ZEICHENSETZUNG DER PRÜFSTEMPEL

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KOMMENTAR ZU DEN AUSFÜHRUNGEN IN BEZUG DER PRÜFZEICHEN - UND STEMPELSETZUNG!

In manchen Kommentaren und Darstellungen muß man an die Fachkenntnis und Fachwissen von einigen Anbietern, Ratgebern und diversen Zeitgenossen Zweifel hegen. Wenn schon Hinweise und Ratschläge abzugeben sind, dann doch bitte verifiziert, qualifiziert  und sachkundig. Schließlich sollte man nicht mit Halbwahrheiten und unkorrekten Darstellungen aufwarten. Für einen Laien, und zu denen zähle ich hier den überwiegendsten Teil, kann mit der Darstellung der Prüfzeichen - und stempelsetzung des Ratgebers Philamaster wohl nicht viel anfangen. Erstens ist eine Prüfzeichendarstellung in jedem Fachkatalog ausgewiesen und zweitens werden Prüfzeichen genauso gefälscht wie die Marke im allgemeinen selbst. Man stelle sich das Horrorszenario in Wirklichkeit vor, daß der Prüfer, der ja geschult sein müßte, erstens nicht im Konsens zu seinen Fachkollegen steht und zweitens das Prüfgebaren im allgemeinen bei uns auf difusen Beinen steht. Ein Beispiel sei hier aufgeführt: Ein sehr bekannter Prüfer, der ein Monopol zur alleinigen Prüferherrschaft besitzt, hatte vor Jahren vollmundig die Kunde verbreitet, daß die letzten beiden Marken des Dt.Reiches ( SA und SS ) auf  Beleg nur eine Gefälligkeitsgeschichte ist und nur als solches abgeprüft wird.  2 Jahre später tauchen  Belege in dieser Variante als echt gelaufen und mit Prüfstempel eben jenes Prüfers auf Auktionen auf. Einlieferer war? Dreimal darf geraten werden. Soviel nur zur Prüfpraxis. Ausserdem hat es einen großen Beigeschmack, wenn Prüfer ihr eigenes Geschäft oder Vertrieb haben. Da bleibt Spekulationen Tür und Tor geöffnet.
Nun wieder zurück zum eigentlichen. Prüfzeichen - und stempelsetzung, wie hier von Philamaster ( NICHT zu verwechseln mit Philmaster - ein Schelm, der schlechtes dabei denkt! )  ausgewiesen, heißt, daß seiner Meinung nach alle Marken, die nicht tiefst geprüft sind, als minderwertig und als sog. "Schrott" anzusehen sind. Dem muß insofern widersprochen werden, da es Briefmarken in Ausführung gibt, die mittlerweile auch schon "etliche Jahre" auf dem Buckel haben. Das soll aber nicht heißen, daß hier ein Freibrief für jeden Schrott ausgestellt werden soll. Aber mir erscheint es so, daß dieser Ratgeber es nur mit Sammlern mit hohem Niveau und noch größerem Geldbeutel zu tun haben will. Ausserdem sind  viele Sammler seiner Meinung nach nicht kompetent, sich Philatelisten und Kenner zu nennen. Dieses Prädikat bleibt nur gewissen Personen vorbehalten. Aber daß dies "Bildchensammler und Möchtegern-Philatelisten" vom Geld eben jener leben, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Bitte nochmals darüber nachdenken.
Meine Bitte ist es, Ratschläge sach - und fachkundig, aber auch ehrlich und verständlich herüber zu bringen. Die Nachfolgegeneration, auf die wir angewiesen sind, werden es Ihnen danken.
Mein Tip: Zeigen Sie in Ihrem Ratschlag doch alle Prüfzeichenstellungen und nicht nur die vorhandenen.
Als älterer Philatelist, wohlbewandert in Verein und Fachgremium, weiß ich wohl, wovon ich hier schreibe. Weitere Details könnten geliefert werden, möchte aber nicht als "Nestbeschmutzer" aufgeführt werden.
Nur Ehrlichkeit und Kollegialität führt zum Erfolg eines wohlgearteten Sammlerlebens.
Confidias

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