Worauf Sie beim Kauf einer Kaffeepadmaschine achten sollten

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Worauf Sie beim Kauf einer Kaffeepadmaschine achten sollten

Kaffeepadmaschinen versprechen eine schnelle und unkomplizierte Zubereitung von frischem Kaffee. Die einzelnen Maschinen unterscheiden sich in einigen Merkmalen wie Größe des Wassertanks, Brühdruck, Design und auch im Preis. Padmaschinen gibt es in vielen verschiedenen Farben, Formen und Größen.

Entwicklung der Kaffeepadmaschine

Früher wurde Kaffee ausschließlich selbst gebrüht und durch einen Filter aufgegossen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren fast ausschließlich Restaurants und Hotels im Besitz von automatischen Kaffeemaschinen. In den 1950er Jahren wurde die Filtermaschine entwickelt, die den gemahlenen Kaffee automatisch kochte und filterte. Diese Maschinen verbreiteten sich immer mehr in den Haushalten und vereinfachten die Zubereitung von frischem Kaffee enorm. In den 1970er Jahren wurde von Philips die erste Kaffeepadmaschine entwickelt. In einem vorportionierten Beutel war der Kaffee, der in der Maschine automatisch zubereitet wurde. Dadurch wurde die Kaffeezubereitung noch einmal deutlich erleichtert. 2001 kam die erste serienreife Padmaschine auf den Markt. Ab Ende 2002 wurden die ersten Maschinen auch in Deutschland verkauft. Mittlerweile sind Padmaschinen in vielen Haushalten zu finden und sind neben Vollautomaten die häufigste Art der Kaffeemaschine. Vor allem die Pads wurden immer wieder verbessert und Geschmack und Aroma wurden verfeinert. Zusatzfunktionen der Maschinen erhöhten den Komfort immer mehr und die Zubereitung wird immer einfacher.

So funktioniert eine Kaffeepadmaschine

Die Funktionsweise der Kaffeepadmaschine ist relativ einfach und auch Kaffeeneulinge können schnell Kaffee zubereiten, ohne längere Anleitungen lesen zu müssen. Ein kleiner Beutel aus Filterpapier, das sogenannte Pad, wird auf den Padhalter des Geräts gelegt. Diese Pads enthalten bereits gemahlenen Kaffee, meist etwa sieben Gramm. Sie sind speziell auf das Brühverfahren des Geräts, den Mahlgrad und die Röstung der Kaffeebohnen abgestimmt. Die Maschine besitzt einen Wassertank, der zuvor aufgefüllt werden muss. Dieses Wasser wird dann auf 90 °C erhitzt und schließlich innerhalb von etwa 40 Sekunden durch das Pad gepumpt. Eine spezielle Schaumkammer in der Maschine sorgt für die Schaumkrone, die typisch für den Kaffee aus Padmaschinen ist. Auf die spezielle Fläche unter dem Auslauf kann eine Tasse gestellt werden, die dann mit dem Kaffee gefüllt wird.

Ähnlich funktionieren auch Kapselmaschinen. Der Kaffee befindet sich hier aber in Aluminiumkapseln. Dadurch kann meist ein deutlich höherer Druck verwendet werden, was für ein besseres Aroma sorgen soll. Allerdings sind Kapseln auch meist teurer als Pads.

Vor- und Nachteile von Kaffeepadmaschinen

Ein Vorteil der Padmaschinen ist die einfache Bedienung. Ohne viel einstellen zu müssen, können Sie damit Kaffee zubereiten. Auch eine längere Aufheizzeit wie bei Espressomaschinen entfällt. Es wird immer genau eine Tasse zubereitet, man muss also nicht wie bei Filtermaschinen eine größere Menge brühen. Besonders für kleine Haushalte und bei geringerem Kaffeeverbrauch ist das sehr vorteilhaft. Das Kaffeepulver ist im Pad aromadicht aufbewahrt, sodass der Kaffee immer frisch ist, denn bei ganzen Bohnen oder Pulver verflüchtigt sich das Aroma doch relativ schnell. Auch die Reinigung ist bei den Padmaschinen deutlich vereinfacht. Das Kaffeepulver bleibt im Pad und kann so nach der Zubereitung einfach entsorgt werden. Es ist somit kein Auskratzen von Pulverresten nötig. Einzig die Abtropfschale unter dem Gerät sollte regelmäßig gereinigt werden. Hier sammeln sich Resttropfen, die bei der Zubereitung entstehen. Auch eine regelmäßige Entkalkung des Wassertanks ist für eine langfristige Freude am Gerät erforderlich. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Anschaffungspreis der Maschinen. Natürlich gibt es auch hier günstige und teure Exemplare, der durchschnittliche Preis ist aber deutlich geringer als bei Vollautomaten oder Siebträgermaschinen.

Ein Nachteil der Padmaschinen ist der höhere Preis für das Kaffeepulver. Der Preis pro Tasse ist je nach System teilweise um einiges höher als bei Filtermaschinen oder Vollautomaten. Bei Padmaschinen besitzen alle Pads einer Sorte dieselbe Dosierung. Wenn Sie stärkeren oder schwächeren Kaffee wollen, müssen Sie zu einer anderen Sorte greifen. Während Sie beim Einkauf von ganzen Bohnen oder Pulver die Auswahl zwischen unzähligen Sorten haben, ist die Variationsmöglichkeit bei den Pads begrenzt. Die meisten Hersteller bieten zwar verschiedene Sorten an, aber man ist doch auf das Sortiment limitiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist der erhöhte Müll, der bei den Kaffeepadmaschinen entsteht. Besonders beim Kapselsystem wird die Umwelt durch deutlich mehr Abfall belastet. Bei der Verwendung von Kapseln fällt im Vergleich zu Espressobohnen etwa zehnmal so viel Müll an. Einige Padsysteme sind untereinander kompatibel, Sie können also auch Pads anderer Hersteller nutzen. Besonders bei Kapselsystemen wird aber meist nur die eigene Marke unterstützt, mit dem Kauf einer Maschine bindet man sich so an den Hersteller.

Größe und Art des Wassertanks bei der Padmaschine

Ein Unterscheidungsmerkmal bei den verschiedenen Pad-Kaffeemaschinen ist die Größe des Wassertanks. Dieser bietet etwa Platz für 0,5 Liter bei kleinen Maschinen und mehreren Litern bei größeren Geräten. Der Vorteil größerer Tanks liegt auf der Hand – es muss nicht so häufig Wasser nachgefüllt werden. Allerdings benötigen große Wassertanks natürlich auch mehr Platz und machen die Maschine größer. Viele Wasserbehälter sind auch abnehmbar, sodass sie direkt unter den Wasserhahn gehalten werden können. Manche Exemplare haben einen Wasserfilter integriert, so wird der Geschmack des Kaffees verbessert. Außerdem muss hier nicht so häufig entkalkt werden.

Design der Kaffeepadmaschinen

Wie bei allen technischen Geräten wird auch bei den Padmaschinen das Design immer wichtiger. Ein Gerät, das dauerhaft in der Küche steht, sollte auch optisch überzeugen. So erhalten Sie Kaffeepadmaschinen in unterschiedlichen Farben. Ob Schwarz, Rot oder Blau – die farbliche Vielfalt ist groß. Auch die Formen variieren stark. Die Padmaschine sollte Ihnen auf jeden Fall auch optisch gefallen, damit Sie möglichst lange Freude am Gerät haben.

Leistung und Stromverbrauch der Kaffeepadmaschinen

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für die einzelnen Modelle ist die Leistung. So finden Sie Maschinen mit einer Leistung zwischen 1200 und 1499 Watt oder leistungsstärkere Geräte mit einer Wattzahl zwischen 1500 und 1799. Bei einer größeren Leistung können die Maschinen das Wasser meist schneller aufheizen und es auch mit höherem Druck durch die Pads pressen. Allerdings steigt dabei auch der Stromverbrauch an. Einige Hundert Watt weniger machen sich bei längerer Benutzung durchaus bei den Stromkosten bemerkbar.

Brühdruck der Kaffeepadmaschinen – ausschlaggebend für den Geschmack

Für den Geschmack und das Aroma des Kaffees ist der Brühdruck der Maschine ein wichtiger Faktor. Besonders für Espresso ist ein erhöhter Druck nötig. Diesen erreichen nur Siebträgermaschinen oder eben Pad- bzw. Kapselsysteme. Für normalen Kaffee ist ein geringerer Brühdruck ausreichend.

Kaffeepadmaschinen mit Milchaufschäumer

Einige Padmaschinen besitzen einen integrierten Milchaufschäumer. So gelingt geschäumte Milch für Cappuccino oder Latte macchiato schnell und einfach. Für Liebhaber dieser Getränke ist das eine nützliche Zusatzfunktion. Die Milch wird dann entweder direkt in die Tasse gegeben oder in einem zusätzlichen Tank aufgeschäumt. Der Milchbehälter und – falls vorhanden – der Schlauch sollten unbedingt täglich gereinigt werden, damit die ordnungsgemäße Funktion und die Hygiene gewährleistet sind.

Handhabung und Bedienung bei den Kaffeepadmaschinen

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei der Auswahl einer Padmaschine ist die Handhabung. Das Gerät sollte sich möglichst einfach bedienen lassen. Denn auch ein automatisches System ist wenig hilfreich, wenn die Bedienung zu kompliziert ist. Die Knöpfe zur Bedienung des Geräts sind am besten möglichst selbsterklärend, sodass auch ohne Bedienungsanleitung ein Kaffee zubereitet werden kann. Die Klappe zum Padfach sollte einfach zu öffnen sein und auch das Nachfüllen des Wassertanks sollte einfach durchführbar sein.

Zusätzliche Funktionen bei den Kaffeepadmaschinen

Viele Padmaschinen besitzen neben der Funktion, frischen Kaffee zuzubereiten, auch noch zusätzliche Funktionen und Ausstattungsmerkmale. Um Energie zu sparen, ist eine automatische Abschaltfunktion sinnvoll. Ein Nachteil der Padmaschinen ist, dass die Zubereitung von größeren Mengen von Kaffee etwas länger dauert. Bei vielen Geräten können allerdings zwei Tassen gleichzeitig befüllt werden. Ein automatisches Reinigungssystem spült die Maschine auf Wunsch komplett durch. Auf einer Tassenaufwärmplatte können die Tassen vorgewärmt werden, sodass der Kaffee länger heiß bleibt. Bei vielen Geräten kann die Tassenfüllmenge individuell programmiert werden. So lässt sich einstellen, wie viel Kaffee pro Portion zubereitet wird. Mit vielen Kaffeepadmaschinen lassen sich auch Tee oder Kakao zubereiten. Dazu sind spezielle Pads nötig. Auch hier sollte die unkomplizierte Handhabung im Vordergrund stehen. Für hohe Latte macchiato-Gläser ist es zudem sinnvoll, wenn die Abtropfschale herausgenommen werden kann.

All diese Zusatzfunktionen spiegeln sich natürlich auch im Preis wider. Sie sollten sich vor dem Kauf überlegen, welche Funktionen Sie benötigen und auf welche Sie eher verzichten können. Wenn Sie beispielsweise nur einfachen Kaffee zubereiten und keine hohen Ausgaben für eine Maschine tätigen wollen, reicht Ihnen auch ein einfaches Modell. Genießer von Kaffee mit aufgeschäumter Milch oder für Komfortliebhaber sollten sich nach Maschinen mit den entsprechenden Zusatzfunktionen umsehen.

Tipps zur Benutzung der Kaffeepadmaschine

Bei der Benutzung der Padmaschinen sollten Sie ein paar Dinge beachten. Wichtig ist zum Beispiel regelmäßiges Entkalken. Wie auch bei Wasserkochern bilden sich im Laufe der Zeit Kalkablagerungen in der Maschine. Die Entkalkung erfolgt in einigen Geräten durch ein automatisches Programm. Wenn Sie auf diesen Arbeitsvorgang verzichten wollen, sollten Sie entweder Mineralwasser für die Zubereitung verwenden oder das Wasser vorher filtern. Auch die Reinigung der Abtropfschale sollte regelmäßig durchgeführt werden. Am Morgen sollten Sie stets frisches Wasser in den Tank füllen. Wenn das Wasser mehrere Tage lang im Wasserbehälter ist, kann es stärkere Keim- und Bakterienbelastungen aufweisen. Um Strom zu sparen, sollten Sie vor allem Maschinen ohne Abschaltautomatik nach der Benutzung ausschalten.

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