Worauf ist von Anglern beim Kauf von Wirbeln zu achten?

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Worauf ist von Anglern beim Kauf von Wirbeln zu achten?

Die drei wichtigsten Punkte beim Kauf eines Wirbels

Angeln ist nicht nur eine von vielen Freizeitbeschäftigungen, sondern seit Jahrzehnten ein allseits beliebter Volkssport. Ganz gleich ob Sie es als Hobby für sich allein, mit Freunden oder Familienmitgliedern oder als Vereinssport betreiben, die Freude und der Spaß stehen beim Angeln maßgeblich im Vordergrund. Angeln erfreut sich einer fortdauernden Popularität und ist keineswegs nur ein Sport für die ältere Generation. Auch junge Leute entdecken den Sport mehr und mehr für sich. Die Verbundenheit mit der Natur und die ruhige Atmosphäre laden dazu ein, sich zu entspannen und dem hektischen Treiben des Alltags zu entfliehen. Der Jagdaspekt spielt dabei eine weitere, für viele entscheidende Rolle. Die Herausforderung, den Fisch zu überlisten und zu fangen, stellt einen wesentlichen Faktor dar. Sich im Einklang mit der Natur einem Urinstinkt zu widmen, der nichts mit dem Alltagsgeschehen, dem Beruf oder anderen wichtigen Aspekten des Lebens zu tun hat, macht einen großen Teil der Faszination am Angeln aus. Hierbei ist lediglich der Fang des Fisches entscheidend und nicht zwingend die Tötung und der anschließende Verzehr. Es gibt durchaus eine Vielzahl von Anglern, die ihren Fang nach der Erbeutung zurück ins Wasser und die Freiheit entlassen.

Angeln schützt auch die Natur

Ein weiterer Grundgedanke des Angelsports, besonders wenn dieser im Verein ausgeübt wird, ist der Naturschutz und die Wahrung der Balance im Fischreich. Durch das Angeln bestimmter Fischarten zu gewissen Zeiten des Jahres wird das Gleichgewicht der Fischpopulation gewahrt. Dabei wird von besonnenen Anglern penibel genau auf die Einhaltung von Schonzeiten geachtet, damit es den verschiedenen Fischarten möglich ist, sich fortzupflanzen und die eigenen Bestände zu sichern. Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt ist der Schutz von Gewässern und ihrer Umgebung. Aktive Angelvereine verschreiben sich dazu, die Qualität des Wassers im Auge zu behalten, und achten mit eben solcher Gründlichkeit auf die Sauberkeit der unmittelbaren Umgebung des Gewässers in, dem sie ihren Sport ausüben. Ganz gleich ob Sie diesen Sport im Verein oder als Privatmann betreiben, der Besitz von gültigen Angelpapieren ist in Deutschland Pflicht.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Wer angeln möchte, muss sich im Vorfeld mit diesem Sport im Genauesten auseinandersetzen und das Angebot von regionalen Lehrgängen in Anspruch nehmen. Diese dienen dem Zweck, Anfängern alles Wissenswerte und Wichtige über diesen Sport beizubringen, damit es im Nachhinein nicht zu Verstößen gegen etwaige Bestimmungen und Richtlinien kommt. Solche Verstöße, oder auch das Fehlen des Angelscheins, können teuer und im Ernstfall als Straftat ausgelegt werden. Solche Lehrgänge können sowohl von Fischerei- beziehungsweise Angelschulen veranstaltet werden als auch von eingetragenen Vereinen. Die Prüfung wird von dem jeweils im eigenen Bundesland zuständigem Angelverband abgenommen.

Nach dem Angelschein Erfahrungen sammeln

Nach dem erfolgreichen Erwerb des Angelscheins kann es für Sie am Anfang sehr hilfreich sein, sich einem erfahrenen Angler anzuschließen, um sich nützliche Tipps und Tricks von diesem anzueignen. Angler, die bereits seit mehreren Jahren diesen Sport betreiben, wissen in der Regel, welche Gewässer zu welchen Zeiten des Jahres zu empfehlen sind und wo die Fische gut und viel beißen. Abangeln, Backing, Bügelfeder oder Dip müssen keine Fremdwörter für Sie bleiben. Ratschläge hinsichtlich der Ausübung und der Ausrüstung erweisen sich als nützlich und sichern Ihnen den Spaß an dieser Freizeitaktivität. Ob Karpfen, Forelle, Hecht oder Wels, mit der richtigen Angel, dem dazugehörigen Zubehör und dem passenden Köder kann Ihnen kein Fisch lange widerstehen.

Die richtige Ausrüstung

Im einfachsten Fall besteht die Angel aus einer Angelschnur und einem Angelhaken. Im Allgemeinen gehört jedoch etwas mehr dazu als diese sehr simple Ausrüstung. Professionelle Angler legen sehr viel Wert auf ihr Equipment. Die Angelrute, -schnur und -rolle können sich zwar je nach Angelart beziehungsweise -methode unterscheiden, gehören dessen ungeachtet aber in der Regel zur Grundausrüstung, da im Endeffekt bei jeder einzelnen Methode der Fisch dazu gebracht werden soll anzubeißen. Bei einigen Fischarten ist das Anbringen eines Köders an den Angelhaken nicht nötig, da sie den Haken aufgrund seines Schimmers im Wasser nicht von Beutetieren unterscheiden können und trotz der drohenden Gefahr ungehemmt zubeißen. Bei den meisten Fischarten, wie beispielsweise bei der Forelle oder dem Karpfen, bedarf es allerdings eines Köders, um den Haken zu tarnen und den Fisch dazu zu bringen, ihn als vermeintliche Beute zu sehen und zu zuzuschnappen. Köder gibt es in einer massigen Vielfalt, doch ob Sie am besten zu einem Kunstköder oder einem Naturköder greifen sollten, erfahren Sie entweder von ihrem erfahrenen Angelfreund oder aus Nachschlagewerken zum Thema Fischfang.

Wie kommt der Köder ins Wasser?

Der Köder wird mithilfe der Angelschnur zu Wasser gelassen. In manchen Fällen geschieht dies durch präzise Würfe, wie beispielsweise beim Fliegenfischen. Bei dieser Angelmethode macht der Angler den Fisch durch genaues Betrachten des Gewässers aus und wirft, nachdem er den Fisch erspäht hat, seine Angel aus und den Köder im Idealfall relativ passgenau dem Fisch vor dessen Maul. In anderen Fällen wird der Köder ruhig zu Wasser gelassen, um dort an einer bestimmten Stelle zu verharren. Es wird darauf gesetzt, dass der Fisch die Beute im Wasser erspäht und sich dieser nähert, um sie sich durch einen Biss zu sichern. Beim sogenannten Spinnfischen wird der Köder vom Angler gezielt im Wasser bewegt, um den Fisch anzulocken. Ganz gleich, für welche Methode Sie sich entscheiden, die richtige Ausrüstung entscheidet über Ihren Erfolg oder Misserfolg.

Besonderheit Stippfischen

Es gibt Angelmethoden, wie beispielsweise das Stippfischen, bei denen die Ausrüstung eine andere ist als im Allgemeinen. Beim Stippfischen wird auf eine Rolle verzichtet und lediglich die Schnur benutzt. In der Regel besteht die Ausrüstung eines Anglers jedoch, wie bereits erwähnt, aus den folgenden Ausrüstungsbauteilen: aus einer Angelrute, einer Angelschnur, einem Angelhaken und einer Angelrolle, die dem Aufrollen der Schnur und dem in Anglerkreisen sogenannten Vorfach dient. Ein Vorfach ist eine Schnur zwischen der Hauptschnur und dem Angelhaken. In der Regel ist die Schnur des Vorfachs dünner als die Hauptschnur und wird mit einem Wirbel an dieser befestigt.

Was ist ein Wirbel?

Der Wirbel ist ein, aus Metall bestehendes, elementar wichtiges Teil der Ausrüstung beim Angeln und erfüllt den Zweck eines Bindegliedes zwischen der Hauptschnur und dem Vorfach. Er dient ebenso dazu, zu verhindern, dass sich die Angelschnur, zum Beispiel beim Einholen eines gefangenen Fisches, verdreht. Im Anglerjargon spricht man dabei von dem Verdrillen der Schnur. Beispielsweise beim Spinnfischen verhindert der Wirbel noch vor dem eigentlichen Fang des Fisches, dass der sich rotierender Köder die Schnur durch das Verdrillen unbrauchbar macht. Um diesen Schutz Ihrer Angelschnur gewährleisten zu können, verfügen die meisten Wirbel über eine drehbare Lagerung. Es handelt sich folglich um ein bewegliches Element Ihrer Angelausrüstung. An der Seite der Hauptschnur mit einer Öse ausgestattet, wird diese mithilfe eines Knotens an dem Wirbel befestigt. An der Seite des Vorfachs mit einem Karabiner ausgestattet, wird dieses in den meisten Fällen durch eine bereits vorhandene Schlaufe eingehakt.

Verschiedene Wirbel für unterschiedliche Angelmethoden

Wirbel differenzieren sich in der Größe, der Tragkraft und der Stabilität. So wie es Unterschiede bei der Angelausrüstung im Allgemeinen gibt, je nachdem für welche Angelmethode Sie sie sich entschieden haben, können sich dahin gehend auch die Wirbel und ihre Bauform unterscheiden. Es gibt sowohl kugelgelagerte Wirbel, anders als bei Wirbeln mit der üblichen Lagerung durch eine Drehachse zeichnen sich diese durch zwei bewegliche Komponenten, den Innen- und den Außenring, aus, die durch einen kugelförmigen Rollkörper voneinander getrennt sind. Im Weiteren gibt es den Doppelwirbel, der sowohl auf der Seite der Hauptschnur als auch auf der Seite des Vorfachs mit einem Karabinerhaken ausgestattet ist.

Worauf sollten Sie beim Kauf von Wirbeln achten?

Wirbel werden in verschiedenen Ausführungen zum Kauf angeboten. Welche Ausführung für Sie, Ihre Ausrüstung und Ihr Einsatzgebiet die richtige ist, richtet sich zum einen danach, für was für eine Angelmethode Sie sich entschieden haben und zum anderen nach den Fischen, die Sie vorhaben zu fangen. Die drei wichtigsten Punkte beim Kauf eines Wirbels sind die Tragkraft des Wirbels, die Größe des Wirbels und das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sie sollten vor dem Kauf darauf achten, dass die Tragkraft des Wirbels in Kilogramm angegeben ist. Der Wirbel muss der Gewichtsbelastung Ihres Zielfisches standhalten können, ohne sich beim Einholen des Fangs aufgrund mangelnder Belastbarkeit zu verformen. Sie werden sich ärgern, wenn ein bis dahin entspannter Angelausflug abrupt damit endet, dass Ihr Fang zurück ins Wasser fällt und Ihre Ausrüstung beschädigt ist, weil der Wirbel der kilomäßigen Belastung des Fisches nicht standgehalten und nachgegeben hat. Nützliche Angaben zu Gewicht der verschiedenen Fischarten finden Sie in entsprechenden Handbüchern

Die Größe des Wirbels kann entscheidend für den Erfolg Ihres Angelausfluges sein. Umso kleiner der Wirbel ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er dem Fisch auffällt und dieser von dem Wirbel abgeschreckt und vom Zubeißen abgehalten wird. 

Tipp: Zusätzlich sollten Sie beim Angeln in Salzwassergewässern, wie es oft beim Hochseeangeln der Fall ist, darauf achten, dass Ihre Wirbel salzwasserfest sind.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden