Wissenswertes über einen Verwandten der Yucca-Palme: der Elefantenfuß

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Der Elefantenfuß ist ein palmenartiger Baum mit einem dicken, rundlichen Stamm und einer kurzen Wurzel. Der Baum ist ein Verwandter der Yucca-Palme und erfreut sich als dekorative Zimmerpflanze einer stets größer werdenden Beliebtheit. Dieser Ratgeber stellt Ihnen den aus Mexiko stammenden Baum vor und verrät Ihnen Tipps zur Pflege.

Namensbezeichnung und Herkunft des Elefantenfußes

Der wissenschaftliche Name des Elefantenfußes ist Beaucarnea. In Deutschland nennt man den Baum auch Flaschenbaum, Affenbaum, Wasserpalme oder Wasserbaum. Die Bezeichnung Flaschenbaum leitet sich von der speziellen Form des Elefantenfußes ab, wohingegen sich die Bezeichnungen Wasserbaum und Wasserpalme auf die besondere Fähigkeit der Pflanze bezieht, im unteren Bereich des Stammes Wasser zu speichern, um auch längere Dürreperioden schadlos zu überstehen. Die Wurzel des Baumes ist aus diesem Grund auch nur sehr klein.

Der Baum wird der Familie der Spargelgewächse zugeordnet und kann bis zu 9 Meter hoch werden. Der Stamm des Sukkulenten ist gerade und erst im oberen Teil verzweigt. Die Blätter des Elefantenfußes sind lang und dünn. Im Jugendstadium ist der Baum fast kugelförmig und bildet sich dann erst langsam zu einem palmenähnlichen Baum aus, der einen nahezu geraden, kräftigen Stamm besitzt. Die Borke des Stamms ist glatt, und die herabhängenden Blätter erreichen eine Länge von 90-180 Zentimetern. Der Stamm erreicht in der Regel einen Durchmesser von 50-100 Zentimetern.

Der Elefantenfuß blüht normalerweise nur unter Gewächshausbedingungen oder in seiner Heimat in Mexiko oder im südlichen Teil der USA bei tropischen Bedingungen. Die Blüte des Baumes erscheint oberhalb der Baumkrone und erinnert an blühenden Spargel. Sie kann bis zu einem Meter hoch werden. Der Elefantenfuß kann ein hohes Alter erreichen und hat einen langsamen Wuchs.

Der beste Standort für den Elefantenfuß

Da der Elefantenfuß aus einem sonnigen und warmen Klima stammt, sollte er auch in der Wohnung einen Standort erhalten, an dem er hell steht. Ideal ist es, wenn der Baum in den Morgen- oder Abendstunden der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Ein Wintergarten eignet sich natürlich hervorragend für Pflanzen dieser Art. Zugluft und Staunässe verträgt der Elefantenfuß nicht gut. Im Sommer können Sie den Baum auch an einen warmen Platz auf die Terrasse oder in den Garten stellen. Achten Sie aber darauf, dass Sie ihn langsam an die Sonne gewöhnen und er nicht von Beginn der prallen Sonne ausgesetzt ist, da die Blätter des Baumes sonst verbrennen können. In der Sonne beginnt der Baum auch stärker zu wachsen, wohingegen er im Schatten noch langsamer wächst. In den Wintermonaten steht der Elefantenfuß gerne an einem Ort, der zwischen 10 und 15 Grad warm ist. Steht der Baum an einem zu kühlen Ort, erkennt man dies daran, dass die Blattspitzen sich leicht bräunlich färben.

Die richtige Pflege des Elefantenfußes

Um viel Freude an dem ursprünglichen Wüstenbewohner zu haben, sollten Sie sich an die folgenden Pflegetipps halten.

Wir oft sollte der Elefantenfuß im Sommer gegossen werden?

Im Sommer benötigt der Baum regelmäßig, aber geringe Mengen an Wasser. Geben Sie dem Baum in dieser Wachstumsphase so viel Wasser, dass die Erde um den Stamm herum gut durchnässt ist. In der Zeit zwischen den Wassergaben können Sie die Erde an der Oberfläche durchaus trocken werden lassen. Da der Baum das Wasser im Stamm speichert, verträgt er keine Staunässe. Ein sicheres Indiz dafür, dass der Baum zu viel Wasser erhält, sind braune Blattspitzen.

Wie viel Wasser benötigt der Elefantenfuß während der Ruhezeit?

In den Herbst- und Wintermonaten wächst der Baum nicht und benötigt aufgrund der kühleren Temperaturen auch sehr wenig bis gar kein Wasser. Der Elefantenfuß ist stammsukkulent, was bedeutet, dass er in der Ruhephase auf die Wasserreserven zurückgreift, die er in seinem Stamm gespeichert hat. Aus diesem Grund müssen Sie den Baum im Idealfall im Winter gar nicht oder nur ganz selten gießen. Die ideale Temperatur für den Elefantenfuß liegt in der Wohnung generell zwischen 8 und 22 Grad. Im Winter ist ein heller Standort mit einer Temperatur zwischen 8 und 14 Grad ideal. Sollten Sie den Baum in der Zeit von Oktober bis März an einem etwas wärmeren Ort positionieren, empfiehlt es sich, ihn zumindest für zwei bis drei Wochen in einen kühleren Raum zu stellen. Sollte der Baum im Winter in einem warmen Zimmer stehen, das zudem durch die Heizungsluft oder die Wärme eines Kamins sehr trocken ist, müssen Sie den Elefantenfuß natürlich ab und an mit Wasser versorgen.

Wie viel Dünger benötigt der Elefantenfuß?

Der Elefantenfuß speichert in seinem Stamm nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Nährstoffe. Aus diesem Grund benötigt der Baum nur wenig Dünger. In der Hauptwachstumszeit im Sommer sollten Sie den Elefantenfuß alle 3 bis 4 Wochen mit einem gering dosierten Flüssigdünger versorgen. Dünger für Kakteen ist hierfür am besten geeignet. In der Zeit von Oktober bis März braucht der Elefantenfuß keinen Dünger.

In welchem Boden gedeiht der Elefantenfuß am besten?

Der Baum benötigt vor allem eine gut wasserdurchlässige Erde. Ein Substrat, dass aus Lauberde, Sand und kalkhaltigem Lehm besteht, ist besonders gut für den Elefantenfuß geeignet. Auch in durchlässiger Kakteenerde gedeiht der Baum gut.

Wie vermehrt man den Elefantenfuß?

Am besten vermehrt man den Elefantenfuß durch die Aussaat seiner Samen. Diese Methode ermöglicht es der Pflanze am ehesten, ihre ursprüngliche Wuchsform zu entwickeln. Die Vermehrung durch Stecklinge gelingt in der Regel auch einfach. Hierfür schneiden Sie eine Nebensprosse ab und pflanzen sie in einen Topf, der mit einer Mischung aus zwei Dritteln Torf und einem Drittel Sand gefüllt ist. Bedecken Sie den Steckling mit eine Haube aus Plastik, um zu vermeiden, dass er zu viel Flüssigkeit verliert. Sobald der Steckling Wurzeln gebildet hat, entfernen Sie die Plastikhaube, damit sich die Pflanze an die Luft gewöhnen kann. Wenig später können Sie den Steckling wie eine normale Pflanze behandeln.

Wann müssen Sie den Elefantenfuß umtopfen?

Da der Baum nur langsam wächst, muss er in der Regel nicht häufig umgetopft werden. Der Baum versorgt sich über den Stamm mit Nährstoffen und Wasser und braucht deshalb nur wenig Substrat. Wenn die untere Stammhälfte die Oberfläche des Topfes aber vollständig überdeckt oder die Wurzelballen des Baumes aus dem Topf herausdrängen, sollten Sie den Elefantenfuß in ein größeres Gefäß pflanzen. Die ideale Zeit zum Umtopfen eines Elefantenfußes ist das zeitige Frühjahr. Wenn möglich, sollten Sie den Baum deshalb in der Zeit von Mitte Februar bis Ende März umtopfen. Vermeiden Sie es, den Elefantenfuß in seiner Wachstumsphase im Sommer oder in seiner Ruhephase im Winter umzupflanzen.

Krankheiten und Schädlinge, die den Elefantenfuß befallen können

An sich ist der Elefantenfuß ein sehr robustes Gewächs, das bei Beachtung der Pflegetipps sehr gut gedeiht. Folgende Schädlinge können den exotischen Baum aber dennoch befallen.

Befall durch Schmierläuse

Den Befall mit diesem Schädling erkennt man meist an seinen Ausscheidungen. Die Schmierläuse sondern eine wachsartige Substanz ab, die sie mit einer watteähnlichen Hülle umgeben. Diese weißen Wattebäusche sind meist auf den Blättern zu erkennen. Die Schmierlaus selbst, die auch als Wolllaus bezeichnet wird, ist rosafarben und behaart. Sie erreicht eine Größe von ungefähr 1 bis 5 Millimetern. Die Weibchen des Schädlings legen in einem Abstand von ungefähr zwei Monaten rund 600 Eier, aus denen nach circa 10 Tagen der Nachwuchs schlüpft. Ein Befall mit Schmierläusen kann dazu führen, dass die Pflanze abstirbt, da die Läuse nicht nur den Pflanzensaft als Nahrung benötigen, sondern bei der Nahrungsaufnahme auch Gift absondern. Aus diesem Grund färben sich die Blätter der befallenen Pflanze gelb und vertrocknen. In jedem Fall beeinträchtigt ein Befall mit Schmierläusen die Gesundheit und das Wachstum der Pflanze, weshalb er unbedingt bekämpft werden sollte. Wenn Ihr Elefantenfuß von Schmierläusen befallen sein sollte, müssen Sie ihn umgehend von anderen Pflanzen separieren, da sonst die Gefahr besteht, dass der Schädling sich ausbreitet. Mit im Handel erhältlichen Sprays zu äußerlichen Bekämpfung der Schädlinge und bestimmten Granulaten, die von der Pflanze aufgenommen und an die Tiere weiter gegeben werden, lässt sich ein Befall mit Schmierläusen gut stoppen.

Befall durch die rote Spinne

Diese kleinen Schädlinge sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, denn sie werden nur 0,3 bis 0,6 Millimeter groß. Einen Befall mit der roten Spinne erkennt man aber an den feinen, weißen Fäden, die das Tier auf den Blättern absondert. So entstehen auf den Blättern der befallenen Pflanze weiße und gelbe Flecken, die zum Teil das ganze Blatt bedecken. Im Zuge eines Befalls mit der roten Spinne färben sich die Blätter erst gelb und werden schließlich braun. Als erste Maßnahme sollten Sie Ihren Elefantenfuß bei einem Befall mit der roten Spinne mit lauwarmen Wasser abspülen und dabei vor allem die Blätter gründlich reinigen. Dies dämmt die Ausbreitung des Schädlings ein. Um den Baum komplett von der roten Spinne zu befreien, können Sie Pflanzenschutzsprays benutzen, mit denen Sie Ihren Elefantenfuß einsprühen. Weniger aggressiv und auch umwelt- und gesundheitsfördernder ist die Behandlung des Baumes mit einem Granulat, welches dem Gießwasser beigegeben wird und so über den Baum an die Schädlinge weitergegeben wird. Die Behandlung mit Sprays oder Granulat sollten Sie nach zwei Wochen wiederholen, um auch mögliche Nachkommen des Schädlings zu beseitigen. Da die rote Spinne meist schnell resistent gegen Gifte wird, kann es auch sinnvoll sein, verschiedene Präparate zur Bekämpfung zu kombinieren.

Bei eBay erhalten Sie den Elefantenfuß als Pflanze, aber auch Elefantenfuß-Samen zur Aussaat. Auch Produkte zu Schädlingsbekämpfung und Pflege Ihrer Pflanzen finden Sie hier in großer Auswahl.

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