Worauf Sie bei Deko- und Geschenkbändern achten sollten

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Worauf Sie beim eBay-Kauf von Deko- und Geschenkbändern achten sollten

Geschenkbänder – ob bunt oder edel, sie sind immer ein Hingucker

Bereits im Alter von wenigen Monaten beginnt ein Kind, den Menschen in seiner Umgebung Dinge zu schenken. Es geschieht zunächst unbewusst, doch durch die positiven Erfahrungen – die überschwängliche Freude des Gegenübers – gewinnt diese Geste immer mehr an Bedeutung. Schon seit Urzeiten beschenken Menschen einander. Manchmal reicht allein die Geste des Schenkens, doch oft will der Schenkende die ab und an recht gewöhnlichen Alltagsgegenstände mithilfe von Dekorationsmaterial kurzfristig aufwerten. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Nicht nur Geldscheine lassen sich mit ein paar Kniffen hervorragend in Szene setzen. Glasprodukte erhalten mit ein wenig bunter Pappe, transparenter Geschenkfolie und dekorativem Schleifen- oder Geschenkband ein dekoratives Äußeres. Genauso verhält es sich mit simplen Kartons: Mit Geschenkpapier und einem hübschen Schleifchen führt die einstmals graue Pappschachtel beim Empfänger zu freudigen Erwartungen. Auch als Tischdekoration auf unifarbenen Tischdecken finden Deko- und Geschenkbänder Verwendung, darüber hinaus werden sie in Fotoalben beim sogenannten Scrapbooking zu farbenfrohen Hinguckern. Hierbei werden Fotoalben mit viel Liebe zum Detail in eifrigen Bastelstunden verschönert. In Scrapbooks werden beispielsweise Fotos und andere persönliche Erinnerungsstücke eingeklebt und mithilfe von Geschenkband und Bastelpapier zu einem kleinen Kunstwerk verarbeitet.
Da stellt sich eigentlich nur noch eine Frage: Welches Band nehme ich wann? Und die Antwort lautet: Das ist Geschmacksache!

Organza? Taft? Oder doch lieber Bast?

Geschenkbänder werden aus den verschiedensten Materialien hergestellt. Da gibt es

  • die naturbelassenen Materialien wie Bast,
  • die teils aus der Natur gewonnenen, teils künstlich produzierten Materialien wie Chiffon, Satin, Organza, Organdy oder auch
  • die rein künstlichen Materialien wie Polyband, allen bekannt als Ringelband.

Bast

Bast wird von Botanikern als Parenchymgewebe bezeichnet. Man kann es in verschiedenen Pflanzenarten vorfinden. Die Pflanzenfasern werden von der Textilindustrie zur Herstellung von Seilen, Garnen, Matten oder anderen Geweben verwendet und eben auch zur Produktion von Geschenkbändern. Eingefärbt gibt es sie in zahlreichen Farbvarianten. Bast wird im Ganzen aus der Pflanze gewonnen.

Satin

Satin hingegen wird gewebt. Prinzipiell kann dafür nahezu jede Faser verwendet werden. Jedoch werden bevorzugt sogenannte Filamente – das sind endlose Fasern – eingesetzt, da deren glatte Oberflächen den Glanz des Stoffes zusätzlich steigern. Die Faserart und das Garn bestimmen die Beschaffenheit des Satin, die von leicht bis zu schwer und von fließend bis zu steif reicht. Leichte und fließende Stoffe werden dabei von den aus der Natur gewonnenen Materialien wie Seide produziert. Polyester hingegen erzeugt eher schwere und steife Stoffe. Beide Stoffarten finden auch in der Herstellung von Dekorationsbändern Verwendung. Hier macht sich der Unterschied vor allem im Preis bemerkbar. Zudem lassen sich aus Polyester-Satin-Bändern aufgrund der Steifheit des Stoffes hervorragend stehende Schleifen binden, während Seide-Satin-Bänder locker fallen.

Seide

Seide wird ebenfalls bei der Produktion von Chiffon verarbeitet. Hier wird das Garn, ob aus Natur- oder Kunstseide, stark gedreht, bevor es zu einem Stoff gewebt wird. Der Stoff wirkt durchsichtig und verleiht dem Geschenk als Schleifenband etwas Romantisches durch seine dezente Zurückhaltung. Einen Arbeitsschritt weniger bedarf es bei der Produktion von Taft: Hierbei werden die Seidenfäden vor dem Webvorgang nicht gedreht.

Organza

Auch Organza wird ursprünglich aus Seide hergestellt. Dieser Stoff neigt jedoch zum Knittern, und Fadenverschiebungen fallen schnell auf. Dadurch ist es auch leicht ersichtlich, wenn das Schleifenband ein zweites Mal Verwendung findet. Insofern ist es ratsam, die recycelten Dekorationsbänder in einem stark geschmückten Geschenkkorb unterzubringen und sie nicht alleine als Eyecatcher auf einem großen Geschenkkarton zu platzieren. Bei Erstgebrauch des Organzamaterials hat es hingegen einen sehr ansprechenden Effekt.

Organdy

Von Organza ist es auch nicht weit bis zum Organdy. Dessen Ausgangsmaterial ist jedoch nicht die vielfach verwendete Seide, sondern, sofern es sich um aus der Natur gewonnene Materialien handelt, die Baumwolle. Die Arbeitsschritte zur Herstellung von Organdy sind wesentlich umfangreicher. Der hergestellte Batist, welcher sich durch besonders dicht gewebte feine Fäden auszeichnet, wird zunächst merzerisiert. Dies bezeichnet einen Prozess, bei dem Baumwolle unter Zugspannung mit Natronlauge in Kontakt kommt. Es folgt die Bleiche, eine Behandlung mit 64-prozentiger Schwefelsäure, und eine wiederholten Behandlung mit Natronlauge. Zweck dieser Prozedur ist es, einen Stoff zu schaffen, der durchscheinend und dauerhaft gesteift ist. Ist dieser Stoff nun auch noch gemustert, darf er sich Organdy nennen.

Zu welchem Anlass schickt sich welches Geschenk?

Anlässe zum Schenken gibt es heutzutage mehr, als das Jahr Tage hat.

Von der Taufe bis zur Abschlussprüfung

Die Klassiker unter den Geschenkanlässen sind ganz klar die besonderen Tage im Leben, wie Taufe, Kommunion oder Konfirmation, Firmung, bestandene Abschlussprüfung, Hochzeit und Kindsgeburten. Taufgeschenke etc fallen zumeist ein wenig extravaganter aus – entweder hinsichtlich des Preises oder der Idee. Dieser Extravaganz gebührt selbstredend ein angemessener Rahmen. Von der überdimensional großen roten Schleife bis zum in Pastelltönen gehaltenen Chiffon-Taft-Gebinde ist alles drin. Hauptsache, es fällt auf und sieht dabei auch noch gut aus.

Geburtstage und Feiertage

Alltäglicher sind da schon die Geburtstage, Hochzeitstage, Mutter- und Vatertage, Weihnachten, Ostern und – inzwischen leicht aus der Mode gekommen – die Namenstage. Hier lässt man sich gerne von der Jahreszeit oder dem farbgebenden Modetrend beeinflussen. Auch lässt sich hier die Persönlichkeit des Schenkenden oft in der Gestaltung der Geschenkverpackung wiedererkennen. Der umweltbewusste Schenker greift vielleicht eher zum umweltfreundlichen Packpapier mit aus der Natur stammendem Bast. Drückt er mal ein Auge zu, gibt es diese Verpackungsmaterialien sogar gefärbt. Der farbenfrohe Schenker wird wohl bunte Geschenkfolie und darauf abgestimmtes Schleifenband aus Chiffon, Satin oder sogar Polyband präferieren. Die nette Dame von nebenan verpackt ihre Überraschung vermutlich eher in gedeckten Farben mit unauffälligem Geschenkband.

Dankeschön- und Werbegeschenke

Weniger Individualität weisen die Dankeschöngeschenke und Werbegeschenke auf. Sie werden bereits als Geschenk verpackt gekauft oder gar nicht erst eingepackt. Die gute alte Plätzchentüte als kleine Aufmerksamkeit für zwischendurch begnügt sich hingegen schon mit einem bunten Ringelband. In diesem Fall zählen ja tatsächlich mehr die inneren Werte.

Welches Band passt zu welchem Geschenk?

Die Welt der Farben ist reichhaltig. Noch reichhaltiger ist die Welt der Farbkombinationen, erst recht die Welt der möglichen Kombination verschiedener Muster. Im Bereich der Dekobänder findet man alles, solange man nur danach sucht. Von floral-frühlingshaften Osterdeko Bändern über glänzende, goldfarbene Weihnachtsschleifen bis hin zu gepunkteten Rockabilly-Geschenkbändern in Schwarz-Weiß oder Rot-Weiß – hier ist tatsächlich für jeden Geschmack etwas dabei. Der Anlass muss nicht immer den Dekorationsstil vorgeben. So haben sich auch schon einige grellfarben eingepackte Weihnachtsgeschenke freudigen Anklang beim Empfänger gefunden. Auch das in Zebramuster-Geschenkpapier eingeschlagene, mit Leopardenmuster-Geschenkband zugebundene Hochzeitsgeschenk wird nicht zurückgegeben. Solange man die Verpackung mit genügend Selbstbewusstsein überreicht, können sich die meisten Kombination noch als Trendsetter erweisen.

Ein Tisch, ein Band und der große Augenblick …

Die Tischdekoration ist das Aushängeschild auf jedem Fest. Hier wird bestimmt, ob der Anlass eher elegant, verspielt oder innovativ, modern, altmodisch oder einem bestimmten Trend folgend gefeiert wird. Die Tischdekoration fällt dem Gast beim Betreten des Raumes als Erstes ins Auge und bestimmt so den ersten Eindruck. Der Gast wird auf ein bestimmtes Farbkonzept eingestimmt. Nutzt man Dekorationsbänder als Element der Tischdekoration, können zu viele Spielereien den Tisch schnell überladen wirken lassen. Hierbei gilt es zu beachten, dass Geschirr und Besteck ja auch noch optische Bestandteile der Dekoration sind.
Bei festlichen Anlässen sollte das Tischband eher als „roter“ Faden – in welcher Farbe auch immer – in das Farbkonzept der Festlichkeit aufgenommen werden. Hier können die Dekorationsbänder wahlweise zur unauffälligen Nebenerscheinung werden, eingebettet in ein florales Hauptarrangement, oder sie werden durch wenige Accessoires als eigentliche Dekoration in den Mittelpunkt gerückt. Sie können auch als Farbtupfer an unifarbenen Hussen für optische Highlights sorgen und so das Bild abrunden.
Mit Perlen verzierte Dekorationsbänder schaffen es unter Umständen sogar bis in den Blumenschmuck. In knalligen Farben oder eher dezent gehalten, unterstreichen sie dort die natürliche Farbvielfalt der bunten Blüten. Auch Verzierungen an Haustüren werden mit Dekorationsbändern aufgewertet. Sie sind das ideale frühzeitige Hochzeits Gastegeschenk. Geht es um die alljährlich wiederkehrenden Feste wie Ostern und Weihnachten, darf auch ruhig ein wenig Verspieltheit die Dekoration bestimmen. Ob Engel oder Osterhase – zahlreiche Motive lassen sich auf den Dekorationsbändern wiederfinden.

Ein Band findet zu seiner Form

Geschenkbänder, die nicht locker herabfallen sollen, sondern bei denen eine bestimmte Form gewünscht ist – zum Beispiel eine Schleife oder Kringel – kann man auch mit eingeflochtenem Draht kaufen. Dabei stehen zwei Varianten zur Wahl: ein dickerer Draht, der nur an den äußeren Kanten eingewebt ist, oder dünner, durch das komplette Band gewebter Draht. Sollte es das Geschenkband aller Geschenkbänder jedoch nicht mit eingearbeitetem Draht geben, kann man diesen auch selber einbringen. Einfach den Draht durch das Gewebe fädeln – und schon kann nahezu jedes Band nach Belieben geformt werden. Auch für Basteleien in 3D ist er bestens geeignet – ob Pippi Langstrumpf orange-farbene Dekobandzöpfe bekommt oder die Krawatte einer 10 Zentimeter großen Miniaturfigur des Vorgesetzten zum Fliegen gebracht werden soll. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, und das macht die schmalen Dekorationskünstler auch zur allseits beliebten Bastelausstattung.
In seiner Länge kann das Band als Borte ein Blatt Papier aufwerten. Oder auch mit einer kleinen Schleife einen Gutschein schön verzieren. Im Handumdrehen gestaltet man aus unifarbenen Stumpenkerzen oder Blumentöpfen, gläsernen Blumen- oder Dekorationsvasen auffällig schöne Designerobjekte, die nicht nur den eigenen Tisch verschönern, sondern ebenso als Geschenke herhalten können. So kann man mit einem Band einem ganzen Raum seine individuelle Note geben. Und ehe man sich versieht, wirkt die eigene Wohnstube wie ein von Stylisten durchdachter Designertempel, der den Gästen mit Sicherheit angenehm in Erinnerung bleibt.

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