Wissenswertes über die SIMS

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Wissenswertes über die SIMS

The Sims ist ein weltweit beliebtes Computerspiel für die ganze Familie.
Kreieren Sie mit dem Personen-Erstellungs-Tool eine Familie mit bis zu acht Mitgliedern. Designen Sie Vater, Mutter und Kinder ganz nach Ihrem Geschmack mit Hautfarbe, Frisur und coolen Klamotten. Auch der Charakter der Sims ist editierbar. 25 Punkte können auf sechs Charaktereigenschaften wie Ordnungsliebe, Ehrgeiz oder Kreativität verteilt werden. Wer möchte, kann seinen Sims sogar eine Biografie mitgeben.
Suchen oder bauen Sie ein Haus für die Familie. Nach dem Einzug kann das Sim-Leben losgehen. Natürlich muss erst einmal das Haus eingerichtet werden – gehen Sie einkaufen! Betten, Lampen, Pflanzen, Fernseher – im virtuellen Shop hat man die Qual der Wahl. Aber ach, das Startkapital reicht nur für das Nötigste, und ab jetzt ist es fast wie im richtigen Leben. Die Sims müssen sich einen Job suchen. Sie können Polizist, Verkäufer, Feuerwehrmann oder auch Verbrecher werden.
Um sich für ihren Job oder eine eventuelle Beförderung zu qualifizieren, können die Sims ihren Charakter und Bildungsstand verbessern. Lesen macht klug! Mit Menschen sprechen oder ihnen Geschenke bringen, schafft Freunde.

Die virtuelle Familie bei Laune halten

Das alles ist jedoch nicht so einfach, wie es sich anhört, denn die Sims werden auch mal müde, bekommen Hunger, müssen aufs Klo oder langweilen sich. Auch, wenn die Hygiene vernachlässigt wird, geht es dem Sim nicht gut. So wird das Spielen schnell zu einem Fulltime-Job, der hauptsächlich darin besteht, die Sims am Leben und bei Laune zu halten. Schließlich lebt der Sim nicht nur vom virtuellen Brot allein – er braucht auch was fürs Herz. Bekanntschaften können zu Freundschaft und auch zu Liebe werden. Allerdings gibt es keine Liebe auf den ersten Blick, Sie müssen etwas dafür tun. Reden Sie mit dem Objekt Ihrer Begierde, aber geben Sie nicht zu sehr an, sonst kann der Flirt schnell nach hinten losgehen.
Wenn alles gut geht, wird geheiratet, und der Kindersegen kann kommen. Natürlich muss man sich um die lieben Kleinen intensiv kümmern – auch Sim–Eltern haben es nicht leicht.

The Sims ist das meistverkaufte Computerspiel der Welt. Das liegt sicher daran, dass eine wichtige Zielgruppe hinzugewonnen wurde – die Mädchen. Sims dürfte das einzige Computerspiel sein, das mehr von Mädchen als von Jungen gespielt wird – sicherlich ein Grund für den phänomenalen Verkaufserfolg, aber nicht der Einzige.

Sims-Geschichten

Der Vater der Sims, Will Wright, wurde 1960 in Atlanta, Georgia geboren. Sicher hat er auf dem Commodore C64 das Spiel Little People gespielt, ein Puppenstuben–Spiel mit Strichmännchen-Bewohnern. Vielleicht besaß er auch ein Tamagochi. Diese Spiele mögen ihn auf die geniale Idee gebracht haben, eine starke soziale Komponente in das Computerspiel einzubringen. Diese ist selbstverständlich zutiefst amerikanisch gefärbt.
Gleichzeitig bunt und etwas oberflächlich, auf der anderen Seite von knallhartem Leistungsdruck geprägt, dürfte die Sims-Welt ein gutes Abbild der US-amerikanischen Gesellschaft darstellen. Als Mitbegründer der Firma Maxis begab Wright sich mit seinem Team alsbald unter das Dach des Branchen-Riesen EA Games.

Hier erschienen bisher drei Versionen des Spiels: die Premiere von The Sims (2000), Sims 2 (2004) und Sims 3 (2009). Für 2014 ist die nächste Staffel, Sims 4, angekündigt.

Ausgezeichnete Grafik

Grundsätzliche Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Versionen nicht, allerdings wurde die Grafik stetig verbessert. Eine Dekade ist in der Computerentwicklung eine ganze Epoche. Durch die rasante Entwicklung von Rechenleistung und Speicherkapazität wurden 2009 Dinge möglich, die im Jahr 2000 noch nicht umsetzbar waren. Allerdings ist es nicht nur die schiere Computerleistung, die für immer lebensechtere Darstellung sorgt: Der Ehrgeiz der Programmierer, mit sparsamem, sauberem und effizientem Code eine komplexe Welt zum Leben zu erwecken, trug wesentlich zum Erfolg bei.
So wurde auch schon die erste Version des Spiels mit dem Game Developers Choice Award für exzellente Programmierung bedacht. Beim Erscheinen der zweiten Version äußerte sich Will Wright besonders stolz über die gelungene Animation von Feuer: Wenn nun die Küche brennt, sieht es viel echter aus!

Sprache und Musik der Sims

Die Sims sprechen nicht deutsch oder englisch, sondern „simlish". Das erwies sich als genialer Schachzug, um das Spiel international zu vermarkten, ohne aufwendige Synchronisationen in allen Sprachen erstellen zu müssen. Simlish ist kein reines Kunstprodukt, sondern greift auf Elemente der Sprachen Ukrainisch, Navajo und Tagalog zurück.
Der Spieler versteht nicht die Wörter seiner Schützlinge, sondern schließt deren Bedeutung aus dem Sinnzusammenhang und dem Tonfall. Ein Symbol neben der Figur zeigt zudem das Thema des Talks an. Simlish wurde so populär, dass einige Pop-Künstler Songs in der Sim-Sprache aufnahmen, so zum Beispiel Depeche Mode mit dem Song „Suffer Well" oder Lily Allen mit ihrem Lied „Smile".
Insgesamt ist die Sim-Welt eine sehr musikalische: Das Shopping-Erlebnis beim Kauf neuer Einrichtungsgegenstände wird beispielsweise von einem unverfänglichen, netten Easy-Listening-Sound untermalt. Die Musik wurde zum größten Teil extra für das Spiel komponiert und aufgenommen. Die Sims-Melodien dürften einigen Spielern besser bekannt sein als ihre Nationalhymne. Die Komponisten und Musiker erreichen hier eine Breitenwirkung, die sie sich wohl nie erträumt hatten – leider bleiben ihre Namen trotzdem unbekannt. Einige Musikstücke sind allerdings durchaus identifizierbar, so können die Sims im Radio zum Beispiel Mozart oder Genesis hören. Die Sims können aber nicht nur Radio hören, sondern auch fernsehen oder am Computer spielen. Und welches Spiel wird dort gespielt? Natürlich The Sims!

3D-Grafik

The Sims war von der ersten Version an ein 3D-Spiel. Allerdings konnte man das Bild zunächst nur in sehr groben Stufen drehen, bewegen oder zoomen.

Seit Sims 2 ist das alles stufenlos und in einer flüssigen Bewegung möglich. So kann man quasi „Kamerafahrten" an jeden beliebigen Ort simulieren und seinen Sims buchstäblich unter das Sofa gucken. Die Figuren sind seit der ersten Version weicher und detaillierter geworden. Es ist sogar möglich, einem Sim das eigene Gesicht zu leihen. Dafür braucht man lediglich zwei Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln und etwas Geschick. Ein spezielles Tool macht es möglich. Von Version zu Version verbesserte sich die Darstellung von Gegenständen durch weichere Zeichnung und verbessertes Rendering.
Es gibt eine Vielzahl von Texturen, die man ab Version 2 auch selbst gestalten kann. Auch die Bewegungen der Sims sind flüssiger geworden und schöpfen aus einem großen Repertoire von Gesten. So können die Sims nun nicht nur sitzen, liegen oder gehen, sie können auch Gefühle und Stimmungen mithilfe ihrer Körpersprache wiedergeben. Es macht wohl einen besonderen Reiz aus, wenn ein Sim schmollt, wütend ist oder vor Freude auf und ab springt. Mit diesem Möglichkeiten entsteht ein unendlicher Fundus an Situationen, die immer wieder überraschend und amüsant sein können.

Mit Sims 3 fällt das langwierige Laden neuer Grundstücke weg, es wird vielmehr in einer offenen Nachbarschaft gespielt. Es ist also ohne Weiteres möglich, seine Nachbarn zu besuchen, selber Besuch zu bekommen oder einen Freund auf der Straße zu treffen.

Sims-Versionen

Alle drei Folgen erschienen vollständig mit ihren jeweiligen Erweiterungs-Packs für den PC wie auch für Apple-Computer. Das Basisspiel ist dabei Voraussetzung, um die Erweiterungen wie „Party ohne Ende", „Traumkarriere" oder „Hokus Pokus" nutzen zu können. Eine Ausnahme stellt „Die Sims Mittelalter" dar: eine Standalone-Version, die auch ohne das Basisspiel läuft.

Für den Verkauf wurde das Spiel mit verschiedenen Erweiterungen zu Bundles zusammengefasst.

Jede dieser Erweiterungen bringt dabei nicht nur neue Orte mit ein, sondern auch spezifische Figuren wie zum Beispiel Haustiere („Tierisch gut drauf"), Geister, Vampire, einen imaginären Freund oder einen Roboter. Außerdem bietet jede Erweiterung besondere Möglichkeiten für Ihre Sims, so etwa die Fähigkeit zu zaubern, zu teleportieren oder in die Zukunft zu reisen.

Alle Folgen erschienen außerdem auch für die gängigen Spielkonsolen wie Xbox, Playstation und Nintendo-Konsolen. Dabei gab es teilweise modifizierte Erweiterungen, die den besonderen Möglichkeiten der Konsolen-Spiele gerecht werden.

2006 erschien ein Ableger der Sims-Spiele: die Sims Lebensgeschichten. Sie sind ebenfalls Standalone-Versionen und kommen ohne das Basisspiel aus. Im Unterschied zu diesem steht nicht so sehr das Alltagsleben der Figuren im Vordergrund, sondern das Bewältigen von Aufgaben („Quests"). Diese Spiele sind speziell für Notebooks optimiert.

Auch die aktuelle Version, Sims 3, erschien mit insgesamt elf Erweiterungen zu ähnlichen Themen wie Beruf, Party, Haustiere, Flirt, Urlaub und so weiter. Zusätzlich kann man sogenannte Add-ons erwerben, die besondere Accessoires enthalten. Das können besonders luxuriöse oder einer bestimmten Epoche zuzuordnende Möbel, Autos, Frisuren oder Kleidungsstücke sein.

Inzwischen gibt es Sims auch für das Smartphone. Finden Sie bei eBay die passende Version zum günstigsten Preis.

Was bringt die Zukunft?

An der vierten Version, die für 2014 angekündigt ist, wird der Sims-Erfinder, Will Wright, nicht mehr beteiligt sein. Er verließ die Firma bereits 2009 und widmet sich neuen Projekten und einer eigenen Firma namens Stupid Fun Club.

Eventuell war für ihn das Sims-Sujet ausgereizt, zumal es seit der Geburtsstunde zwar viele neue Schauplätze und Gegenstände gab, jedoch keine substanzielle Erweiterung des Spiels.

Mit der neuen Version hofft EA Games, die Begeisterung für die Sims wieder zu entfachen. Die Erwartung bei den Fans ist groß, ebenso aber auch die Gefahr, einen Flop zu landen. Gewarnt ist EA durch mehrere Fehlstarts von verwandten Spielen wie SimCity, die eine ständige Internetverbindung verlangten. Bedingt durch mangelnde Serverkapazitäten, war es damals nahezu unmöglich, das Spiel zu starten, und die Begeisterung der Fans schlug in Enttäuschung und Wut um.
So groß die Verlockungen eines Onlinespiels mit Multiplayer-Modus und vielen anderen Möglichkeiten auch sind – EA Games beruhigte seine Kunden bereits im Vorfeld und versicherte, dass Sims 4 auf jeden Fall auch das Spielen im Offline-Modus erlauben wird. Die Latte hängt hoch, und die Kreativen bei EA arbeiten gemeinsam daran, den Sprung in die nächste Sims-Epoche zu schaffen.

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