Worauf Sie beim Kauf von Heu und Stroh für Kleintiere achten sollten

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Ratgeber: Worauf Sie beim Onlinekauf von Heu und Stroh für Kleintiere achten sollten

Auch wenn es sich bei dem Begriff „Kleintier“ nicht um einen fest definierten Begriff aus der Biologie handelt, so hat er sich doch in den letzten Jahren und Jahrzehnten im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert. Heute versteht man darunter all jene kleinen Haus- und Heimtiere, die von Menschen nicht als Nutztiere, sondern zur Gesellschaft gehalten werden. Wichtige Kleintierarten sind Ziervögel und Zierfische, aber auch sehr viele Nagetiere und Hasenarten gehören zu den ihnen. Hasen und Kaninchen werden seit einigen Jahren nicht mehr zu den Nagetieren gezählt und sind daher extra aufzuführen. Dennoch gelten für sie ähnliche Regeln der Tierhaltung wie für die Nagetiere. Wenn auch Sie Nagetiere, Kaninchen oder Hasen halten oder eine Anschaffung dieser Tiere planen, sollten Sie sich auch mit deren Bedürfnissen und dem jeweiligen Kleintierzubehör auskennen.

Die angemessene Füllung für Raufe und Gehege

Eine wichtige Aufgabe ist es dabei, stets für eine angemessene Füllung der Heuraufe für Nager zu sorgen bzw. das Nagerterrarium, das Nager-Freigehege oder den Stall Ihrer Kaninchen und Hasen mit Stroh oder Heu auszustatten. Ob als Futter oder als Einstreu für die Käfige und Gehege – diese Naturprodukte können verschiedenen Zwecken dienen. Wichtig ist nur, einige grundlegende Regeln beim Kauf und beim Einsatz von Heu und Stroh für Kleintiere zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt stehen dabei stets das Wohlergehen Ihrer Tiere und deren gesunde und artgerechte Haltung.

Damit Sie beim Kauf immer die richtige Wahl treffen können, sollten Sie sich bereits vorab über dieses Thema informieren. Der vorliegende Einkaufsratgeber soll Ihnen dabei eine praktische Hilfestellung sein. Viele Tipps zur Auswahl von Heu und Stroh für Kleintiere warten auf Sie.

Die Unterschiede zwischen Heu und Stroh für Kleintiere

Der erste Schritt, sich der richtigen Auswahl von Heu und Strohe für Ihre Kleintiere zu nähern, ist der Blick auf die Definitionen der beiden Begriffe „Heu“ und „Stroh“. Gerade wenn Sie in Ihrer Freizeit nicht viel mit dem Leben auf dem Bauernhof und den Begrifflichkeiten der Landwirtschaft zu tun haben, können hier schon die ersten grundlegenden Fragen aufkommen. Die Unterschiede sind jedoch schnell geklärt und schon ist der erste Schritt für Ihre Auswahlentscheidung geebnet.

Bei Heu-Futter bzw. bei Heu im Allgemeinen handelt es sich schlicht um geschnittenes und anschließend getrocknetes Gras. In vielen Fällen werden – wenn Heu als Futtermittel zum Einsatz kommt – verschiedene Grassorten gemischt, um ein gesundes Nahrungsmittel herzustellen. Viele Nagetiere wie beispielsweise Meerschweinchen oder Chinchillas ernähren sich überwiegend von diesen wohlriechenden, getrockneten Gräsern. Da aber Heu und Stroh für Haustiere angeboten wird, sollte man auch der Bedeutung des Begriffs „Stroh“ Aufmerksamkeit widmen. Stroh ist das, was von den Halmen übrig bleibt, nachdem das Getreide ausgedroschen wurde. Nach der Ernte wird heute das Getreide durch Maschinen gedroschen und anschließend zu Ballen gepresst. Man kann es anschließend unter anderem dazu nutzen, einen Stall auszustreuen. Nagetiere und Hasen werden ab und an sicherlich an Stroh knabbern – ein Vorgang, der für die Tiere jedoch nicht gefährlich ist.

Heu und Stroh für Kleintiere nach erstem und zweitem Schnitt

Wenn Sie Heu kaufen möchten, können Sie dieses unter anderem nach dem Erntezeitpunkt differenzieren. So kommt sowohl Heu aus dem ersten Schnitt als auch Heu aus dem zweiten Schnitt in den Handel. Heu aus dem ersten Schnitt, der im Frühsommer stattfindet, nennen Fachleute auch Heumahd oder Frühmahd, in einigen Regionen auch Frühheu. Der zweite Schnitt findet meistens im Hochsommer statt. Man nennt das Produkt, das hier entsteht auch Grummet, Ettgrön oder Emde.

Für die Tierhaltung ist diese Unterscheidung insofern wichtig, als der erste Schnitt weniger Eiweiße und mehr Rohfasern enthält. Dies ist für Meerschweinchen, Kaninchen und Chinchillas von Vorteil – dies ist damit zu begründen, dass diese Tierarten in ihren Ursprungsländern eher mit nährstoffarmer Nahrung konfrontiert sind. Da im zweiten Schnitt mehr Eiweiße enthalten sind und da es weicher und kürzer ist, kommen manche Kleintiere auch damit besser zurecht. Vor allem Jungtiere profitieren oft. Allerdings sollten Sie die Fütterung immer auf die Tierart abstimmen und bei Rückfragen mit Ihrem Tierarzt oder einem anderen Experten sprechen, denn der zweite Schnitt könnte beispielsweise durch seinen hohen Calciumgehalt auch zu Blasensteinen führen. Sowohl bei Heu als auch bei Stroh sollten Sie vor dem Füttern immer prüfen, ob es noch frisch genug ist. In der Regel ist ein guter, frischer Geruch ein Anzeichen dafür, dass das Heu noch in Ordnung ist. Selbstverständlich sollten Sie sich auch an den Lagerungshinweisen und an den Haltbarkeitsinformationen der Anbieter orientieren.

Heu und Stroh für Kleintiere als Futter oder Einstreu verwenden

Die reine Definition der Begriffe Heu und Stroh weist bereits darauf hin, welche Produkte man als Futter und welche man als Einstreu verwenden kann. Heu ist vorwiegend als Futtermittel für Kaninchen und einige Nagetierarten gebräuchlich und gut geeignet. Weitere Nahrungsbestandteile wie zum Beispiel frisches Gemüse und besondere Nahrungsmittel, die der Tierarzt je nach Zustand des Tieres empfehlen wird, sind natürlich ebenso wichtig. Auch Einstreu-Stroh hat seine Berechtigung in einem Stall oder Käfig, denn es sorgt für einen weichen Untergrund und kann ebenso wie andere Arten von Kleintierstreu regelmäßig und einfach entsorgt und ausgetauscht werden. Bedeutsam ist allerdings, dass Stroh niemals als Nahrungsmittel verwendet wird, auch wenn das Knabbern an diesem Naturprodukt keine Gefahr darstellt. Wenn Sie einen Strohballen erworben haben, müssen Sie immer noch für das passende Futter sorgen. Über die Eignung von Stroh als Einstreu können Sie sich je nach Tierart über die Fachliteratur informieren. Viele Tierhalter verwenden lieber andere Einstreuvarianten, da das Stroh kaum Flüssigkeit aufnimmt.

Heu oder Stroh für Kleintiere sollten Sie immer entsprechend der Tierart auswählen

Wer Tiere hält, muss sich vor allem der Besonderheiten der einzelnen Arten und Rassen bewusst sein. Hier bleibt die Wissenschaft selbstverständlich nicht auf einem Stand stehen, sondern gewinnt immer wieder neue Erkenntnisse. Es lohnt sich also, am Ball zu bleiben und den Tieren das zu bieten, was die Experten als förderlich erkannt haben. Glücklicherweise haben auch die Anbieter von Tierprodukten wie Tiernahrung und Tier-Einstreu die Bedürfnisse der Tierarten erkannt und berücksichtigen diese bei ihrem Angebot von Heu und Stroh. Sie können aus diesem Grund sehr unterschiedliche Produkte erwerben. Dazu gehören Kaninchen-Einstreu und Kaninchen-Stroh genauso wie leckeres Kaninchen-Heu, das der gesunden Ernährung dienen kann. Wenn Sie stolzer Besitzer von Meerschweinchen sind, sollte Ihre Wahl dementsprechend auf Meerschweinchen-Heu oder allgemein auf Nager-Heu fallen. Wenn Sie dafür sorgen, dass diese Produkte immer frisch sind und nur so lange verwendet werden, wie es der Anbieter empfiehlt, haben Sie damit schon die wichtigsten Punkte beim Kauf Ihres Kleintierheus und -strohs berücksichtigt.

Heu oder Stroh für Kleintiere lässt sich nach der Anbauart differenzieren

Viele Produkte zeichnen sich heute durch besondere Qualitäten aus. Bei Heu und Stroh spielen beispielsweise der Anbau und die Weiterverarbeitung eine wichtige Rolle und können als Differenzierungsmerkmal für Ihre Tierprodukte gelten. So können Sie im Handel hochwertiges Bio-Heu finden, das den Kriterien der biologischen Landwirtschaft genügt. Mehr zu den besonderen Pflanz- und Kultivierungsbedingungen können Sie im Zweifelsfall bei den einzelnen Produzenten oder Händlern erfahren. Auch Bergwiesenheu wird von einigen Tierbesitzern mit Vorliebe für Kleintiere verwendet. Es zeichnet sich – wie auch viele Bio-Heusorten – in der Regel durch einen sehr hohen Anteil an aromatischen Kräutern aus. Welche Bestandteile genau enthalten sind, entnehmen Sie ebenfalls den Angaben des Anbieters, denn dies ist nicht allgemeingültig definiert. Zu den Kräutern können beispielsweise Bärwurz, Schaffarbe oder Bärwurz gehören. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Meerschweinchen, Kaninchen oder anderen Kleintiere das Bio- oder Bergwiesenheu auch wirklich vertragen, informieren Sie sich bitte vorab. Sie können dazu beispielsweise die Liste der Inhaltsstoffe – sofern vorhanden – lesen und die einzelnen Stoffe auf Ihre Verträglichkeit hin überprüfen. Eine einfachere Methode ist es, auf fertige Mischungen für einzelne Tierarten zu setzen. Diese sind dann bereits so zusammengestellt, dass Sie der Gesundheit der Tiere zu- und nicht abträglich sind.

Markenangebote bei Heu und Stroh für Kleintiere

Wer auf starke Marken setzt, kann sich auch eine bestimmte Produktqualität verlassen – diese Faustregel gilt natürlich auch im Bereich der Tierprodukte. Viele Marken haben sich hier im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte einen guten Namen gemacht und stehen für hochwertige Produkte. Ob Sie auf diesen Wert von Marken setzen möchten oder nicht, bleibt Ihnen und vor allem dem Geschmack Ihres Kleintieres überlassen. Auch viele „No-Name-Produkte“ können gut geeignet sein und auch frisches Heu und Stroh, das Sie direkt von einem Bauernhof kaufen, kann die Ansprüche Ihrer Tiere sicherlich gut erfüllen. Im Zweifelsfall lohnt immer das Gespräch mit dem Tierzüchter Ihres Vertrauens oder auch mit dem Tierarzt, der Ihre Tiere betreut und um deren individuellen Gesundheitszustand weiß. Als Beispiel für einen der vielen Markenhersteller im Tierprodukte- und Tierfutterbereich soll hier Vitakraft genannt werden. Das Unternehmen ist schon seit vielen Jahren am Markt aktiv und bietet unter anderem Tierfutter und Einstreu für die unterschiedlichsten Tierarten. Für Nagetiere stehen unter anderem verschiedene Heusorten und auch zahlreiche andere Futterprodukte zur Verfügung. Differenziert wird auch innerhalb der Nagetiere in diverse Heu- und Nahrungssorten für einzelne Nagergattungen wie Meerschweinchen, Farbratten, Degus, Streifenhörnchen oder Mäuse.

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