Wissenswertes über Ersttagsbriefe aus der BRD

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Wie man Ersttagsbriefe aus der BRD auf eBay findet

Ersttagsbriefe aus aller Welt sammeln

Ersttagsbriefe sind bei Philatelisten sehr beliebte Sammlerstücke. Einige von Ihnen haben wegen ihrer Seltenheit einen besonders hohen Wert. Es gibt solche Ersttagsbriefe aus ganz verschiedenen Jahrgängen und Regionen und auch die Motive und der Erhaltungszustand unterscheiden sich teilweise stark. In diesem Ratgeber lernen Sie die wichtigsten Eigenarten von Ersttagsbriefen kennen und erfahren, welche Kriterien bei der Auswahl und beim Kauf am besten beachtet werden sollten. Hierbei muss vor allem geklärt werden, ob Sie die Briefe wegen ihres Aussehens und der darauf befindlichen Marke oder als richtiggehendes Sammlerstück erwerben möchten. Wenn Sie sich die hier aufgeführten Ratschläge zu Herzen nehmen, wird Ihre Suche nach schönen und preiswerten Ersttagsbriefen für Ihre Sammlung ein Erfolg.

Was sind Ersttagsbriefe?

Wenn eine neue Briefmarke oder ein neuer Briefmarkensatz von einem Postunternehmen herausgegeben wird, dann gibt es einen ersten Tag, ab dem die neue Frankatur gültig wird. Briefe mit solchen Marken, die an eben diesem Tag abgestempelt werden, bezeichnet man als Ersttagsbriefe. Häufig werden von dem jeweiligen Postunternehmen die neuen Marken auf spezielle Umschläge oder Blätter geklebt und dann abgestempelt, um diese als Ersttagsbriefe an Sammler zu verkaufen. In der BRD wurden vor allem in den 1970er und 1980er Jahren sogenannte Ersttagsblätter ausgegeben. Diese waren zum Zeitpunkt ihres Erscheinens sehr beliebt, werden heutzutage aber kaum noch nachgefragt. Das Gegenstück zu einem Ersttagsbrief ist ein Letzttagsbrief. Bei diesem werden Briefmarken, die am nächsten Tag ihre Gültigkeit verlieren, noch einmal abgestempelt. In der BRD war das zum Beispiel nach dem Niedergang der BRD der Fall.

Für den Umgang mit Ersttagsbriefen gibt es verschiedene Vorgehensarten. Einige Käufer genießen das Sammeln selbst und erstehen Ersttagsbriefe aus aller Welt, um diese in einer individuellen und persönlichen Sammlung aufzubewahren und immer wieder anzusehen. Anderen Menschen liegt das Sammeln nicht so sehr und sie wollen sich lediglich die Ersttagsbriefe wegen ihres schicken Aussehens und ihres historischen Werts ansehen. Für all diejenigen gibt es komplette Sammlungen mit Ersttagsbriefen einer bestimmten Region oder eines fest umrissenen Zeitraums zu kaufen. Zudem haben Sammler die Möglichkeit, einen speziellen Ersttagsbrief zu kaufen, der ihnen für ihre Sammlung noch fehlt, oder sich auf sogenannte Posten und Lots zu konzentrieren. In Letzteren wird eine große Anzahl an Ersttagsbriefen, die meist weder thematisch noch zeitlich in einem Sinnzusammenhang stehen, auf einen Schlag verkauft. Der Reiz für die Sammler besteht darin, den verschiedenen Ersttagsbriefen eine Struktur zu geben und aus ihnen eine eigene Sammlung aufzubauen.

Die passenden Stempel

Üblicherweise werden für das Abstempeln von Ersttagsbriefen Spezialstempel verwendet. Bei diesen stehen zwei Möglichkeiten offen: Entweder handelt es sich um einen Stempel, der durch einen Schriftzug wie "Ersttagsbrief" oder "FDC (First Day Cover) auf die Besonderheit des Briefes und die Neueinführung der Marke aufmerksam macht. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Motiv des Stempels in irgendeinem Bezug zur Thematik der Ersttagsmarke und ihres Motivs steht. So gibt es zum Beispiel Stempel, die durch einen Sportler als Motiv eine Verbindung zu den Olympischen Spielen herstellten, und solche, bei denen zum Beispiel ein Weinglas, Gesichter oder Symbole einer bestimmten Ausstellung zu sehen sind. Ein ebenfalls häufig verwendeter Sonderstempel, der allerdings nicht bei Ersttagsbriefen Verwendung findet, ist der sogenannte Nikolausstempel. Dieser wird auf Briefe gestempelt, bei denen der Nikolaus in der Vorweihnachtszeit auf Kinderbriefe an ihn antwortet. Beim Kauf von Ersttagsbriefen sollten Sie immer darauf achten, welcher Sonderstempel zum Einsatz kam. Hiervon hängt gelegentlich der Wert eines Ersttagsbriefes ab, in jedem Fall macht ein unterhaltsamer Stempel auf dem Brief gleich noch einmal soviel Sammelfreude.

Der Jahrgang

Ersttagsbriefe wurden in der BRD zu allen Zeiten herausgegeben. Deswegen ist eine chronologische Auflistung nach Jahrgängen die sinnvollste Methode, um einen Überblick über die verschiedenen Arten zu bieten und die gezielte Suche nach bestimmten Modellen zu erleichtern. Sehr alte Briefe laufen in der BRD meist unter der Kategorie "vor 1945", meist beginnt die Auflistung jedoch erst mit "ab 1946" nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Üblicherweise werden die verschiedenen Ersttagsbriefe dann in Zehnerschritten aufgeführt. So sind zum Beispiel die Kategorien "1949-1959", "1960-1969", "1970-1979", "1980-1989" und "1990-1999" zu finden. Alle später entstandenen Ersttagsbriefe laufen unter der Kategorie "ab 2000" und umfassen somit alle Ersttagsbriefe des neuen Jahrtausends. Durch eine solch stringente und leicht nachvollziehbare Strukturierung finden Sie sich auf der Suche nach Ersttagsbriefen schnell zurecht und können auch gezielt nach bestimmten Briefen suchen, die Sie interessieren und die Sie für Ihre Sammlung noch benötigen.

Der MICHEL-Katalogwert

Der MICHEL-Katalogwert zeigt den Wert eines bestimmten Ersttagsbriefes an. Denn abhängig von der Seltenheit, der verwendeten Marke und dem Anlass, zu dem ein solcher Brief herausgegeben wurde, verändert sich dessen Wert. Einige Modelle sind lediglich weniger als 5,00 Euro wert, während andere unter Sammlern durchaus hohe Preise erzielen. Der MICHEL-Katalogwert hat hierbei den Anspruch, einen möglichst zeitnahen und neutralen Überblick über die einzelnen Werte der jeweiligen Ersttagsbriefe zu geben. Dieser Überblick hilft Ihnen dabei, den Wert eines einzelnen Ersttagsbriefes genau einzuschätzen, sodass Sie für ein bestimmtes Modell nicht zu viel bezahlen. Andersherum finden Sie in diesem Katalogwert eine Richtschnur dafür, wie viel Ihr eigener Ersttagsbrief wert ist, wenn Sie vorhaben sollten, diesen zu verkaufen.

Expertengeprüft: ungeprüft oder Echtheitsgarantie

Auch im Bereich der Ersttagsbriefe gibt es Originale und Reproduktionen. Diese voneinander zu unterscheiden, ist gerade für das ungeschulte Auge nicht immer leicht. Deswegen haben es sich verschiedene Experten zur Aufgabe gemacht, die Echtheit von Briefmarken im Allgemeinen und von Ersttagsbriefen im Speziellen festzustellen und zu zertifizieren. Achten Sie beim Kauf daher darauf, ob ein Ersttagsbrief, den Sie gerne kaufen würden, ein solches Echtheitszertifikat besitzt. Das ist dann ein zuverlässiger Indikator dafür, dass es sich bei dem entsprechenden Ersttagsbrief tatsächlich um ein wertvolles Sammlerstück handelt. Allerdings wird nicht jeder Ersttagsbrief von einem Experten überprüft. Deswegen ist es durchaus möglich, dass ein solcher Brief auch dann echt und hochwertig ist, wenn er ein solches Zertifikat nicht besitzt.

Motive

Die Ersttagsbriefe und die darauf verwendeten Briefmarken stehen meist in einem inhaltlichen Zusammenhang. So sind zum Beispiel Ersttagsbriefe aus Kiel häufig mit einem maritimen Bild versehen und die darauf befindliche Frankatur passt in Stil und Motivik dazu. Bei Sportveranstaltungen werden vor allem Briefmarken mit berühmten Sportlern verwendet, während zu Jahrestagen und Jubiläen oftmals Marken berühmter Persönlichkeiten wie Politiker, Musiker, Künstler oder Nobelpreisträger zum Einsatz kommen. In der BRD sind zudem Leuchttürme sehr beliebte Motive für Ersttagsbriefe, doch auch die heimische Flora und Fauna ist in Form von Bienen und Blumen vertreten. Oftmals finden sich zudem Ersttagsbriefe zu Festspielen wie denen in Bayreuth oder zu Sonderausstellungen wie der Expo 2000. Nicht zuletzt finden sich Ersttagsbriefe, die zu Jubiläen der Post selbst herausgegeben wurden und zum Beispiel Postwagen oder andere Symbole der Deutschen Post tragen. Abhängig von Ihren persönlichen Interessengebieten und dem Schwerpunkt Ihrer Sammlung sind Ersttagsbriefe und -marken mit jeweils anderen Motiven für Sie geeignet.

Gebiet

Eine weitere Möglichkeit der Strukturierung von Ersttagsbriefen ist die nach Gebieten. Denn in der ganzen Bundesrepublik werden solche Briefe immer wieder herausgegeben. Oftmals werden an den einzelnen Varianten regionalspezifische Besonderheiten deutlich. So werden zum Beispiel im Norden der Republik oftmals maritime Motive gewählt, während sich in Bayern vor allem die bayerische Tradition mit ihren zahlreichen Trachten, Getränken und Bräuchen widerspiegelt. Einige Philatelisten haben bestimmte Vorlieben und suchen gezielt nach Ersttagsbriefen eines bestimmten Gebiets. Andere entscheiden sich für eine möglichst breit gefächerte Sammlung und stellen somit eine Art postalische Chronik oder ein deutsches Geschichtsbuch der Ersttagsbriefe zusammen, durch welches die Entwicklung der BRD in den letzten Jahrzehnten anschaulich nachvollzogen werden kann.

Erhaltungszustand

Der Erhaltungszustand von Ersttagsbriefen ist für den Kauf sehr entscheidend. Je besser die einzelnen Briefe gepflegt sind und je weniger Beschädigungen oder Abnutzungsspuren darauf zu finden sind, desto höher ist in der Regel sein Wert. Einige Modelle werden zudem aufwendig restauriert, damit sie ihre ehemalige Schönheit wiedererlangen, ohne dass hierbei die Spuren eines neuzeitlichen Eingriffs erkennbar würden. Doch auch sehr alte Ersttagsbriefe erzielen, wenn sie besonders selten sind oder eine außergewöhnliche Briefmarke beziehungsweise Verzierung aufweisen, einen beachtlichen Wert. Wie wichtig Ihnen der Erhaltungszustand eine Ersttagsbriefes sein sollte, hängt von der Frage ab, ob Sie einfach dessen Aussehen genießen oder ob sie ihn als wertvolles Sammlerstück haben möchten.

Mit diesen Kaufkriterien finden Sie Ersttagsbriefe für Ihre Sammlung

Herkunft, Thematik, Erhaltungszustand, Echtheit, Alter und Wert: Die Liste der Auswahlkriterien bei Ersttagsbriefen ist denkbar groß. Wichtig ist, dass sich der von Ihnen gekaufte Brief gut in Ihre Sammlung einfügt und diese ergänzt. Sollten Sie noch keine haben, bieten Posten und Lots einen sehr guten Grundstein für eine eigene Sammlung, auf den Sie später weiter aufbauen können. 

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