Wissenswertes über Kindercross-Motorräder

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Wissenswertes über Kindercross-Motorräder

"Früh übt sich" sagt schon der Volksmund. Dies gilt auch für angehende Motorradfahrer, und so existieren sogenannte Kindercross-Motorräder, die auch ohne Führerschein abseits der öffentlichen Straßen von Kindern gefahren werden können. Was Sie vor dem Kauf dieser Kleinmaschinen wissen sollten, und was es sonst zu beachten gibt, erläutert Ihnen dieser Ratgeber.

Allgemeine Informationen über die Technik und die Eigenschaften von Kindercross-Motorrädern

Die Kindercross-Maschinen gehören zur Klasse der sogenannten Pocket-Bikes. Diese zeichnen sich in erster Linie durch kleine Räder und eine niedrige Sitzhöhe aus. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel für befestigte Straßen aber auch für den Cross-Einsatz. Um die Gruppe der Letzteren soll es hier im Speziellen gehen. Gemein ist diesen Kleinmotorrädern vor allem der begrenzte Hubraum des Motors. Die meisten Kindercross-Motorräder verfügen über 49-Kubikzentimeter-Motoren, in seltenen Fällen existieren Versionen mit 80 Kubikzentimetern Hubraum. Ebenfalls sind die Maße eines Pocket Bikes festgelegt. So darf ein Motorrad, welches in diese Kategorie fällt, nicht größer als 110 cm x 50 cm x 50 cm sein. Vom Aussehen her orientieren sie sich oftmals an großen und real existierenden Motorrädern. Hierbei handelt es sich meist um Nachbauten von bekannten Rennrädern der großen Marken. Teilweise bieten aber auch Hersteller wie Husqvarna, Yamaha oder Aprilia selber diese Pocket-Bikes an. Kindercross-Motorräder von bekannten Marken erhalten Sie ebenso wie andere Varianten bei eBay.

In der Regel besitzen Pocket-Bikes kein Nummernschild, jedoch ist seit kurzer Zeit auch die Zulassung in Deutschland möglich. Dann werden diese wie Kleinkrafträder behandelt und dürfen selbstverständlich nicht mehr von Personen unter 16 Jahren und ohne gültigen Führerschein geführt werden. Eine Nutzung auf öffentlichen Straßen ist dann zwar erlaubt, jedoch muss ebenfalls eine Versicherung abgeschlossen werden. Pocket-Bikes ohne Kennzeichen sind auf öffentlichen Wegen ausdrücklich verboten und bei Zuwiderhandlung werden empfindliche Strafen fällig. Auch wenn man es den kleinen Motorrädern von außen nicht ansieht, sind diese sehr schnell unterwegs. Bereits ohne Tuning sind Geschwindigkeiten von bis zu 60 Stundenkilometern keine Seltenheit.

Wissenswertes über die Wartung, Reparatur und das Tuning von Kindercross-Motorrädern

Da die Kindercross-Motorräder mit regulären Verbrennungsmotoren ausgestattet sind, benötigen sie dieselbe Pflege und Wartung wie alle anderen Motoren. Dabei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten. Dies fängt bereits beim Betanken der Kleinmotorräder an. Die 49-Kubikzentimeter-Motoren sind in der Regel Zweitaktmotoren, die mit einer Mischung aus Benzin und Öl laufen. Dies bedeutet zum einen, dass Sie kein reguläres Benzin aus der Zapfsäule direkt in den Tank einfüllen können, zum anderen aber auch, dass ein Ölwechsel nicht notwendig ist. Der Motor schmiert sich über das Öl aus dem Benzin automatisch während des Betriebes. Passendes Öl, wie etwa das Castrol 2-Taktöl finden Sie auch bei eBay. Das Mischverhältnis beträgt in der Regel 25 Teile Benzin auf ein Teil Öl, Sie sollten dies aber mittels der Betriebsanleitung verifizieren. Teilweise sind solche fertigen Mischungen auch an Tankstellen erhältlich, da auch andere Motoren diese Form von Benzin-Öl-Gemisch benötigen. Besonders bei den Maschinen, die im Rennsport eingesetzt werden, gehören Umbaumaßnahmen zur Tagesordnung. Viele Hersteller haben sich dem angepasst und bieten zahlreiche Anbau- und Tuningteile an. So finden Sie für die unterschiedlichen Klein-Motorräder auch Sportauspuffe und ganze Tuning-Kits, mit denen sich die Leistung und die Geschwindigkeit erhöhen lassen.

Kindercross-Motorräder im Motorsport – was gilt es zu beachten und welche Zusatzausrüstung benötigt man

Die Kindercross-Motorräder sind in erster Linie für den Einsatz in schwerem Gelände und für Rennen in diesem Terrain gedacht. Es existieren neben deutschen Meisterschaften sogar europäische Wettbewerbe bis hin zu einer Europameisterschaft. Neben strengen Regeln gibt es auch Einteilungen nach Motorgröße und Alter des Fahrzeugführers. Kinder unter 16 Jahren können mit einer bis zu sieben PS starken Maschine an den Klassen eins und zwei teilnehmen. Die passenden Gefährte für diese Klassen sind die Kindercross-Motorräder, welche Sie auch bei eBay erwerben können.

Bevor Sie jedoch Ihr Kind mit solch einem Kindercross-Motorrad fahren lassen, sollten Sie unbedingt die notwendige Ausrüstung besorgen. Dies gewährleistet die Sicherheit und schützt vor schwereren Verletzungen. Der Fahrer eines Pocket-Bikes sollte niemals ohne passenden Motorrad-Schutzhelm unterwegs sein. Ein Helm ist jedoch nur ein Teil der benötigten Ausrüstung. Es gibt sogar spezielle Leder- beziehungsweise Textilkombis, die für Pocket-Bikes gefertigt werden. Auch diese Motorradkleidung für Kinder erhalten Sie bei eBay. Sie besteht neben einer Jacke und einer Hose auch aus Handschuhen. Bei Stürzen im Gelände wird vor allem Schutz vor Abschürfungen benötigt, sodass diese Kleidung besonders im Bereich der Knie und Arme dick gepolstert ist.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen und Herstellern von Kindercross-Motorrädern

Die Mini-Bikes erfreuen sich generell einer stetig wachsenden Beliebtheit, sodass es kein Wunder ist, dass sich zahlreiche Anbieter und Hersteller auf dem Markt der Kindercross-Motorräder tummeln. Die Frage bei der Anschaffung ist nun, auf welches Modell und welche Marke man zurückgreifen soll. Sie haben dabei die Wahl zwischen namhaften Herstellern, von denen bereits einige genannt wurden, und deutlich günstigeren Produkten von unbekannten Produzenten. Dabei sollten Sie sich zunächst fragen, was Sie mit dem Motorrad vorhaben. Für eine gelegentliche Fahrt auf dem eigenen Grundstück ist sicherlich auch ein günstiges Kindercross-Motorrad ausreichend. Sie finden bei eBay oftmals auch gebrauchte Fahrzeuge angeboten, die Laufleistungen von weniger als 100 Kilometern haben. Dies zeigt, dass solche Motorräder zum Teil kaum über längere Strecken benutzt werden. Sollten Sie hingegen die Teilnahme an Rennen planen, lohnt sich die Investition in ein Marken-Motorrad schon eher, und zwar aus verschiedenen Gründen.

Husqvarna CR 50

Zum einen ist dies die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und zum anderen die Sicherheit und Zuverlässigkeit. So haben Sie beispielsweise mit der Husqvarna CR 50 ein Motorrad eines Herstellers, welcher bereits seit vielen Jahrzehnten Erfahrung auf dem Gebiet der Motocross-Produkte hat. Husqvarna bietet dazu nicht nur Ersatzteile für die Räder, sondern verfügt auch über ein gut ausgebautes Netz an Distributoren, sodass Sie Ersatzteile nicht nur bei eBay, sondern auch über lokale Teilefachhändler beziehen können. Ebenfalls sind für Motorräder dieser Klasse zahlreiche angepasste Anbau- und Tuningteile verfügbar, wie etwa ein Fußrastenkit, Griffgummis oder ein Federnkit für die Kupplung. Mit Letzterem können Sie beispielsweise die Fliehkraftkupplung Ihren Bedürfnissen anpassen. Für Kindercross-Motorräder von unbekannten Herstellern, wie sie teilweise auch in Baumärkten angeboten werden, sind solche Extras nur in den seltensten Fällen verfügbar. Darüber hinaus werden Sie auch auf Probleme stoßen, wenn Sie Ersatzteile zur Reparatur benötigen. So kann bereits ein kleiner Defekt, wie etwa ein Problem mit der Kupplung oder dem Anlasser, das Ende eines solchen Pocket-Bikes bedeuten. Dazu kommt, dass bei den Rennen der Deutschen Meisterschaft grundsätzlich nur Motorräder zugelassen sind, die von Markenherstellern stammen.

Suzuki JR 50

Die preislichen Unterschiede zwischen den Modellen ergeben sich aber auch aus den Ausstattungsmerkmalen. Während beispielsweise die eben erwähnte Husqvarna CR 50 über Scheibenbremsen verfügt, besitzt die Suzuki JR 50 nur Trommelbremsen. Letztere sind günstiger in der Herstellung und benötigen auch weniger Betätigungskräfte zum Auslösen, was für Kinder wiederum praktisch ist. Auch halten Trommelbremsen länger als die auf Scheiben basierenden Bremsanlagen. Scheibenbremsen hingegen zeichnen sich durch gleichmäßigeres sowie zuverlässiges Bremsen aus und sind dazu leichter. Besonders wenn es darum geht, an professionellen Rennen teilzunehmen, sollten Sie alleine aus Fragen der Sicherheit auf ein Kindercross-Motorrad mit Scheibenbremsen zurückgreifen.

Rieju RR 50

Unterschiede gibt es auch bei den Größen und dem Gewicht der unterschiedlichen Motorräder. So gehört die Suzuki JR 50 mit einem Leergewicht von 37 Kilogramm und einer Sitzhöhe von 46 Zentimetern zu den kleinen Leichtgewichten unter den Kindercross-Motorrädern. Die Rieju RR 50 hingegen gehört zwar zur selben Kategorie von Motorrädern, spielt dennoch in einer anderen Liga. Hier beträgt alleine das Leergewicht 90 Kilogramm.

Aprilia MX 50

Dass die Grenzen zu den straßentauglichen Motorrädern bei den größeren Modellen fließend sind, wird zum Beispiel an der Aprilia MX 50 sichtbar. Diese wiegt bereits über 100 Kilogramm und unterscheidet sich auch in den technischen Details von vielen kleinen Kindercross-Motorrädern. Hier wird der Motor wassergekühlt, wohingegen in der Regel sonst luftgekühlte Motoren das Bild beherrschen. Auch verfügt die Aprilia über ein Sechsganggetriebe und einen deutlich größeren Tank als viele andere Kleinräder.

SX 50 von KTM

Speziell für die jüngeren Motorrad-Fans hingegen ist die SX 50 von KTM gedacht. Bereits Vierjährige sollen auf diesem Motorrad selbstständig unterwegs sein können, und dementsprechend ist dieses auch dimensioniert. Bis zu einer Körpergröße von 130 Zentimetern lässt sich dieses Gefährt noch steuern, für größere beziehungsweise ältere Piloten sind die Sitzfläche und der Lenker nicht konzipiert. Technisch steht dieses Kindercross-Motorrad jedoch den größeren Ablegern in nichts nach. Scheibenbremsen sorgen für die nötige Sicherheit, und die Federung an Vorder- und Hinterrad sorgen für sicheren Halt und bequemen Sitz auch in unwegsamem Gelände.

Nach welchen Kriterien und Faktoren Sie ein passendes Kindercross-Motorrad auswählen sollten

Wie Sie sehen, ist die Auswahl an Kindercross-Motorrädern sehr groß. Wenn Sie für Ihr Kind die Anschaffung eines solchen Motorrades planen, gibt es bestimmte Ausschlusskriterien, mit denen Sie die Auswahl eingrenzen und das passende Gefährt auswählen können. Zunächst einmal ist dies das Alter Ihres Sprösslings. Die Hersteller passen ihre Produkte hinsichtlich Gesamtgewicht und Größe verschiedenen Altersklassen an, sodass es Kindercross-Motorräder gibt, die bereits von Vierjährigen gefahren werden können, während andere Motorräder sich eher an Jugendliche richten. Der zweite Faktor ist der Einsatzzweck des Motorrads. Für die Teilnahme an Rennen sind strenge Vorschriften an die Kindercross-Motorräder gestellt, die nur von einem Teil der Produkte erfüllt werden. Möchten Sie hingegen bauliche Veränderungen an dem Motorrad vornehmen, eignen sich Hersteller wie zum Beispiel Husqvarna, die Ihnen viele Möglichkeiten zur Individualisierung geben. Gehen Sie davon aus, dass das Motorrad nur selten und in kleinem Rahmen verwendet wird, etwa im Wochenendhaus auf dem eigenen Grundstück, fahren Sie auch mit einem günstigen Standard-Kindercross-Motorrad gut. Woran Sie hingegen nicht sparen sollten, ist die Sicherheitsausrüstung. Auch wenn die Produkte für Kinder konzipiert wurden, handelt es sich um Motorräder mit leistungsstarken Motoren, bei denen es durch unsachgemäße Führung zu schwersten Verletzungen kommen kann.

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