Zierfische: Pilzmittel, Kohlefilter & Co gegen Pilzerkrankungen

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Pilzerkrankungen bei Zierfischen: So setzen Sie Pilzmittel, Kohlefilter und Co. richtig ein

Die Haltung von Zierfischen in Aquarien erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Unterwasserwelt im eigenen Wohnzimmer hat ihren ganz besonderen Reiz und viele Zierfischhalter investieren sehr viel Zeit in die Pflege von Aquarium und Fischen. Zierfischbesitzer haben bei der Haltung der Fische aber einige Dinge zu beachten, damit ihre Tiere auch gesund bleiben. Denn besonders Zierfische können zahlreiche Krankheiten bekommen, wobei Pilzbefall nur ein Beispiel unter vielen ist. Wenn Sie jedoch einige Aspekte beachten, haben Sie bestimmt lange Freude an Ihrem Hobby.

Wie erkennen Sie rechtzeitig eine Pilzerkrankung bei Ihren Zierfischen?

Eine Infektion mit Pilzsporen ist bei Zierfischen recht häufig zu beobachten.

Fischschimmel

Dazu gehört beispielsweise der Fischschimmel, der auch unter der Bezeichnung Wasserschimmel bekannt ist. Besonders bei kühleren Temperaturen hat dieser Pilz optimale Bedingungen, um sich zu vermehren. Einzelne Zellfäden befallen die Fische und verursachen verschiedene Symptome, wie weißen, einem Wattebausch ähnlichen Belag. Wenn die Krankheit weiter voranschreitet, haben die einzelnen Fäden eine grüne oder bräunliche Färbung. Ebenfalls werden die Augen der Fische von der Pilzinfektion geschädigt, was bis zur Erblindung führen kann. In einigen Fällen bilden sich auch die Flossen zurück und eingerissene und zerfranste Kiemen sind keine Seltenheit.

Algenpilz

Eine weitere Erkrankung ist der Algenpilz. Diese Krankheit äußert sich bei Zierfischen durch unkontrollierte Schwimmbewegungen. Der Algenpilz befällt die Fische, in dem er an den inneren Organen und der Haut kleine Knötchen bildet. Die Haut der Fische sieht schuppig aus und einzelne Hautfetzen lösen sich ab. Auch blutige Geschwüre kann der Algenpilz hervorrufen. Die inneren Organe werden mit Zysten überzogen. Sollte diese Krankheit bei Ihren Tieren auftreten, setzen Sie die kranken Fische in ein Quarantänebecken, damit nicht der ganze Fischbestand gefährdet ist. Mit den richtigen Medikamenten kann der Algenpilz durchaus geheilt werden. Wenn neue Fische in Ihr Aquarium einziehen, sollten Sie diese auch ein paar Tage in ein Quarantänebecken setzen, um sicherzustellen, dass sie keine ansteckenden Krankheiten haben. Auf diese Weise können Sie auch Pilzinfektionen bei Ihren Zierfischen entgegenwirken.

Gründe für Pilzkrankheiten

Optimaler Nährboden für Pilze sind organisches Material oder auch Futterreste, die sich im Aquarium überall ablagern. Die Pilze geben ihre Sporen in das Wasser ab. Die Sporen suchen nach einem geeigneten Ort, an dem sie sich festsetzen und vermehren können. Meistens sind das die Schleimhäute der Fische.

Wenn sich Ihre Zierfische verletzt haben, dies kommt öfter durch scharfe Kanten im Aquarium oder darin befindliche Steine vor, ist die Gefahr groß, dass Pilzsporen in die verwundeten Stellen eindringen und dort die Keimung weiterer Pilzkulturen gefördert werden. Sie sollten also Ihre Fische genau beobachten, damit Ihnen sofort auffällt, ob bei den Fischen bereits Muskulaturschäden vorhanden sind. Meistens werden auch die Organe der Fische durch Pilzsporen geschädigt. Als Zierfischhalter ist es Ihre Aufgabe, das Aquarium frei von scharfkantigen Gegenständen zu halten. Sie sollten ebenso darauf achten, dass Sie das Aquarium nicht mit ätzenden oder giftigen Mitteln reinigen. Dies kann zu Gesundheitsschäden oder sogar zum Tod Ihrer Zierfische führen.

Pilzbefall kann auch parasitäre Erkrankungen nach sich ziehen. Die Zierfische, die durch eine Pilzinfektion bereits geschwächt sind, weisen eine besondere Anfälligkeit auf Parasitenbefall auf. Die Parasiten befallen zum einen die Außenhaut der Kiemen und setzen sich ebenfalls im Darm der Fische ab.

Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihr Aquarium nicht mit Zierfischen überbevölkern. Zu viele Fische kommen sich gegenseitig ins Gehege, denn nicht alle Fischarten passen zusammen. Dies entspricht keineswegs einer artgerechten Haltung und führt oft zu Krankheiten. Bisswunden kommen bei Zierfischen auch recht häufig vor.
Hygienemangel wirkt sich ebenfalls sehr negativ auf die Gesundheit Ihrer Fische aus. Für eine gute Wasserqualität ist grundsätzlich zu sorgen. Bei eBay finden Sie hierfür verschiedene Aquariumfilter. Auch eine Aquariumpumpe sollte bei der Ausstattung eines Aquariums nicht fehlen.
Achten Sie außerdem auch auf eine angemessene Ernährung Ihrer Zierfische. Falsche Ernährung kann Ihre Fische schwächen und anfällig für Krankheiten machen, insbesondere für Pilzinfektionen. Gesunde Fische werden in der Regel nicht befallen. Opfer sind meistens die Fische, die Vorschädigungen durch Krankheiten oder Verletzungen erlitten haben und deshalb empfindlicher sind. Deshalb sollten Sie als Fischhalter alle Risikofaktoren abstellen, die zu Krankheiten bei Ihren Zierfischen führen könnten.

Wie sind Pilzinfektionen bei Ihren Zierfischen bestmöglich zu behandeln?

Vorbeugung ist wohl die beste Medizin, um Pilzbefall bei Zierfischen auszuschließen. Kranke Fische können aber geheilt werden. Sie sollten auf jeden Fall vor einer Behandlung herausfinden, was die Ursache für die Pilzinfektion ist. Falls Pilzbefall bei Ihren Fischen auftreten sollte, gibt es bei eBay verschiedene Heilmittel oder spezielle Fischmedizin, die die Gesundheit Ihrer Zierfische schnell wiederherstellen sollte. Heilende Wirkung für Ihre Zierfische haben sicher auch Kochsalzbäder. Zur Vorbeugung ist dies aber nicht geeignet. Der Vorteil eines Kochsalzbades ist, dass die Schleimhäute der Fische angeregt werden, mehr Schleim zu produzieren, was sich positiv auswirken kann. Hier sollten Sie sich allerdings genau informieren, ob das Salz für Ihre Zierfischarten auch verträglich ist. Dies ist nicht bei allen Rassen der Fall. Salzzugabe kann auch zu Stress führen, der für die Zierfische sehr belastend ist. Ein Nachteil von Salzbädern ist, dass es in der falschen Dosierung wiederum Hautschäden hervorrufen kann. Deshalb sollten sie auf empfohlene Salzmengen achten und immer Kochsalz oder Aquariensalz ohne Zusätze verwenden.

Manchmal ist aber auch ein Wasserwechsel hilfreich, um Pilzerkrankungen wirksam zu bekämpfen. Hier reicht es aber aus, wenn Sie die Hälfte des im Aquarium befindlichen Wassers austauschen.

Wie kann dem Pilzbefall bei Zierfischen in Aquarien vorgebeugt werden?

Um Pilzbefall bei Ihren Zierfischen zu vermeiden, halten Sie bitte das Aquarium immer penibel sauber. Wenn sich tote Fische im Aquarium befinden, sollten Sie diese auf jeden Fall entfernen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, können Sie bei eBay verschiedene Zubehörteile für Ihr Aquarium finden. Für Aquarien gibt es zahlreiche Pumpen und Filter, um eine gute Wasserqualität herzustellen.

Aquarium-Innenfilter

Eine gute Lösung wäre der Aquarium-Innenfilter oder der spezielle Aquarium-Innenfilter von Eheim. Bewährt hat sich der Aktivkohlefilter für Aquarien. Aktivkohle besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff und eignet sich aufgrund ihrer beachtlichen Oberfläche mit poröser Struktur sehr gut als Anreicherungsmittel von Stoffen oder Gasen sowie Flüssigkeiten. In Aquarien bindet die Aktivkohle im Kohlefilter verschiedene Stoffwechselprodukte der Fische und andere Abfälle. Außerdem werden Pestizide und Eiweiße absorbiert und das Aquariumwasser sieht schön klar aus. Als Nachteil der Aktivkohlefilterung ist die Problematik zu nennen, dass bei Arzneimittelgaben oder bei Behandlungen gegen Algen nicht mit Aktivkohle gefiltert werden sollte. Die Aktivkohle im Filter sollte außerdem regelmäßig ausgetauscht werden. Innenfilter sind praktisch, da kein Schlauch mehr außerhalb des Aquariums verwendet werden muss und die Reinigung dadurch vereinfacht wird. Ein kleiner Nachteil ist, dass für die Filterreinigung der komplette Filter aus dem Aquarium herausgenommen werden muss. Bei eBay findet man durch Luft betriebene Aquarium-Bio-Innenfilter sowie Mini-Aquarium-Filter. Luftbetriebene Filter arbeiten besonders biologisch. Darüber hinaus ist eine Kombination aus Pumpe und Filter, der Aquariumpumpe-Innenfilter, eine gute Alternative. Als Zierfischhalter sollte man gegebenenfalls eine Aquarium-Filterpumpe in Betracht ziehen.

Aquarium-Außenfilter

Eine weitere Alternative, um das Wasser in Bewegung zu halten, ist die Benutzung eines Aquarium-Außenfilters. Der Vorteil des Außenfilters ist, dass dieser keinen Platz im Aquarium wegnimmt. Dafür ist im äußeren Bereich des Aquariums etwas mehr Platz notwendig. Der Außenfilter bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Filtermengen und größere Filterungsvolumen verwenden zu können. Außenfilter sind auch mit integrierter Heizspirale erhältlich. So wird das Wasser im Aquarium immer auf einer gleichmäßigen Temperatur gehalten. Dies ist bei der Zierfischhaltung äußerst wichtig, da Zierfische Temperaturschwankungen nicht gut vertragen.

Neben den Innen- und Außenfiltern können Sie auch Unterbodenfilter benutzen, um die Wasserqualität positiv zu beeinflussen. Da der Filter am Boden des Aquariums angebracht ist, wird dieser ständig gut durchströmt. Es befinden sich dort dann keine sauerstoffarmen Stellen mehr, die eine Fäulnis und damit den Nährboden für Pilzbefall begünstigen würden. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass die Pflanzen im Aquarium bei dieser Methode besonders gut wachsen.

Die richtige Behandlung von Pilzinfektionen bei Gartenteich-Zierfischen

Auch die Zierfische im Teich, wie Kois oder Goldfische können Krankheiten wie beispielsweise eine Pilzinfektion bekommen. Hier sollten Zierfischhalter ebenfalls darauf achten, dass das Wasser im Teich immer sauber und klar ist. Dies wird durch besondere Teichpumpen oder Teichfilter sichergestellt. Wenn doch einmal eine Krankheit bei Ihren Zierfischen vorliegt, finden Sie bei eBay frei verkäufliche Heilmittel für Zierfische im Aquarium oder Teich, die auch bei Pilzkrankheiten sehr gut wirken. Teichbesitzer sollten ihre kostbaren Fische immer gut beobachten, um schnell mit den richtigen Medikamenten den Krankheiten entgegenwirken zu können.

Risiken für den Zierfischhalter bei der Behandlung von Pilzinfektionen

Eine Übertragung von bestimmten Tierkrankheiten auf den Menschen ist zwar nicht sehr häufig, kommt aber durchaus vor. Auch bei der Behandlung von mit Pilzen befallenen Zierfischen können Krankheiten auf den Tierhalter durch bestimmte Erreger übertragen werden. Diese Fälle sind aber eher eine Seltenheit. Es gibt bei Fischen eine Wurmerkrankung, die auch auf den Menschen überspringen kann. Es handelt sich dabei um den Fischbandwurm. Wenn dieser auf den Menschen übertragen wurde, fällt dies zunächst gar nicht auf. Der Bandwurm lagert sich im Darm ein und kann dort über zehn Jahre unentdeckt überleben. Daneben ist aber noch eine weitere Krankheit möglich, die von Fischen auf Menschen übertragen werden kann. Es handelt sich hierbei um die Fischtuberkulose. Sie wird durch Bakterien verursacht und kann durch kleinste Hautverletzungen auf andere Säugetiere, zu denen auch der Mensch gehört, übertragen werden. Die Krankheit äußert sich beim Menschen durch hartnäckigen Hautausschlag, dessen Heilung bis zu einem Jahr dauern kann. Sie sollten also darauf achten, dass Sie sich gegebenenfalls mit Handschuhen und Mundschutz ausrüsten, falls Sie Ihre Zierfische einmal gegen eine Pilzinfektion behandeln müssen.

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