Wo finde ich Karpfenruten auf eBay?

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Wo finde ich Karpfenruten auf eBay?

Grundruten, Köder und Testkurven - gut ausgerüstet zum Karpfenangeln

Karpfenangeln ist sehr beliebt. Das liegt zum einen an seiner Größe und Stärke, durch die es zu einem aufregenden Drill (= Kampf mit dem Fisch) kommen kann, bis der Fang sicher an Land gebracht werden kann. Zum anderen ist es nicht leicht, einen Karpfen zu fangen. Er lässt sich zwar gerne an der Wasseroberfläche sehen, verlangt von den Anglern jedoch einiges an Geschick, bis er tatsächlich am Haken hängt. Lesen Sie hier, wo Sie eine geeignete Fischangel kaufen können und welche Techniken und Besonderheiten das Karpfenangeln mit sich bringt. 

Ein beliebter Speisefisch mit kapitaler Größe

Der Karpfen ist ein Friedfisch und gehört zu den beliebtesten Speisefischen weltweit. In Deutschland und Österreich gehört er gerade zu Weihnachten und Sylvester zu den ausgesuchten Spezialitäten. Daher wurde er schon seit der Antike in Karpfenteichen gehalten und gezüchtet. Die ursprüngliche Form des Karpfens, auch Wildform genannt, ist länglich gestreckt mit einem vollständigen Schuppenkleid. Gezüchtete Formen sind eher gedrungen und weisen dagegen einen mehr oder weniger hohen Rücken auf. Auch wachsen Zuchtkarpfen wesentlich schneller als die Wildformen. In heimischen Teichen, Flüssen und Kanälen wird der Karpfen bis zu 45 Jahre alt. Dabei erreichen einzelne Exemplare je nach Nahrungsangebot und Art eine Länge von 100-120 cm und bringen bis zu 40 Kg auf die Waage. Der durchschnittliche Karpfen misst jedoch in der Regel um die 30 – 40 cm und wiegt 2 – 10 Kg.

Folgende gezüchtete Karpfenarten gibt es:

  • Schuppenkarpfen mit vollständigem Schuppenkleid
  • Spiegelkarpfen mit einzelnen Schuppen auf ansonsten glatter Haut
  • Nacht- oder Lederkarpfen ohne Schuppen
  • Zeilkarpfen mit einzelner Schuppenreihe an den Seitenlinienorganen

Geeignete Fangplätze für Karpfen finden

Als wechselwarmes Tier liebt der Karpfen warme, geschützte Plätze, um nach der Futtersuche zu verdauen. Daher sind sonnenbeschienene Seerosenfelder, Schilfgürtel und Flachwasserzonen die idealen Fangplätze für diesen Fisch. Der Karpfen kommt überall dort vor, wo es ausreichend Nahrung und nicht zu kaltes Wasser gibt. Daher ist er sowohl in großen Strömen wie Rhein und Donau vertreten als auch in Flüssen, Seen oder einem kleinen Weiher. Beobachten Sie vor dem Fang das Wasser. Der Karpfen verrät sich leicht durch Bewegungen an der Wasseroberfläche, Bläschenbildung durch das Gründeln und aufgewühlte Schlammwolken. Auch das Führen eines Karpfentagebuchs kann hilfreich sein. Wer oft an demselben Gewässer angelt, kann damit durch regelmäßiges Notieren von Standort, Wetter, Datum und Uhrzeit, Wasser- und Lufttemperatur sowie gewählten Ruten, Ködern und Vorfütterung nebst den Maßen des gefangenen Fisches wichtige Erkenntnisse über die Vorlieben und Abneigungen der Karpfen erlangen.

Das Anfüttern – mit Boilies und Schwimmbrot Karpfen anlocken

Vor dem eigentlichen Angelgang sollten die Karpfen angefüttert werden. Dies geschieht am besten mit Schwimmbrot, Kichererbsen oder Trockenmais. Das meistgenutzte Anfüttermittel sind jedoch die Boilies: kleine, harte Teigkugeln mit hohem Nährwert, die speziell für das Karpfenangeln entwickelt wurden. Ihr Erfinder, der Engländer Fred Wilton, vertrat die Theorie des hohen Nährwerts. Diese besagt, dass der Karpfen Futtermittel besonders bevorzugt, die ihm alle benötigten Nährstoffe in großen Mengen zur Verfügung stellen. Aufgrund dieser Theorie entwickelte Wilton Gemische aus Tiermehl und gemahlenen Pflanzenfasern. Diese versah er mit unterschiedlichen Geschmacks- und Farbstoffen. Danach knetete und kochte er sie. Nach dem englischen to boil (= kochen) wurde auch der Name dieser Köderform abgeleitet.

Die Boilies wurden ein voller Erfolg und haben sich inzwischen fest als Anlock- und Ködermittel für das Karpfenangeln etabliert. Es gibt Boilies zum Beispiel in Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Banane, Krabben oder Thunfischgeschmack. Die Köderkugeln können Sie entweder fertig kaufen oder mithilfe einer Boiliemaschine kostengünstig selbst produzieren. Einige Tage vor dem Angeln werden diese Kügelchen dann mithilfe eines Katapults gleichmäßig im Wasser verteilt. Es ist ratsam, diese Anfütterung an zwei bis drei verschiedenen Plätzen vorzunehmen, um herauszufinden, welche Stellen von den Karpfen gut besucht sind oder eher gemieden werden. Wählen Sie für Ihren Angelgang die Stelle aus, an der am meisten Boilies gefressen wurden.

Diese Methoden versprechen Erfolg 

Der Karpfen sucht sich sein Futter durch Gründeln im Schlamm. Beim Gründeln durchwühlt der Fisch den Untergrund nach Schnecken, Würmern und Insekten und frisst dabei auch Wasserpflanzen, Algen sowie ins Wasser gefallene und versunkene Früchte und Beutetiere. Daher ist das Grundangeln für den Karpfenfang eine der beliebtesten Techniken. Aber auch die Selbsthakmethode und das Feederangeln werden immer häufiger mit Erfolg angewandt.

Grundangeln mit der Karpfenrute – einfach und effektiv

Da der Karpfen sein Futter am Grund des Gewässers sucht, ist es naheliegend, den Köder ebenfalls dort zu platzieren. Dazu wird der Haken mit einem speziellen Gewicht, dem Grundblei, versenkt. Alternativ zum Grundblei werden auch oftmals Futterkörbe benutzt.

Für das Grundangeln auf Karpfen benötigen Sie eine stabile, gut ausgewogene Karpfenrute. Auch Hecht- oder Grundruten kommen je nach Aufbau und Länge infrage. Die Rute ist in der Regel aus Kohlefasern, Kohle-Glasfasergemisch oder Kohlefasern und Karbon Mischungen hergestellt.

Die Rutenlänge beträgt 12-13 englische Fuß. Das entspricht einer Länge von 3,6 – 3,9 m. Für den Einsatz in Gewässern mit starkem Bewuchs oder zum Angeln an schwer zugänglichen Bereichen sind kürzere Modelle mit 9 – 11 Fuß Länge (= ca. 2,7 – 3,3 m) empfehlenswert. Eine große Auswahl geeigneter Ruten nebst benötigter Bleie finden Sie in der Kategorie Angelsport.

Wer sich günstig und schnell die geeignete Ausrüstung für das Karpfenangeln beschaffen möchte, kann außerdem in der Rubrik Angel-Sets hochwertige Komplettangebote entdecken.

Aufgrund der Größe und des hohen Gewichts von Karpfen sollten Sie bei der Wahl der Rutenart die Steckrute der Teleskoprute vorziehen. Sie ist robuster und besitzt die bessere Abfederung und Biegung, was beim Drill sehr von Vorteil ist.

Testkurve und Wurfgewicht – wie wird umgerechnet?

Karpfenangeln werden häufig nicht mit ihrem Wurfgewicht angegeben, sondern mit der sogenannten Testkurve. Diese gibt an, bei welchem Gewicht die Rute zu einem Viertelkreis gebogen wird. Als Einheit dazu gilt das englische Pfund in lbs. In vielen Fach- und Sachbüchern sowie im Fachhandel sind zahlreiche Umrechnungstabellen von der Testkurve zum jeweiligen Wurfgewicht erhältlich. Wenn Sie dieses lieber selbst berechnen möchten, können Sie diese Formel dazu verwenden:

Testkurve in lbs x 454,5g geteilt durch 16 = Wurfgewicht

Beispiel: eine Karpfenrute mit einer Testkurve von 2,5 lbs

2,5 x 454,5g = 1136,25 g

1136,25g : 16 = 71g

Das Wurfgewicht beträgt also 71g.

Allerdings hat es sich in der Praxis bewährt, zu diesem Wert noch 10-20 % abzuziehen, um das optimale Wurfgewicht zu erhalten.

Passende Schnüre, Haken und Bissanzeiger für das Karpfenangeln

Ist die passende Rute gefunden, geht es an das notwendige Zubehör. Dazu gehört eine stabile Rolle und eine Schnur in geeigneter Stärke. Üblich sind Schnüre mit einer Stärke von 0,28 bis 0,3 mm Stärke. Je nach Gewässerart und Wurfgewicht entsprechend mehr.

Die Angelschnur ist monofil, geflochten oder geflochten mit monofilem Überzug erhältlich. Monofil bedeutet aus einem Strang bestehend, während geflochtene Produkte aus mehreren Strängen bestehen. Monofile Schnüre sind dehnbarer, geflochtene dagegen strapazierfähiger und besitzen bei gleicher Stärke eine wesentlich höhere Tragkraft. Wichtig ist, dass Karpfenschnüre von dunkler, unscheinbarer Farbe sind, um die Fische nicht zu verschrecken.

Dazu kommt noch ein Haken in der geeigneten Größe. Dabei gilt: Je höher die angegebene Zahl auf dem Haken, desto kleiner ist die Größe. Ein Haken der Größe 1 ist demnach größer als einer mit der Größe 4 oder 5. Zum Karpfenangeln eignen sich Hakensets der Größen 1-6, je nachdem, wie kapital die Fische in dem jeweiligen Gewässer ausfallen werden.

Ein Bissanzeiger macht den Angler auf das Anbeißen eines Fisches aufmerksam. Elektronische Bissanzeiger mit akustischem oder optischem Signal melden diesen Vorgang durch Klingel- oder Pieptöne und ermöglichen es dem Angler, die Zeit bis zum Biss mit anderen Tätigkeiten zu verbringen. Herkömmliche Bissanzeiger ohne Elektronik werden auch Poser oder Schwimmer genannt. Sie bestehen aus einem Schwimmkörper, der die ganze Zeit über im Auge behalten werden muss, um den Biss eines Fisches nicht zu verpassen.

Haben Sie alle benötigten Teile beisammen, geht es an den Zusammenbau, die sogenannte Montage. Darunter versteht der Angler bestimmte Aufbauten am Ende der Schnur mithilfe von Posen, Haken, Ködern und Schnur.

Welche Montage für Karpfenruten die besten sind, hängt stark von Ihren jeweiligen Vorlieben ab. Am besten ist, Sie probieren einige Montagen aus, dann merken Sie schnell, mit welchen Sie gut zurechtkommen und welche für das jeweilige Gewässer am erfolgversprechendsten ist.

Für das erfolgreiche und artgerechte Landen des gefangenen Karpfens benötigen Sie außerdem einen Kescher in ausreichender Größe. Dieses Hilfsmittel ist an vielen deutschen Gewässern vorgeschrieben und gehört damit zur notwendigen Grundausstattung.

Weiteres Zubehör für den Karpfenfang

Wie schon erwähnt, ist das Karpfenangeln unter Umständen ein sehr langwieriger Prozess. Angeltouren von mehreren Stunden bis Tagen sind keine Seltenheit. Darum sollten Sie bei der Planung Ihres Angelausflugs auch an Ihr eigenes körperliches- und leibliches Wohl denken. Eine Rutenhalter und -auflagen wie der Tripod oder Rodpod bieten eine stabile Ablagemöglichkeit für die Rute, damit Sie sie nicht die ganze Zeit über in der Hand halten müssen.

Bequeme Stühle und Liegen machen die Wartezeit komfortabel. In Verbindung mit einem Schirm oder Zelt erleichtern Sie das Fischen über Nacht sowie mehrtägige Ausflüge. Ist der Karpfen glücklich an Land gebracht, helfen Gerätschaften wie der Fischtöter, der Hakenentferner und das Messer dabei, ihn waidgerecht zu töten und fachmännisch auszunehmen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden