Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Pleuel- und Hauptlager für den Mercedes CLK W208 suchen

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Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Pleuel- und Hauptlager für den Mercedes CLK W208 suchen

 

Dieser Ratgeber betrifft einen Ersatzteil-Bereich des Mercedes CLK. Genauer gesagt soll es darum gehen, was Sie beachten müssen, wenn Sie für Ihren CLK W208 neue Pleuel- und Hauptlager suchen.

Der Mercedes CLK

Zu Beginn soll der Mercedes CLK vorgestellt werden: Erstmals auf den Markt gebracht wurde der CLK 1997, intern wurde die erste Generation W208 genannt. Offiziell hieß er CLK-Klasse. Angeboten wurde die CLK-Klasse als typisch zweitüriges Coupé und als Cabrio. Mercedes verwendete dabei die internen Bezeichnungen C208 für das geschlossene Coupé sowie A208 für das offene Cabriolet. Dennoch ist für die erste CLK-Generation die Bezeichnung „W208" quasi üblich. Coupé wie auch Cabrio gruppierten sich in die reguläre Mittelklasse Mercedes C-Klasse der Baureihe 202 von 1997 bis 2003 ein. Diese Klassifizierung entspricht jedoch eher der verbauten Technik, als dem Look. In punkto Optik schaute der CLK erster Generation nämlich deutlich moderner aus und war an die E-Klasse 210 sowie die Studie CE 500 angelehnt, die Mercedes Anfang der 1990er präsentierte.

Mittelklasse mit Stern: Den CLK gab es als Coupé und Cabrio

Zuerst rollte die CLK-Klasse übrigens 1997 als Coupé ins Autohaus, das CLK Cabriolet folgte erst ein Jahr später, also 1998. Bereits 1999 verpasste der schwäbische Autobauer seinem Mittelklasse-Coupé und Cabriolet ein Facelift, wo neben optischen Retuschen auch einige bisher optionale Extras in die reguläre Serienausstattung aufgenommen wurden. Wie nötig diese Modellpflege war, sei dahingestellt: Allein bis zum Mai 1999 waren seit Marktstart rund 100.000 CLK Coupés sowie 19.000 CLK Cabrios abgesetzt.

Trotzdem zeigte die erste CLK-Klasse einige Minuspunkte, die beispielsweise das manuelle Getriebe betrafen. Ein weiteres Problem des CLK stellte der Rost dar. Der war zwar nur in leichter Form zu finden, trat aber unter Umständen an Radläufen, Kofferraumgriff oder am Schloss des Kofferraums auf.

Die Bordelektronik des CLK 208 galt ebenfalls als anfällig, was sich unter anderem mit Pixelstörungen im Kombiinstrument zeigte. Weitere Schwachstellen des CLK erster Generation sind schließlich mit der Umluftklappe der Heizung und den mangelhaften Steuerketten genannt, wobei Letztere vor allem bei nicht fachkundigen Reparaturen auftraten und somit weniger der CLK-Klasse als vielmehr den Fahrzeughaltern anzulasten sind.

Mercedes CLK-Klasse: die zweite Generation „209" ab 2002

Trotz genannter Punkte gelten CLK Coupé wie CLK Cabrio der 208er-Generation als zuverlässig, was insbesondere bei regelmäßiger Wartung und entsprechender Pflege der Fall ist. Tatsächlich werden entsprechenden Modellen hohe Laufleistungen von jenseits der 200.000 Kilometer bescheinigt, was für die Qualität des Wagens spricht.

Von 2000 bis 2003 wurde der erste CLK - deutlich modifiziert und überarbeitet - an der neu formierten Deutschen Tourenwagen Masters oder kurz DTM eingesetzt. 2000 holten die Schwaben mit dem CLK und Altmeister Bernd Schneider prompt den Titel, 2001 konnten Mercedes und Schneider den DTM-Titel erneut gewinnen und somit erfolgreich verteidigen. 2003 gelang dem Duo CLK/Schneider ein dritter Titel - trotzdem sollte der CLK in der DTM von der C-Klasse abgelöst werden.

Auch im Autohaus fand ein Generationswechsel statt. Obwohl der Mercedes CLK erster Generation bis 2003 in Produktion blieb, brachte der Autobauer mit dem C209/A209 schon 2002 beziehungsweise 2003 die neue und zweite Generation der CLK-Klasse auf den Markt. Mit dem neuen Modell sollte die CLK-Klasse Ende der 2000er allerdings komplett verschwinden: Das Erbe des einstigen CLK trat 2009 das E-Klasse Coupé beziehungsweise 2010 das E-Klasse Cabriolet der Baureihe 207 an. Kleiner Haken: Die E-Klasse entspricht einer Oberen Mittelklasse, ist daher über der früheren CLK-Klasse angesiedelt.

Kleines Auto-ABC: Was sind Pleuel- und Hauptlager?

2010 wurde die Produktion des Mercedes CLK eingestellt. Damit hat Mercedes-Benz seither kein Mittelklasse-Coupé mehr im Programm. Ersatzteile sind jedoch nach wie vor in Produktion, womit fabrikfrische Bauteile auch nach Einstellung der CLK-Reihe zu bekommen sind.

Eventuelle Defekte sind gerade am älteren CLK kaum auszuschließen, schließlich wäre ein 1997er Modell mittlerweile schon weit über ein Jahrzehnt alt. Typische Verschleißteile zeigt der CLK wie jedes Auto mit Reifen, Bremsen, CLK-Filter jeder Art oder Zündung und Elektrik. Möglicherweise kommt es auch zu defekten Pleuel- und Hauptlagern.

Das Pleuellager

Das Pleuellager befindet sich direkt im Motor, genauer im Zylinder. Das Pleuellager oder kurz Pleuel, Pleuelstange oder Treibstange ist quasi die Verbindung zwischen Kurbelwelle (beziehungsweise Kurbelzapfen) und Kolben oder Kreuzkopf. Mit anderen Worten: Der Pleuel überträgt die Kräfte und Bewegungen des Kolbens im Zylinder auf die Kurbelwelle. Das heißt, ohne Pleuel oder Pleuelstange könnte der Kolben im Zylinder rotieren wie er wollte, eine Kraftübertragung würde ohne das Bauteil nicht stattfinden - und das Auto somit keinen Meter fahren.

 

Das Hauptlager

Und das Hauptlager? Davon gibt es mehrere im Motor. Die Hauptlager oder Kurbelwellenlager garantieren die Führung der Kurbelwelle, halten somit die Welle quasi in Position. Moderne Motoren sind hierfür mit sogenannten Gleitlagern ausgestattet, wobei aber auch Kugellager und Rollenlager möglich sind.

Festzuhalten ist also, dass Pleuel und Hauptlager garantieren, dass der Motor läuft. Ohne Pleuel würde die im Zylinder erzeugte Kraft über die Kolben nicht auf die Kurbelwelle übertragen werden können. Ohne Hauptlager könnte wiederum die Kurbelwelle nicht „festgehalten" werden, wodurch letzten Endes ebenfalls keine Kraftübertragung möglich wäre. Beide Motorenteile müssen natürlich extrem hohe Belastungen ertragen und ebenso extreme Kräfte übertragen, weshalb spezielle Materialien wie sogenannter Vergütungsstahl oder sogar Titan eingesetzt werden. Titan ist dabei weniger in Serienmotoren, sondern eher im Rennsport zu finden. Im Motorsport müssen die Bauteile nämlich noch mehr Belastungen aushalten. Beispielsweise drehen moderne Formel-1-Motoren der 2000er- und frühen 2010er-Jahrgänge bis auf 18.000 oder sogar 19.000 Umdrehungen die Minute.

Symptome richtig deuten: Defekte Pleuel- und Hauptlager erkennen

Gerade diese hohen Belastungen und Kräfte sind es auch, warum insbesondere Pleuel gern mal versagen und sogar brechen - im Motorsport sicher üblicher als in einem CLK. Entsprechende Schäden sind jedenfalls recht einfach zu erkennen, denn bricht ein Pleuel oder das Hauptlager, ist die Folge ein kapitaler Motorschaden.

Leider kündigt sich der Schaden nicht wie bei anderen Bauteilen mit „schleichenden" Symptomen an, das Problem entsteht abrupt und plötzlich. Ist der Motor plötzlich ohne Leistung und steigt Qualm unter der Motorhaube hervor, ist es schon zu spät. Das Problem ist speziell Motorsportfans bekannt. Bricht in der Formel 1, bei der DTM oder dem Champ-Car ein Pleuel, muss der Fahrer einen sofortigen Ausfall hinnehmen, da der Antrieb urplötzlich endet und selbst die Box nicht mehr zu erreichen ist.

Ersatz muss her: Wie Sie die richtigen Pleuel und Hauptlager finden

Trotzdem muss der kapitale Motorschaden wegen gebrochenem Pleuel oder Lagern nicht das Ende des Motors bedeuten. Zumindest, wenn der Motorblock nicht gerissen ist, was aufgrund der im Inneren „umherfliegenden" Teile durchaus möglich wäre. Ist der Motorblock heil, kann bereits der Austausch des defekten Pleuel und Lager helfen. Tatsächlich ist ein solcher Mercedes Pleuel bereits für einige Hundert Euro zu kaufen, während ein komplett neuer Motor in die Tausende geht und bei einem älteren Auto vielleicht gar nicht mehr lohnt.

Zugegeben ist der Preis ohne Einbau und Montage saftig, trotzdem dürften die Kosten für eine Generalüberholung des Motors - wenn denn möglich - günstiger ausfallen als ein komplett neuer Mercedes CLK Motor. Auf jeden Fall lohnt hier der Rat eines Profis, denn selbst versierten Hobbyschraubern dürften die Zerlegung des Motors und der Austausch von Pleuel und Hauptlager kaum möglich sein.

Hände weg: Pleuel und Hauptlager sollten nur Profis wechseln

Daher sollten Sie die Reparatur einem Profi überlassen, zumal zum Austausch der Pleuel oder Lager auch spezielle Werkzeuge sowie spezielles Know-how nötig sind. Pleuelstangen und Hauptlager sind außerdem recht sensible Teile, was weniger für die Bauteile an sich gilt, sondern dem gewissenhaften Einbau.

Zumal Sie nach einem Motorschaden wegen unsachgemäßen Einbaus sicherlich keinen zweiten Motordefekt riskieren wollen, der zum einen Nerven, zum anderen erneut Geld kosten wird. Sollten Sie also kein gelernter Kfz-Mechaniker sein, lassen Sie die Hände von der Reparatur und den Profi ans Werk. Und mal ganz ehrlich: Können Sie einen Motor ausbauen, komplett zerlegen und schließlich wieder zusammenbauen?

Pleuel und Hauptlager für den Mercedes CLK zu kaufen, stellt da schon weniger ein Problem dar. Wie bereits beschrieben, werden die Bauteile weiterhin produziert und auch gebraucht findet sich einiges auf dem Markt. Sehen Sie sich dazu doch einfach online um, wie beispielsweise auf eBay. Hier finden Sie gebrauchte, aber oftmals gut erhaltene Ersatzteile für Ihr Auto und können so Kosten sparen.

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