Worauf beim Erwerb von Nebelscheinwerfern geachtet werden muss

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Worauf beim Erwerb von Nebelscheinwerfern geachtet werden muss

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Nebelscheinwerfer

Gerade in den kälteren Monaten des Jahres behindern oft Nebel, starker Regen oder Schneefall die Sicht beim Autofahren. Je mehr sich die Sicht des Fahrers verschlechtert, desto mehr steigt das Risiko eines Verkehrsunfalls. Besonders bei äußerst schlechten Sichtverhältnissen in der Dunkelheit ist es lebensnotwendig, dass einerseits das eigene Fahrzeug von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen wird und andererseits der Fahrzeugführer die Fahrbahn jederzeit optimal erkennen kann.

Die richtige Fahrzeugbeleuchtung kann die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich steigern. Sie gewährleistet eine perfekte Ausleuchtung der Straße und ermöglicht dem Fahrer, zeitnah auf unvorhergesehene Hindernisse auf der Fahrbahn zu reagieren. Gute Scheinwerfer stellen zudem sicher, dass das Fahrzeug auch von anderen Verkehrsteilnehmern schneller wahrgenommen wird.

Jeder Autofahrer ist für die Beleuchtung seines Fahrzeugs verantwortlich. In den letzten Jahren wurden die Scheinwerfersysteme mit Halogenstrahlern oder Xenon-Leuchten immer ausgereifter. Die hohe Leuchtintensität der Scheinwerfer kann jedoch in bestimmten Situationen eine gute Sicht behindern. Das ist insbesondere bei schlechten Wetterbedingungen der Fall. Starke Regenfälle und dichter Nebel reflektieren die Lichtstrahlen der Fahrzeugbeleuchtung und können im schlimmsten Fall eine Blendung des Fahrzeugführers zur Folge haben. Hier sorgen Nebelscheinwerfer für die notwendige Verkehrssicherheit.

Funktionsweise und Eigenschaften von Nebelscheinwerfern

Die Nebelscheinwerfer eines Fahrzeugs befinden sich in der Regel in der Stoßstange. Die Aufgabe dieser Zusatzscheinwerfer ist die optimale Ausleuchtung der Fahrbahn bei sehr schlechten Sichtverhältnissen aufgrund widriger Witterung. Bei richtiger Einstellung ermöglichen die Scheinwerfer bei Nebel eine gute Sicht von 25 Metern Reichweite auf die gesamte Fahrbahn inklusive Fahrbahnränder und verhindern die gefürchtete Eigenblendung durch gestreutes Licht.

Nebel setzt sich aus vielen kleinen Wassertropfen zusammen. Trifft ein Lichtstrahl auf die Mini-Wasseransammlungen, werfen ihn diese generell zur Lichtquelle zurück. Ist der Winkel zwischen dem Nebelscheinwerfer und der Blickrichtung des Fahrzeugführers besonders groß, reduziert sich die reflektierte Lichtmenge. Das hat bessere Sichtverhältnisse für den Fahrer zur Folge. Die weiß beziehungsweise hellgelb strahlenden Nebelscheinwerfer werden über einen eigenen Schalter neben dem Lenkrad bedient. Wichtig ist, dass bei der Inbetriebnahme der Nebelscheinwerfer gleichzeitig die Nebelschlusslampen leuchten.

Die Nutzung der Nebelscheinwerfer ist in der Bundesrepublik Deutschland klar geregelt. Die Zusatzleuchten dürfen bei normalen Wetterverhältnissen nicht zum Einsatz kommen, da sie ansonsten entgegenkommende Fahrzeugführer blenden können. Sobald eine erhebliche Sichtbehinderung durch dichten Nebel, heftigen Regen oder Schneefall vorliegt, dürfen die Nebelscheinwerfer in Kombination mit dem Standlicht oder dem Abblendlicht eingeschaltet werden. Eine Nutzung als normales Tagfahrlicht ist in Deutschland verboten. Der Fahrzeugführer muss dafür sorgen, dass die Scheinwerfer für Nebel jederzeit einsatzbereit sind.

Nebelscheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht

Es gibt Nebelscheinwerfer mit sogenanntem integriertem Kurvenlicht. Dabei sorgen die Zusatzscheinwerfer bei Fahrten durch Straßenbiegungen für eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn. Durch das Kurvenlicht erhöht sich die Fahrsicherheit in der Nacht und bei schlechten Lichtbedingungen.

Der Nebelscheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht wird auch als „intelligentes Licht“ bezeichnet. Dieser Scheinwerfer besitzt horizontal schwenkbare Lampen. Dadurch wird die Straße bei der Fahrt in einer Kurve perfekt beleuchtet. Verantwortlich dafür sind die besonderen Sensoren des Scheinwerfers. Sie ermitteln den Lenkwinkel, die Geschwindigkeit und die sogenannte Gierrate – die Drehgeschwindigkeit um die Hochachse des Wagens – und sorgen so für das adaptive Licht in der Kurve.

Einige Xenonscheinwerfersysteme verfügen über eine elektromechanische Steuerung. So leuchten die Lampen eine Abbiegung automatisch besser aus.

Nutzung von Nebelscheinwerfern

Bei Nebelscheinwerfern handelt es sich um zusätzliche Fahrzeuglampen, die nicht weit strahlen. Dafür sorgen sie für eine bessere Ausleuchtung des Fahrbahnrandes als herkömmliche Scheinwerfer.

Scheinwerfer für Nebel werden entweder mit dem Standlicht oder gemeinsam mit dem Abblendlicht genutzt. Bei einer Inbetriebnahme mit dem Standlicht wird die unangenehme Eigenblendung des Fahrzeugführers minimiert. Dadurch verbessert sich die Sicht auf die Straße. Allerdings strahlt die Kombination Standlicht und Nebelscheinwerfer nicht so weit wie die Kombination von Abblendlicht und Nebelscheinwerfer. Aus diesem Grund sollte diese Lampenkombination nur bei sehr dichtem Nebel zum Einsatz kommen. Zusätzlich ist es ratsam, die Beleuchtung am Fahrzeug den jeweils vorherrschenden aktuellen Sichtverhältnissen anzupassen und gegebenenfalls zum Betrieb von Nebelscheinwerfern und Abblendlicht zu wechseln. Dadurch wird eine breitflächigere Ausleuchtung im nahen Umfeld erreicht und die Blendung des Fahrers reduziert.

Nachrüsten von Nebelscheinwerfern

Obwohl sehr viele Fahrzeugmodelle mittlerweile über Nebelscheinwerfer verfügen, sind nicht alle Pkw und Kraftfahrzeuge serienmäßig mit den Zusatzscheinwerfern ausgestattet. Bei einigen Herstellern zählen die Scheinwerfer noch immer zur Sonderausstattung. So kann es vor allem beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs dazu kommen, dass der Wagen keine Nebelscheinwerfer besitzt. Allerdings können die Zusatzleuchten in den meisten Fällen problemlos nachgerüstet werden. Die Karosse vieler Fahrzeugmodelle verfügt bereits über entsprechende Halterungen und Öffnungen.

Die Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungordnung

Beim Kauf von Nebelscheinwerfern müssen Fahrzeugbesitzer einige Punkte beachten. Laut Straßenverkehrs-Zulassungordnung (StVZO) ist auf deutschen Straßen ein sogenanntes „einheitliches Signalbild“ vorgeschrieben. Das bedeutet, dass die Fahrzeugbeleuchtung weiß bis hellgelb strahlen muss. Daran haben sich alle Verkehrsteilnehmer zu halten – vom schweren Spezialtransport bis zum Fahrrad. Zusätzlich dürfen an einem Auto nur gesetzlich erlaubte „lichttechnische Einrichtungen“ verbaut werden.

Die Nebelscheinwerfer sollen einen Lichtkegel erzeugen, der bei schlechten Sichtverhältnissen die Fahrbahn so breit wie möglich ausleuchtet. Nebel reicht in den meisten Fällen nicht unmittelbar auf die Straße. Deshalb sind Scheinwerfer sehr tief an der Front des Fahrzeugs anzubringen. So kann unter dem Nebel durchgeleuchtet werden.

Nach StVZO sind Nebelscheinwerfer immer paarweise und symmetrisch am PKW zu montieren. Zusätzlich müssen die Zusatzlampen in identischer Lichtfarbe sowie in identischer Intensität strahlen. Nebelscheinwerfer sind darüber hinaus im selben Abstand zur Mitte des Fahrzeugs zu positionieren. Die Distanz zur Außenkante der Stoßstange darf auf beiden Seiten maximal vierzig Zentimeter betragen, da so der Lichtkegel der Nebelscheinwerfer am besten ausgenutzt werden kann.

Die Nebelscheinwerfer befinden sich am Fahrzeug maximal in Höhe des Abblendlichts – nicht höher. Das verhindert, dass es zur Blendung des entgegenkommenden Verkehrs kommt. Beim Nachrüsten ist auf die feste Montage der Scheinwerfer zu achten. Dadurch kommt es später nicht zu unerfreulichen Vibrationen, und die Lichtquelle strahlt stabil.

Nebelscheinwerfer dürfen ausschließlich in Verbindung mit Stand- oder Abblendlicht leuchten. Das ist beim Anschluss der Lampen unbedingt zu beachten. In diesem Fall empfiehlt es sich, Unterstützung eines Fachmannes zu suchen. Dieser besitzt die erforderliche Erfahrung bei der Installation von Scheinwerfersystemen.

Nebelscheinwerfer als Einbau- oder Anbau-Sets

Nebelscheinwerfer zum Nachrüsten gibt es als Einbau- oder Anbau-Sets. Aus optischen Gründen ist die Montage von Einbau-Nebelscheinwerfern ratsam. Diese werden in die Vorderfront des Fahrzeugs integriert und erwecken dadurch den harmonischen Anschein eines originalen Fahrzeugbestandteils. Bei Einbau-Nebelscheinwerfern ist der Fahrzeugtyp des Pkws zu beachten. Nicht jeder Scheinwerfer kann verbaut werden. Der Fahrzeugbesitzer muss sich für ein Modell entscheiden, das speziell für seinen Wagen hergestellt wurde. Nur so wird eine Verbesserung der Licht- und Sichtverhältnisse erreicht.

Neben den Einbau-Systemen gibt es ebenso Anbau-Nebelscheinwerfer. Hierbei werden die Scheinwerfer über eine spezielle Halterung mit dem Auto verbunden. Allerdings hat diese Haltevorrichtung den Nachteil, dass sie während der Fahrt leicht in Schwingung versetzt wird, wodurch es zu einem instabilen Lichtkegel kommt. Der Vorteil von Anbau-Nebelscheinwerfern ist der schnelle und unkomplizierte Wechsel der Lampen bei Beschädigungen und Defekten. Außerdem sind diese Systeme nicht spezifisch an einen Fahrzeugtyp gebunden.

Prüfzeichen geben Sicherheit

Die Fahrzeugbeleuchtung an Pkw und Kraftfahrzeugen muss geprüft und amtlich zugelassen sein. Das bedeutet, dass die Fahrzeugbestandteile eine besondere Bauartgenehmigung besitzen oder über ein vergleichbares, europäisches Prüfsiegel verfügen müssen. Diese Bestimmung ist eindeutig im § 22 der StVZO festgeschrieben. Nur Nebelscheinwerfer, die dieser Vorschrift entsprechen, können an einem Fahrzeug verbaut werden.

Es existieren drei Arten von Zertifikaten. Diese sind auf den Fahrzeugteilen aufgestanzt. Das bekannteste Siegel ist das große „E“ in einem Kreis. Dieses Zeichen kann von sämtlichen ECE-Staaten vergeben werden. Hinter dem Buchstaben steht eine Zahl, die die Herkunft des Fahrzeugzubehörs definiert. Die Ziffer „1“ steht für Deutschland. Das Prüfzertifikat mit einem kleinen „e“ steht für die fachkundige Überprüfung des Fahrzeugteils in einem Mitgliedsland der EU. Vereinzelt ziert Zubehörteile für Pkw und Kraftfahrzeuge eine kleine, gewellte Linie. Hierbei handelt es sich um ein deutsches Prüfsiegel, das noch immer seine Gültigkeit besitzt.

Zusätzlich zu den verschiedenen Zertifikaten befinden sich weitere Zahlen oder Buchstaben auf dem Fahrzeugteil. Auf diesem Weg liefert der Hersteller weitere Auskünfte über die Art des Beleuchtungsteils. Ein großes „B“ bezeichnet einen Nebelscheinwerfer. Spezielle Pfeile auf den Zubehörteilen zeigen dem Fahrzeugbesitzer an, an welcher Stelle oder in welchem Neigungswinkel ein Teil am Auto angebracht werden muss. Eine genaue Montageanleitung enthält zusätzlich wertvolle Informationen.

Richtige Einstellung der Nebelscheinwerfer

Damit Nebelscheinwerfer bei schlechten Sichtverhältnissen ihren Zweck erfüllen können, müssen die Leuchten nicht nur richtig montiert, sondern auch perfekt eingestellt sein. Nur bei einer optimalen Justierung der Scheinwerfer wird die Eigenblendung des Fahrers reduziert. Ist das nicht der Fall, kann ein Nebelscheinwerfer die Fahrsicherheit bedeutend beeinträchtigen. Ist eine Leuchte fehlerhaft ausgerichtet, kann der Scheinwerfer das Licht oberhalb seiner Anbauhöhe streuen, was zu einer schlechteren Sicht für den Pkw-Führer führt.

Bei der Auswahl eines Nebelscheinwerfers gibt es einiges zu beachten. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Erwerb der Zusatzscheinwerfer zu informieren und bei Fragen einen Fachmann zurate zu ziehen.

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