Worauf man beim Reifenkauf achten sollte

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Worauf man beim Reifenkauf achten sollte

Reifen sind nicht einfach nur die schwarzen Gummis, auf denen das Auto steht und die ab und zu gewechselt werden müssen, sondern sie gelten als wichtiges Element für die Sicherheit eines Fahrzeuges. Pneus sind von existenzieller Bedeutung, da sie im besten Wortsinne für Bodenhaftung sorgen und eine sichere Straßenlage garantieren. Diese oft stiefmütterlich behandelten Teile des Fahrwerks können in brenzligen Situationen im Straßenverkehr zu lebenswichtigen Faktoren werden. Reifen sind in Verbindung mit den Felgen deshalb nicht einfach nur ein beliebtes Tuning- und Stilelement, sondern ein sicherheitsrelevantes Bauteil von Fahrzeugen, deren Auswahl einiger Vorbereitung bedarf. Die Kaufentscheidung sollte durch fundierte Informationen untermauert werden. Deshalb müssen vor dem Kauf neuer Reifen einige grundsätzliche Fragen geklärt werden.

Sollen neue, runderneuerte oder gebrauchte Reifen gekauft werden?

Die Frage, ob neue, runderneuerte oder gebrauchte Reifen gekauft werden sollen, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldbeutels, denn neue Reifen sind beim Kauf natürlich sehr viel teurer als gebrauchte Pneus.

Gebrauchtreifen – nicht ohne genaue Prüfung

Beim Erwerb von Gebrauchtreifen sind einige Punkte genau zu prüfen. So muss etwa die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, besser sind 4 Millimeter, noch vorhanden sein. Außerdem müssen die Reifen frei von jeglicher Beschädigung sein. Beim unachtsamen Überfahren von Bordsteinkanten, bei der Autowäsche mit Hochdruckreinigern, bei falschem Reifendruck oder auch beim Radwechsel können Beschädigungen entstehen, die die Verkehrssicherheit des Reifens nachhaltig beeinträchtigen und zu irreparablen Schäden führen können. Beulen und Risse in der Karkasse sind definitive Ausschlusskriterien beim Kauf von gebrauchten Reifen. Auch eine falsche Lagerung kann zu versteckten Langzeitschäden führen. Reifen sollten deshalb auf der Felge und möglichst hängend gelagert werden, um sicherheitsgefährdende Druckstellen zu verhindern. Auch wenn der äußere Anschein einen tadellosen Zustand und ausreichende Profiltiefe verspricht, muss ein gebrauchter Reifen nicht zwangsläufig verkehrstüchtig sein, denn das Alter spielt eine entscheidende Rolle. Das Produktionsdatum ist direkt auf dem Reifen zu finden. Die sogenannte DOT-Nummer gibt Produktionswoche und -jahr an. Pneus, die älter als sechs Jahre sind, verlieren bereits spürbar an Haftung und Reifen mit einem Alter von mehr als zehn Jahren sollten nicht mehr verwendet werden. Bei der Kalkulation des Preisvorteils eines Gebrauchtreifens gegenüber einem neuen Reifen muss auch die verringerte Lebensdauer berücksichtigt werden. Wer sein Auto also noch längere Zeit fahren möchte, sollte deshalb diesen Aspekt bei seiner Kaufentscheidung nicht unberücksichtigt lassen.
Wenn die Entscheidung für Gebrauchtreifen gefallen ist, wird es bei eBay sicher passende Angebote geben.

Neureifen - die sichere Alternative

Bei Neureifen stellen sich viele dieser Fragen nicht. Hier geht es dann eher darum, ob teure Markenreifen oder billigere Importe aus Fernost montiert werden sollen. Dabei kommt es in erster Linie auf die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse an. Informationen über die Qualität von aktuellen Neureifen bieten zahlreiche Vergleichstests der Automobilclubs und Testorganisationen, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
Neue Reifen sind auf den Angebotsseiten von eBay in großer Auswahl vorhanden.

Runderneuerte Gummis - günstig und gut

Eine bedenkenswerte Alternative zu Neu- bzw. Gebrauchtreifen sind runderneuerte Gummis. Dazu werden die Laufflächen von maximal 5 Jahre alten Karkassen abgeschält und mit dem ursprünglichen Profil neu aufgebacken. Neben den ökologischen Vorteilen der Weiterverwertung von noch nicht verbrauchten Rohstoffen ist auch der finanzielle Aspekt zu berücksichtigen. Runderneuerte Pneus können mit einem Preisvorteil von ca. 30 % im Vergleich zu neuen Reifen aufwarten.
Gleich ob man sich für neue, gebrauchte oder runderneuerte Reifen entscheidet, der finanzielle Aspekt wird zwar immer eine bestimmende Größe bei der Auswahl sein, aber diese darf niemals auf Kosten der Sicherheit in den Vordergrund gerückt werden. Denn dann kann sich ein vermeintlicher Preisvorteil ganz schnell ins Gegenteil verwandeln und Kosten nicht nur in pekuniärer Form verursachen, sondern auch im Hinblick auf die Gesundheit zu unabsehbaren Folgen führen.

Sind Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen die richtige Wahl?

Das lästige Wechseln von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt versuchen viele Autofahrer zu umgehen, indem sie Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen montieren. Diese Pneus stellen für bestimmte Gruppen von Verkehrsteilnehmern einen überlegenswerten Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen dar. Für Wenigfahrer mit kleineren Fahrzeugen, die sich vornehmlich in Gebieten bewegen, die sich nicht durch extreme Wetterverhältnisse auszeichnen, können Ganzjahresreifen, die das Matsch-und-Schnee-Siegel oder vergleichbare Auszeichnungen tragen müssen, eine interessante Alternative sein. Falls Sie nicht extra die Reifen noch auf die Felge ziehen möchten, gibt es eine interessante Alternative - Winter- oder Sommerkompletträder. Hier hat man direkt eine Kombination aus Winterreifen mit Felge bzw. dem Pendant zum Sommer. 

Kompromisse sind gefragt

Jedoch darf man dabei nicht auf Topergebnisse in allen Bereichen hoffen, da Kompromisse auch immer Abstriche in Einzeldisziplinen bedeuten. Für Vielfahrer, die öfter damit rechnen müssen, mit unvorhergesehenen Wetterkapriolen konfrontiert zu werden, und all diejenigen, die auf eine sportliche Fahrweise und Styling durch Breitreifen nicht verzichten möchten, sind Ganzjahresreifen nicht geeignet. Diese Autobesitzer müssen auch weiterhin zu den Spezialisten für Sommerbedingungen und Winterwetter greifen. Der alljährliche Reifenwechsel bleibt dann eine lästige Pflicht, die im Sinne der Verkehrssicherheit nicht vernachlässigt werden darf. Außerdem kann demjenigen, der mit nicht geeigneten Reifen unterwegs ist, ein Bußgeld verpasst werden. Auch die Versicherungen halten sich bei der Begleichung von Unfallschäden gerne vornehm zurück, wenn es durch die Verwendung von nicht witterungsbedingter Bereifung zu Verkehrsunfällen kommt.

Die Qual der Wahl

So unterschiedlich wie die Fahrzeuge, die sich auf den Straßen bewegen, sind, sind auch die Anforderungen, die an einen Reifen gestellt werden. Grundsätzlich gelten die Aspekte, die bei einem Kauf beachtet werden müssen, aber für alle Arten von Reifen, egal, ob für ein Motorrad, den normalen Pkw, einen Lkw oder auch eine Landmaschine. Den passenden Reifen zu finden ist allerdings nicht nur abhängig von der Art des Fahrzeuges, sondern auch davon, wie er eingesetzt werden und welchen persönlichen Vorlieben der Besitzer er genügen soll. Wer öfter hohe Lasten transportiert, sollte auf entsprechende Spezialreifen zurückgreifen, die für den Normalfahrer eher Nachteile bringen, da diese Gummis in anderen Disziplinen wie etwa dem Abrollkomfort, mit anderen Angeboten nicht konkurrieren können. Ebenso verhält es sich mit sportlich ambitionierten Fahrern, die gerne auf spezielle Rennreifen zurückgreifen, die mit einer veränderten Gummimischung und einem anderen Aufbau des Reifens für eine stärkere Bodenhaftung und damit auch für einen schnelleren Vortrieb sorgen. Bei der Wahl solcher Spezialreifen muss allerdings darauf geachtet werden, dass diese Pneus auch für den öffentlichen Verkehrsraum zugelassen sind. Vor dem Kauf sollte also zunächst genau überlegt werden, welchen persönlichen Anforderungen der neue Reifen gerecht werden sollte.

Für den Notfall gerüstet

Eine interessante Alternative, besonders für Vielfahrer, bieten Reifen mit Notlaufeigenschaften. In neueren Fahrzeugen fehlt immer öfter das früher übliche Ersatzrad, das zu Gunsten von mehr Stauraum und geringerem Gewicht durch ein Reparaturkit ersetzt wurde. Wer aber einer Reifenpanne den Schrecken nehmen will, ist mit einem Reifen gut bedient, der mit seiner speziellen Struktur dafür sorgt, dass auch bei einem totalen Luftverlust eine Weiterfahrt möglich ist. Diese Runflat Reifen, die ebenfalls unter der Bezeichnung Self Supporting Tires bekannt sind, können durch verstärkte Flanken auch ohne Luft eine Strecke von etwa 80 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 80 km/h zurücklegen. Ein solcher Reifen sollte jedoch nur dann verwendet werden, wenn das betreffende Fahrzeug mit einem Kontrollsystem für den Reifendruck ausgerüstet ist, damit etwaige Beschädigungen rechtzeitig entdeckt werden.

Wichtige Infos direkt auf dem Reifen

Die meisten Informationen, die für eine Kaufentscheidung notwendig sind, findet man direkt auf dem Reifen. Angaben zur Dimension und zur sogenannten Betriebskennung sind gut sichtbar auf der Außenseite der Reifenwand angebracht. So könnte diese Information typischerweise aussehen:
195 / 65 R15 91 T

Die Reifenbreite - nicht nur eine Frage des Stils

Die erste Information, die die Zahlen und Buchstabenkombination an der Seitenwand des Reifens liefert, ist die Reifennennbreite, die in Millimetern angeben wird, gebräuchliche Größen variieren hier zwischen 155 und 235. Kleinere und größere Dimensionen sind jedoch bei bestimmten Fahrzeugen durchaus üblich. Im Beispiel handelt es sich also um einen Reifen mit einer Breite von 195 Millimetern.

Querschnittshöhe - auf die Proportionen kommt es an

Durch einen Schrägstrich getrennt von der Reifenbreite wird die Querschnittshöhe angegeben, die sich aus dem prozentualen Verhältnis zur Nennbreite des Reifens ergibt. Die Querschnittshöhe des Beispielreifens beträgt demnach 65.

Radial- oder Diagonalreifen - eine Frage der Bauart

Die nächste Information, die auf dem Reifen zu finden ist, sind die Buchstaben R oder D, die sich auf die Bauart des Pneus beziehen. R steht hierbei für einen Radialreifen, D für einen Diagonalreifen. Der Reifen aus dem Beispiel ist also ein Radialreifen.

Felgendurchmesser - was die Radkästen ausfüllt

Danach folgt eine Information zur Felgengröße, deren Durchmesser hier in Zoll angezeigt wird. Allgemein üblich sind hier Größen von 15 bis 19 Zoll, aber auch kleinere oder extrem große Durchmesser sind hier möglich. Der Beispielreifen kann also auf eine 15-Zoll-Felge montiert werden.

Loadindex, Hinweise für Lastesel

Der Loadindex (LI), auch Lastindex genannt, ist die erste Information zur sogenannten Betriebskennung und gibt die Tragfähigkeit eines Reifens an.

LI/KG

70/335

71/345

72/355

73/365

74/375

75/387

76/400

77/412

78/425

79/437

 

80/450 81/462 82/475 83/487 84/500 85/515 86/530 87/545 88/560 89/580 90/600

Die 85 aus dem Beispiel weist nach dieser Tabelle eine Tragfähigkeit von 515 Kilogramm aus.

Speedindex, Tempo bitte

Im Speedindex, der zweiten Komponente der Betriebskennung, wird die Höchstgeschwindigkeit angegeben, bis zu der ein Reifen zugelassen ist. Die einzelnen Klassen werden mit einem Buchstaben gekennzeichnet.

  • Q bis 160 km/h
  • R bis 170 km/h
  • S bis 180 km/h
  • T bis 190 km/h
  • H bis 210 km/h
  • V bis 240 km/h
  • W bis 270 km/h
  • Y bis 300 km/h
  • ZR ü. 240 km/h

Das T auf dem Beispielreifen erlaubt also eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h.

Auf die Zulassung achten

Alle Angaben auf dem Reifen müssen mit den Vorgaben aus der Allgemeinen Betriebserlaubnis, der ABE eines Fahrzeuges, übereinstimmen. Diese Angaben sind u.a. im Fahrzeugschein zu finden. Alle Vorgaben zur Betriebskennung sind Mindestanforderungen und können durch höhere Werte ersetzt werden. Eine Ausnahme bilden hier Winterreifen, die ausdrücklich mit der M+S-Kennzeichnung versehen sind. Bei diesen Matsch- und Schneereifen können auch Pneus einer niedrigeren Geschwindigkeitsklasse verwendet werden. Allerdings muss dieses durch einen im Blickfeld des Fahrers gut sichtbar angebrachten Aufkleber angezeigt werden.
Manche Reifen sind mit zusätzlichen Informationen ausgestattet, die Hinweise auf besondere Merkmale geben. So stehen die Zusatzbezeichnungen Extra Load oder reinforced für Reifen, die höhere Tragfähigkeitswerte aufweisen und in erster Linie bei Kombis, Transportern oder Vans zum Einsatz kommen. Auch ein C, das für Commercial steht, erlaubt höhere Traglasten, wobei jedoch meist auch ein höherer Reifendruck verlangt wird. Bei Importen aus den USA ist auf den Reifen oft auch ein P für Passenger zu finden. Dieser Hinweis, der vor der Größenbezeichnung angebracht ist, verweist auf den Umstand, dass der Reifen US-Normen entspricht. Ob und wie verschiedene Kategorien dieser Spezialreifen miteinander kombiniert werden können, sollte beim Reifenhersteller oder dem Fahrzeugbauer erfragt werden.
Außerdem ist auf jedem Reifen die DOT-Nummer zu finden, die Aufschluss über das Produktionsdatum gibt. 1409 heißt, dass der Reifen in der 14. Kalenderwoche des Jahres 2009 hergestellt wurde.

Passende Reifen auf eBay finden

Wenn dann der passende Reifen gefunden ist, geht es noch darum, das beste Angebot zu finden. Bei eBay hat man einen direkten Überblick über unzählige Anbieter, ihre Preise und Serviceleistungen.
Auch wer nach Kompletträdern mit Felgen und Reifen Ausschau hält ist bei eBay genau richtig. Über die Kategorieauswahl auf der Hauptseite gelangt der Nutzer zur Unterkategorie Auto & Motorrad: Teile. Von hier aus finden sich unter Autoreifen & Felgen Produktgruppen, in denen verschiedene Autoreifen zu finden sind.

Fazit

Beim Reifenkauf ist vor allem auf gute Qualität zu achten. Ein niedriger Preis darf nicht zulasten der Sicherheit bevorzugt werden. Auch die Art des Reifens sollte sorgfältig und passend für das eigene Auto und die eigenen Bedürfnisse ausgewählt werden.

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