Zimmerpflanzen umtopfen - leicht gemacht

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Zimmerpflanzen sind immer ein Blickfang. Grünblättrig oder mit bunten Blüten, in kleinen Töpfen auf der Fensterbank oder in einem großen Bodengefäß setzen sie in jedem Raum besondere Akzente. Dabei gilt: Gute Pflege ist alles. Regelmäßiges Gießen und Düngen sind selbstverständlich. Damit eine Zimmerpflanze dauerhaft gesund bleibt und gedeiht, ist es außerdem wichtig, sie regelmäßig umzutopfen. Wer sich an ein paar Regeln hält, wird lange Freude an seinen Pflanzen haben. Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen kälter werden, schaltet die Natur einen Gang zurück. Auch die meisten Zimmerpflanzen haben in der Regel ihre Wachstums- und Blütephasen während der warmen Jahreszeiten und nehmen sich danach eine Erholungszeit. Der Blumen- und Pflanzenfreund unterstützt dieses Ruhebedürfnis, indem er (oder sie) die Zimmerpflanzen während der Wintermonate weniger häufig gießt und keinen Dünger ins Gießwasser gibt. So wird das Wachstum reduziert, die Pflanze erhält ihre wohlverdiente Pause. Umtopfen während dieser Zeit wäre sozusagen "gegen den Strich" der Pflanze und ist verboten.
Wenn die Tage wieder länger werden, drängen Menschen und Pflanzen wieder ans Licht und in die Sonne. Genau der richtige Zeitpunkt, um die Zimmerpflanzen einer genauen Inspektion zu unterziehen und sie auf ein neues Wachstums- und Blütejahr vorzubereiten: Zeit zum Umtopfen.
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Ein neuer Topf für die Pflanze

Wie oft eine Zimmerpflanze umgetopft werden muss, hängt von ihrer Größe, aber auch von der Pflanzenart ab. Einjährige Zimmerpflanzen durchlaufen innerhalb kürzester Zeit mehrere Wachstumsphasen und müssen bis zu ihrer Blüte entsprechend häufig umgetopft werden. Für mehrjährige Pflanzen gilt als Grundregel: Einmal im Jahr - zumindest solange die Pflanze noch im Wachstum begriffen ist. Bei großen Pflanzen, deren Wachstum weitgehend abgeschlossen ist, ist das Umtopfen nur noch alle paar Jahre notwendig.

Jede Pflanze hat eigene Bedürfnisse und will individuell betreut sein. Deswegen ist es wichtig, jeden Blumentopf einzeln zu begutachten und von Fall zu Fall zu entscheiden. Der Zeitpunkt zum Umtopfen ist dann richtig, wenn der Topf der Pflanze keinen Spielraum zum Wachsen mehr bietet. Das sicherste Indiz sind dabei die Wurzeln. Bei einigen Pflanzen - z .B. bei Grünlilien - zeigen sich die Wurzeln an der Oberfläche der Erde. Bei anderen Pflanzen wachsen die Wurzeln aus dem Abzugsloch heraus. Wenn man den Wurzelballen aus dem Pflanzgefäß löst, kann man sich ganz genau davon überzeugen, ob der Erdballen bereits bis an die Seitenränder mit feinen Wurzeln durchzogen ist. Spätestens, wenn die Wurzeln bereits kräftiger sind und sich spiralenförmig um den Erdballen herum winden, ist es höchste Zeit für einen neuen, größeren Topf.
Umtopfen bedeutet für die Pflanze den Umzug in ein größeres Pflanzgefäß. Hier findet der Pflanzenfreund eine reiche Auswahl an Töpfen in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Tontöpfe sind hochwertiger, können aber - gerade bei großen Pflanzen - ein erhebliches Gewicht haben. Leichte und dekorative Kunstofftöpfe sind deutlich leichter und in Funktionalität und Optik häufig kaum von einem Tontopf zu unterscheiden.

Der neue Topf sollte zwei bis drei Zentimeter größer sein als der alte. Wenn der Blumentopf zu groß ist, hat die Pflanze im neuen Zuhause möglicherweise zu wenig Halt. Wird der Topf zu klein gewählt, können sich die Wurzeln nicht weit genug entfalten.
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Vorsicht ist die Mutter des Blumentopfes

Auch die Oberfläche der Erde im Topf liefert wichtige Hinweise auf die Befindlichkeit der Pflanze. Wenn sie eine weiße Kruste angesetzt hat oder sich am Topfrand absetzt, ist dies ein Indiz, dass etwas nicht stimmt. Es kann sein, dass das Gießwasser sehr kalkhaltig ist und weiße Ablagerungen bildet, aber auch überdosierter Pflanzendünger kann sich weiß absetzen. In jedem Fall ist es auch dann sinnvoll, die Pflanze in ein neues Gefäß umzutopfen und das Substrat auszutauschen.

Pflanzen, die schon eine Weile in ihrem Topf stecken, lassen sich häufig schwierig lösen. Die Erde im Topf sollte beim Umtopfen feucht, aber nicht nass sein. Vorsicht: Der Wurzelballen darf beim Umtopfen nicht beschädigt werden und muss behutsam aus dem Pflanzgefäß "befreit" werden. Es kann hilfreich sein, wenn die Erde vorab mit einem Messer oder einem anderen flachen Werkzeug vom Topfrand gelöst wird. Topf seitlich halten, die andere Hand auf das Substrat legen, dabei einige Stengel oder je nach Größe - die Blätter der Pflanze komplett - umfassen. Jetzt den Topf leicht drehen und das Herauslösen der Pflanze durch leichtes Klopfen oder Schütteln unterstützen.

Besondere Vorsicht ist bei großen Pflanzen geboten. Am besten das Pflanzgefäß seitlich auflegen, vorsichtig herumrollen und dabei von außen - mit der flachen Hand oder einem flächigen Werkzeug, z.B. einem Kochlöffel - auf den äußeren Rand klopfen. Dann mit einem flachen Messer den Erdballen vom Rand lösen. Wichtig: Nicht die Pflanze wird aus dem Topf gezogen, sondern umgekehrt, der Topf von der Pflanze gelöst. Am besten vorsichtig nach hinten wegziehen. Bei einer sehr großen Pflanze ist es hier sinnvoll zu Zweit zu Werke zu gehen.

Keineswegs an der Pflanze zerren oder sie mit Gewalt aus dem Topf reißen. Im Zweifelsfall ist es besser, den Blumentopf - durch vorsichtige Schläge mit einem Gummihammer - zu zerschlagen. Die Scherben auf jeden Fall aufheben. Die Tonstücke können als Abdeckung des Ablaufloches im Boden des Blumentopfs gute Dienste leisten oder als Drainage verwendet werden.

Umtopfen - aber wie?

Vor dem Umtopfen sollte man alle benötigten Materialien bereitstellen. Dazu gehören Blumentöpfe in der benötigten Zahl, Blumenerde und Drainagematerialien. Auch die aus dem alten Gefäß gelösten Pflanzen müssen - je nach Wachstumsstand - ein wenig vorbereitet werden. Gelbe Blätter entfernen, überflüssige Ästchen oder Verzweigungen zurückschneiden.

Wer Tontöpfe verwendet, sollte sie vor Gebrauch einige Stunden gründlich wässern. Ton ist sehr saugfähig und könnte der Pflanze sonst die Flüssigkeit entziehen. Über das Loch im Topfboden wird eine Scherbe gelegt. Sie unterstützt die Wasserzirkulation im Topf. Eine zusätzliche Drainage, die als untere Schicht in den Topf gefüllt wird, sorgt dafür, dass sich das Gießwasser nicht staut. Hier können zum Beispiel kleine Tonscherben verwendet werden, aber auch Kies oder Hydrokügelchen sind geeignet. Die Drainage mit Vlies abdecken und erst dann eine Schicht Blumenerde auffüllen. Wer seiner Pflanze etwas Gutes tun möchte, kann die Blumenerde mit einem Granulat, z.B. Seramis, vermischen. Zwei Teile Erde und ein Teil Seramis sind ein gutes Mischungsverhältnis. Die Gießflüssigkeit wird dadurch länger an das Substrat gebunden.

Zum Eintopfen der Pflanze wird der Wurzelballen in die Mitte des Pflanztopfes gesetzt und der Topf dann mit Substrat aufgefüllt. Am oberen Topfrand 2-3 Zentimeter Luft lassen und die Erde rund um den Wurzelballen leicht andrücken. Die umgetopfte Pflanze wird angegossen, so dass Wurzeln und Erde gut durchfeuchtet sind und die Pflanze sich in der neuen Umgebung wohl fühlt.

Wie der Umzug für den Menschen ist auch das Umtopfen für die Pflanze mit Stress verbunden. Deswegen ist es wichtig, der Pflanze nach getaner Tat etwas Ruhe zu gönnen. Am besten steht sie an einem hellen und warmen Plätzchen, sollte jedoch in den ersten Tagen nach dem Umtopfen keiner prallen Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Auch beim Düngen ist erst einmal Zurückhaltung geboten. Die erste Düngergabe erfolgt nach ein bis zwei Monaten.

Ein weiteres blütenreiches Jahr im neuen Topf kann beginnen.
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