Worauf sollte man beim Kauf von Benzintanks achten?

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Worauf sollte man beim Kauf von Benzintanks achten?

Ihr Ratgeber rund um das Thema Kraftstofftank

Insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder Oldtimern treten diese Probleme oft auf: Der Benzintank hat eine undichte Stelle. Die Ursachen dafür sind unterschiedlicher Natur. Manchmal ist ein verrutschter Entlüftungsschlauch der Übeltäter. Manchmal ist es Rost, der das Leck verursacht hat. Meist sind vor allem Fahrzeuge betroffen, die im Winter dauerhaft den Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind und bei diesen Temperaturen oft bewegt werden. So ein Schaden ist ärgerlich. Im schlimmsten Fall wird der Austausch des Kraftstoffbehälters notwendig.

Bei einem Kraftstofftank handelt es sich um eine äußerst komplexe Fahrzeug-Komponente. An den Benzintank eines Fahrzeuges werden sehr hohe funktionale, ökologische und sicherheitstechnische Anforderungen gestellt. Deshalb empfiehlt es sich vor dem Erwerb des neuen Autotanks, sich genau über die Funktionsweise und den Aufbau eines Kraftstoffbehälters zu informieren. Darüber hinaus gibt es einige Punkte, die bei der Auswahl eines Kraftstoffbehälters zu beachten sind.

Der Kraftstofftank und seine Aufgaben

Bei einem Benzintank handelt es sich um einen Behälter, der Kraftstoff lagert. Dieser ist für die Inbetriebnahme eines Verbrennungsmotors erforderlich. Bei einem Pkw besteht eine direkte Verbindung zwischen Kraftstofftank und dem Motor.

Der Inhalt eines Benzintanks ist von sehr hoher Energiedichte. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, dass der gelagerte Kraftstoff auch bei minderschweren oder leichten Kollisionen nicht entweichen kann. Bei Fahrzeugen der neuen Generation dürfen unter keinen Umständen Kraftstoffgase austreten. Das Benzin oder der Dieselkraftstoff muss zu diesem Zweck zwischengelagert und erst im entsprechenden Moment dem Verbrennungsmotor zugeleitet werden.

Der Kraftstoffbehälter eines Pkw oder Kraftfahrzeugs befindet sich aus Gründen der Sicherheit in den meisten Fällen unter der Rücksitzbank. Auch bei heckangetriebenen Pkw positionieren die Fahrzeugkonstrukteure den Kraftstoffbehälter zunehmend in diesem Bereich. Deshalb verfügt der Benzintank oft über eine deutlich sichtbare Bodenmulde. So kann er bequem in der Nähe der Kardanwelle installiert werden. In einigen Modellen wird der Benzintank auch vor der Hinterachse verbaut.

Der Kraftstofftank verfügt über zwei weitere Vertiefungen. Diese besitzen Anschlüsse für eine eigene, sogenannte Kraftstoffpumpe. Bei manchen Pkw wird eine der Kraftstoffpumpen durch eine Saugstrahlpumpe ersetzt. Auf der entgegengesetzten Seite des Behälters befördert eine elektrische Pumpe Benzin oder Diesel in den Innenraum. Beim Zurückfließen wird der Kraftstoff durch eine Düse geschoben. Dadurch entsteht ein Unterdruck. Über eine weitere Leitung am oberen Ende des Tanks kommt weiterer Kraftstoff hinzu. Das Gemisch verlässt den Behälter mittels Saugstrahlpumpe zur rechten Seite.

Der Autotank aus Stahlblech

Ein Kraftstoffbehälter kann aus verschiedenen Materialen gefertigt sein. Der Klassiker ist aus zwei Teilen aus Stahlblech hergestellt. Sie werden durch Schweißen verbunden. Der Kraftstofftank ist mit einer speziellen Schicht überzogen, die Korrosion verhindern soll. Stahlblech-Tanks haben den Vorteil, dass sie im Falle eines Schadens durch Schweißen repariert werden können.

In den vergangenen Jahren wurden immer weniger Fahrzeuge mit einem Stahlblechtank versehen, da bei dieser Behältervariante Schlingerwände zur Versteifung erforderlich sind. Sie verhindern eine negative Kraftstoffverlagerung insbesondere bei Fahrten durch lang gezogene Kurven. Allerdings könnte der Stahlblechtank in Zukunft wieder verstärkt verbaut werden. Grund dafür ist die Gesetzgebung der USA, die von Kraftstofftanks eine enorme Dichtigkeit verlangt. Es gibt auch Kraftstoffbehälter aus dem Werkstoff Aluminium. Diese Modelle kommen jedoch eher in Lastkraftwagen zum Einsatz.

Der Autotank aus Kunststoff

Die meisten Fahrzeuge verfügen heutzutage über einen Kraftstoffbehälter aus Kunststoff. Durch diese Tankvariante können die vorhandenen Hohlräume eines Pkw optimaler ausgenutzt werden. Kunststofftanks korrodieren nicht und können viel besser an die Form des Fahrzeugbodens angepasst werden. Beim verwendeten Werkstoff handelt es sich um das Thermoplast HDPE. Es wird mir Ruß schwarz eingefärbt. Das ist notwendig, um den Kunststoff widerstandsfähiger gegenüber der Sonneneinstrahlung zu machen.

Ein Kunststofftank besitzt bessere Materialeigenschaften als Stahl. Er glüht nicht. Somit kann ein Tank aus HDPE auch keine Wärme weiterleiten. Bei einer Kollision muss der Fahrzeugbesitzer nicht mit dem Abreißen oder der Undichtigkeit der Einfüllstützen rechnen. Auch das Einsetzen der Schlingerwände entfällt, da dass Kraftstoffverhalten bereits beim Herstellungsprozess berücksichtigt wird. Benzintanks wirken sich bei einem Unfall gegenüber dem Stahlblechtank nicht nachteilig aus.

Die Ausführungen von Kraftstofftanks nach Kraftstoffarten

Bei Personenkraftwagen und Kraftfahrzeugen werden verschiedene Kraftstofftanks verbaut. Es gibt Kraftstoffbehälter für Benzin, Dieselkraftstoff oder Autogas.

Benzin- und Dieseltanks

Ein Tank mit Innentankpumpe von Benzin- oder Dieselmotoren wird gemeinsam mit dem Vorlauf, dem Rücklauf, einem Schwallkopf und einem Füllstandsgeber unter einem Schraubdeckel befestigt. Im sogenannten Schwallkopf befindet sich immer Kraftstoff. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Fahrzeug auch bei langen Kurvenfahrten mit ausreichend Kraftstoff versorgt wird. Am Behälter sind zudem weitere Leitungsvorrichtungen vorhanden – der Vorlauf zur und der Rücklauf von der sogenannten Einspritzanlage sowie die Belüftungsleitung, die für den Druckausgleich beim Absaugen verantwortlich ist. Letztere erfüllt eine ganz wichtige Funktion. Keine dieser Vorrichtungen darf über eine Öffnung in die Atmosphäre verfügen. Die Entlüftung des Benzin- oder Dieseltankes endet am sogenannten Einfüllstutzen und wird bei modernen Pkw durch die Leitung der Zapfanlage abgesaugt. Die Belüftung der Konstruktion geht zum Aktivkohlefilter. Dieser blockiert alle Kraftstoffkomponenten bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Kraftstoff vom Motor benötigt wird.

Gastank

Bei Fahrzeugen, die mit dem Kraftstoff Autogas fahren, verfügen in der Regel über Kraftstofftanks aus Stahlblech. Es gibt auch Modelle, die einen Tank aus Faserverbundwerkstoff besitzen. Dieser muss jedoch dem Druck des komprimierten beziehungsweise flüssigen Autogases standhalten können.

Der Gastank eines Fahrzeuges hat spezielle Sperr- und Sicherheitsvorrichtungen. Der Behälter befindet sich in der Regel in der Mulde des Reserverades. Er kann aber auch in Form eines sogenannten Unterflurtankes verbaut werden.

Der Gastank speichert den Kraftstoff in flüssiger Form. Der dafür aufgewandte Druck ist vergleichsweise gering und beträgt durchschnittlich 8 bar. Dieser verhältnismäßig kleine Kraftstofftank versetzt den Fahrzeugführer gleichwohl in die Lage, recht weite Strecken zurückzulegen – je nach Fahrzeugtyp und Fahrweise zwischen 400 bis 600 Kilometer.

Arten von Autogasfahrzeugen

Es existieren zwei verschiedene Varianten von Autogasfahrzeugen. Monovalente Modelle benötigen ausschließlich Autogas. Die bivalenten Fahrzeuge verfügen neben dem Gastank noch über einen Kraftstofftank für Benzin. Bei Benzinern besteht der Vorteil, dass der Gastank beim Ottomotor relativ unkompliziert in das Kraftstoffsystem integriert werden kann. Im Inneren des Wagens befindet sich ein Knopf, mit dem der Pkw-Besitzer auch während der Fahrt problemlos von Autogas auf Benzin wechseln kann. Dadurch wird eine bedeutend höhere Reichweite des Fahrzeuges erreicht. In der Regel verfügen Pkw und kleinere Nutzfahrzeuge mit Autogas über die bivalente Antriebsform.

Das Nachrüsten von Gastanks

Auf dem Automarkt werden spezielle Einbausätze angeboten, die die Nachrüstung eines Gastanks bei einem serienmäßigen Benziner ermöglichen. Die wichtigste Grundvoraussetzung ist dabei, dass die vorhandene Technologie des Fahrzeugs mit der zusätzlichen Kfz-Technologie kompatibel ist. Aus diesem Grund sollte sich der Pkw-Besitzer vorab detailliert darüber informieren, welches Autogas-System für sein Fahrzeug infrage kommt.

Der Einbau sollte nicht eigenständig, sondern in einer Fachwerkstatt erfolgen. Insbesondere bei Benzinfahrzeugen mit sogenannter Direkteinspritzung ist das Nachrüsten auf Autogas nur in ausgewählten Autowerkstätten möglich.

Die Verschlüsse bei Kraftstofftanks

Der Verschluss eines Benzintanks ist eine Sicherungsmaßnahme. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Tankverschlüssen. Tankdeckel zum Verschließen befinden sich in der Regel an Fahrzeugen, deren Tankklappe kein gesondertes Schloss besitzt. Tankdeckel ohne Verschluss werden bei Fahrzeugen verbaut, deren Tankklappe mit der Zentralverriegelung gekoppelt ist.

Der Tankdeckel hat zudem die Aufgabe, bei einem Unfall das Austreten des Kraftstoffes zu verhindern. Moderne Verschlüsse des Tankes besitzen zusätzlich ein spezielles Ventilsystem, dass die Verdampfung des Kraftstoffes reduziert.

Der Tankdeckel von Kraftstoffbehälter kann unkompliziert nachgerüstet werden. Es wird für die meisten Fahrzeugmodelle eine Vielzahl verschiedenster Tankverschlüsse angeboten.

Reparatur oder Austausch von Kraftstoffbehältern

Der Austausch eines Benzintanks kann sehr aufwendig sein. In der Regel müssen viele Teile demontiert werden. Auch bei der Reparatur eines Kraftstoffbehälters sind Erfahrung und Fachkenntnisse meist unabdingbar. Egal ob Wechsel oder Instandsetzungsarbeiten – bei Arbeiten am Tank muss darauf geachtet werden, dass kein Benzin austritt. Ist der Tank undicht, so ist der Wechsel des Behälters unumgänglich. Beim Kauf des Behältnisses sollte der Fahrzeugbesitzer darauf achten, dass es über ein gewisses Zusatzvolumen verfügt, da sich Benzin oder Diesel bei steigender Wärme ausdehnen.

In vielen Fällen beklagen Pkw-Besitzer den Verlust der Tankverschlusskappe. Sie wird meist nach dem Tankvorgang an der Zapfsäule vergessen. Im Internet lässt sich einfach und unkompliziert Ersatz finden. In modernen Fahrzeugen besteht eine Verbindung zwischen Pkw und Tankverschluss, die den Verlust verhindert.

Wie bei allen Fahrzeugbestandteilen gilt auch beim Benzintank, nur qualitativ hochwertige Ersatzteile seriöser und renommierter Hersteller oder Anbieter zu erwerben. Ein minderwertiger Kraftstofftank kann schnell zum Risiko für den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer werden. Aus diesem Grund sollten Interessenten nur zertifizierte Ware erwerben.

So werden Kunststofftanks beispielsweise dem sogenannten Falltest unterzogen. Dabei wird die Blase des Tanks mit Glycerin befüllt, auf minus 40 Grad abgekühlt und aus einer bestimmten Höhe fallen gelassen. Bei vorgeschriebener Qualität entstehen dabei keine Risse oder Brüche. Ein weiterer Test ist die sogenannte Brandprüfung nach ECE R34. Dazu wird ein Kraftstoffbehälter vorschriftsmäßig in einem Kfz verbaut, anschließend durch ein Feuer oberhalb eines Rosts erwärmt. Entstehen dabei undichte Stellen, ist der Kraftstofftank mangelhaft.

Um sicher zu sein, dass der Kraftstofftank auch zum Pkw passt, muss der Pkw-Besitzer den Typ, das Baujahr und den Hersteller des Fahrzeuges kennen.

Gut informiert findet jeder Fahrzeugbesitzer qualitativ hochwertige neue oder gebrauchte Benzintanks. Wer darüber hinaus noch auf der Suche nach weiteren Fahrzeugersatzteilen wie Tankdeckeln, Motorbestandteilen oder Achsenaufhängungen sind, wird ebenfalls schnell fündig.

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