Wissenswertes über die Milchnahrung für Ihr Baby

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Wissenswertes über die Milchnahrung für Ihr Baby

Milchnahrung ist heute jedem ein Begriff. Das praktische Milchpulver für Säuglinge ist mittlerweile zu einer anerkannten Alternative zum Stillen avanciert. Vor allem Frauen, die keine oder zu wenig Muttermilch haben oder ihr Kind aus anderen Gründen nicht stillen möchten, greifen dabei auf Milchnahrung verschiedener Hersteller zurück. Dabei gibt es mitunter diverse Unterschiede.

Das Milchpulver ist bereits für wenige Euro erhältlich und sowohl die Zubereitung als auch das Füttern sind ein leichtes Spiel. Viele Männer finden Milchnahrung zudem praktischer, da auch sie so daran teilhaben können, das Kind zu füttern, was beim Stillen einzig der Mutter vorbehalten ist. So aber kann nachts auch der Vater sein Kind nähren. Auf diese Weise sind Mutter, Vater und häufig auch das Kind entspannter und finden einfacher als Familie zusammen.

Stillen: Muttermilch bietet dem Kind alle Nährstoffe

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Muttermilch für das Baby am besten geeignet ist. Sie wird direkt vom Körper der Mutter produziert und versorgt das Kind mit allen notwendigen Inhaltsstoffen. Dazu bietet das Stillen eine Gelegenheit für engen Körperkontakt mit der Mutter – dies ist für die Entwicklung des Säuglings von großer Bedeutung.

Allerdings gibt es gerade in unserer Gesellschaft immer mehr Frauen, die entweder zu wenig oder gar keine Muttermilch produzieren oder aus anderen Gründen auf das Stillen verzichten. Der Wiedereinstieg in den Beruf ist hierbei der am häufigsten genannte Grund. Wenn die Frau nach der Geburt schnell wieder ins Berufsleben zurückkehren möchte, sind Stillpausen im Abstand schlecht geeignet und würden nicht nur den Arbeitsablauf durcheinanderbringen. Auch die Mutter wäre so deutlich gestresster.

Wenn das Kind in einer Kindertagesstätte untergebracht ist und von Erzieherinnen betreut wird, wäre das Stillen ebenfalls unpassend, da hier in aller Regel mehrere Kinder im gleichen Alter betreut werden und die Mutter auch nicht in regelmäßigen Abständen in die KiTa kommen kann. Aus diesem Grund wird meistens auf Milchnahrung in Pulverform gesetzt, die einfach mit abgekochtem Wasser zubereitet und dem Kind aus der Flasche gegeben wird.

Milchnahrung hat eine lange Geschichte

Die Geschichte der Milchnahrung geht dabei weit zurück. Bereits in der Antike wurde auf alternative Produkte zur Fütterung von Babys gesetzt. Häufig wurde hier Kuhmilch verwendet, auch Ziegen- oder Schafmilch oder feiner Brei wurden teilweise von Geburt an gegeben. In vielen Fällen kamen auch Ammen zum Einsatz, die dafür eingeteilt wurden, die Kinder von anderen Menschen zu stillen, während ihre eigenen Kinder Ersatznahrung bekamen.

Erste industriell abgefüllte Milchnahrung gab es bereits vor den 1950er Jahren. Damals füllten Frauen ein Gemisch aus Milch, Kondensmilch, Wasser und Sirup in Flaschen ab. Dieses Vorgehen war vor allem in den USA verbreitet. In Deutschland wurde in dieser Zeit auf Schmelzflocken und abgekochte Kuhmilch vertraut.

Vom „Kindermehl“ zur Fertignahrung

Was wir uns heute kaum noch vorstellen können war bis dahin die einzige Möglichkeit, eine Alternative zum Stillen zu bekommen. Bis zum Jahre 1865 – da nämlich wurde in den USA das sogenannte „Kindermehl“ erfunden. Das erste Pulver, das mit Wasser verdünnt zu einem Milchgetränk für Babys wurde. Damals wurde hier aber vollkommen auf den Einsatz von Vitaminen oder Nährstoffen verzichtet – diese Notwendigkeit war den Menschen von damals nicht bekannt. Heute enthält Milchnahrung für Babys alle erforderlichen Nährstoffe und Ihr Baby wird optimal versorgt.

Drei Jahre nachdem in den USA das „Kindermehl“ erfunden wurde, legte das Schweizer Unternehmen Nestle nach und brachte ebenfalls ein Fertigpulver für Babys auf den Markt, das aus verdampfter Kuhmilch mit Sirup bestand. Vom Prinzip her ähnelt dieses Vorgehen der Herstellung der Produkte, die Sie heute für Ihr Baby kaufen können. Denn auch die Milchnahrung von heute besteht aus Kuhmilch als Hauptbestandteil. Dazu allerdings sind dem Milchpulver alle notwendigen Nährstoffe für Ihr Baby beigefügt, sodass sich Ihr Kind gesund und gut entwickeln kann.

Milchnahrung ist überall erhältlich – auch bei eBay

Außerdem brauchen Sie sich heute nicht damit beschäftigen, wo Sie die Milchnahrung für Ihr Baby kaufen. Denn die Zeiten des Internets bieten nicht nur eine große Fülle an Informationen, sondern im gleichen Zuge viele Möglichkeiten, um so kostengünstig wie möglich an das richtige Produkt zu gelangen. Dies bestätigt sich auch im Falle der Milchnahrung.

Zudem handelt es sich bei der heutigen Milchnahrung nicht mehr nur um ein Standardprodukt – die Milchnahrung gibt es ganz auf die Bedürfnisse sowie das Alter Ihres Babys abgestimmt. So bekommen Sie neben der Pre-Nahrung für neugeborene Babys auch Milchnahrung für ältere Babys und Kleinkinder mit verändertem Nährstoffbedarf.

Milchnahrung für spezielle Anliegen

Und auch dann, wenn Sie oder Ihr Kind zu Allergien neigen, brauchen Sie keine Sorge haben: Spezielles Milchpulver für diese Zielgruppe gibt es heute ebenfalls. Die hypoallergene Milchnahrung ist besonders dann geeignet, wenn Ihr Baby mit dem Verdacht auf Unverträglichkeiten oder Allergien zur Welt gekommen ist. Auch gibt es Milchnahrung, die darauf ausgerichtet ist, Durchfallerkrankungen bei Kindern zu behandeln – die sogenannte Heilnahrung ist meist mit Bananengeschmack erhältlich. Diese Art der Milchnahrung ist zudem auch für Erwachsene geeignet.

In Sachen Milchnahrung ist Deutschland heute eine der Vorreiter-Nationen. So gibt es Milchnahrung von verschiedensten Herstellern in unterschiedlichen Packungsgrößen und für jeden Typ von Baby. Selbst wenn Ihr Baby unter Blähungen leidet, können Sie es mit spezieller Milchnahrung füttern, die diese verringert oder beseitigt. So können Sie als Mutter ganz beruhigt sein und Ihrem Baby in jedem Fall das Beste bieten – auch ohne das Füttern mit Muttermilch.

Milchnahrung in der Werbung

In Deutschland und anderen Ländern darf Milchnahrung jedoch eines nicht: in der Werbung so dargestellt werden, als sei sie besser für Ihr Baby geeignet als es Muttermilch ist. Zu diesem Schritt haben sich alle Hersteller von Milchnahrung für Babys durchgerungen, als das Stillen in den ersten Jahren nach der Produktion aus der Mode geriet. Allein in Berlin ging die Anzahl der stillenden Mütter nach dem Aufkommen erster Milchpulver für Babys um rund 27 Prozent zurück.

Besonders aggressiv haben einige Hersteller ihre Produkte in Entwicklungsländern, vorwiegend in Afrika, beworben. Hier wurde nicht nur suggeriert, dass Milchnahrung besser geeignet sei als Muttermilch, auch wurden zahlreiche Gratisproben verteilt und gar Milchschwestern zum Einsatz gebracht. Diese sollten die Frauen in Krankenhäusern dazu bringen, Fertigprodukte statt Muttermilch zu füttern. Auch in diesen Ländern ging die Stillrate daraufhin massiv zurück.

Denn obwohl Milchnahrung für uns heute eine gern genutzte Alternative zum Stillen ist, verhielt und verhält es sich in Afrika anders. Hier ist das Trinkwasser häufig nicht so sauber wie bei uns und auch das Abkochen bringt in diesem Fall nicht den gewünschten Effekt. Zudem verstanden viele afrikanische Frauen die Zubereitungsanleitung nicht und so kam es dazu, dass den Babys viel zu dünne Milchnahrung gegeben wurde, sodass diese nicht satt und nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wurden. Heute wird auch in Afrika keine Muttermilch schlechter darstellende Werbung für Milchnahrung für Babys mehr gemacht.

Milchnahrung: einfach zuzubereiten, schnell verfügbar

Milchnahrung als Alternative zum Stillen ist, wie gesagt, heute ein Bestandteil unserer Kultur. Viele Mütter und auch Väter schätzen es, dass die Milchnahrung für Babys so schnell und unkompliziert zubereitet werden kann. Dazu wird neben dem Milchpulver einzig noch abgekochtes, heißes Wasser benötigt, das dann zum Pulver gegeben wird. Durch Schütteln entsteht so eine sämige Milch, die Ihrem Baby alle benötigten Nährstoffe liefert. Dazu wird die meiste Milchnahrung mit speziellen Bakterien angereichert, die dafür sorgen, dass der Darm Ihres Kindes vernünftig arbeiten kann und mit der Milchnahrung keine Probleme bekommt.

Milchnahrung wird in Deutschland in aller Regel nur mit Lactose zubereitet, doch auch hier gibt es alternative Produkte, sodass auch eine Lactose-Intoleranz kein Problem darstellt. Dazu enthält die Milchnahrung für Babys kein Gluten und ist somit leicht verträglich und verdaulich. So bekommt Ihr Baby direkt von Anfang an alle notwendigen Nährstoffe, die es glücklich und gesund aufwachsen lassen. Dies ist sowohl bei der Pre-Nahrung so, als auch bei Milchnahrung 1, 2 oder 3.

Welche Milchnahrung ist für mein Baby geeignet?

Sollten Sie sich noch fragen, welche Milchnahrung für Ihr Baby geeignet ist, so sollten Sie sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen. Es spielt überdies eine sekundäre Rolle, welcher Preis auf das Produkt veranschlagt wird, da sich auch günstige Produkte über eine gute Qualität auszeichnen können. In einigen Fällen müssen Mütter auch verschiedene Milchnahrungen ausprobieren, ehe Sie die optimale Nahrung für das Baby finden. Einige Produkte verträgt ein Baby durchaus anders als andere Kinder im frühen Alter. In solch einem Fall sollten Sie sich nicht scheuen, andere Produkte von unterschiedlichen Herstellern auszuprobieren. Ab und an kann die Unverträglichkeit auch an der verwendeten Flasche liegen. In diesem Fall können Sie auch probieren, Flaschen mit einem anderen Sauger oder einer anderen Form zu verwenden. Oftmals reicht es auch schon, die Milchnahrung vor dem Füttern kurz stehen zu lassen, damit sich die entstandenen Bläschen auflösen können – diese führen nämlich in den meisten Fällen zu Bauchschmerzen und damit zu Blähungen bei Ihrem Baby.

Milchnahrung in der Zukunft

Glaubt man dem aktuellen Trend, dann wird die Milchnahrung für Babys auch in Zukunft weiter an Beliebtheit dazu gewinnen. Die Einfachheit und variable Verwendbarkeit sowie die sofortige Verfügbarkeit machen diese zu einem beliebten Produkt für Mütter und Väter. Vor allem bringt eine solche schnelle Mahlzeit Entlastung für Sie und schafft Freiraum für andere Dinge.

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