Worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Porsche 944 achten sollten

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Das sollten Sie beachten, wenn Sie einen gebrauchten Porsche 944 kaufen

Ein Auto ist für zahlreiche Menschen nicht nur ein gewöhnliches Fortbewegungsmittel, welches dazu benutzt wird, um von A nach B zu kommen. Mit gewissen Automobilen werden Dinge wie Enthusiasmus oder Ansehen assoziiert. Die Anschaffung eines neuen Autos ist aus diesem Grund in den meisten Fällen mit den unterschiedlichsten Gefühlen verbunden. Das kann Sie jedoch unter Umständen dazu verleiten, die falsche Kaufentscheidung zu treffen. Aus diesem Grund sollten Sie sich vorab gut über das ins Auge gefasste Fahrzeug informieren. Dies ist vordringlich der Fall, wenn Sie beabsichtigen, ein gebrauchtes Auto zu erwerben. Letztendlich müssen bei einem Gebrauchtwagen gegenüber einem Neufahrzeug, das sich im Normalfall in einem einwandfreien Zustand befinden sollte, weitere Punkte Berücksichtigung finden.
Zu den Fahrzeugen, die alle Sinne ansprechen, zählen neben den aktuellen Sportwagen- und Roadstermodellen, Cabrios oder SUVs auch ältere Fahrzeuge wie beispielsweise die Youngtimer. Als Youngtimer gelten in aller Regel Fahrzeuge, die zwar älter als 20 Jahre sind, aber noch nicht den Oldtimerstatus haben. Als Oldtimer gilt ein Fahrzeug nach der allgemeinen Definition erst, wenn es über 30 Jahre alt ist. Youngtimer sind besonders beliebt, da bei ihnen, im Gegensatz zu vielen Oldtimern, eine wesentlich bessere Alltagstauglichkeit gegeben ist. Grund dafür ist unter anderem die fortschrittlichere Technik, die in den 1970er und 1980er Jahren schon zum Einsatz kam. In dieser Hinsicht ist zuvorderst die Sicherheits- sowie Komfortausstattung zu erwähnen. Diverse Youngtimer aus den späten 1970er und 1980er Jahren gibt es unter anderem bei eBay. Ein faszinierendes Auto aus den 1980er Jahren stellt der Porsche 944 dar. Zumal es sich bei diesem Fahrzeug um einen Sportwagen aus dem Hause Porsche handelt. Wenn Sie die Absicht haben, sich einen gebrauchten Porsche 944 anzuschaffen, sollten Sie sich zuvor mit der Historie, mit den unterschiedlichen Versionen sowie mit den typischen Eigenarten dieses sportlichen Wagens näher befassen.

Der Porsche 944 gilt als Youngtimer mit viel Potenzial

Porsche ist ein Sportwagenhersteller aus Deutschland mit einer langen Tradition und hat seinen Ursprung in den 1930er Jahren. Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Jahr 1931 im schwäbischen Stuttgart. Alles begann mit einem kleinen Konstruktionsbüro, welches sich im Laufe der Zeit in eine Fahrzeugfabrik entwickelte. Zu den ersten Fahrzeugen zählte der Porsche 550 sowie der Porsche 356, der als Vorgänger des legendären Porsche 911 betrachtet werden kann.
Mit dem Porsche 924 kam im Jahr 1976 ein vergleichsweise günstiges Einstiegsmodell auf den Markt. Das Fahrzeug war im Gegensatz zum Porsche 911 mit einen wassergekühlten Reihenvierzylinderaggregat und nicht mit einem luftgekühlten Boxermotor versehen. Zudem wurde der Motor mit den anfänglich 125 PS vorne und nicht hinten im Heck installiert. Die Technik stammte teilweise aus dem Volkswagen-Konzern. Mit dem Design ging Porsche ebenfalls in eine andere Richtung. Besonders markant erschienen die ausklappbaren Frontscheinwerfer in Kombination mit einer durchweg flachen Motorhaube. Charakteristisch war außerdem die gewölbte Heckscheibe, die einen großen Teil der Heckklappe ausmachte. Der Porsche 924 war als sogenannter 2+2-Sitzer konzipiert. Durch die Frontmotorbauweise war ein für Sportwagen relativ großzügiges Kofferraumvolumen möglich, was den Wagen sehr alltagstauglich machte.
Der Porsche 924 gilt als Vorgänger des Porsche 944, der 1981 auf den Markt kam. Die Karosserien der beiden Fahrzeuge waren im Wesentlichen identisch. Unterschiede gab es hingegen in erster Linie bei der Leistung. Auf diese Weise bot sich der Porsche 944 als Nischenvariante zwischen dem Einstiegsmodell 924 und dem Porsche 911 an. Aufgrund der kräftigeren Motoren ist der Porsche 944 bei vielen Fans der Marke Porsche wesentlich beliebter und hat deshalb viel Potenzial zum echten Kultauto. Der Porsche 944 wurde im Jahr 1991 von seinem Nachfolgemodell, dem Porsche 968, abgelöst. Gebrauchte Porsche 944 finden Sie zum Beispiel bei eBay.

Die Motorenpalette des Porsche 944

Die ersten Basismodelle des Porsche 944 waren mit einem 2,5 Liter großen Vierzylindermotor mit 163 PS ausgestattet. Der Motor des Porsche 944 galt als richtungsweisend für weitere Fahrzeuggenerationen. Teile des Motors entstammten vom V8-Aggregat des großen Bruders Porsche 928. Der Vierzylindermotor wurde auch mit etwas weniger Leistung mit einem Katalysator angeboten. Aus umwelt- und kostentechnischen Gesichtspunkten sollte dieses Modell auch als Youngtimer bevorzugt werden. Alle Porsche 944 besitzen jedoch eine Vorrüstung für den Katalysator. Auf diese Weise können in der Regel auch Fahrzeuge ohne Katalysator einfach nachgerüstet werden.
Im Jahr 1986 kam der 190 PS starke Porsche 944 S auf den Markt. Die Steigerung der Leistung wurde unter anderem durch moderne Vierventiltechnik erreicht. Zwei Jahre später wurde der Hubraum auf drei Liter erweitert, was eine Leistungssteigerung auf 211 PS zur Folge hatte. Dieses Modell fand als Porsche 944 2S Bezeichnung. Die Leistungsspitze wurde jedoch von den Turbomotoren mit 2,5 Liter Hubraum markiert. Die ersten Baureihen hatten 220 PS, die späteren Modelle ab Baujahr 1989 sogar stolze 250 PS. Der Vierzylindermotor des Porsche 944 gilt als zuverlässig und langlebig. Laufleistungen weit über 200.000 Kilometer sind bei diesem Vierzylinder keine Seltenheit. Es sollte jedoch in Erfahrung gebracht werden, ob der Ölwechsel regelmäßig durchgeführt wurde. Von einigen Besitzern dieses Fahrzeugs wurde der Ölwechsel aus Kostengründen nämlich gerne mal vernachlässigt, da die Nachfüllmenge im Vergleich zu anderen Fahrzeugen relativ hoch ist.

Die Technik des Porsche 944 gilt als beeindruckend und zuverlässig

Eine Besonderheit des Porsche 944 war unter anderem die Position des Getriebes. Motor und Getriebe sind bei diesem heckgetriebenen Porsche räumlich voneinander getrennt. So befindet sich der Motor im Frontbereich und das Getriebe an der Hinterachse. Dieses Konzept wird auch als Transaxle-Bauweise bezeichnet. Damit ist eine sehr ausgewogene Gewichtsverteilung möglich, was unter anderem dem Fahrverhalten und der Traktion zugutekommt. Bei sehr hohen Laufleistungen kann die Kraftübertragung jedoch etwas ausgeschlagen sein. Der Porsche 944 war serienmäßig mit einem manuellen Schaltgetriebe mit fünf Gängen ausgerüstet. Auf Wunsch konnte der Wagen auch mit Automatikgetriebe geliefert werden. Das Schaltgetriebe ist bei Sammlern jedoch beliebter, da es besser zur Charakteristik des Porsche passt. Bei Wagen mit etwas höherer Laufleistung sollte zudem die hintere Achsaufhängung auf Schäden und extreme Abnutzungserscheinungen untersucht werden. Ein Defekt kann oftmals hohe Kosten mit sich bringen. Das Fahrzeug war an allen vier Rädern mit innenbelüfteten Scheibenbremsen versehen. An der Vorderachse waren Schraubenfedern installiert. Hinten wurden Drehstabfedern in Kombination mit Teleskopstoßdämpfern verbaut.
Auf eine Tieferlegung oder auf ein nachgerüstetes Sportfahrwerk sollte in aller Regel verzichtet werden, um die Originalität des Fahrzeugs zu wahren. Leider sind bei einigen Porsche 944 die originalen Felgen nicht mehr vorhanden. Wenn Sie vorhaben, sich einen Porsche 944 zu kaufen, sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die Fahrzeugunterlagen werfen und nachprüfen, ob die montierten Felgen und Reifen im originalen Zustand beziehungsweise für das Fahrzeug zugelassen sind.

Karosserie und Ausstattung des Porsche 944

Die Karosserie des Porsche 944 war stark an die des Porsche 924 angelehnt. Zu den wesentlichen Unterschieden zählte unter anderem ein verbreiterter vorderer Kotflügel, der den Porsche 944 insgesamt dynamischer und bulliger wirken ließ. Der Porsche 944 hatte eine verzinkte Karosserie. Dieses Merkmal ist für ein Fahrzeug dieses Baujahrs beachtlich. Aus diesem Grund hat der Porsche 944 karosserietechnisch auch nur wenig Probleme mit dem Rost. Als bedenklich anzusehen sind jedoch diverse Umbauten an der Karosserie, wie zum Beispiel nachträglich installierte Kotflügelverbreiterungen oder Lufthutzen. Wenn diese Arbeiten nicht sauber durchgeführt wurden, kann es durchaus zu Korrosionsproblemen kommen. Deshalb sollte ein Porsche 944 nach Möglichkeit im originalen Zustand erworben werden. Ebenfalls ungünstig sind zu harte Fahrwerkskomponenten und extreme Tieferlegungen, die nachträglich installiert worden sind. Schlecht abgestimmte Fahrwerkskomponenten können im Laufe der Zeit zulasten der Karosseriesteifigkeit gehen. Daher sollte auch in dieser Hinsicht ein Fahrzeug mit dem Originalfahrwerk bevorzugt werden.
Gebrauchte Porsche 944 im originalen Zustand gibt es beispielsweise bei eBay. Die Ausstattung des Porsche 944 wurde während der Bauzeit laufend angepasst. Dazu zählten zum Beispiel auch Änderungen am Cockpit und an den Sitzen. So erhielten die Turbomodelle im Jahr 1987 eine Geschwindigkeitsanzeige, die bis 300 Kilometer pro Stunde geht und dadurch sehr beeindruckend wirkt. Ein Fahrzeug mit Klimaanlage ist aufgrund der rundum stark geneigten Scheiben empfehlenswert. Der Porsche 944 war serienmäßig mit Leichtmetallfelgen bestückt. Als Option waren auch die größeren Fuchsfelgen zu ordern. Fahrzeuge mit dieser Felgenausstattung gelten bei Sammlern als sehr beliebt.

Die Targa- und Cabrio-Varianten des Porsche 944

Den Porsche 944 gab es auch mit Targa-Dach. Unter einem Targa versteht man in der Regel ein Fahrzeug, dessen Dachmittelteil herausgenommen werden kann, um so ein Cabrio-Gefühl zu erzeugen. Der Vorteil eines Targas gegenüber eines Vollcabrios ist, dass diese Bauweise weniger zulasten der Karosseriesteifigkeit geht. Das Konzept ist daher prädestiniert für Fahrzeuge, die sportlich bewegt werden sollen. Das Targa-Dach des Porsche 944 ähnelt aus optischer Sicht einem sehr großen Schiebedach. Nach der Demontage konnte es einfach im Kofferraum untergebracht werden. Bei einem gebrauchten Porsche 944 mit Targa-Dach sollten die Dichtungen überprüft werden. Sie sollten nicht übermäßig porös oder verschlissen sein, da sonst Wasser in den Innenraum eintreten könnte.
Der Porsche 944 konnte neben der Targa-Version auch als Cabrio ausgeliefert werden. Von diesem Cabriolet wurden jedoch nicht sehr viele Exemplare gebaut. Aus diesem Grund genießen die Fahrzeuge echten Seltenheitswert. Die Karosserie des Cabrios wurde teilweise abgeändert, um genügend Steifigkeit bieten zu können. Das Porsche 944 Cabrio hat, im Gegensatz zur geschlossenen Variante, kein Schrägheck mit gewölbter Heckklappe, sondern einen stufenheckartigen Heckdeckel. Das Cabrio konnte sowohl mit manuellem als auch mit elektrischem Verdeck geordert werden. Mit dem manuellen Verdeck ist man jedoch ebenfalls gut bedient, da es relativ klein ist und als weniger störanfällig als die elektrische Variante gilt. Das Verdeck aus Stoff sollte auf Knicke hin überprüft werden, da diese sich im Laufe der Zeit zu Rissen ausbilden können, die wiederum für Undichtigkeiten sorgen könnten. Porsche 944 Cabrios finden Sie unter anderem bei eBay.

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