Wissenswertes über stilvolle Metallzäune aus Schmiedeeisen

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Wissenswertes über stilvolle Metallzäune aus Schmiedeeisen

Metallzäune aus Schmiedeeisen erfreuen sich großer Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil es eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten gibt, sodass jeder den individuell passenden Zaun finden kann. Bevor Sie sich für einen solchen Zaun entscheiden, ist es lohnenswert, sich über die Herstellung und die unterschiedlichen varianten zu informieren.

Wie aus Roheisen Schmiedeeisen wird

Wie wird aus gewöhnlichem Roheisen Schmiedeeisen? Den Weg dorthin bereitet das sogenannte Puddelverfahren, durch das Roheisen in Stahl verwandelt wird. Lässt sich das Eisen dank des Verfahrens schmieden und dadurch umformen, wird es auch als Schmiedeeisen bezeichnet.

Entwickelt wurde das Puddelverfahren bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts vom Engländer Henry Cort. Die Verbrennung von Kohle in einer Brennkammer führt dazu, dass das Roheisen schmilzt. Die heiße Luft darüber führt zur Oxidation. Dabei gelangt ausschließlich heiße Luft an das Eisen, jedoch keine Kohlepartikel. Das Verfahren wird mithilfe von großen Pfannen durchgeführt, die in einen sogenannten Puddelofen geschoben werden. Das Roheisen wird während des Prozesses häufig umgerührt – dazu werden lange Stäbe verwendet, damit die Schlacke als oberste Schicht immer wieder aufbricht. Auf diese Weise kann immer wieder neuer Sauerstoff an das Roheisen gelangen und es gibt keine Verunreinigungen. Dieser Prozess ist notwenig, um ein qualitativ hochwertiges Endprodukt zu erhalten.

Das Puddelverfahren spielte vor allem in der Zeit der Industrialisierung eine bedeutende Rolle, da das Verfahren zum Beispiel bei der Herstellung der Teile für die Dampfmaschinen wichtig war. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde es flächendeckend genutzt, bis dann weitere Verfahren zur Stahlgewinnung gebräuchlich wurden. Heute kommt es in technologisierter Form zur Herstellung von schmiedbarem Eisen zum Einsatz.

Der Unterschied zwischen Schmiedeeisen und Gusseisen

Mittlerweile ist der Begriff Schmiedeeisen recht weit gefasst und es werden damit verschiedene Formen von Eisen bezeichnet, die nicht als Gusseisen bezeichnet werden können – heutzutage existiert schließlich eine Vielzahl an Eisensorten. Am Anfang der Produktion von Eisen stand einst ausschließlich das Gusseisen. Dieses flüssige Eisen, das im Hochofen entsteht, besitzt einen hohen Anteil an Kohlenstoff. Zudem besteht es aus weiteren Stoffen, wie Schwefel oder Silizium, die bei der Herstellung von Eisen nicht erwünscht sind. Die hohe Konzentration des Kohlenstoffes führt dazu, dass Gusseisen nicht geschmiedet werden kann, da es nicht biegsam ist.

Erst die Zufuhr von Sauerstoff und das damit verbundene stetige Rühren des Gusseisens ließ es schmiedbar werden, sodass es die Bezeichnung Schmiedeeisen erhielt. Den Grund dafür stellt die Verbrennung der Begleitstoffe des Eisens dar, die dann als Schlackeschicht abgeschöpft werden können. Grundsätzlich gilt, dass Gusseisen spröder ist als Schmiedeeisen. Da Schmiedeeisen zudem eine höhere Festigkeit besitzt, sind Gegenstände aus Schmiedeeisen meist etwas leichter als vergleichbare Objekte aus Gusseisen.

Verschiedene Formen des Gartenzauns

Zäune sind aus dem heutigen Bild der urbanen Landschaften wahrscheinlich nicht mehr wegzudenken. Sie frieden Grundstücke ein und klären somit Besitzverhältnisse. Sie dienen der Sicherheit und werden im besonderen Maße bei der Tierhaltung eingesetzt. So praktisch die Aufgaben von Zäunen auch sein mögen, so vielseitig sind allerdings auch ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Der am häufigsten eingesetzte unter den Zäunen im privaten Bereich ist der Gartenzaun.

War der Gartenzaun einst vornehmlich dazu da, fremde Tiere vom Grundstück fernzuhalten oder Tiere auf dem eigenen Grund zu schützen, so dient der Gartenzaun heute vielmehr als optische Begrenzung des Eigentums. Der Kreativität sind dabei mittlerweile kaum Grenzen gesetzt, gibt es doch eine Vielzahl an Materialien und Formen, mit denen man einen Gartenzaun zu errichten vermag. Es folgen die gängigsten Formen des Gartenzaunes.

  • Lattenzaun oder Staketenzaun: An zwei oder drei waagerechten Balken werden in regelmäßigen Abständen senkrechte Latten angebracht.
  • Jägerzaun: An zwei Querbalken werden die Latten, die an den oberen Enden etwas angespitzt sind, in X-Form befestigt. Etwa 80 Zentimeter hoch wird der Jägerzaun auch als Kreuz- oder Scherenzaun bezeichnet.
  • Palisadenzaun: Die mit Spitzen besetzten Palisaden werden vor zwei Querbalken senkrecht aufgerichtet. Der häufig verzierte Zaun wird dank seiner Spitzen auch als Lanzenzaun bezeichnet.
  • Flechtzaun: Biegsame Bretter werden entweder senkrecht oder waagerecht miteinander verflochten und wirken dabei sehr natürlich.
  • Maschendrahtzaun: Diagonal geflochtene Drähte werden an Metallpfosten befestigt.

Vorzüge von Gartenzäunen aus Schmiedeeisen

Bei der Errichtung eines Gartenzaunes haben Hauseigentümer die Wahl aus zahlreichen verschiedenen Materialien. Beliebt sind seit jeher Zäune aus Holz, da sie besonders natürlich wirken. Da sie allerdings recht pflegeintensiv sind und wegen natürlicher Witterungsprozesse nur eine begrenzte Haltbarkeit besitzen, erfreuen sich Zäune aus Metall immer größerer Beliebtheit. Ein Gartenzaun aus Schmiedeeisen besitzt den großen Vorteil, dass er besonders langlebig ist und wenig gepflegt werden muss. Ungefähr alle zwei Jahre sollte ein solcher Zaun mit klarem Wasser gereinigt werden. Scheuermittel müssen dabei jedoch nicht zum Einsatz kommen. Durch diese Behandlung wird verhindert, dass sich Moos und Algen ansetzen, die sich durch Regenwasser und Staub bilden.

Viele Zäune aus Schmiedeeisen werden durch verschiedene Verfahren noch haltbarer gemacht. Eine der Möglichkeiten stellt das Feuerverzinken dar. In heißen Zinkbädern entstehen Zinklegierungen, die für bis zu dreißig Jahre Schutz vor Verwitterung bieten. Eine weitere Möglichkeit stellt die Pulverbeschichtung dar, bei der Polyesterpulver bei etwa 200 Grad Celsius in die Oberfläche eingebrannt wird. Die Oberfläche des Zaunes wird durch dieses Verfahren besonders hart. Eine Kombination aus beiden Verfahren ist üblich und zudem kann im Rahmen der Pulverbeschichtung eine Auswahl aus einer Vielzahl von Farben getroffen werden.

Da es Zäune aus Schmiedeeisen grundsätzlich in vielen unterschiedlichen Formen, Größen und Farben gibt, kann für jeden Garten der passende Zaun gefunden werden.

Zäune aus Schmiedeeisen – stets ein Blickfang

Schmiedeeiserne Zäune passen zu verschiedenen Gärten und ziehen stets die Blicke auf sich. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten, einen solchen Zaun zu errichten. Einerseits können die schmiedeeisernen Elemente mit Mauerwerk kombiniert werden. Andererseits ist es auch möglich, Zäune aus reinem Schmiedeeisen ohne gemauerte Elemente zu errichten. Beide Varianten sind in vielseitigen Designs erhältlich. Zu einem modernen Haus mit akkuratem Garten passen schlichte Gartenzäune mit klaren Formen.

Beim Design der Zäune aus Schmiedeeisen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Von den Pfosten über die Stäbe bis zu den Spitzen gibt es eine Vielfalt an Designs. Gedrehte oder geschwungene Streben sind ebenso möglich wie klare Linien. Ein besonderes Highlight sind stets die Spitzen, denn sie sind in großer Auswahl erhältlich. Klassisch sind dabei Dekorationen wie der Stab oder eine Kugel mit Stab. Verspielt wirken dagegen die Lilie, Kreuzlilie, Kugellilie, die Lanze, der Lotus und die Pinie. Darüber hinaus besteht sowohl bei den Zäunen als auch bei den Toren die Möglichkeit, zusätzliche Zierornamente und Rosetten auszuwählen, die zwischen den Streben platziert werden. Beeindruckend sind dabei zum Beispiel Ornamente mit Ranken, Rosen, Weinblättern oder anderen Blumen.

Auch im Hinblick auf die farbliche Gestaltung bietet sich Ihnen eine Vielzahl an Möglichkeiten. Dank der Pulverbeschichtung können Sie aus einer großen Farbpalette Ihren persönlichen Favoriten wählen. Klassisch werden bevorzugt gedeckte Farben wie Schwarz und Braun verwendet, doch auch Silber und Gold erfreuen sich großer Beliebtheit.

Passend zu den Gartenzäunen können Sie Treppengeländer und Fenstergitter aus Schmiedeeisen wählen. Mit den dazu harmonierenden Türgriffen aus Schmiedeeisen ergibt sich ein schönes Gesamtbild. Auch Beetumrandungen mit den gleichen Designs vervollständigen den Gesamteindruck.

Nützliches und Dekoratives aus Schmiedeeisen

Für Haus und Garten finden Sie neben Zäunen, Türgriffen und Fenstergittern weitere Gegenstände aus Schmiedeeisen, wie zum Beispiel Halterungen für Blumenkästen oder gleich komplette Pflanzgefäße. Für ein stimmungsvolles Ambiente im Garten sorgen zudem Gartenmöbel aus Schmiedeeisen, die besonders gut in Bauerngärten oder naturnah angelegte Gärten passen. Für den Einsatz im Beet eignen sich schmiedeeiserne Rankgitter und wer eine besondere Dekoration für Balkon oder Terrasse sucht, findet eine große Auswahl an Regalen, Dekofiguren oder Kerzenständern. Sehr exklusiv wirken Buchstaben und Ziffern aus Schmiedeeisen, mit denen sowohl der Name der Hausbewohner als auch die Hausnummer an der Hauswand angebracht werden können.

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