Worauf Sie beim Kauf von antiken Ketten achten sollten

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Worauf Sie beim Kauf von antiken Ketten achten sollten

Das hängt unter anderem davon ab, welchen Verwendungszweck Sie für Ihre antike Kette oder Ihr antikes Collier vorgesehen haben. Bei dem Kauf eines Schmuckstücks als Geldanlage sind unter Umständen andere Maßstäbe anzusetzen als bei dem Erwerb einer Preziose zum Dekorieren eines bestimmten Kleidungsstücks. Selbstverständlich spielt bei beiden Nutzungsmöglichkeiten Ihr persönlicher Geschmack eine Rolle, dennoch sollten Sie vorab gewisse Eigenschaften antiken Schmucks erwägen.

Hiervon hängt der Wert antiker Ketten ab

Grundsätzlich ist es so, dass der Wert einer Preziose mit ihrem Alter steigt. Daher kann die Wahl einer Kette oder eines Colliers aus einer bestimmten Epoche ein Anhaltspunkt für den Wert der Kette sein. Besonderes Augenmerk sollten Sie hier darauf richten, dass nicht zu allen Zeiten Ketten oder Colliers gefragt waren, die das Dekolleté schmücken. Auch Armbänder sind über weite Strecken in verschiedenen Zeitaltern eher selten. Das Material Ihrer zukünftigen Lieblingskette hat ebenfalls einen erheblichen Anteil daran, wie Sie Ihr Schmuckstück einzuschätzen haben. Platin, Gold, Silber und Messing wurden ebenso zur Herstellung für solche Preziosen verwendet wie Korallen, Perlen und besondere Schmucksteine. Ist der Edelsteinbesatz eines schlicht gestalteten Geschmeides von besonderer Qualität, bestimmt er, neben der handwerklichen Verarbeitung durch den Goldschmied, gänzlich den Charakter eines solchen Kleinodes.

Natürlich ist Diamant nicht gleich Diamant. Entsprechendes gilt beispielsweise auch für einen Besatz aus Perlen. Die Zusammensetzung von Gold und Silber, die sogenannte Legierung, kann für eine Kaufentscheidung ebenfalls ausschlaggebend sein. Ein antikes Kleinod sollte natürlich getragen werden. Wenn es nicht für Sie bestimmt ist, erweist es sich in den meisten Fällen als lohnenswert, wenn Sie Stil, Alter und Geschmack der zukünftigen Trägerin kennen: Nicht jede Kette kann mit allen Kleidungsstücken kombiniert werden, wenn ein stimmiges Gesamtbild erwünscht ist. Findet eine wertvolle Preziose bei einer Schmuckliebhaberin keinen Anklang, liegt sie im besten Fall nutzlos in der Schmuckschatulle oder im Safe. Daher sind bei zu verschenkenden Antiquitäten Kenntnisse über die Vorlieben der zukünftigen Besitzerin vor einem Kauf immer hilfreich.

Wie kann die Qualität des Materials antiker Ketten eingeschätzt werden?

Antike Ketten aus Platin

Platin ist als das wertigste Edelmetall bekannt, das bei der Schmuckherstellung Verwendung findet. Wie Gold, Silber und jedes andere Element, das zur Fabrikation von Preziosen benutzt wird, liegt Platin immer in einer Legierung mit anderen Metallen vor. Der Feingehalt, der in Tausendstelanteilen gemessen wird, gibt Aufschluss über die Menge an Platin, die für die Herstellung einer Legierung verwendet wurde. Ein Platingehalt von 950 Tausendstelanteilen ist entsprechend wertiger als Platinschmuck mit nur 600 Tausendstelanteilen des grau-silbernen Edelmetalls. Legierungen in der verhältnismäßig geringeren Qualität von nur 600 Tausendstelanteilen werden vorwiegend in der modernen Schmuckfabrikation verwendet.

Der Nachteil antiker Schmuckstücke aus Platin liegt auf der Hand: Es gibt sie nur in sehr kleinen Mengen. Da das Material, neben seinem hohen Wert, schwerer zu verarbeiten ist als Gold oder Silber, hat es verhältnismäßig spät Eingang in die Fabrikation von Schmuckstücken gefunden. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts, im Zeitalter des Art déco, ist eine nennenswerte Anzahl dieser Preziosen zu verzeichnen. Das ist vor allen Dingen aufgrund der Tatsache schade, dass antiker Platinschmuck immer von höchster Qualität ist. Zumeist wurden nur Legierungen mit 950 oder sogar mehr Tausendstelanteilen Platin verarbeitet. Wenn Sie das Besondere mögen, sind antike Platinketten und -colliers des Art déco bei eBay die richtige Wahl für Sie.

Antike Goldketten

Gold ist nach wie vor das begehrteste aller Metalle. Gelbgold, Weißgold, Rotgold und Grüngold finden seit langer Zeit für Preziosen aller Art Verwendung. Der Feingehalt an Gold wird wie bei Platin in Tausendstelanteilen angegeben. Aufgrund der Weichheit des Materials fertigt man wertigste Ketten vorwiegend aus Goldlegierungen, die einen Feingehalt von 750 Tausendstelanteilen Gold haben, das sogenannte 750er-Gold. 525er-Gold vereint relative Kratzunempfindlichkeit mit dem materialtypischen Goldglanz. 333er-Gold bietet nur einen geringen Anteil des Edelmetalls und oxidiert mit der Zeit wie Silber. Die jeweils verbleibenden Feingehalte von 250, 475 oder 667 Tausendstelanteilen entfallen auf andere Metalle.

Diese Beimischungen von beispielsweise Silber, Nickel und, in neuerer Zeit, Palladium verändern Festigkeit und Farbe der Legierung: Es entsteht Weißgold. Rotgold verdankt seine Tönung Kupfer- und Silberanteilen. Ein anderes Mischungsverhältnis von Gold, Silber und Kupfer lässt die für viele Menschen verführerisch wirkende Farbe des Gelbgoldes entstehen. Silber und Gold in gleichen Mengenanteilen verursachen eine Grünfärbung des Goldes. Dieses Grüngold ist jedoch, wie die verwendeten Materialien Silber und Gold, sehr weich und wird daher vorwiegend als Werkstoff für florale Reliefs oder Ornamente verwendet.

Schmuckliebhaber, die unter Kontaktekzemen leiden, die durch eine Nickelallergie begründet sind, sollten sich, anstatt für Weißgold, für Ketten aus Rot- oder Gelbgold entscheiden. Wie bei Gold und Platin, so wird ebenso bei Silber der Anteil des reinen Edelmetalls in Feingehalten angegeben. 935er, 925er – das sogenannte Sterlingsilber – als auch 800er- oder 835er-Silber sind gebräuchliche Legierungen. Analog zu den Qualitäten bei den vorgenannten Edelmetallen steht dabei der höchste Feingehalt für das wertigste Silber.

Antike Ketten aus Silber

Im Gegensatz zu hochwertigen Platin- und Goldlegierungen oxidiert Silber einer jeden Qualität in Kontakt mit Schwefelverbindungen. Letztere befinden sich sogar in normaler Atemluft. So glänzend dieses Edelmetall auch sein mag: Die Pflege mit geeigneten Reinigungsmitteln ist obligatorisch, um schwarze oder graue Flecken gar nicht erst entstehen zu lassen. Da Silber, analog zu Weißgold, zur Steigerung seiner Härte bis in die heutige Zeit hinein mit Nickel legiert wird, ist bei schweren allergischen Reaktionen auf das Legierungsmetall der Rückgriff auf mit Gelbgold vergoldete Silberpreziosen empfehlenswert. Auch das Tragen des Schmuckstückes auf einem Rollkragenpullover oder einer Bluse verhindert Kontaktekzeme. Entsprechend der Fabrikation ihrer Pendants aus Gold werden Colliers und Ketten aus Silber seit Jahrhunderten in diversen Formen und Ausführungen hergestellt. Interessant hierbei ist, dass so manch ausgefallenes Design antiker Silberketten, so sie denn in gepflegtem Zustand sind, von modernem Modeschmuck kaum zu unterscheiden ist.

Antike Ketten: die ausgefallenen Preziosen des Biedermeiers

Außer den sogenannten Schieberketten für Damentaschenuhren fanden lange Ketten und Colliers von 1815 bis 1848 kaum Verwendung. Mittels einer Châtelaine genannten Aufhängevorrichtung für kleine Gegenstände wurden Schieberketten zumeist an der Taille befestigt. Mitte des 19. Jahrhunderts, seit der aufkommenden manufakturellen Taschenuhrenherstellung, fanden sowohl Châtelaines als auch diese Kettenform größere Verbreitung. Mit der Ablösung der Taschenuhren durch Armbanduhren in der Epoche des Art déco nahm dieser Trend ein nahezu abruptes Ende. Vor der Zeit des Biedermeiers war es vornehmlich adeligen Damen vornehmster Kreise vorbehalten, Uhren als Schmuckstück zu tragen, die zur damaligen Zeit aufwendig verzierte, mechanische Kleinode waren.

Schieberketten oder Châtelaines sind jedoch für das Zeitalter des Biedermeiers keine so typische Preziose wie Kropf- oder Trachtenketten. Diese zumeist aus Gold oder Silber gearbeiteten Schmuckstücke können heutzutage nicht nur zu antiken Trachten, sondern ebenfalls zu stylischen Kleidungsstücken als Modeaccessoire getragen werden. 1815 bis 1848 waren die eng am Hals anliegenden Ketten die wichtigsten, wenn nicht die einzigen Schmuckstücke der Damenwelt.

Selbst wenn regionale oder ständische Unterschiede das Schmücken mit anders gestalteten Colliers oder Ketten möglich oder notwendig machten, wurden nahezu alle diese Kleinode aus Gold, Silber, Granat, Koralle oder Bernstein enganliegend am Hals getragen. Die hochgeschlossene Trachtenmode zur Zeit des Biedermeiers ließ in dieser Beziehung einfach keine Wahlfreiheit zu.

Antike Ketten des Historismus: die Wiederentdeckung glorreicher, vorangegangener Stilepochen

Die Nachahmung von Barock, Renaissance, Rokoko und anderer Stile ist für die Zeit von 1850 bis 1890 charakteristisch. Preziosen dieser Epoche sind ausdrucksstark, pompös und verspielt in der Gestaltung, aber selten an der Zahl. Wertvollste, nicht gezüchtete Orientperlen finden sich als wertsteigernder Besatz oder Bestandteil von Colliers und Ketten ebenso, wie Granate, Citrine, Amethyste und Diamanten. Sollten Sie bei eBay ein Schmuckstück mit Perlen des Orients oder Diamantbesatz erwerben können, haben Sie einen wahrhaft dekorativen Halsschmuck zur Hand, der für festlichste Momente geeignet ist. Wie die zur Gestaltung von Preziosen verwendeten Edelmetalle, so hat die Verarbeitung von Naturperlen oder von lupenreinen Diamanten großen Einfluss auf den Wert eines Schmuckstückes. Grundsätzlich ist hierbei festzuhalten, dass wertvollster Perlen-, Korallen- oder Schmucksteinbesatz natürlich nur eine Arbeit aus einer Edelmetalllegierung zieren kann, die von entsprechender Reinheit ist. Eine Orientperle wird vermutlich niemals eine Silberkette mit einem Feingehalt von nur 600 Tausendstelanteilen Silber schmücken. Sie können den Feingehalt eines Edelmetalls in einer Legierung also durchaus als Hilfsmittel zur Einschätzung der von Ihnen favorisierten Schmuckstücke heranziehen.

Der Jugendstil: antike Ketten – vielfältiges Design

Florale Muster, fließende Linien und idealisierte Frauenbilder als Gestaltungselemente von Schmuck sind von 1890 bis 1915 vorherrschend. Dennoch oder auch gerade deshalb brachte diese Stilepoche eine bis dato unbekannte Vielfalt diverser, harmonisch gestalteter Preziosen hervor. Waren im Biedermeier eher spezielle, im Historismus eher markante Ketten vorherrschend, so sind die Preziosen des Jugendstils äußerst variantenreich. Das Design dieser Epoche bringt, neben dezent, filigran oder auch extravagant wirkenden Colliers oder auch Granatcolliers, ganz reizenden Armschmuck in Form von diversen Armbändern hervor. Unterschiedlichste Schmucksteine werden verwendet, um die künstlerische Formgebung von Kleinoden aus Silber, Gold und vereinzelt sogar Platin zu unterstreichen. Pflanzliche Darstellungen oder Tiermotive entstehen, die edle Schmucksteine nunmehr zu Gestaltungselementen machen und nicht als reines Wertobjekt präsentieren. Preziosen dieses Zeitalters sind dazu geeignet, fast alle wertig wirkenden Outfits harmonisch zu ergänzen. Vom Konzert- und Opernbesuch über ein edles Dinner bis zum festlichen Anlass: Die Schmuckgestaltung dieser Epoche hält nahezu für alle Eventualitäten die passende Preziose bereit.

Antike Ketten der 20er- und 30er-Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts: für jeden Geschmack das Richtige

Wenn die Schmuckstücke der vorangegangenen Zeitalter Ihren Vorstellungen und Anforderungen an antikes Geschmeide nicht ausreichend gerecht werden können, so sind Produkte des Art déco, der „dekorativen Kunst“, vielleicht eine erfrischende Alternative. Klassizistische Preziosen aus dieser Epoche sind ebenso zu finden wie dem Jugendstil nacheifernde Kleinode. Avantgardistischer Schmuck aus dieser Zeit kann sich durchaus mit dem Design seiner Pendants heutiger Tage messen, oftmals überbietet er diese an Kreativität sogar. Ketten, Colliers und Armbänder wurden in unterschiedlichsten Ausführungen und Formen gefertigt. Silber erfährt bei der Herstellung von edlen als auch modischen Preziosen seine Blütezeit. Kurz gesagt: Gediegene, moderne und sogar flippige Ketten hält der Schmuck des Art déco bei eBay gleichermaßen für Sie bereit.

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