Worauf Sie beim Kauf von Tuschkästen achten sollten

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Worauf Sie beim Kauf von Tuschkästen achten sollten

Insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene lieben es, mit Farben zu malen und dabei ihre phantasievollen Vorstellungen zu realisieren. Das Zeichnen mit Tusche zählt dabei noch immer zu den beliebtesten Arten zu malen. Bei der Anschaffung stellt sich für viele dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - die Frage, welche Punkte beim Kauf von Tuschkästen zu beachten sind.
Die Wahl eines geeigneten Tuschkastens hat Auswirkungen auf die Qualität der Zeichnungen, so dass sowohl erfahrene und hauptberufliche Künstler als auch Kinder in Schule und Freizeit einen hochwertigen Tuschkasten benötigen.

Die Wasserfarben in einem Tuschkasten sind sehr gut dazu geeignet, um Kindern den Umgang mit flüssiger Farbe und Pinseln beizubringen. Kleinkinder sollten zunächst mit Buntstiften oder Wachsmalfarben erste Malerfahrungen sammeln. Wenn die motorischen Fähigkeiten ausgereifter sind, kann man den Kleinen das Malen mit dem Pinsel zeigen. Wasserfarben eignen sich dafür besonders gut, weil sie sehr preiswert sind und gerade bei den ersten Mischversuchen einiges schief gehen kann.
Sollten die Kinder z. B. alle Farben zusammen mischen und den Kasten dadurch verunreinigen, kann man diesen ganz einfach reinigen. Auch aus der Kleidung lassen sich die Farben leicht auswaschen.

Das sollte beim Kauf eines Tuschkastens beachtet werden

Wer sich für einen Tuschkasten interessiert, sollte generell auf eine möglichst große Zahl an unterschiedlichen Farbtönen achten. Zwar reichen eigentlich die drei Grundfarben Blau, Gelb und Rot aus, um eine ausreichend große Menge an Farben mischen zu können. Doch vor allem kleine Kinder in den unteren Jahrgangs-Stufen der Grundschule wissen zum einen nicht genau, welche Farbe mit welcher gemischt werden muss, um die gewünschte Farbkombination zu halten.
Zum anderen - wenn die Kinder dann wissen, wie sie einen gewissen Farbton erreichen können - gelingt es nicht immer, das richtige Mischverhältnis zu finden, so dass bereits ein kleines Abweichen einen anderen Farbton entstehen lässt. Tuschkästen - auch als Deckfarbkästen bekannt - mit möglichst vielen Untertönen, zum Beispiel Magenta-, Karmin- oder Zinnoberrot, minimieren diese Gefahr und erleichtern vor allem Kleinkindern das Malen mit Farben aus dem Tuschkasten.

Wer viel malt, zum Beispiel mit Fingerfarben, der benötigt irgendwann neue Farben, da die alten aufgebracht sind. Dies ist vor allem bei häufig genutzten Farben der Fall: Die Grundfarben Grün, Blau und Rot werden überdurchschnittlich häufig genutzt, so dass sie dementsprechend auch als Erstes aufgebraucht sind. In solch einem Fall ist es wichtig, dass ein Tuschkasten erworben wird, dessen Farbtöpfchen nachgekauft werden können.
Sollte ein Modell gefallen, das auf Grund seines niedrigen Preises Interesse weckt, aber im angesprochenen Fall einen kompletten Neukauf des Tuschkastens erfordern würde, empfiehlt es sich, vom Kauf Abstand zu nehmen und stattdessen einen Tuschkasten zu erwerben, der die Möglichkeit eines Farbtöpfchen-Nachkaufs anbietet und damit zugleich eine hohe Qualität ausstrahlt.

Welche Farben sollte ein hochwertiger Tuschkasten beinhalten?

Die Zusammenstellung der Farben nehmen die wenigsten Hersteller von Tuschkästen nach eigenem Ermessen vor. Die meisten orientieren sich vielmehr an der Norm DIN 5023, die bestimmte Farben als feste Bestandteile vorsieht. Nach ähnlichen Normen werden übrigens auch die Farben von Buntstiften zusammengesetzt, wodurch gewährleistet ist, dass die Namen der Farben immer den gleichen Farbton bezeichnen.

Anzahl der Farbtöpfchen

Es gibt einfache Wasserfarbkästen mit 12 Farben oder auch solche mit 24 Farben. Entsprechend der DIN-Normen ist genau festgelegt, welche Farben ein Tuschkasten enthalten muss und wie diese angeordnet werden. Dies erleichtert die Auswahl erheblich, da man sich sicher sein kann, dass in allen Kästen die gleichen Farbtöne enthalten sind. So muss man sich nur zwischen verschiedenen Preisen und Herstellern entscheiden und nicht noch zusätzlich die enthaltenen Farben vergleichen. Diese Regelung gilt beispielsweise auch für Kreide oder Wachsmalstifte.

Nur mit passendem Zubehör kann man von einem sehr guten Tuschkasten sprechen

Der Nachkauf bereits aufgebrauchter Farben ist lediglich eine Option. Eine andere ist die Integration von Ersatzfarben, die beim Kauf des Kastens bereits erworben werden können. Sollte während des Malens, z. B. in Malbüchern, eine Farbe zur neige gehen, hat man so schnell ein neues Farbtöpfchen parat. Des Weiteren zeichnet sich ein sehr guter Tuschkasten dadurch aus, dass ein widerstandsfähiger Borstenpinsel inklusive ist.
In der Regel ist auch eine Tube Deckweiß im Tuschkasten enthalten - ebenso wie eine Wasserschale, mit deren Hilfe die Farben während des Malens aus dem Pinsel ausgewaschen werden können. Auf diese Zubehörteile sollte beim Kauf eines Tuschkastens unbedingt geachtet werden, um zusätzliche und meist kostspieligere Käufe vermeiden zu können.

Effektiver Aufbau für ein leichteres Arbeiten

Beim Kauf eines hochwertigen Tuschkastens spielen nicht nur die Farben an sich sowie die Zubehörteile eine wichtige Rolle, vielmehr sollte der Tuschkasten so aufgebaut sein, dass Kinder und Erwachsene effektiv mit ihm malen können. Idealerweise weist die Deckelinnenseite deshalb mehrere Bereiche auf, die zum Mischen der einzelnen Farben genutzt werden können. Wichtig ist dabei eine klare Trennung in unterschiedliche Bereiche: Eine einzelne Fläche kann natürlich Platz für zwei bis drei Mischverfahren bieten, aber es besteht immer die Gefahr des Ineinander-Verlaufens der Farben, was nicht nur beim Malen nach Zahlen stört.
Zudem sollte dieser Bereich des Kastens abnehmbar sein, um größtmögliche Flexibilität für den Nutzer zu ermöglichen. Gleiches gilt für die einzelnen Farben - auch diese sollten herausnehmbar sein. Vor allem für kleine Schulkinder kann dies aber problematisch werden, wenn es darum geht, die Farben nach dem Malen wieder in den Tuschkasten zurück zu packen. Wichtig ist deshalb die Beschriftung unter beziehungsweise über den Farbtöpfchen, damit die Kinder die korrekte Anordnung der Farben einhalten können und schöne Kunstwerke auf ihre Mal- & Zeichenblöcke zaubern können.

Das Material des Tuschkastens: Kunststoff oder Metall?

Viele Eltern stehen vor der wichtigen Frage, aus welchem Material der Tuschkasten ihres Kindes bestehen soll. Eine Frage, die sich für Kreide oder Kratzbilder nicht stellt, aber für Tuschkästen wichtig sein kann. Experten sehen in Metall den Vorteil, dass die Farben in einem Tuschkasten, der aus ebenjenem Material besteht, länger halten. Dies kann als wichtiges Argument gelten, da Tuschkästen aus Kunststoff in der Regel zwar günstiger sind, die Farben aber nicht so lange halten und damit der Nachkauf einiger Farbtöpfchen beziehungsweise eines kompletten Kastens erforderlich wird.
Andererseits bietet ein Tuschkasten aus Kunststoff den Vorteil, dass er leichter und somit bequemer zu transportieren ist. Gerade für Schulkinder, die ohnehin viele Bücher in ihren Ranzen tragen müssen, kann dies ein - wenn auch nicht der wichtigste - Grund sein, auf einen Tuschkasten aus Kunststoff zurückzugreifen.

Die Sicherheit muss im Vordergrund stehen

Auch für Tuschkästen gibt es in Deutschland bestimmte Normen (DIN), die aus Sicherheitsgründen erfüllt werden müssen. Im Vordergrund steht dabei die Qualität der Farben, die ganz entscheidend von der Zusammensetzung geprägt wird. DIN/EN 71 schreibt zum Beispiel vor, dass die Farben in einem Tuschkasten nur eine Mindestmenge an Schwermetallen aufweisen dürfen.
Vor allem für Kinder kann ein zu hoher Anteil gesundheitliche Probleme bedeuten, die man mit der Wahl eines geprüften Tuschkastens vermeiden kann. Erkennbar sind hochwertige Modelle an dem bekannten CE-Zeichen.

Tuschkästen aus dem Internet

Bei eBay gibt es ein vielfältiges Sortiment an Deckfarben und Tuschkästen und es werden sogar preiswerte Sets und Produktbündel angeboten: Bei diesen werden verschiedene Malutensilien kombiniert und man bekommt z. B. nicht nur die Farben, sondern auch die passenden Pinsel, einen Malkittel und einen Zeichenblock. Mit diesen Produktbündeln hat man die komfortable Möglichkeit, alle Materialien und Werkzeuge für kleine und große Künstler mit nur einem einzigen Kauf zu erwerben.

Fazit

Aus der riesigen Auswahl an Tuschkästen gilt es, einen hochwertigen ausfindig zu machen, der sowohl hinsichtlich der Farbqualität als auch der Sicherheit zu überzeugen weiß. Zu achten ist generell auf eine hohe und vor allem sinnvolle Auswahl an Farben, die es Kindern und Erwachsenen ermöglicht, effektiv und variabel malen zu können. Zudem sollten Tuschkästen immer auch benutzerfreundlich aufgebaut sein.
Des Weiteren sollten gesundheitliche Aspekte nicht vergessen werden: Das CE-Zeichen informiert über das Einhalten verbindlicher DIN-Normen und garantiert somit Schadstoff-Freiheit, was vor allem für Kinder sehr wichtig ist. Schließlich sollte ein sehr guter Tuschkasten immer auch Zubehör enthalten, mit dem effektives Malen problemlos vonstattengehen kann.

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