Worauf Sie beim Onlinekauf von Katzenstreu achten müssen

Aufrufe 3 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Worauf Sie beim Onlinekauf von Katzenstreu achten müssen

Wie Sie die richtige Katzenstreu für Ihr Haustier finden

Katzen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere und benötigen für ihr Wohlbefinden eine Katzentoilette mit entsprechender Einstreu. Während Sie mit einem Hund nach draußen gehen können, ist Ihre Katze darauf angewiesen, ihre Notdurft an einem für sie angenehmen Platz in der Wohnung zu verrichten. Auch Freigänger bevorzugen manchmal, vor allem bei schlechtem Wetter, die Katzentoilette. Wenn die Katze mit dem Zustand ihrer Toilette nicht zufrieden ist, wird sie Ihnen das bald durch ihr Verhalten zu verstehen geben.
Neben der Wahl der richtigen Katzentoilette spielt die Katzenstreu für die Hygiene Ihres Haustiers eine sehr wichtige Rolle. In erster Linie soll die Streu die Flüssigkeit aus den Ausscheidungen Ihrer Katze aufnehmen und unangenehme Gerüche binden. Außerdem kommt die körnige Struktur der Streu dem natürlichen Verhalten Ihres Stubentigers entgegen, seine Hinterlassenschaften zu vergraben oder zuzuscharren. Ein Abwägen der Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten kann Ihnen die Kaufentscheidung leichter machen und dabei helfen, das passende Produkt für die Bedürfnisse Ihres Stubentigers zu finden.

Woraus Katzenstreu besteht

Mineralische Katzenstreu und ihre Vorteile

Mineralische Katzenstreu besteht aus in der Natur vorkommenden Tonmineralien wie Bentonit oder Sepiolith, die in verschiedenen Ländern abgebaut werden. Auch Granulate aus Quarzsand und Kalk werden zur Herstellung verwendet. Dank ihrer feuchtigkeits- und geruchsbindenden Eigenschaften und der porösen Struktur kann mineralische Katzenstreu große Flüssigkeitsmengen rasch aufnehmen und der Geruchsbildung vorbeugen. Sie besteht aus natürlichen Substanzen und ist eine preiswerte Alternative zu anderen Katzenstreuarten. Das Granulat wird in unterschiedlicher Körnung angeboten. Kleinere Körnchen ohne scharfe Kanten sind angenehmer für weiche Katzenpfoten. Entscheiden Sie sich deshalb für eine Streu mit möglichst feiner Körnung.
Mineralische Katzenstreu ist auch mit einem Silikatanteil erhältlich, der die absorbierenden und geruchsbindenden Eigenschaften der Tonmineralien und damit die Qualität der Streu noch steigert.

Mineralische Katzenstreu - die Nachteile

Ein Nachteil mineralischer Katzenstreu ist der Staub, der beim Befüllen und Reinigen der Katzentoiletten und beim Scharren der Katze in der Streu entsteht. Dieser kann das Wohlbefinden von Mensch und Tier beeinträchtigen und zu Atmungsproblemen führen. Besonders vorsichtig sollten Allergiker sein. Achten Sie beim Kauf darauf, ob der Hersteller staubreduzierte Streu anbietet. Einige Verfahren ermöglichen die Produktion von mineralischer Katzenstreu mit einem geringeren Staubanteil.
Ein weiterer Nachteil ist das hohe Gewicht der mineralischen Streu. Damit wird der Transport größerer Abpackungen über längere Strecken recht mühsam, auch das Hantieren mit großen Packungen beim Füllen der Katzentoilette gestaltet sich etwas schwierig. Mineralische Katzenstreu darf auf keinen Fall über die Toilette entsorgt werden, das könnte zu Rohrverstopfungen führen. Sie verrottet auch nicht und muss in den Restmüll gegeben werden, was aber durch die natürlichen Mineralien umwelttechnisch unbedenklich ist.

Silikatstreu, ihre Vorteile und Nachteile

Silikatkatzenstreu besteht aus Silicagel-Kügelchen oder-körnchen, die sich durch eine extrem hohe und schnelle Absorptionsfähigkeit auszeichnen. Das als Trocknungsmittel bekannte Silicagel oder Kieselgel wird unter anderem in Babywindeln verwendet und sorgt für eine zuverlässige Geruchsbindung. Durch Einschluss der Krankheitskeime soll es auch antibakteriell wirken. Silikatstreu ist im Vergleich zur mineralischen Streu leichter und viel ergiebiger, da sie nicht so oft ausgetauscht werden muss. Der höhere Anschaffungspreis wird dadurch wieder ausgeglichen.
Die staubfreie Streu ist besonders für Allergiker zu empfehlen. Allerdings bleiben die leichten Kügelchen schnell in Fell und Pfoten der Katzen hängen und werden dann in der ganzen Wohnung verteilt und zum Spielzeug umfunktioniert. Ein Vorleger vor der Katzentoilette kann diesen Nachteil etwas abmildern. Sensible Katzen erschrecken manchmal durch das raschelnde und knisternde Geräusch der Streu, was zum Meiden der Katzentoilette führen kann. Silikatstreu kann über die Biotonne entsorgt werden, wenn dies in Ihrer Gemeinde zulässig ist. Auch diese Art Katzenstreu gehört nicht in die Toilette.

Naturstreu und ökologische Streu, ihre Vorteile und Nachteile

Naturstreu wird aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Holzspäne, Pflanzenfasern, Mais, Stroh, Altpapier oder Heu werden zu Pellets verarbeitet. Bei dieser umweltfreundlichen Alternative wird die natürliche Saug- und Speicherfähigkeit des pflanzlichen Materials genutzt.
Naturstreu ist zwar nicht ganz so aufnahmefähig und geruchsneutralisierend wie andere Streuarten, hat aber auch einige Vorteile.
Viele Katzen mögen Naturstreu, da das weiche Material angenehmer für ihre Pfötchen ist und natürlich riecht. Die Streu wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und schont damit die Umwelt mehr als andere Produkte. Das Ausgangsmaterial für mineralische Katzenstreu wird zum Beispiel häufig importiert und hat damit lange Transportwege hinter sich, während Naturkatzenstreu meist aus heimischen Rohstoffen gewonnen wird. Sie zeichnet sich durch geringes Gewicht aus, denn sie wiegt etwa nur halb so viel wie die mineralische Variante. Außerdem ist sie ergiebig, staubarm und biologisch abbaubar.
Achten Sie beim Kauf auch besonders darauf, ob auf Zusatzstoffe wie Farben oder Bindemittel verzichtet wurde. Ökologische Naturstreu kommt gänzlich ohne künstliche Zusätze aus und wird aus unbehandelten Pflanzen hergestellt. Allerdings ist Naturkatzenstreu relativ teuer und auch nicht überall erhältlich.

Wie Sie Naturstreu korrekt entsorgen

Auch wenn Naturstreu biologisch abbaubar ist, sollten Sie darauf verzichten, gebrauchte Streu auf dem Kompost im Garten zu entsorgen, um die Verbreitung von Krankheitskeimen zu verhindern. Einige Hersteller geben an, dass die Naturstreu über die Toilette entsorgt werden kann. Das ist jedoch wegen Verstopfungsgefahr nicht zu empfehlen. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Gemeinde, ob die Biotonne zur Entsorgung benutzt werden darf.

Klumpstreu und nicht klumpende Katzenstreu

Nicht klumpende Katzenstreu, ihre Vorteile und Nachteile

Nicht klumpende Katzenstreu kann sowohl aus Mineralien als auch aus Silikat oder Naturmaterialien bestehen. Tonmineralien wie Sepiolith oder Granulate aus Quarzsand und Kalk nehmen Feuchtigkeit und Gerüche durch ihre poröse Oberfläche auf und binden sie in ihrem Inneren, verbinden sich aber nicht zu Klumpen. Diese Streuart ist besonders für Langhaarkatzen geeignet, da sie ein Verkleben des Fells verhindert.
Nicht klumpende Katzenstreu ist besonders preisgünstig in der Anschaffung. Da sie aber regelmäßig vollständig entsorgt und komplett erneuert werden muss, ist der Verbrauch relativ hoch. Eine teilweise Entnahme benutzter Streu ist so gut wie nicht möglich, da die Katze oft durch das Scharren gebrauchte und ungebrauchte Streu vermischt. Eine Ausnahme in Bezug auf die Ergiebigkeit bildet Silikatstreu, die generell nicht klumpt, aber erst nach drei bis vier Wochen ersetzt werden muss.

Klumpstreu, ihre Vor- und Nachteile

Klumpstreu zeichnet sich gegenüber anderen Streuarten dadurch aus, dass sie bei Kontakt mit Flüssigkeiten feste und meist flache Klümpchen bildet. Bei mineralischer Klumpstreu entstehen diese Klumpen durch wasserlösliche Zusätze zu den Tonmineralien. Bei Naturstreu sorgen pflanzliche Quellstoffe, die zum Beispiel aus Bohnen gewonnen werden, für die Klümpchenbildung. Bei diesem Prozess wird nicht nur die Flüssigkeit aufgenommen. Da den für die Geruchsbildung verantwortlichen Bakterien die Feuchtigkeit entzogen wird, werden gleichzeitig unerwünschte Gerüche gebunden.
Klumpstreu ist sehr sparsam und ergiebig, da nur die festen Ausscheidungen und die Klumpen aus der Katzentoilette entnommen werden müssen. Am besten eignet sich dazu eine spezielle Schaufel mit Öffnungen. Füllen Sie die Katzentoilette regelmäßig mit frischer Klumpstreu nach, um die entnommene Menge zu ersetzen. Einmal pro Woche sollten Sie die Streu komplett ersetzen, nachdem Sie die Toilette Ihrer Katze gründlich mit einem sanften Reinigungsmittel ausgewaschen haben. Für Langhaarkatzen ist Klumpstreu wegen der Verklebungsgefahr weniger geeignet. Auch bei ganz jungen Kätzchen sollten Sie vorsichtig sein. Deren natürliche Neugier kann dazu führen, dass Streu verschluckt wird, was Verstopfungen und Verdauungsprobleme verursachen kann.

Katzenstreu mit speziellen Zusätzen

Einige Hersteller bieten parfümierte Katzenstreu an. Duftnoten wie Babypuder oder Lavendel erfreuen sicher die Nase des Menschen, sensible Katzen könnten aber unter Umständen mit Boykott der Toilette reagieren. Im schlimmsten Fall kann parfümierte Streu durch die künstlichen Aromen Allergien hervorrufen. Eine gute Katzenstreu mit hoher Absorptionsfähigkeit und eine regelmäßige Reinigung der Katzentoilette machen zusätzliche Duftstoffe entbehrlich. Wenn Ihre Katze die Streu mit Duft aber toleriert und auch nicht auffällig darauf reagiert und Ihnen die leichte Parfümierung zusagt, müssen Sie nicht darauf verzichten.Wenn Ihre Katze zu gesundheitlichen Problemen neigt, kann eine spezielle Diagnose-Katzenstreu gute Dienste leisten.
Diese enthält Indikatoren, die einige Erkrankungen der inneren Organe durch Farbveränderungen der Streu anzeigen, was aber auf keinen Fall den Gang zum Veterinär ersetzt. Erkundigen Sie sich beim nächsten Tierarztbesuch, ob eine solche Katzenstreu für Ihr Tier zu empfehlen ist. Was die Farbe der Katzenstreu betrifft, so bleibt die Entscheidung Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Weiße Streu vermittelt ein Gefühl von Sauberkeit und Frische und lässt außerdem Blut im Urin leichter erkennen als graue oder braune Streu. Ihrer Katze ist die Farbe sicher gleichgültig.

Wie Sie Ihre Katze an die neue Katzenstreu gewöhnen

Wenn Sie sich für eine Katzenstreuart entschieden haben, sollten Sie Ihren Stubentiger langsam an die neue Streu gewöhnen. Katzen reagieren oft empfindlich auf Veränderungen ihrer täglichen Routine und ihrer Umgebung. Ein Wechsel der Streu kann zum Ignorieren der Toilette und zur Unsauberkeit führen. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie die alte Streu nach und nach durch die neue Sorte ersetzen. Mischen Sie täglich etwas mehr neue Streu unter, bis die alte Streu komplett ersetzt ist. Beobachten Sie, wie Ihre Katze auf die neue Toilettenfüllung reagiert, nutzen Sie ihre natürliche Neugier. Wenn Sie eine Sorte gefunden haben, die sowohl Ihrem Haustier als auch Ihnen zusagt, vermeiden Sie weitere Wechsel.Eine hochwertige und ergiebige Katzenstreu, die Flüssigkeit gut aufsaugt und Geruchsbildung zuverlässig verhindert, trägt dazu bei, dass Ihr Haustier sich rundum wohlfühlt.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden