Wissenswertes über einen Handyvertrag SIM-only

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Wissenswertes über einen Handyvertrag SIM-only

Die Frage nach dem geeignetes Mobilfunk-Vertrag, der den persönlichen Bedürfnissen am ehesten entspricht, kommt immer wieder einmal auf - und wer sich bereits damit beschäftigt hat weiß, dass man zunächst eine Schneise durch den dichten Dschungel der verschiedenen Anbieter schlagen muss. Letztlich gibt es dabei unterschiedliche Lösungsansätze, die im nachfolgenden Ratgeber thematisiert werden - im Mittelpunkt werden jedoch Vertragsvarianten stehen, die kein subventioniertes Handy beinhalten.

Handys mit und ohne Vertrag

Wer Wert auf modernes Equipment legt, wird dabei natürlich auf entsprechende Verträge zurückgreifen, die etwa ein Smartphone oder andere mobile Endgeräte wie Tablets beinhalten. Der Blick sollte sich dabei auf den Preisunterschied bei der Anschaffung mit und ohne Vertrag richten, um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können. Auf eBay finden Sie dazu ein interessantes und umfangreiches Angebot an vertragsfreien Handys – ob neu oder gebraucht.

Ihr Telefonierverhalten entscheidet über den Tarif

Bevor es an den Vergleich der verschiedenen Varianten geht, sollten Sie sich zunächst darüber klar sein, zu welchem Nutzer-Typ Sie gehören. Prinzipiell kann in vier Gruppen unterteilt werden, wenn es um das Telefonieren selbst geht:

  • Gruppe 1: Nutzer, die sehr wenig mobil telefonieren
  • Gruppe 2: Nutzer, die gelegentlich mobil telefonieren
  • Gruppe 3: Nutzer, die häufig mobil telefonieren
  • Gruppe 4: Nutzer als Dauer-Telefonierer

Ein zunächst noch grobes Raster, das Sie mit Zwischenstufen verfeinern müssen, oder anders gesagt: Es ist hilfreich, aufgrund der gemachten Erfahrungen einzuschätzen, wie viele Stunden man pro Monat in etwa telefonieren möchte. Diese Schätzung bezieht sich auf selbst getätigte Anrufe, da eingehende Gespräche im Inland kostenfrei sind. Eine ganz andere Herausforderung ist die Suche nach Handy-Verträgen, die Eltern speziell für ihre Kinder abschließen können – inklusive der Auswahl des passenden Kinderhandys.

Auf Vertrags-Handys mit und ohne SIM-Lock

Sind Sie bereits Besitzer eines Smartphones oder Handys in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag und möchten sich die SIM-Karte eines anderen Anbieters zulegen, weil das Angebot besser zu Ihnen passt, sollten Sie folgendes beachten: Häufig sind Vertrags-Handys mit einem Simlock versehen. Dabei handelt es sich um eine Sperrfunktion, die nur SIM-Karten des aktuellen Vertrags-Providers zulässt. Eine vorzeitige Entsperrung durch den Anbieter ist möglich, jedoch mit hohen Gebühren verbunden. Eine kostenlose Entsperrung ist erst nach der abgelaufenen Vertragszeit von 24 Monaten möglich, dafür muss ein Antrag bei dem jeweiligen Provider gestellt werden. Entsprechend sollte beim Kauf eines vertragsfreien Handys darauf geachtet werden, dass dieses SIM-Lock frei ist. Anbieter geben Infos darüber in ihren Produktbeschreibungen mit an.

Prepaid-Verträge

Prepaid-Verträge mit entsprechender SIM-Karte bieten zumeist den Vorteil, dass keine monatlichen Grundgebühren anfallen, was vor allem für die Gruppe 1 der Wenigtelefonierer interessant ist. Ein weiterer Vorteil ist die Kostenkontrolle, sofern man nicht die Möglichkeit des automatischen Nachladens von Guthaben ausgewählt hat. Hier gibt es viele Angebote von den eigentlichen Netzbetreibern Telekom, Vodafone, E-Plus und 02 selbst sowie von weiteren Anbietern, die ihre Leistungen von einem der zuvor genannten Unternehmen beziehen und durchaus für frischen Wind sorgen, was die Preisgestaltung anbetrifft: Fonic oder Klarmobil sind nur zwei Beispiele.

Nach welchen Kriterien sollte die Auswahl getroffen werden?

Nicht so sehr ins Gewicht fallen die einmaligen Einrichtungsgebühren, die meist sehr günstig ausfallen. Neukunden wird zudem sehr häufig ein sogenanntes Startguthaben eingeräumt, das spürbar variieren kann.

Minutenpreis

Deutlich wichtiger allerdings ist der Minutenpreis für ausgehende Anrufe, der sich derzeit bei den meisten Anbietern bei knapp 10 Cent eingependelt hat, in seltenen Fällen jedoch auch darüber liegt. Eine sehr gute Kenngröße, um mit anderen Vertragsvarianten zu vergleichen, die mit monatlichen Grundgebühren verbunden sind. Ein einfaches Rechenbeispiel: Angenommen, eine andere Variante mit einer Telefon-Flatrate in alle deutschen Netze kostet eine monatliche Grundgebühr von 15 Euro, dann können Sie mit der gebührenfreien Prepaid-Version 150 Minuten telefonieren, um auf diesen Betrag zu kommen. Alles, was im Endeffekt weniger telefoniert wird, kann unter der Rubrik Kosteneinsparung einsortiert werden. Schätzen Sie Ihr Volumen auf circa 50 Minuten ein, liegt die Wahl für einen Prepaid-Tarif auf der Hand. Die Taktung der meisten Anbieter liegt übrigens bei 60/60, was soviel bedeutet, dass jede angefangene Minute voll abgerechnet wird.

SMS & Internet

Werden neben dem Telefonieren zusätzlich SMS verschickt, müssen diese oben draufgerechnet werden, die anfallenden Kosten sind in der Regel identisch mit dem bestehenden Minutenpreis. Ebenfalls muss auf die Kosten geachtet werden, wenn es zu einem Datentransfer über das Internet kommt: Die Preise in den Verträgen werden immer pro MB (MegaByte) angegeben und können spürbar zu Buche schlagen. Optional besteht allerdings die Möglichkeit, Prepaid-Verträge durch SMS- oder Internet-Flats zu erweitern, was sich allerdings in monatlichen Fixkosten niederschlägt.

Freiminuten-Pakete

Es gibt natürlich keine offiziellen Einstufungen, die monatliche Gesprächsdauer wird an dieser Stelle mit einer Dauer von deutlich über 50 bis etwa 250 Minuten angenommen. Es gibt interessante Varianten, die mit einem entsprechenden Paket an Freiminuten versehen sind - für Telefonie, Internet und Surfen. Je nach vereinbartem Volumen gestalten sich die monatlich fälligen Grundgebühren, mit denen immer noch eine halbwegs wirksame Kostenkontrolle möglich ist. Genau beachtet werden sollten allerdings die Folgekosten, wenn dieses Volumen überschritten wird: hier kann es zu erheblichen Unterschieden kommen - wenn möglich, sollten Sie in diesem Zusammenhang Verträge bevorzugen, die einen sogenannten Kosten-Airbag bieten - und achten Sie auf die Vertragslaufzeiten.

Flatrate-Tarife: Vor- und Nachteile

Wer sein Handy intensiv nutzt, wird eher auf Flatrate-Tarife zurückgreifen wollen, bei denen es sich mehr oder weniger um Rundum-Sorglos Pakete handelt. Diese Verträge sind jedoch ebenfalls mit unterschiedlichen Volumina verbunden, die durch die Höhe der monatlichen Grundgebühren pauschal abgedeckt werden. Anders gesagt: Wie in allen anderen Fällen gilt es auch hier, das eigene Verhalten möglichst genau einzuschätzen, um den passenden Vertrag zu finden. Wer sich unsicher ist, sollte eher einen Flatrate-Tarif mit niedrigeren monatlich anfallenden Fixkosten wählen, und zwar aus einem einfachen Grund: Diese können vor Ende der Laufzeit (falls vorhanden) jederzeit einem Upgrade auf einen höheren Volumenvertrag unterzogen werden, während der andere Weg des Downgrade erst nach Ablauf des Vertrags möglich ist, sofern Sie die Kündigung fristgerecht abgeschickt haben; falls nicht, verlängert sich die Laufzeit zumeist automatisch, das Kleingedruckte gibt genauere Auskünfte.

Ein Nachteil dieser Flatrate-Tarife ist wie gesagt die lange Laufzeit von 24 Monaten, nur vereinzelt werden Verträge ganz ohne Aufpreis angeboten, wie sie aktuell etwa bei freenet, congstar oder blau zu finden sind. Dieser Status kann sich in dem beweglichen Marktsegment des Mobilfunks jederzeit wieder ändern, um keine Kunden zu verlieren oder stattdessen neue hinzuzugewinnen durch attraktive Angebote. Bei Verträgen inklusive Handy besteht diese Möglichkeit allerdings nicht, was aus Sicht der Provider natürlich mehr als verständlich ist.

Achten Sie auf potentielle Kostenfallen

Bei der Nutzung mobiler Endgeräte vermischen sich die genannten Serviceleistungen durch die Anwendungsmöglichkeiten mehr und mehr, wichtig ist daher, das eigene Verhalten gesamtheitlich einzuschätzen, denn: Was an der einen Seite gespart wird, kann sich auf der anderen schnell als Kostenfalle erweisen, vor allem wenn es um das Transfervolumen via Internet geht. Wer etwa ein paar Musikstücke herunterlädt oder sich über verschiedene Portale Videos anschaut, wird sich wundern, wie schnell die MegaBytes fließen und über das vertragliche Volumen hinaus weitere Kosten entstehen.

Telefonieren & surfen im Ausland

Wer viel unterwegs ist, sollte diesen Aspekt ebenfalls in die Auswahl mit einfließen lassen und die Tarife je nach persönlicher Wichtigkeit dahingehend vergleichen: Bei vielen Tarifen besteht die Möglichkeit, Auslands-Flats optional hinzuzubuchen - das reicht von Tagesflats über Wochenflats, besonders für Urlauber, bis hin zu integrierten Monatsflats. Wer sich über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhält, kann durchaus eine entsprechende Auslands-SIM-Karte in Erwägung ziehen, um die Kosten im Griff zu behalten, die beim Roaming anfallen. Dual-SIM-Handys können in diesem Fall zudem hilfreich sein, da diese über zwei Slots verfügen und man entsprechend mit zwei Karten arbeiten kann, die sich für die jeweiligen Bedürfnisse am besten eignen.

Portierung: Vor- und Nachteile

Natürlich ist es verständlich, wenn man als Kunde seine bisherige Rufnummer zu einem möglichen neuen Provider mitnehmen möchte - in der Regel ist das ohne Probleme machbar. Den Antrag für die Portierung stellt man entweder beim bisherigen oder bei der Vertragsvereinbarung mit dem neuen Provider, der den Vorgang auf Wunsch für Sie übernimmt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Familie, Freunde und Geschäftspartner erreichen einen wie bisher.

Einen kleine Haken hat die ganze Sache jedoch: Als Anrufer weiß man nicht mehr genau, ob die Vorwahlnummer tatsächlich noch dem ursprünglichen Netz zugeordnet werden kann. Das ist vor allem dann von Bedeutung, wenn in Ihrem Tarif unterschiedliche Minutenpreise für die einzelnen Mobilfunk-Netze fällig sind. Können Sie zum Beispiel innerhalb des Vodafone-Netzes kostenfrei telefonieren, bei einem Anruf in das T-Mobile Netz werden jedoch Gebühren aufgerufen, kann das zu unerwarteten Kosten führen, sollte der Gesprächspartner seinerseits gewechselt haben. In diesen Fällen hilft nur das persönliche Nachfragen, wenn Sie sich unsicher sind.

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