Yamaha Programmable Mixer 01/Pro-Mix 01

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Was die derzeit aktuellen Digitalkonsolen angeht, ist der Urzeitmixer von Yamaha leider nur noch bedingt konkurrenzfähig. In der internen Verarbeitung arbeitet er bereits mit 20 bit, was allerdings klangtechnisch nicht an damals verfügbare Wandler von Apogee oder Soundscape  mit 16 bit heranreicht. Wie man ja weiß, ist nicht nur die Bitrate und Samplingfrequenz für die Qualität entscheidend, sondern eben auch die Fehlerkorrektur und das Wandlerverhalten etc..
Die Vorteile des Mixers stechen nur noch im Vergleich mit kleineren analogen Mixern hervor. Allerdings ist ein großer Nachteil, dass er nicht über Subgruppen/Busse verfügt, was eine studiotaugliche Nutzung weitestgehend ausschließt. Wenn man ihn aber separat nur für den Mixdown einsetzt, hat er natürlich gegenüber einer analogen Konsole den Vorteil der Automation per Motorfader und eben die DREI vollparametrischen EQ`'s.
Nachteile sind, dass die ersten Acht Kanäle nur als XLR und die anderen acht nur als Klinke vorhanden sind. Inserts oder Direct-Outs sind eine völlige Fehlanzeige. Die Anzahl der Kanäle ist dabei immer eine Ansichtssache. Die zwei Aux-Wege erschienen mir zu wenig, auch wenn zwei weitere für interne Effekte zur Verfügung stehen, aber eben nur dafür. Erweiterungsmöglichkeiten durch zusätzliche Karten hat der Programmable-Mixer 01 keine.
Ein entscheidendes Manko bei älteren Modellen von Yamaha sind die anfälligen Parameterräder. Bei nahezu allen Folgemodellen unterschiedlicher Hersteller ist eine Ausweichmöglichkeit der Bedienung gegeben. So kann man dort die EQ-Einstellungen auch anderweitig per Poti oder Tastatur ändern. Beim Pro-Mix ist das nicht der Fall. Hat man also ein defektes Parameterrad, ist die Bedienung nahezu unmöglich, denn alle Werteänderungen werden damit durchgeführt. Ich selbst hatte diesen Fall bei einem Kauf und bin von anderen Pulten ausgegangen, auf die Beschreibung hereingefallen, dass es kein Problem wäre. Ansonsten ist er eben für kleinere Projektstudios oder Liveanwendungen mit kleinerer Setups durchaus eine Alternative zu anderen Pulten. Live ist eben der Nachteil, das er nur zwei autarke Monitorwege anbietet, im Studio fehlen einfach die Ausspielmöglichkeiten. Schlagzeug oder ähnlich umfangreiche Sets sind nicht machbar mit dem Pro-Mix. Seine Vorteile liegen in der kleinen Bauart und den Automationsmöglichkeiten. Hat man also nur Sterosignale zum Aufnehmen, reicht er aus und bietet im Mixdown durchaus einigen Komfort. Bleibt letztlich also der Preis, den man bezahlen muss.
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