ZEIT, TIME, TEMP, TEMPO, CHRONOS

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Die Zeit ist unser Vater und unser Bestatter. Kronos* führt zu unserer Geburt und zu unserem Ableben. Die Diskussion über den Tod wurde seit jahrjunderten auf dem intellektuellen Niveau eines kleinen Kindes geführt. Deshalb müssen wir zugeben, dass wir über dieses Thema wenig tiefgreifendes berichten könnten. In der Antike wurde die Zeit als Kreis verstanden. Man glaubte, dass Alles neu beginnt, wenn sich der Kreis schließt. Dies widerspricht die Lebenserfahrung, dass nach der Vervollständigung des Kreises Alles nicht NEU-, sondern Alles WIEDERbeginnt.

Unsere Kultur versteht die Zeit als eine gerade Linie. Es wird deshalb geglaubt, dass man in die Zeit zurückfahren könnte (es wurden zahlreiche Romane mit diesem Thema geschrieben). Dies dürfte aber nicht stimmen. Die moderne Physik lehrt, dass keine gerade Linie geben kann.

Der Vater (Kronos, Chronos) wurde auch in Verbindung mit dem Himmel gebracht. Wichtig sei die Interaktion zwischen dem Individuum und dem Kosmos, den der Vater schuff. Dieser alte Standpunkt wurde teilweise von den Lehren aller neueren Religionen übernommen. Auf diese Weise began diese Idee inflatonär: Sie mußte von Allen, auch von den Kindern, verstanden werden. Sie wurde unter Anderem für das Anwerben von Gläubigen gebraucht. Zwangsläufig mußte die Diskussion dann ekzessiv vereinfacht werden.

Diese Umstände haben zur Verwirrung und zum Chaos geführt. Die Leute sind desorientiert. Manche belügen sich selbst. Andere haben offenkündig irreführende Betrachtungen einverleibt, um ihre eindringlichste Gedanken in der dunkelsten Kammer ihrers Schädels zu versperren. Es liegt also in der Natur der Sache, dass es so weiter gehen soll. 

*Der Vatergott der griechischen Mythologie, dessen Name auf die Zeit anspielt (Kronos = Chronos = Zeit)

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