Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihr Auto mit Angel-Eyes-Scheinwerfern tunen

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Immer wieder sieht man sie auf deutschen Straßen: ringförmige Auto-Scheinwerfer, die im Dunkeln nur matt leuchten. Diese sogenannten Angel Eyes werden häufig in Fahrzeugen verbaut, ohne in Deutschland zugelassen zu sein. Damit Sie keine rechtlichen Probleme bekommen, erfahren Sie hier, was Sie beim Einbau von Angel-Eyes-Scheinwerfern beachten müssen.

 

Hella entwickelte die ersten Angel Eyes

Angel Eyes sind Standlichtringe, die auch als Corona-Ringe bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um ringförmige Lichtleitstäbe, die in den Frontscheinwerfern verbaut sind. Einzelne Reflektoren werden dabei von den Lichtleitstäben umschlossen, sodass ein Lichtkranz entsteht. Am häufigsten sieht man diese Scheinwerfer in Fahrzeugen der Marke BMW, die einige Modelle serienmäßig mit Angel Eyes ausstattet. Idee und Technologie zu den Produkten wurden von dem Unternehmen Hella entwickelt. Da die Angel Eyes in der Fahrzeugwelt großen Anklang fanden, wurden Nachrüstlösungen für verschiedene Pkws entwickelt. Diese stammen von unterschiedlichen Herstellern und längst nicht mehr nur von Hella.

 

Nicht alle Angel Eyes sind Tagfahrlichter

Zum Fahren im Dunkeln sind nicht alle Angel Eyes geeignet, denn häufig werden sie lediglich als Positions- und Standlichter konzipiert. Dank ihrer großen Beliebtheit wurde die Technologie aber weiterentwickelt und mittlerweile gibt es auch Angel Eyes mit höherer Leuchtkraft, die auch als Tagfahrlicht verwendet werden können.

 

Angel Eyes müssen gemäß StVZO zugelassen sein

Wenn Sie Ihr Fahrzeug mit Angel Eyes nachrüsten möchten, müssen Sie auf eine Zulassung gemäß StVZO achten. Da der Stellmotor für die Leuchtweitenregelung bei vielen Modellen nicht geregelt werden kann, sind sie für den Straßenverkehr nicht zugelassen. Wenn Sie mit derartigen Scheinwerfern von der Polizei angehalten werden, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen. Spätestens der TÜV würde Ihnen die Rote Karte zeigen und diesen Umstand bei der TÜV-Prüfung als erheblichen Mangel deklarieren. Eine TÜV-Plakette bei fehlender Leuchtweitenregulierung ist daher ausgeschlossen.

 

Achten Sie auf das ECE-Prüfzeichen der Standlichtringe

Das ECE-Prüfzeichen ist eine Kennung, die Ihnen zeigt, ob Bauteile an Kraftfahrzeugen geprüft und in der EU zugelassen wurden. Es befindet sich auf genehmigungspflichtigen Bauteilen, wie zum Beispiel Scheinwerfern. Mit einer ECE-Bauartgenehmigung kann das Bauteil in den am ECE-Verfahren teilnehmenden Staaten verwendet werden. Wenn Ihre Angel Eyes eine E-Kennung haben, sollten Sie auch beim TÜV keine Probleme mit den Produkten bekommen.

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