Wissenswertes über das sparsame Geschirreinigen mit Geschirrspülmaschinen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Wissenswertes über das sparsame Geschirreinigen mit Geschirrspülmaschinen

Als in den 1960er Jahren die ersten Geschirrspülmaschinen in den deutschen Küchen Einzug hielten, war die Begeisterung groß darüber, dass der leidige Abwasch nicht mehr von Hand erledigt werden musste. Heute erfreuen sich gut zwei Drittel der Haushalte in Deutschland an den praktischen Haushaltshelfern. Sauberes Geschirr, eine aufgeräumte Küche und gesparte Zeit sind dabei nicht mehr die einzigen Gründe, sich für einen Geschirrspüler zu entscheiden. Im Vergleich zum Spülen per Hand ist es auch die sparsamere und ökologischere Methode. Ein Umstand, der spätestens mit der Energiewende und steigenden Strompreisen an Bedeutung gewonnen hat.

Sparsam, ökologisch, leistungsstark - Die Vielfalt moderner Geschirrspülmaschinen

Mit steigender Beliebtheit und höheren Anforderungen hat sich auch die Vielfalt der im Handel erhältlichen Geschirrspüler rasant gesteigert. Zwischen den Geräten bestehen bisweilen erhebliche Unterschiede bei der Bauart, den Abmessungen und Funktionen oder eben auch der Sparsamkeit. Hersteller stellen eine Flut an Informationen bereit, die ohne Vorwissen schnell überfordern und verwirren kann. Energieeffizienz, Integrierbarkeit und Geräuschmission sind da nur einige Stichworte. Vor dem Kauf sollten Sie sich die Zeit nehmen, um sich über die wichtigsten Eckdaten der Geschirrspülmaschinen zu informieren. Nur dann können Sie diese mit Ihren persönlichen Anforderungen abgleichen und die richtige Kaufentscheidung treffen.

Ausführung und Abmessung – Damit die Geschirrspülmaschine in Ihre Küche passt

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen Geschirrspülmaschinen die entweder an eine bereits vorhandene Küchenzeile angepasst werden können oder mit einer festen Verkleidung versehen sind. Bei teilintegrierbaren oder voll integrierbaren Geschirrspülern lassen sich sowohl die Oberseite des Geräts als auch die Frontverkleidung abnehmen. So kann die Maschine unter die Arbeitsplatte der Küche geschoben und eine dem Küchendekor entsprechende Gerätefront angebracht werden. Oftmals wird eine Frontverkleidung nicht mitgeliefert, wodurch die Edelstahlhülle des Geräts freiliegt. Im Gegensatz zu teilintegrierbaren Maschinen befinden sich bei einer voll integrierbaren Ausführung die Bedienelemente und das Display auf der Oberseite der Tür. Bei geschlossener Tür ist so allein die einheitliche Küchenfront sichtbar. Ein Nachteil besteht darin, dass während des Betriebs oft nicht einsehbar ist, wie lang die Restlaufzeit des Spülvorgangs beträgt. In Abgrenzung zu den integrierbaren und voll integrierbaren Geräten verfügen unterbaufähige Geräte über eine feste Frontverkleidung, die Oberseite lässt sich allerdings auch hier abmontieren. So können diese Geschirrspülmaschinen freistehend untergebracht werden oder unter eine schon vorhandene Arbeitsplatte gestellt werden.

Die Standardbreite beträgt 60 cm, was einem Fassungsvermögen von etwa zwölf Maßgedecken entspricht. Ein Maßgedeck ist eine europaweit festgelegte Auswahl von Geschirr- und Besteckelementen. Die Tiefe kann leicht variieren und liegt in der Regel zwischen 55 und 57 cm. Die Standardmaße für die Höhe liegen zwischen 82 und 90 cm, wobei einige Hersteller Geräte mit Höhenverstellung anbieten. Für Single-Haushalte mit geringem Spülbedarf können schmalere Geräte mit einer Breite von 45 cm angeschafft werden, hier lassen sich neun Maßgedecke verstauen. Nachteilig ist, dass schmale Geräte in der Relation viel Strom verbrauchen und bei häufiger Nutzung höhere Energiekosten verursachen als Maschinen mit einer Breite von 60 cm.

Sparsam und ökologisch zum sauberen Geschirr

Geschirrspülmaschinen werden ebenso wie andere Haushaltsgeräte in Energieeffizienzklassen eingeordnet. Die Bewertung erfolgt nach Kriterien, die von der Europäischen Union vorgegeben sind und als EU-Energielabel bezeichnet werden. Die Klassen reichen von A+++ bis G. Wobei zur Klasse A+++ besonders ressourcenschonende Geräte gehören. Während bis 2011 nur die Klassen G bis A vorhanden waren, hat die EU ab 2011 die Klassen A+, A++ und A+++ eingeführt. Grund dafür war, dass mit der sich ständig verbessernden Technik nahezu alle Geräte der Klasse A zugeordnet wurden und Unterschiede für Verbraucher kaum noch erkennbar waren. Um die Energieeffizienz der Geschirrspüler zu ermitteln, werden der Kilowattverbrauch pro Stunde (kWh) und der Wasserverbrauch herangezogen. Eine Geschirrspülmaschine der Klasse A++ sollte bei einem Standardspülgang weniger als 1 kWh Strom und weniger als 12 Liter Wasser verbrauchen. Beachten Sie, dass Angaben des EU-Energielabels sich in der Regel auf das jeweilige Sparprogramm der Geräte beziehen.

Die Unterschiede im Verbrauch zwischen den Maschinen der Klassen A+, A++ und A+++ sind zunächst geringfügig und der oft deutlich höhere Preis von A+++ Geräten kann auch nach jahrelangem Verbrauch meist nicht eingespart werden. Lohnend kann es dagegen sein, eine alte Geschirrspülmaschine der Klasse A durch ein modernes Gerät zu ersetzen. Hier liegt die Einsparung oft bei 30 Prozent der Energiekosten. Gebräuchlich ist außerdem die Angabe der Reinigungswirkung und Trockenfähigkeit. Hier wird ebenfalls eine Klassifikation in die Klassen A bis G vorgenommen, die Abstufung von A+ bis A+++ ist nicht vorhanden. Wie der Name es bereits sagt, wird dabei angegeben, wie zuverlässig die Geschirrspülmaschine am Ende des Spülgangs sauberes und trockenes Geschirr bereitstellt. Die Prüfung erfolgt dabei auf Basis eines Sichttests. Allerdings ist diese Bewertung nur sehr bedingt aussagekräftig, weil nahezu alle erhältlichen Geräte der Klasse A zugeordnet sind. Geschirrspüler, die entweder nicht der Reinigungswirkungsklasse A oder Trockenwirkungsklasse A angehören, sollten Sie besonders skeptisch begutachten.

Die Programme der Geschirrspülmaschinen

In der Regel verfügen Geschirrspüler über vier bis sechs Spülprogramme. Die angebotenen Geräte bieten Ihnen so die Möglichkeit, entsprechend der Situation und dem Verschmutzungsgrad des Geschirrs und Bestecks ein passendes Programm zu wählen. Von Programm zu Programm variiert die Temperatur des Wassers zwischen 40 und 70 °C. Zudem kann ein Spülschritt mehr oder weniger enthalten. Der normale Spülvorgang – oft als Automatikprogramm bezeichnet – beinhaltet das Vorspülen, den Reinigungsgang, die Zwischenspülung für das Entfernen von Reinigerresten und den Trockengang.

Der Energiespargang oder auch Eco-Programm (meist bei 50 °C) ist das effizienteste Programm, wenn es um den Strom- und auch Wasserverbrauch geht. Hierbei entfällt das Vorspülen, das vor allem dazu dient, grobe Reste zu entfernen. Falls es sich nicht um besonders verschmutztes Geschirr und hartnäckige Ablagerungen handelt, bietet auch das Sparprogramm zuverlässig zufriedenstellende Ergebnisse. Dabei benötigt das Eco-Programm für einen Spülgang bis zu drei Stunden und ist damit etwa eine Stunde langsamer als der Standardspülgang. Wer wenig Zeit zur Verfügung hat, kann auf Kurz- oder Expressprogramme zurückgreifen. Das Wasser wird dabei auf bis zu 70 °C erhitzt und die verschiedenen Spülschritte folgen in schneller und intensiver Folge aufeinander. Die Spülzeit wird so auf eine oder sogar eine halbe Stunde verkürzt. Die Schnelligkeit geht dabei allerdings zu Lasten der Kosten. Die Stiftung Warentest hat errechnet, dass der Kostenunterschied zwischen dem Sparprogramm und dem Kurzprogramm in einem Jahr (260 Waschgänge) 30 Euro ausmacht.

Sichere Ablage, schonende Reinigung: Innere Werte des Geschirrspülers

Abhängig von dem Geschirr und Besteck, das in Ihrem Haushalt verwendet wird, können Sie entscheiden, über welche Ablagefunktionen die Geschirrspülmaschine verfügen soll. Spezielle Anforderungen können beispielsweise durch besonders tiefe Töpfe, große Teller, empfindliches Glas und hochwertiges Porzellan entstehen. Nahezu alle Geschirrspülmaschinen für private Haushalte verfügen über zwei Ebenen, auf denen das Geschirr verstaut wird. Ein in der Höhe verstellbarer Oberkorb bietet zusätzlichen Raum für die eben erwähnten großen Töpfe und Teller. Andersherum kann mit der Höhenverstellung auf der oberen Ebene, wo gewöhnlich Gläser und Tassen abgelegt werden, mehr Platz für hohe Weingläser und Krüge geschaffen werden. Einige Modelle ermöglichen zuverlässigen Schutz durch Halterungen für dünnes Glas.

Für Hochwertiges Glas oder Porzellan bieten bestimmte Geschirrspüler Programme, die eigens auf diese Materialien ausgerichtet sind. Dabei beträgt die Temperatur nicht mehr als 50 °C. Ein Regler stellt die Härte des Wassers durch angepasste Beigabe des Entkalkers ein. Damit wird die Glaskorrosion, die durch zu weiches Wasser beschleunigt wird, vermieden. Eine weitere Vorkehrung für die schonende Reinigung empfindlicher Materialien ist das Verwenden eines Reinigungsmittels mit einem verminderten Alkali-Gehalt, wodurch der pH-Wert der Lauge sinkt.

Praktische Zusatzfunktionen

Immer mehr Geschirrspüler sind mit einem Timer ausgestattet, der es erlaubt, den Start des Spülvorgangs zu einem späteren Zeitpunkt festzulegen. Für Haushalte mit einem Nachtstromtarif bietet diese Funktion eine praktische Möglichkeit, die Stromkosten zu senken. Weil Geschirrspüler sich fast ausschließlich in der Küche befinden und diese einer der am intensivsten genutzten Räume des Haushalts ist, kann die Geräuschbelastung zu einem wirklichen Nachteil werden. Bei neuen Geräten hat sich durch die Entwicklung der letzten Jahre der Lärmpegel während des Betriebs hörbar verringert. Als Orientierungsmarke, die nicht deutlich überschritten werden sollte, kann ein Wert von 50 Dezibel (dB) herangezogen werden. Nur wenig mehr als 40 dB, was einem leisen Gespräch entspricht, verursachen Geschirrspülmaschinen mit einer besonders geringen Geräuschemission. Eine besonders unangenehme Situation entsteht, wenn es in der Küche zu einer großflächigen Überschwemmung kommt. Viele, aber nicht alle Geschirrspüler sind für Schäden, die ein Auslaufen des Wassers zur Folge haben kann, mit einer Wasser-Stop-Funktion ausgestattet. Sie sollten darauf achten, dass diese Funktion eingebaut ist.

Sparsame Geschirrspüler auf Ihre Bedürfnisse abstimmen

Mit einem neuen Geschirrspüler haben Sie zunächst Gewissheit, dass im Vergleich zum Spülen per Hand oder zu Geräten, die zehn Jahre oder älter sind, die Energiekosten und der Wasserverbrauch deutlich gesenkt werden. Dabei stehen Ihnen Geräte großer Hersteller wie Bosch, Siemens und AEG zur Verfügung. Wie sparsam das Gerät genau ist, können Sie zuverlässig am EU-Energielabel erkennen. Grundsätzlich gilt dabei, dass Geschirrspülmaschinen der höchsten Klasse, A+++, meist deutlich kostenaufwendiger sind und diese Mehrkosten durch die höhere Effizienz auch nach jahrelangem Betrieb nicht eingespart werden können. Allerdings ist das Verhältnis von Kosten zur Sparsamkeit nicht der einzige Aspekt, der auf Ihre Kaufentscheidung Einfluss nehmen sollte. Maßgebend ist zunächst, ob der Geschirrspüler sich in ihre Küche integrieren lässt oder ohne Anpassungen an die Umgebung aufgestellt werden soll. Lassen Sie sich außerdem durch die vielen eingebauten Funktionen nicht davon abschrecken, zu überlegen, welche davon zu Ihren Anforderungen und Ihrem Haushalt passen und damit womöglich auch einen höheren Preis rechtfertigen. Letztlich kommt es beim Kauf darauf an, Funktionen und Kosten so abzustimmen, dass Ihre Bedürfnisse befriedigt werden und Sie eine treue Haushaltshilfe an Ihrer Seite haben.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden