Worauf Sie beim Kauf von Leinwänden für Heimkinos und professionelle Vorführungen achten sollten

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Worauf Sie beim Kauf von Leinwänden für Heimkinos und professionelle Vorführungen achten sollten

Kino ist die große Mode unserer Zeit und quasi das moderne Theater samt Oper und Ballet in einem. Wo früher gesungen, getanzt oder rezitiert wurde, flimmern heute die bunten Bilder über die Leinwand.
Natürlich können Sie den neuesten Film aus Hollywood oder Bollywood auch daheim schauen. Ein Fernseher gibt allerdings deutlich weniger her als die große Kino-Leinwand. Doch es gibt eine Alternative: nicht das neue Flachbild-TV in Maxi-Größe, sondern Heimkino.

Heimkino im eigenen Wohnzimmer

Heimkino ist weitaus mehr als eine bloße Leinwand oder gar das alte weiße Bettlaken aus Omas Kommode. Wobei: Die Leinwand ist beim Heimkino eines der zwei oder drei wichtigsten Bestandteile überhaupt.
Was also gehört alles zum künftigen Heimkino? Eine komplette Anlage besteht aus zwei oder sogar drei Dingen, nämlich Leinwand, Beamer und Surroundsystem. Wobei allein für das Bild vor allem Leinwand und Beamer nötig sind. Wer es sich einfach macht, wählt gleich ein Komplettangebot. Aber es besteht auch die Möglichkeit, sich ein Heimkino selbst zusammenzustellen.

Neuer alter Trend: Heimkino ist wieder Mode

Zuerst ein bisschen Geschichte. Heimkino oder „Home Cinema" ist nämlich keine neue Erfindung. Schon in den 1930ern probierte sich AGFA mit Schmalfilmen an der Idee des privaten Kinos. 1960 brachte Kodak das Super8-Format auf den Markt, was weltweit einen regelrechten Boom auslöste. Selbst Hollywood reagierte und bannte seine Blockbuster auf Super8, schließlich konnten damit weitere Einnahmen erzielt werden, ähnlich wie später mit Videos und noch später mit DVDs. Trotzdem ist Heimkino kaum mit Video oder DVD vergleichbar. Wobei: In den 60ern galt ein eigener Fernseher als Heimkino, damals auch Pantoffelkino genannt.

Das heutige Heimkino hat hingegen nichts mehr mit Pantoffelkino zu tun. Da bauen manche Fans ihren Keller zu einem echten kleinen Kino in Miniformat um und geben sogar echte Vorführungen. Natürlich kostenlos, denn gewerbliche Kinovorführungen müssten angemeldet werden. Heimkino soll in erster Linie privaten Vorführungen dienen, mit Familie, Freunden, Bekannten. Trotzdem können diese privaten Vorführungen sehr professionell erfolgen, vor allem mit dem richtigen Equipment.

Vorteile: Was macht eine gute Leinwand aus

Was macht eine gute Leinwand aus? Die Frage zu beantworten ist einfach und doch schwierig, denn das Angebot an entsprechenden Leinwänden ist sehr groß. Da gibt es die Stativ-Leinwand, die dank ihrem Stativ einfach in den Raum gestellt wird. Oder die Motorleinwand, welche automatisch via Fernbedienung ausgefahren wird. Für den neuen Trend 3D gibt es ebenfalls eine spezielle Leinwand, die 3D-Leinwand.

Einfach wird die Auswahl Ihrer neuen Heimkino-Leinwand also nicht. Für den Anfang dürfte erst mal eine „normale" Rahmen-Leinwand genügen, die bereits alle nötigen Qualitätsansprüche erfüllt. Eine gute Leinwand besteht in der Regel aus Glasfasergewebe, das beschichtet ist. Damit werden zum einen Verformungen vermieden, die den Bildgenuss trüben könnten. Außerdem wird die Entflammbarkeit der Leinwand minimiert.

Je nach Art der Bildwand weist die Leinwand noch einige weitere Extras auf. Dazu zählen generell eine gute Reflexion der Wand, außerdem eine gute Lichtverteilung. Gerade letzter Punkt garantiert von jedem Sitzplatz aus eine gute Bildqualität, egal ob direkt von vorn oder schräg von links und rechts. Wichtige Kriterien beim Kauf sind daher Leuchtdichte und Leuchtdichteverteilung. Jede Delle, Welle oder Falte muss strikt vermieden werden, da sonst die Bildqualität beeinträchtigt wird. Gute Leinwände werden mit speziellen Verfahren gespannt, um eben solch eine möglichst glatte Fläche zu bieten.

Aufgepasst: Tipps zum Kauf einer Leinwand

Beim Kauf einer Leinwand für Ihr Heimkino gilt es daher einiges zu beachten. Wichtig beim Erwerb sind Reflexionsvermögen sowie Leuchtdichtefaktor. Dazu kommt ein gewisser „Weißstandard".
Die wichtigen Merkmale einer guten Leinwand lassen sich an einer Hand abzählen. Erstens die bereits genannte Reflexion. Zweitens die Leuchtdichte. Drittens eine flache Ebene ohne Wellen, Dellen, Falten oder sonstigen brüchigen Stellen. Viertens eine gute Bildqualität von vorn wie ebenso von den Seiten. Fünftens die richtige Größe.

Letztgenannter Punkt ist beim Kauf der Leinwand wichtig, hängt dieser doch von dem Vorführraum ab. Auch hier gibt es eine Faustregel, nämlich den Betrachterabstand beziehungsweise den größten Betrachterabstand. Der Betrachterabstand ist die größte Entfernung, aus welcher der Zuschauer jedes Detail noch gut erkennen kann. Andererseits müssen auch vordere Plätze die Leinwand als ganzes Bild erfassen können. Das ergibt wieder die Größe der Leinwand, wozu wieder eine hilfreiche Formel geboten wird. Der größte Betrachterabstand ist gleich die Leinwandbreite mal sechs, der kleinste Betrachterabstand die Leinwandbreite mal 1,5. Gültig sind hierfür übrigens „Normalformat" wie 2:3 beziehungsweise 3:4. Ansonsten geht es nach der Breite der Leinwand.

Praxis: Tipps für Vorführungen im Heimkino

Das Format ist übrigens weniger ausschlaggebend für die Qualität der Leinwand, sondern sollte lediglich auf den eigenen Bedarf zugeschneidert sein. Wer also nicht nur Filme vorführen möchte, sondern beispielsweise auch alte Dias, ist mit einer quadratischen Leinwand gut beraten. Wer mehr auf Blockbuster setzt, setzt lieber auf das Breitband-Format 16:9. Clever wäre in jedem Fall eine fest montierte und elektrische Leinwand.

Sind Leinwand, Beamer und Surroundanlage gekauft, geht es zur Tat. Empfehlenswert ist eine komplette Abdunklung des Raums. Gerade das verspricht mehr Kinoatmosphäre. Beschränken Sie zudem die Anzahl der Zuschauer auf ein gesundes Maß, das Ihr Platzangebot nicht übersteigt. Sorgen Sie für etwas mehr Kinofeeling mit kalten Getränken und entsprechenden Knabbereien. Oder bitten Sie Ihre Besucher um passende Mitbringsel. Sorgen Sie für ausreichend Kühlung beziehungsweise Wärme, je nachdem, ob Sommer oder Winter. Statten Sie den „Kinoraum" wie einen solchen aus, etwa mit dimmbaren Lampen oder Filmpostern. Als Sitzgelegenheit sind Sie mit bequemen Sesseln statt Kino-typischer Klappstühle besser beraten, gerade beim Heimkino darf Komfort gern im Vordergrund stehen.

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