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Worauf Sie beim Kauf eines Computers achten sollten!

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Stand: 31.08.2012

Der Preiskampf der Händler:

Viele Anbieter von PCs werben bei eBay mit immer billigeren Preisen. Für den Käufer ist das natürlich nicht schlecht...doch bei den meisten Angeboten bleibt die Qualität weit zurück, oder es werden in die Überschriften lockende Bezeichnungen eingetragen, die nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Ließt man dann das Angebot nicht ganz durch, hat man schnell die "Katze im Sack" gekauft.
Bei der Auswahl eines neuen Computers ist es erst einmal wichtig, die Anforderungen abzuwägen, die man an das neue Gerät stellt. Brauche ich einen Computer um Briefe zuschreiben, E-Mails abzurufen und ein wenig zu surfen, oder möchte ich gelegentlich auch mal ein Spiel "zocken"? Bin ich ein leidenschaftlicher Gamer,  möchte ich ein Allround-Talent oder doch eher den Computer, der alles perfekt auf mich abgestimmt ist (meine persönliche Zusammenstellung kommt weiter unten)? 

Das i-Tüpfelchen in der Überschrift:
Warum viele mit solch billigen Angeboten preisen können, liegt nicht selten daran dass in den Überschriften mit Komponenten gelockt wird, die aber in Wirklichkeit nicht verbaut werden. Grundsätzlich ist ein gewissen Maß an Misstrauen sehr gesund beim Kauf neuer Produkte. Ein Beispiel: Jemand wirbt mit der Überschrift QuadCore 4x2,9 GHz. Im Angebot selber steht dann noch unglaubliche 12 GHz Megapower. Die ist aus meiner Sicht Betrug am Kunden. Es gibt keine 12 GHz bei Prozessoren. Die aktuelle Herstellungtechnik ist noch lange nicht im Stande solche Hohe Taktungen zu unterstützen. Nur weil vier Kerne im Prozessor stecken und jeder mit max. 3,0 GHz getaktet werden kann, sind es nicht automatisch 12 GHz. Es bleibt bei 3,0 GHz...Punkt! Außerdem ist der Prozessor nicht mehr das wichtigste Element bei einem Computer. Die Abstimmung aller Komponenten ist viel wichtiger für einen schnellen und zuverlässigen Betrieb.
Besonders eine neue Masche haben die Händler bei eBay in ihre Angebote eingebaut. Sie werben in der Überschrift oder im Produktbild mit dem Angebotstext "Win 7". Man sollte nun glauben es ist im Angebot eine Vollversion von Windows 7 enthalten. Jedoch ist im Kleingedruckten nachher von einer 30-Tage Testversion die Rede. Man könne die Vollversion separat dazu kaufen. Das ist definitiv irreführend. Achten Sie unbedingt darauf.

Das Netzteil:
Viele Hersteller sparen am Netzteil, denn dort schaut komischerweise kaum einer genau hin. Doch sind meist die Netzteile die ersten Komponenten, die den Geist aufgeben. In vielen Angeboten sind noch nicht einmal Angaben über die Leistungsfähigkeit des Netzteiles vorhanden. Somit weiß ich im Voraus gar nicht ob ich später noch weitere Komponenten einbauen kann, also ob das Netzteil die höhere Last auch wuppen wird. Auch zu erwähnen ist, dass solche Noname-Netzteile ziemlich laut sind und ein schrilles Piepen von sich geben. Gute Hersteller sind z.B. "Enermax", "beQuiet" und "FSP-Group", um nur einige zu nennen. Hier kann der Verkäufer richtig sparen; auf Ihre Kosten.
Heute sollte man auch auf die Angabe 80+ schauen. Sie deutet auf eine guten Wirkungsgrad hin der im Durchschnitt über 80% liegen muss.

Das Betriebssystem:
In vielen Angeboten ist kein Betriebssystem wie "Windows 7 Home Premium" enthalten. Das Betriebssysem als vollwertige Lizenz mitzuliefern ist für den Händler nicht ganz billig, denn es würde den Preis für den Käufer nochmal um ca. EUR 60,- in die Höhe treiben. Wer also einen Computer ohne Betriebssystem kauft, kann diesen eigentlich nicht richtig nutzen. Es sei denn man hat bereits eine freie Lizenz von Windows im Hause oder ist ein Linux-Fan. Die Windows-CD dann vom Kumpel auszuleihen, ist natürlich ganz einfach...und strafbar zugleich, denn Windows darf nur mit einer gültigen Lizenz genutzt werden. Also lieber noch ungefähr 60,- bis 80,-EUR mehr investieren und die Lizenz gleich mitbestellen. Bedenken Sie auch dass solch eine Lizenz nur für einen Computer gilt. Sollten Sie also eine Lizenz im Hause haben, dürfen Sie diese Lizenz nicht parallel auf dem neuen Computer nutzen. Es gibt aber von Microsoft bereits spezielle Lizenzen, die Sie auf mehreren Computern in der Familie installieren dürfen. Sprechen Sie Ihren Verkäufer darauf an.

Abzocke bei den Portokosten:
Als letztes ist noch zu nennen, dass viele Händler hohärente Versandkosten von bis zu 50,- EUR verlangen. Dabei kostet es gerade mal 10 EUR ein solches Paket zu versenden. Warum also solch hohe Versandkosten? Die Antwort liegt in der Marge. Das was am Produktpreis und an den hohen eBay-Gebühren verloren geht, holen sich die Händler beim Porto wieder rein. Man kann an den meisten Angeboten nicht viel verdienen. Der Kampf um die Kunden ist riesig. Also wird versucht das Geld anderweitig abzuschöpfen,; nämlich da wo man als letztes hinschaut. Auch das ist aus meiner Sicht versuchter Betrug am Kunden.

Nun zur eigentlichen Auswahlhilfe...
...aber noch ein kleines Wort vorweg:

Wer immer nur auf die Prozessorleistung und den Arbeitsspeicher schaut, der denkt oft am Ziel vorbei.
Wichtig ist auch die Festplatte, denn sie ist der eigentliche Klotz am Bein, der Flaschenhals. Von ihr muss ja das Betriebssystem sowie alle Gerätetrieber geladen werden und das dauert. Wer also gerne eine schnelle Kiste will, sollte etwas mehr Geld investieren und zwei Festplatten nehmen und diese zusammenschalten lassen, z.B. als RAID-0. Nahezu alle Motherboards unterstützen diese Technik. Bei einem RAID-0 teilen sich die Festplatten die Arbeit. Das bedeutet fast eine Verdoppelung der Festplattengeschwindigkeit und der Größe. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Händler beraten. Bedenken Sie aber auch dass bei einem solchen Verbund die Ausfall-Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch ist. Fällt eine der Festplatten aus, sind alle Daten futsch. Heute gibt es aber auch immer schnellere Festplatten, sogenannte SSDs (Solid State Disk). Sie besitzen keine beweglichen Verschleißteile und sind zudem noch wesentlich schneller als herkömliche Festplatten. Die Preise werden zunehmend attraktiver und ich persönlich würde ruhig etwas mehr investieren, denn die Ladezeiten verkürzen sich erheblich.

Wichtige Punkte beim Auswahl einer SSD (Solid State Disk):

Die SSDs werden die Zukunft der permanenten Speicher sein und bald die gewöhnliche Festplatte ablösen. Sie sind mehr als 10x so schnell wie und benötigen keine Defragmentierung wie herkömlichen Festplatten. Achten Sie bei SSDs auf die Zugriffszeiten und die Menge der IOPs (Input Output Processes per Second), also wieviele zufällige Lese-und Schreibaktionen die SSD pro Sekunde unterstützt.

Noch ein wichtiger Punkt für die Zukunft ist die Kompatibilität mit Microsoft's neuem Windows 7. Wenn Sie einen neuen Computer mit Windows 7 erwerben möchten und zuhause weiterhin die alte Technik (Drucker, Scanner, Kameras, etc.) nutzen; ACHTUNG! Erkundigen Sie sich vorher ob Windows 7 die älteren Geräte erkennen kann respektive ob die Hersteller der Drucker, Scanner, Kameras, etc. auch Treiber für Windows 7 anbieten. Auch ganz wichtig sind die Angaben 32 Bit und 64 Bit. Für diese sogenannten "Speicherbandbreiten" benötigen Sie jeweils separate Treiber, die auch vom Hersteller der Geräte angeboten werden müssen. Ansonsten können Sie diese mit Ihrem neuen Computer nicht in Betrieb nehmen. Viele Geräte werden heute mit Windows 7 Home-Premium 64 Bit ausgeliefert. Noch gibt es für viele ältere Geräte oft keine passenden Treiber, auch wollen viele Hersteller keine Treiber mehr nachliefern damit sie wieder neue Geräte verkaufen können.
Aber das wird sich mehr und mehr zum Besseren ändern.

Nun eine Auflistung was Sie für einen PC brauchen:

Der normale Gelegenheits-Surfer:
Für diejenigen, die einen Computer für das Internet brauchen und den einen oder anderen Brief verfassen, ist ein kleiner günstiger Computer mit 2 GB Arbeitsspeicher schon ausreichend. Als Prozessor reicht ein Intel Core-i3 2125 mit 3,3 GHz oder ein AMD A6-3600 HD6530D mit 2,4 GHz schon aus. Die Grafikkarte kann dabei ruhig "onBoard", also als Chip auf der Hauptplatine oder auch als Zusatz im Prozessor, verbaut sein. AMD hat bei diesen onBoard-Grafikkarten ein deutlich besseres Preis-Leistungsverhältnis im Angebot als Intel. Bei der Festplatte ist man mit 320 GB mehr als gut bedient. Mit einem Kaufpreis von  450,-EUR hat man ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wenn eine gültige Betriebssystemlizenz mitgeliefert wird.

Ein Computer für die ganze Familie:
Gelegenheitsspieler oder Familien sollten schon einen Computer mit mind. 2 GB Arbeitsspeicher nehmen. Mehr ist natürlich viel besser. Als Prozessor sollte es schon ein Intel Core-i5 mit 2,0 GHz oder mehr sein und bei der Grafikkarte sind der Chipsätze nVidia GTX 550 oder der ATI HD6670 sehr zu empfehlen; gute Leistung für einen guten Preis. Wenn Sie Videos auf dem Computer speichern oder sogar bearbeiten möchten, empfiehlt es sich eine Festplatte mit mind. 500 GB oder mehr zu wählen. Einen guten Computer bekommt man schon für 600,- EUR.

Der High-End-Computer der Extraklasse:
Bei Gamer-PC's ist eigentlich nicht viel zu sagen. Größer, breiter und schneller lautet die Devise! Jedoch weiß derjenige aber schon genau was für Komponenten richtig und welche Marken sehr zu empfehlen sind. Dabei sind Preise ab 1.000,-  EUR gerechtfertigt. Die Kühlung ist da ein besonders wichtiger Faktor, denn ohne die ausreichende Kühlleistung werden sich die Komponenten immer soweit herunter-"drosseln", dass sie noch im "grünen Bereich" sind. Und das macht aus einem High-End Gamer-PC schnell eine bittere Enttäuschung aus den hohen Erwartungen. Das Problem läßt sich aber mit fachmännischer Hilfe schnell und kostengünstig regeln.

Fazit:
Schauen Sie die Angebote genau durch und kontaktieren Sie lieber einen Händler Ihres Vertrauens bevor Sie sich entscheiden. Nachher ist man immer schlauer!!!
Gerne berate ich Sie auch bei der Suche nach einem passenden Rechner. Kontaktieren Sie mich ganz einfach über meinen Benutzernamen bei eBay: wintimer

PS:
Bei den Preisangaben wird in diesem Ratgeber davon ausgegangen, dass bei den Computern nur Bauteile von namhaften Herstellern verwendet werden und ein gültiges und aktuelles  Betriebssystem im Angebot enthalten ist.

Stand:  31.08.2012

 
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