Zecken-Alarm! So verhalten Sie sich richtig, wenn Ihr Baby von einer Zecke gebissen wurde

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Zecken-Alarm! So verhalten Sie sich richtig, wenn Ihr Baby von einer Zecke gebissen wurde

Ein Ausflug ins Grüne. Sonne und milde Temperaturen locken den Menschen ins Freie. Ein Picknick mit einem köstlich gefüllten Picknickkorb im grünen Gras, bei sonnigem Wetter, ist eine tolle Sache, die darüber hinaus mit einem großen Freizeitmehrwert verbunden ist und deshalb allen Beteiligten jede Menge Spaß bringt. Draußen in der Natur mit Kind und Kegel für ein paar Stunden Abstand von Alltag und Beruf zu finden, ist gut für die Seele und damit ganz allgemein für die Gesundheit. Besonders für den Stadtmenschen ist ein Picknick eine reizvolle Angelegenheit, da dieser zu Hause oft wenig Möglichkeiten hat, die Natur zu genießen. Dennoch birgt auch diese sehr angenehme Freizeitgestaltung ihre Risiken, die man durchaus berücksichtigen sollte. Auch wenn der direkte Kontakt mit Mutter Natur noch so schön ist und der Duft des frischen grünen Grases ein ganz besonderer Genuss, so sollte man dabei nicht vergessen, dass es sich bei dieser Umgebung auch um das Zuhause der Zecke handelt.

Was sind Zecken?

Zecken, im Volksmund auch als Holzbock bekannt, sind anhängliche Parasiten, die mittels Stich an das Blut ihrer Opfer gelangen. Anders als bei anderen Insekten, beispielsweise der Stechmücke, bleibt die Zecke ihrem Wirt einige Tage treu – wenn man sie lässt. Ist sie schließlich prall mit Blut vollgesogen, lässt sie sich einfach herunterfallen. Zecken sind in der Regel sehr klein, sodass man eine Lupe benötigt, um sie zu erkennen. Dies ändert sich allerdings recht schnell, sobald der Parasit beginnt, sich mit dem Blut seines Opfers vollzusaugen. Die Zecke ist bei ihrer Opferwahl sehr einfach gestrickt. Sie registriert es umgehend, sobald sich ein warmblütiges Wesen in ihrer Nähe aufhält, und ergreift die nächstbeste Gelegenheit, um sich an ihrem Wirt festzuklammern. Von dort aus sucht sich der Parasit dann eine geeignete Stelle am Körper seines Opfers, um seinen Stich zu setzten.

Zeckengefahr – sie lauert meist dort, wo man sie am wenigsten erwartet

Die Zecke ist eine mit den Spinnen verwandte Insektenart. Diese Tiere findet man besonders häufig in hohem Gras. Doch können sie sich durchaus auch auf Bäumen aufhalten. Bei der Zecke handelt es sich um einen Parasit, der seinen Opfern geduldig auflauert. Sobald ein potenzieller Warmblüter in der Nähe aufkreuzt, heftet sich die Zecke an dessen Fell oder an dessen Haut. Dabei unterscheidet dieses Insekt nicht zwischen Mensch und Tier – sie nimmt das nächstbeste Opfer, an welchem sie sich festbeißt, um sich anschließend mit dem Blut des Wirts vollzusaugen. Beim Zeckenbiss handelt es sich genau genommen um einen Stich. Mit dem Einstich flößt das Tier seinem Opfer eine Art Betäubungsmittel ein, das die Einstichstelle im Augenblick des Stiches gefühlsunempfindlich macht. Der eigentliche Einstich wird deshalb oftmals kaum bemerkt.

Oft nimmt man deshalb die Zecke erst wahr, wenn die Einstichstelle beginnt zu jucken. In diesem Stadium kann man dann auch meist den mit Blut vollgesaugten Parasiten gut mit bloßem Auge erkennen. Im Anfangsstadium muss man da schon etwas genauer hinschauen, um das Tier zu erkennen, da die ausgehungerte Zecke einen platten Körper hat, der sich dann schließlich bis auf Erbsengröße durch das Blut seines Opfers ausdehnt. Zecken stillen ihren Blutdurst besonders gerne an Säugetieren. Hierbei gehören unsere Haustiere, Hund und Katze, zur Zielgruppe dieses Parasiten, der sich problemlos im Fell der Tiere festhalten kann, um sich im Anschluss die beste Stelle für den Einstich zu suchen. Aufgrund der starken Durchblutung liebt die Zecke Körperregionen, die besonders warm und gerne auch ein wenig feucht sind. Solche Regionen finden sich beim Menschen beispielsweise unter der Achsel oder in der Leistengegend. Hat die Zecke erst einmal sicheren Halt an ihrem Opfer gefunden, geht sie schließlich auf die Suche nach der geeignetsten Stelle für ihren durststillenden Einstich.

Was tun, wenn die Zecke zusticht

Zecken stellen deshalb eine Gefahr für den Menschen dar, weil sie Überträger von Krankheitserregern sind. Zwei der gefährlichsten Erkrankungen, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden können, sind die Borreliose und FSME (Gehirnhautentzündung). Diese beiden Erkrankungen können beim Menschen schwere neurologische und körperliche Schäden anrichten. Hat die Zecke zugeschlagen, muss sie mit einer Zeckenzange möglichst schonend entfernt werden. Dabei kommt es unter anderem darauf an, dass man das Tier schnellstmöglich entdeckt. Beim Blutsaugen sondern infizierte Zecken die gefährlichen Krankheitserreger in ihrem Speichel ab und führen diese dem menschlichen Blutkreislauf zu. Dies ist schließlich der Weg, auf dem eine Infizierung stattfinden kann.

Die Zecke selber infiziert sich mit den Krankheitserregern über das Blut der von ihr angefallenen Wildtiere wie Fuchs oder Hase. Sie selbst entwickelt dabei keinen krankhaften Verlauf. Bei den Erregern handelt es sich in erster Linie um Bakterien und Viren, welche Schädigungen des Nervensystems auslösen können. So ist der Beginn einer Behandlung bereits beim Eintreten erster Krankheitssymptome unerlässlich, da aus einem Krankheitsverlauf ernsthafte Folgeschäden entstehen können oder sogar lebensbedrohliche Zustände. In diesem Zusammenhang stellt eine solche Infektion für ein Kleinkind eine ganz besondere Gefahr dar.

Zecken – eine große Gefahr für Babys

Besonders bei einem Baby gilt es im Falle eines Zeckenbisses, sehr zügig zu handeln. Kann die Zecke nicht mit einer Zeckenzange entfernt werden, sollten Sie umgehend Ihren Kinderarzt oder den ambulanten Notdienst eines Krankenhauses aufsuchen. Auch danach gilt es die gesundheitliche Entwicklung des Säuglings genaustens im Auge zu behalten, um bei den kleinsten Auffälligkeiten frühzeitig reagieren zu können. Bildet sich nach der Entfernung der Zecke um die Einstichstelle herum ein geröteter Hof, sollten Sie ebenfalls umgehend reagieren und den Hausarzt oder Kinderarzt aufsuchen.

Darüber hinaus ist es empfehlenswert, einige Wochen nach dem Zeckenbiss das Blut des Säuglings auf mögliche Borrelioseerreger untersuchen zu lassen. Sind diese im Körper, muss eine medikamentöse Behandlung erfolgen, da Borrelien lange Zeit im Körper des Menschen lauern können, bis sie dann schließlich zu einem schweren und unerwarteten Schlag ausholen.

Um ein potenzielles Gesundheitsrisiko auszuschließen, sind deshalb vorbeugende Maßnahmen überaus wichtig, um es gar nicht erst zum Zeckenbiss kommen zu lassen. Dies gilt natürlich im besonderen Maße für Babys, die aufgrund ihrer zarten Haut ein ganz besonders begehrtes Ziel für den Parasiten darstellen. Sollten Sie deshalb in den Frühjahrs- bis Herbstmonaten mit Ihrem Baby in freier Natur unterwegs sein, gilt es, den Aufenthalt in hohen Wiesen zu vermeiden. Auch Bäume können Orte sein, wo die Zecke auf ihre Opfer lauert. Sie lässt sich einfach auf ihr potenzielles Opfer herunterfallen.

Geben Sie der Zecke keine Angriffsmöglichkeit

Lange Kleidung am Körper des Kleinkindes bietet ebenfalls einen recht guten Schutz vor einem Zeckenangriff. Darüber hinaus gibt es im Handel diverse Präparate, die auf die Haut aufgebracht werden und damit vor Zecken schützen. Hier sollte jedoch eine Rücksprache mit dem Kinderarzt gehalten werden, welches dieser Präparate für Ihr Kind infrage kommt. Sind Sie in baumreichen Regionen unterwegs, die zudem noch zum Risikogebiet für Infektionen durch Zeckenbiss zählen, sollten Sie darauf achten, dass der Kinderwagen über ein Verdeck verfügt, das sowohl vor der Sonne wie auch vor herabfallenden Zecken schützt. Eine luftige Baby-Kopfbedeckung verhindert zum einen eine übermäßige Sonnenbelastung und schützt natürlich auch davor, dass sich eine Zecke unbemerkt in die Kopfbeharrung Ihres Babys verkriechen und von dort aus zustechen kann.

Informieren Sie sich über Risikogebiete

Des Weiteren ist es unerlässlich, sich vorab darüber zu informieren, welche Regionen besonders stark mit infektiösen Zecken belastet sind. Dies wird an statistischen Erhebungen gemessen, die die jährlichen Fallzahlen an nachgewiesene Zeckenbissinfektionen festhalten. In diesem Rahmen lassen sich sogenannte Risikogebiete, beispielsweise für die Wahl Ihres Familienurlaubes, von vornherein ausschließen. Darüber hinaus sollten Sie Ihr Baby tagsüber und natürlich auch bei der täglichen Babypflege stets gründlich absuchen, um eine mögliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen. Dabei sollten die Kniebeugen und Armbeugen sowie auch die Kopfhaut besonders gründlich abgesucht werden.

Mögliche Krankheitsverläufe durch den Zeckenbiss einer infizierten Zecke

Die Zecke ist Überträger von Bakterien und Viren, welche äußerst dramatische Krankheitsverläufe auslösen können. Dies gilt im besonderen Rahmen für ein Baby, da dies über eine noch unausgereifte und somit schwächere Immunabwehr verfügt. In diesem Rahmen sollten vorbeugende Maßnahmen durchaus ernst genommen werden. Im Falle einer Infektion kann es hier einerseits zu einer durch Viren ausgelösten Gehirnhautentzündung kommen (FSME), diese Erkrankung kann lebensbedrohlich sein oder schwerwiegende Hirnschäden hinterlassen. Darüber hinaus kann es durch die von der Zecke übertragenen Bakterien (Borrelien) zur sogenannten Borreliose kommen, welche im zu spät behandelten Rahmen zu schweren neurologischen Schädigungen führen kann, die im schlimmsten Falle irreparable körperliche Schäden zur Folge hat.

Tatsächlich gibt es nur gegen FSME einen wirksamen Impfstoff, welcher jedoch besonders als Impstoff für ein Kleinkind nicht immer unbedenklich ist. Hierzu wird Ihnen Ihr Kinderarzt nähere Auskünfte erteilen können.

Fazit

Für die Planung Ihrer Urlaubsreise mit Ihrem Kleinkind sollten Sie sich über die gesundheitlichen Risiken eines Zeckenbisses bewusst sein und diese entsprechend berücksichtigen. Tatsächlich bedeutet nicht jeder Zeckenbiss eine schlimme Erkrankung, dennoch sind diese auch niemals auszuschließen. Tolle Urlaubsangebote in zeckenarmen Regionen, beispielsweise an der Küste, finden Sie unter anderem auch bei eBay. In solchen Urlaubsregionen bieten sich noch weitere Vorteile, welche zu einem entspannten Urlaub für die ganze Familie beitragen. Ein gemäßigtes und gesundes Klima sowie ein kühlendes Lüftchen bekommen besonders dem Baby auch an heißeren Tage sehr gut. In diesem Zusammenhang sollten Sie jedoch auch dort darauf achten, dass Ihr Kind nicht zu viel Sonne abbekommt, um dem Risiko von Sonnenbränden oder gar einem Sonnenstich aus dem Wege zu gehen.

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