. Wo ein heruntergefallenes und entsprechend beschädigtes iPhone oftmals den Neukauf nötig macht, lassen sich – nicht nur bei älteren Camcordern – Teile relativ unproblematisch austauschen. Auch Accessoires wie Verbindungskabel und Co hält der Secondhand-Markt bereit, das entsprechende Angebot im Onlinehandel hilft diesbezüglich weiter.

HD als neuer Standard: Analog war gestern

Die Digitalvideokameras haben längst den Sprung in den HDTV-Bereich hinter sich, ernst zu nehmende Modelle verfügen wie selbstverständlich über den Bildstandard. Das veraltete Pal-Prinzip der „Standard Definition"(SD) hat parallel zur TV-Landschaft auch bei den Camcordern ausgedient. Voraussetzung für die vollumfängliche Nutzung ist natürlich ein HD-Fernseher, auf dem die Filmaufnahmen anschließend betrachtet werden. Ein alter Apparat verhindert natürlich die Filmaufführung nicht, leistet diese aber auf einem deutlich unter den Ansprüchen und vor allem potenziellen Möglichkeiten bleibenden Niveau. Das Bild ist stark herunterskaliert und erscheint bei einer Vergrößerung sofort verpixelt. Fehlt ein Fernseher mit HDTV, bieten sich alternativ immer noch der Computer oder das Notebook an. Anders verhält es sich bei Aufnahmen mit einem Pal-fähigen Camcorder, hier ist der Anschluss an einen Röhrenfernseher kein Problem und zugleich die einzige Option. Vorsicht ist geboten bei kleineren HD-Varianten wie etwa „HD ready". Hier lohnt das Ergebnis oft nicht, da das Abspielen auf einem Fernseher mit Full HD eine deutlich wahrnehmbare Verschlechterung des Bilds mit sich bringt. In Zeiten der weiten Verbreitung von flachen HDTV-Geräten tritt dieser Fall allerdings immer seltener auf.

Dem hochauflösenden Bildstandard entsprechend hat sich auch der Ton den Bedingungen des digitalen Zeitalters angepasst. Die digitale Version des Formats „Dolby Digital" gehört zur souveränen Grundlage und bietet neben einer Vielzahl an Anschlüssen für Mikrofone und Ähnliches auch eine ganz neue Fähigkeit: Sie nimmt den Ton auch von hinten auf. Nur so kommt der Raumklang in der Aufnahme voll zur Geltung.

Essenzielle Ressource: Die richtige Speicherkapazität ist entscheidend

Die feinste Aufnahmetechnik erweist sich als wertlos, wenn nicht genügend Platz zum Abspeichern vorhanden ist. Mitten in der Aufnahme meldet sich die Software des Camcorders und meldet eine volle Speicherkarte – der Albtraum für jeden Filmfreund. Um dies zu vermeiden, muss der empfindliche Punkt des Abspeicherns bereits im Vorfeld restlos geklärt werden, was in meisten Fällen einen Zusatzkauf nötig macht. Zwar rüsten die Hersteller ihre Geräte – unabhängig von der Preisklasse – mit einer gewissen Speicherkapazität aus, die jedoch meistens einen Minimalstandard abdeckt und vor überdurchschnittlichen Herausforderungen kapituliert. Sollte Ihre Kamera nicht gerade über eine festplattenähnliche Ressource verfügen, ist der Nachkauf einer Speicherkarte unerlässlich. Diese hat neben ihrer eigentlichen Fähigkeit des Aufzeichnens noch einen weiteren Vorteil, nämlich die Möglichkeit des Herausnehmens und Einfügens in das Kartenlesegerät weiterer Geräte. So entfällt das Übertragen der Daten mit Kabel oder Bluetooth und der Zeitgewinn ist immens, selbst unter Sicherheitsaspekten betrachtet ein lohnenswertes Verfahren: Die Karte mit den jeweiligen Aufnahmen kann bequem als eine Art USB-Stick verwendet werden. So entsteht leicht eine kleine Sammlung von besonders wertvollen Filmen, die separat gelagert werden, während normale Sequenzen ohne Speicherbedürfnis direkt auf dem Camcorder abgelegt und kurze Zeit später wieder gelöscht werden.

Festplatte in der Kamera: das Nonplusultra in Sachen Speichervermögen

So praktisch die Verwendung von Speicherkarten auch ist, so sehr stellt sie die Technik der Kamera vor Herausforderungen: Selbst die leistungsstärkste Karte muss irgendwann formatiert werden, möchte man weitere Aufnahmen auf ihr ablegen. Dies bringt die Festplatte ins Spiel, die in einer schlanken Variante in jede Digitalkamera eingelassen ist. Der Standardspeicher taugt mitunter nicht viel, zahlreiche Modelle bieten aber gerade an diesem Punkt eine stark erweitere Kapazität im HD-Format an. Eine Besonderheit von Festplatten allgemein besteht in deren Konstruktion aus zwei sich drehenden Magnetscheiben. Diese verursachen zwingendermaßen Wärme, die wiederum ebenso zwingend abgegeben wird. Dies führt zu einem nicht unproblematischen Temperaturanstieg im Innern des Gehäuses. Ein weiteres Manko der herkömmlichen Festplatte liegt in ihrer Empfindlichkeit gegenüber Stößen und Erschütterungen aller Art – schon der kleinste Stupser kann zum kurzfristigen Aussetzen führen. Um diesem Problem Abhilfe zu verschaffen, hat die Industrie das sogenannte SSD-Format entwickelt. Das Kürzel steht für „Solid State Drive" und bezeichnet eine Innovation der Computerentwicklung, die in kompakter Form auch auf digitalen Videokameras ihre Anwendung finden kann. Dabei handelt es sich um eine völlig neuartige Konzeption der Festplatte, die anders als bisher ohne jeden physischen Datenträger auskommt. Anstatt der sich drehenden Magnetscheiben, auf denen die Daten eingeschrieben sind und mithilfe eines Lasers ausgelesen werden, bestehen SSD-Festplatten aus Flash-Bausteinen, wie sie auch von den USB-Sticks bekannt sind. So entfällt die Anfälligkeit gegenüber äußeren Einwirkungen ganz, zusätzlich erhöht sich wegen der deutlich größeren Komprimierung die gesamte Speicherkapazität. Was bei herkömmlichen Desktop-PCs schon einen Schub nach vorne bedeutet, lohnt sich für den Einsatz in mobilen Geräten umso mehr. Ob Notebook oder Camcorder, die SSD-Festplatte steht an der Spitze, wenn es um die bestmögliche Vereinbarkeit von Ressource und geringem Platzbedarf geht.

Sensible Zone: Der Sensor entscheidet über die Schärfe

Für den Feinschliff in Sachen Aufnahme zeichnet die sogenannte CCD-Technik verantwortlich. Mit der Vorrichtung dieses „Charge Coupled Device" in Form eines Chips regelt die Automatik des Camcorders den Lichtbefall und damit letztlich die Schärfe der Kontraste. Die Anzahl der Chips gibt den Ausschlag, über gleich mehrere verfügen hochwertige Camcorder mit entsprechender Auflösung. Daneben spielt ein zweiter Wert Zünglein an der Waage: die Farbintensität. Bei einer hohen Anzahl integrierter Chips fällt der Zuständigkeitsbereich großzügig aus – eine Idealsituation ist gegeben, wenn die Grundfarben von jeweils einem Chipsatz abgedeckt werden.

Interessant ist dieser Aspekt auch hinsichtlich der Fotografier-Eigenschaft einer digitalen Videokamera: Als Nebenprodukt des Filmens fällt sozusagen die Schnappschuss-Option ab – hierbei sind der Konfiguration gemäße Ergebnisse erzielbar, die den Resultaten einer vergleichbaren Fotokamera in nichts nachstehen. Parallel zur Darstellungsqualität wächst auch der Umfang der Chips sukzessive an, ein Grund, weshalb Camcorder ab einer gewissen Leistungsklasse eine Mindestgröße aufweisen, die wegen der verbauten Hardware nicht verhandelbar ist.

Die Bedienung erfolgt heutzutage fast ausschließlich über einen Touchscreen bzw. ist diese Option bei der großen Mehrheit der Modelle wählbar. Um unangenehme Folgen bei einem zeitweisen Ausfall zu vermeiden, haben viele Kameras zumindest die nötigsten Knöpfe zusätzlich integriert. Eine letztlich durch intensive Benutzung unvermeidbare Verschmutzung der Oberfläche gehört nach wie vor zu einem negativen Begleitumstand, dem die Innovationen der Branche noch nicht wirklich Herr werden konnten.

Zubehör zu Abrundung: kleine Details mit großer Wirkung

Wie sehr auch bei komplexen High-Tech-Geräten das fehlende Zubehör für eine Trübung der ansonsten positiven Erfahrung sorgen kann, stellen auch versierte Nutzer immer wieder fest. Besonders häufig mangelt es im richtigen Moment am passenden Objektiv. Zahlreiche Modelle sind vorhanden und ganz ähnlich dem Zubehör bei Fotoapparaten erweitern die aufzuschraubenden Gläser auch bei Camcordern den Horizont im wörtlichen Sinne. Ob Weitwinkelaufnahme oder Extra-Zoom beim Abfilmen einer gegenüberliegenden Flusslandschaft, so altmodisch wie es scheint sind Objektive keineswegs. Doch längst nicht alle Modelle erlauben ein Abschrauben, meistens sind die Objektive fest mit dem Gehäuse verbunden.
Immerhin lassen sich bei derartigen Konstruktionen Filter anbringen, die kleineren und deutlich leichteren Zusätze werden unkompliziert auf das vorhandene Objektiv gesetzt. Nebelfilter erweisen sich zum Beispiel durchaus als raffinierte Optimierung, die sich im Handumdrehen montieren lässt. Größere Objektive erfordern natürlich auch einen erhöhten Aufwand beim Transport, schnell kann so der eigentliche Vorteil eines kompakten Camcorders schwinden. Unverzichtbar sind in der heutigen Multimediawelt die üblichen Kabel mit ihren Steckern. Die dafür vorgesehene Schnittstelle findet man im großen Sortiment des HiFi- und Entertainmentbereichs. HDMI und USB sind, sieht man einmal von der Möglichkeit einer ausgetauschten Speicherkarte als Verkabelungsersatz ab, heutzutage beinahe unverzichtbare Standards. Firewire stellt eine ebenfalls populäre Schnittstelle dar. Ein Pluspunkt im Gebrauch elektronischer Geräte findet sich vor allem in der Vielseitigkeit der Verbindung. Die genannten Kabeltypen sind schließlich universell einsetzbar, ganz gleich, ob am Camcorder oder Notebook. Zusätzliche Kosten werden so angenehm niedrig gehalten bzw. direkt verhindert, denn die wenigsten Nutzer werden sich mit einem Camcorder ihr erstes digitales Gerät ins Haus geholt haben.

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