Wissenswertes über Furniere, Platten, Rundhölzer, Holz und Holzwerkstoffe für die Holzbearbeitung

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Wissenswertes über Furniere, Platten, Rundhölzer, Holz und Holzwerkstoffe für die Holzbearbeitung

Die ältesten und in vielerlei Hinsicht bewährten Materialien, mit denen der Mensch arbeitet, stammen aus der Natur. Bevor man in der Lage war, selbst Werkstoffe zu produzieren, griff man auf die natürlich vorhandenen Ressourcen zurück. Manches davon ist in Vergessenheit geraten, anderes blieb im Verborgenen erhalten. Einige wenige Dinge sind heute nicht nur genauso gefragt wie früher, sondern erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Entscheidung für Holz als Bau- und Werkstoff hat in diesen Tagen mehrere Gründe. Einer davon ist, dass Holzbearbeitung zweifellos Handwerk ist und zugleich Kunst.

Holz - Natur, Werkstoff und Ästhetik

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die Vergangenheit hat dennoch gezeigt, dass ein Raubbau an den Wäldern nicht ohne Weiteres auszugleichen ist und dass eine unkontrollierte Rodung dem Ökosystem dauerhafte Schäden in großem Umfang zufügen kann. Längst ist bekannt, dass Mensch und Holz zusammengehören. Die Wälder liefern nicht nur einen faszinierenden und vielseitigen Werkstoff, sondern regenerieren die Luft und verschaffen Muße, wenn man ihre Ruhe und den Schatten nutzt, den sie spenden. Aus dem Holz der Bäume, die früher noch mit der Axt geschlagen wurden, wurde schon immer mehr gemacht, als nur Bretter daraus zu schneiden. Kanthölzer als Stützen oder Streben für Gerüstkonstruktionen wurden daraus gefertigt, aber auch Pfähle für Zäune und Einfriedungen. Aus den durch Handwerk produzierten Nutzelementen wie Stuhl und Tisch wurden im Lauf der Zeit Kunstwerke. Mobiliar wurde veredelt, gedrechselt, geschliffen und so geschickt mit Intarsien ausgelegt, dass für ein ungeübtes Auge kaum noch die Nahtstellen zwischen den Einzelteilen erkennbar sind. Seit einigen Jahrzehnten feiern Echtholzmöbel eine breit gefächerte Renaissance. Ob in den Ausführungen massiv, halbmassiv oder furniert, in den unterschiedlichsten Farbtönen, die den Hölzern durch Beize entlockt werden, halten die Möbel Einzug in immer mehr Haushalte. Im Kunstgewerbe ist Holz ein bis heute unverzichtbarer Rohstoff. Die schönsten Dekorationen und Kleinkunstwerke entstehen aus Rundhölzern wie Drechselholz, wie Sie es auch bei eBay erhalten.

Holz und Holzwerkstoffe

Holz spricht nahezu alle Sinne an. Frisch geschnittenes Rohholz hat einen unverwechselbaren Geruch und die typische Maserung findet sich in keinem anderen Material. Je nach Bearbeitung ist es glänzend oder matt und eine fein geschliffene Holzoberfläche fühlt sich samtig an und kühl. Oder warm, denn Holz passt sich an die Umgebungsverhältnisse an. Bei seiner Verwendung als Bau- oder Werkstoff kann das ein ernstzunehmender Nachteil sein, wenn man diesen Eigenschaften nicht zu begegnen weiß. Auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert Holz in besonderem Maß. Bevor es überhaupt verarbeitet werden kann, muss es lagern, um gut zu trocknen. Bei manchen Holzsorten nimmt dieser Prozess mehrere Jahre in Anspruch. Auch wenn sich das Warten lohnt, führt die dauerhafte Lebendigkeit des Rohstoffs Holz, die weit über das Schlagen und Lagern hinaus reicht, dazu, dass es weiter „arbeitet“. Die Reaktionen des Holzes auf die Umweltgegebenheiten können nicht verhindern werden. Man kann sie nur minimieren.
Schon früh erkannte man, dass Änderungen im Verhalten von Holz notwendig waren, um seine Einsatzmöglichkeiten zu vergrößern. Der Nutzen von Holzplatten war erst gegeben, als die aneinandergefügten Bretter jeweils um 180 Grad versetzt miteinander verleimt wurden. So arbeiteten die Latten jeweils „gegeneinander“, wenn sie sich durch Temperatur und Feuchtigkeit verformen wollten. Eine wichtige Entwicklung war die Span- bzw. Faserplatte oder auch MDF genannt. Diese ging noch weiter als das Sperrholz, bei dem Holzschichten übereinander so verleimt wurden, dass das Material insgesamt nicht arbeitete.

Was ist eine MDF?

Die mitteldichte Faserplatte, kurz MDF, war eine enorme Innovation. Ihre Eigenschaften übertreffen in vielen Belangen die von Holz. Sie ist beständig gegenüber Umwelteinflüssen, die aus ihr geschnittenen Teile behalten somit auch ihre Form, wenn Temperatur und Feuchtigkeit schwanken. Als Ausgangsprodukt können jene Anteile der Holzverarbeitung verwendet werden, die anderenfalls oft als Abfall gelten. Eine MDF lässt sich einfach aus Holzspänen und einem Bindemittel herstellen, die miteinander vermengt und in Form gepresst werden. Die früheren schädlichen Bestandteile wie Formaldehyd sind aufgrund europäischer Richtlinien längst aus den Platten verbannt. Sie eignen sich zum Innenausbau, der Herstellung von Möbeln und vielem anderen.

Verarbeitungsvarianten von Holz

Neben der Weiterentwicklung von Optik war es vor allem die Technologie, die zu immer weiteren Verarbeitungsvarianten von Holz geführt hat. Die Vorteile des Holzes sollten erhalten bleiben, wobei man den Nachteilen wie Arbeiten und relativer Anfälligkeit gegen Verrottung und Schädlinge zu begegnen versuchte. In einem der wichtigsten Industriezweige der Holzverarbeitung, dem Möbelbau, kommt es heute im Wesentlichen zum Einsatz von drei Holzerzeugnissen. Massiv, halbmassiv und furniert sind Begriffe, auf die Sie immer wieder stoßen.

Massive, halbmassive und furnierte Holzplatten

Massivholzmöbel sind sehr edel und bestehen komplett mit Fronten und Korpus aus Vollholz. Die Massivholzplatten wurden dauerhaft imprägniert und so gearbeitet, dass ein Verziehen auch auf lange Sicht kaum vorkommt. Die halbmassiv ausgeführten Einrichtungsgegenstände haben Korpusse aus MDF, die mit Folien oder Furnieren in Ausführung des Frontholzes belegt sind, wobei die Fronten massiv gearbeitet wurden. Auch hier kommen wieder Massivholzplatten oder auch Leimholzplatten zum Einsatz. Sehr gut sind die unterschiedlichen Hölzer an den Maserungen zu erkennen.

Die im Landhausbereich beliebten Nadelhölzer sind grobfaserig und weisen viele dunkle Astlöcher auf. Bei ihrer Bearbeitung und beim Transport ist besondere Sorgfalt geboten, da diese Hölzer weich und nachgiebig sind. Erle und Buche sehen sich in der Farbgebung ähnlich. Buche weist hier aber kürzere Fasern in der Maserung auf, was dieses Holz als das härtere kennzeichnet. Die Ansprüche, die es an Ihre Werkzeuge stellt, sind höher, dafür sind Möbel aus Buche aber auch robuster. Für viele Möbelliebhaber bieten Furniere die schönsten Maserungen. Die nur ca. 1 mm dünnen, aus dem Stamm geschnittenen Blätter werden auf ein Trägermaterial wie MDF geleimt. Oft entsteht dadurch eine Optik wie ausgebreitete Schmetterlingsflügel. Dem eher schlichten Farbton des Rohholzes wird durch Beize und Lack die tolle Optik verliehen, die dazu führt, dass die Oberfläche samtig changiert. Dieser Effekt, bei dem je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall das Holz die Farbe zu ändern scheint, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Echtholz. Künstliche Oberflächen weisen dieses Verhalten nicht auf und können dadurch entlarvt werden, dass ihr Aussehen von jedem Standpunkt aus gleich bleibt.

Werkzeuge zur Holzbearbeitung

Das klassische Bild zur Be- und Verarbeitung des Naturmaterials Holz ist die Handarbeit. Der Zimmermann steht auf seinem Gerüst und treibt Nägel durch Balken, während der Schreiner an seiner Hobelbank Einzelteile eines Möbelstücks bearbeitet, die verleimt, geschraubt und per Feder und Nut verbunden später ein Ganzes ergeben. Heute geschieht der größte Teil der Holzverarbeitung auf industrielle Weise. Der klassische Holzhobel als Sinnbild des Holz verarbeitenden Handwerks wurde vom modernen Elektrohobel abgelöst. Für große Mengen von zu bearbeitendem Holz verwendet man sogar eine Hobelmaschine. Im Lauf der Jahrhunderte wurden so viele verschiedene Werkzeuge zur Holzbearbeitung entwickelt, wie es Arbeitsaufgaben mit diesem Material zu erledigen gab. Einen guten Überblick vermitteln die Schreinerwerkzeuge oder auch der eine oder andere Werkzeugkoffer für Holz. Darüber hinaus werden umfangreiche Arbeiten heute auf industrieller Basis erledigt. In Handarbeit allein wäre auch diese Branche nicht mehr zu bewältigen. In großen Bearbeitungs- und Fertigungsstraßen werden komplette Bäume zu Brettern gesägt und Halbzeuge aus Holz geglättet und auf Maß gebracht.

Wichtig ist bei der Bearbeitung von Holz und den aus Holz gefertigten Halbzeugen die Verwendung des passenden Werkzeugs. Grundsätzlich gilt, dass für grobe Arbeiten auch „grobe“ Werkzeuge verwendet werden können, wie zum Beispiel Holzraspeln. Sie dienen dazu, möglichst viel Material in kurzer Zeit zu entfernen oder auch, um einem Werkstück zunächst eine grobe Form zu geben. Am besten geeignet sind sie zur Bearbeitung von Vollholz. Faserplatten oder Sperrholzplatten reißen sehr leicht bei der Bearbeitung mit diesen Geräten. Dünne, verklebte Holzplatten vibrieren zudem beim Raspeln. Für feine Schleifarbeiten empfehlen sich elektrisch betriebene Bandschleifer. Sie verleihen Holzoberflächen die samtige Haptik und lassen je nach Holzart die feinen Maserungen und Zeichnungen hervortreten. Das Schneiden von Brettern und Bohlen aus einem Stamm kann zum Beispiel gut mit einer grob gezahnten Säge erfolgen. Will man feine Oberflächen erzeugen, braucht man für den Schleifvorgang dementsprechend feinkörnige Schleifmaterialien. Ebenso spielt die Bearbeitungsgeschwindigkeit eine Rolle. Langfaseriges und damit weiches Holz reagiert anders auf das Eindringen von Sägescheiben, als dichtes Material, das dem Werkzeug einen höheren Widerstand entgegensetzt.

Hinweise zur Holzbearbeitung

Während es für die Natürlichkeit in Wohnbereich und Interieur als unschlagbar gelten kann, ist es für Bauvorhaben bei Weitem nicht mehr in dem Maß geeignet wie in vergangenen Zeiten. Holz fehlen dafür Härte und Festigkeit. Es wurde von wesentlich beständigeren Materialien abgelöst. Wo Holz verarbeitet wird oder Bestandteil von Konstruktionen ist, muss dem natürlichen Verhalten des Materials Rechnung getragen werden. Je nach Einsatzort sind Schwundmaße und Quellmaße zu berücksichtigen, damit es nicht zu Beschädigungen kommt. Für den Laien mag es unwahrscheinlich klingen, für den Profi aber ist es ganz klar, dass Holz auch nach seiner Verarbeitung weiterlebt. Es war, ist und bleibt ein natürliches Material, es besteht aus Zellen, die sich weiter verändern. Ein weiterer Aspekt ist, dass Holz wesentlich schneller entflammbar ist, als die meisten industriell gefertigten Werkstoffe.

Es ist kaum vorstellbar, dass Holz in naher oder ferner Zukunft als Werkstoff wegfällt. Eine Dachkonstruktion mit entsprechender Lattung ist kaum aus einem anderen Material denkbar, und für den Liebhaber von Möbeln sind Einrichtungen aus Echtholz immer noch die mit dem größten Charakter. Dadurch verleihen sie auch dem Raum, in dem sie stehen, eine ganz andere Atmosphäre als jedes andere Material. Bedenken Sie jedoch auch, dass Raubbau an den Wäldern nicht nur die Gefahr in sich birgt, dass Holz einmal gar nicht mehr oder nur zu unerschwinglichen Preisen zur Verfügung steht. Der Mensch braucht die grünen Lungen der Erde, um selbst überleben zu können. Wenn Sie Holzliebhaber sind oder auch gern selbst ein Stück in die Hand nehmen, um Ihrer Profession oder einem Hobby zu folgen, finden Sie bei eBay Material und Werkzeuge, um tätig werden zu können.

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