Wyatt Earp, das Leben einer Legende, Kevin Costner, DVD

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Achtung: zweiseitige DVD 9 - nicht zu empfehlen, aber, dafür eben auch ...

 

... die - eindeutig !? - "bessere" Darstellung der realen (Film) "Geschichte".

Dabei, allerdings mit einigen (wenigen) Einschränkungen, was aber nicht den Film selbst bzw. die eigentliche Haupthandlung betrifft, sondern diese seltsame DVD - Spezifikation.

Wer hatte den hier unter den Lizenz - Inhabern die grandiose Idee, ausgerechnet dieses Meisterwerk auf eine DVD 9, oder anders gesagt, - zweiseitige Dual Layer Rohling (wenn schon aufstehen und wechseln mitten im Film, dann doch wenigstens mit mehreren, seperaten Scheiben wie z.B. bei der Extended Version von "Herr der Ringe" usw. usf.) zu pressen !?

Womit Fingerabdrücke oder (im Fall von ausleihen / verborgen) gleich noch "vorzeitig fehlerhaft abspielbare" Beschädigungen unweigerlich auftreten können, oder ist das etwa bereits so (ein)kalkuliert worden !?

Ansonsten ist diese "Version" hier mit Produzent/Darsteller Kevin Costner - verglichen jedenfalls zu der "Tobstone - Fassung" mit Kurt Russell - 100 x besser.

Allerdings vorwiegend, weil hier bedeutend ausführlicher auf die historischen Gegebenheiten (Earp's Werdegang, das zeigen seiner ganzen Familie usw., inclusive der aufgezeichneten, bekannten Fakten) eingegangen wird.

Und auch, weil Dennis Quaid als John "Doc" Holliday - Darsteller auch "realistischer" sowie glaubhafter "ankommt" als ein - damals - noch jüngerer (und somit auch im Film dann übertrieben jugendlich wirkender) Val Kilmer.

Solche historischen (oder auch nur komplett rein fiktive) Personen darzustellen, ist ja sowieso immer extrem schwierig für jeden Schauspieler und bisher auch nur ganz wenigen - extrem glaubhaft wie überzeugend - gelungen (John Wayne bei "the Shootist - der letzte Scharfschütze" oder Steve McQueen bei "ich, Tom Horn" zum Beispiel).

Oft standen die Akteure sogar in diesen - dh. ihren letzten - Rollen selbst bereits "mit einem Bein in Grab". Und konnten daher meißtens auch nicht Annerkennung(en) für ihre abgelieferten Leistungen erfahren.

Somit großes Lob an den Schauspieler Dennis Quaid für seine gezeigte Leistung. Obwohl der "echte" Holliday auch mit gerade einmal 36 Jahren verstarb.

Wie auch immer, - zur jedem (ja doch) dann auch noch wenigstens in groben Zügen bekannten "Story" bzw. der geschichtlichen Vorlage braucht bestimmt nicht viel gesagt werden.

Kann aber dennoch mal versuchen, etwas zu dieser filmischen Umsetzung hier zu schildern und hinzufügendes zu kommentieren.

Zur Handlung: Costner's "Version" beginnt zunächst mit der Kindheit und Darstellungen der frühen Jugendjahren von Wyatt Earp ...

... und lässt sich dabei auch erstmal - fast - geschlagene 1, 5 Stunden Zeit damit, bis er zu den Szenen kommt, die verglichen dazu, bei "Tombstone" den Anfang bildeten.

Inzwischen "ist" das Jahr 1881, Ort, - im Mittelwesten der USA, der frühere Glücksritter, Kopfgeldjäger und Gesetzeshüter Marschall Wyatt Earp kommt zunächst mit 2 Brüdern und ihren beiden Frauen in die zu dieser Zeit aufblühende Stadt Tombstone (Arizona), - um sich dort endlich niederzulassen und (wie so viele andere) seinen "amerikanischen Traum (Freiheit, Wohlstand und das Streben nach Glück) wahrzunehmen.

Und sonst auch - dh. von ihm geplant - nur noch in Ruhe abgeschieden von den aufregenden, lebensgefährlichen Jahren davor zu leben.

- SCHNITT - hier (bzw. etwas weiter davor) muß diese DVD - Auflage dann umgedreht werden.

Edit: Nachtrag, - der Film ist auf DVD nur als zweiseitige DVD - 9 in Deutschland zu bekommen.

Etwa gleichzeitig zieht es auch seinen guten alten Bekannten, - den Spieler ,Revolverhelden und ehemaligen Zahnarzt John "Doc" Holliday ebenfalls in diese Gegend. In der Hoffnung (und vermutl. auf ärztl. Rat ), das trockene Klima dort würde seine "Schwindsucht" (Tuberkulose) etwas erträglich für ihn machen. Eventuell auch, mit dem baldigen Tod bereits vor Augen, um zuvor etwas schneller durch ein grandioses Duell "berühmter" zu sterben !?

, - Er ist jedenfalls der einzige im Film, der z.B. ganz ruhig dasitzt, wenn "Blei fliegt". Was dem Film zuweilen auch eine entsprechend komödiantische Note gibt. Sonst aber wirken alle Darsteller und ebenfalls die ganze Inszenierung hier bedeutend authentischer, "ernsthafter" und durchgehend "bei der Sache". Und spielen - dh. jeder für sich - ihre Rollen auch gewohnt gut bzw. überzeugend , -

Alles weitere darauf vollzieht sich allerdings trotzdem eher nachteilig für beide.

Und natürlich auch nur allzu vorhersehbar wie erwartungsgemäß, - so das sie auf Grund unglücklicher Umstände, ihrem "Ruf", sowie Mißverständnissen bald mit Banden von "Cowboys" (dh. einer lose hirarchisch aufgebaute Organisation bzw. eine Art frühe Form des organisierten Verbrechens), - die sich untereinander mit roten Bauchschärpen kennzeichnen, später immer weiter aneinander geraten.

Bis es dann zur bekannten Schießerei zwischen den Earp's und Holliday auf der einen und den Clanton's und Mc Laury's auf der anderen Seite kommt (das bekannte Duell am Ok Corral).

Mehr braucht wschl. - bzw. soll bis hier nicht verraten werden. Auch um jenen, die den Film noch nicht gesehen haben, nicht jeden "Anreiz" gleich zu schmälern. Bleibt also nur noch die Frage offen, wie dann alles filmisch umgesetzt und (verglichen zu "schwarz - weiß" Klischee's anderer Filme dieser Art) auch "neu" abgedreht wurde !?

Auf jedem Fall überaus "zutreffend" ! Mit den üblichen, opulenten Bildern und Landschaftsaufnahmen und einem dazu - nicht negativ - dröhnenden Soundtrack. Auch die (dh. was den Ton betrifft) "Effekte" sind gelungen.

Man hört mit der entsprechenden Dolby - Surround Anlage auch viele bis dahin "übersehene" Nebengeräusche.

Und auch optisch - Bild - ist ebenfalls alles leicht staubig oder etwas schmuddelig (Requisiten, Hintergründe usw.) gehalten worden.

So das es dabei nun auch für die reinen Gelegenheitszuschauer hier wirklich mal weniger im großen und ganzen zu kritisieren gibt.

Allerdings, - werden auch hier gegen Ende (nach dem berühmt - berüchtigten Duell am Ok Corrall und der darauf folgenden "Rache des Gesetzes" bzw. dem feigen Mord an Earp's Bruder Morgan, wodurch alles erst weiter eskaliert) der Rest, das weitere Leben der dargestellten Figuren leider ebenso nur reichlich lapidar ...

... wie eben z.B. "Doc" Holliday's Tod usw. dann lediglich mit "Schautafeln" bzw. in einer schnell scrollender Laufschrift abgehandelt.

Was auch die wenigen, - als Bonusmaterial beigefügten entfallenen Szenen nicht weiter ergänzen.

So das auch hier der Eindruck entsteht, das Budget wurde vorwiegend für die horrenden Gagen der "namenhafteren" Darsteller verwendet, - anstatt nun wirklich auch die "ganze" Geschichte zu zeigen !?

Die "Tombstone - Version" hingegen befasst sich hier wiederum etwas näher mit diesen Details ...

... bleibt also nur für die meißten Western - Fans übrig, um die vollständige Geschichte gesehen zu haben: preisgünstig beide (!) Filme seperat kaufen oder auch wenigstens auszuleihen und anzuschauen.
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