Wissenswertes über Einbauteile am Swimming Pool

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Skimmer, Einlaufdüsen und Bodenablauf


Das Wasser im Pool soll natürlich klar sein, dazu muss man es filtern. Ein Richtwert ist es, den Beckeninhalt täglich zwei mal umzuwälzen. Wir zeigen Ihnen, was man diesbezüglich bei den Einbauteilen Skimmer, Bodenablauf und Einlaufdüsen beachten sollte:

Wasserfluss:

Sorgen Sie dafür, dass das Oberflächenwasser in Windrichtung fließt. So müssen Einlaufdüse und Skimmer nicht gegen den Wind arbeiten, sondern werden durch den Wind unterstützt.

Ein Blatt, das auf der Wasseroberfläche landet, wird so in den Skimmerkorb getrieben, bevor es auf den Boden absinken kann. Den Skimmerkorb leert man ab und an aus, das war es. Sinkt das Blatt aber auf den Boden, muss es mit einem Kescher heraus gefischt werden.

Normalerweise weht der Wind von Westen nach Osten, das kann aber unterschiedlich sein. Richten Sie sich einfach nach den Erfahrungswerten. Bei Eckigen Becken beantwortet sich so die Frage, ob man den Wasserfluss längs oder quer einrichten sollte: Immer mit dem Wind!

Wie ist das bei Rundbecken und Achtformbecken?

Bei diesen Beckentypen gibt es keine Längs- und Querseite. Bei Achtformbecken macht man in der Regel nichts verkehrt, wenn man jeden Halbkreis einzeln mit Skimmer und Einlaufdüse versieht, die dann quer arbeiten.

Bei Rundbecken – vor allem bei kleineren – ist eine kreisförmige Durchströmung anzustreben. Dazu installiert man Skimmer und Einlaufdüse an der selben Seite, die Einlaufdüse sitzt 20 cm tiefer. Dann schwenkt man den Kopf der Einlaufdüse, so dass das Wasser im Kreis fließt.

Skimmer – wie groß und wie viele?

Es gibt Skimmer in der kompakten Ausführung und Breitmaulskimmer. Ein Breitmaulskimmer ersetzt 1,5 bis 2 Kompaktskimmer. Für Quick-Up Pools gibt es Skimmer, die man über die aufgeblasene Wulst in das Becken einhängen kann.

Ein Kompaktskimmer ist für 25000 Liter ausreichend, ein Breitmaulskimmer für 40000 Liter. Eine Einlaufdüse sollte alle 20000 Liter benutzt werden. Der Abstand zwischen Einlaufdüsen untereinander sollte nicht über 4 Meter betragen, genauso verhält es sich bei Skimmern.

Auf welcher Höhe baut man die Teile ein?

Skimmer immer so hoch, wie es geht. Für Einlaufdüsen sind 20 bis 25 cm Tiefe ein guter Wert. Bei Scheinwerfern sind 60 cm üblich, viele unserer Kunden bauen die Scheinwerfer auch gerne auf exakt halber Höhe ein.

Bodenablauf:

Ein Bodenablauf ist nicht zwingend erforderlich, allerdings eine praktische Sache. Er bietet zwei Vorteile:

1.Man kann das Becken bequem entleeren, wenn man es einmal reinigen möchte oder Reparaturen an den Wänden vornehmen muss. Hat man keinen Bodenablauf, braucht man in der Regel eine Tauchpumpe, um das Becken leer zu bekommen.

2.Man kann einen Bodenablauf auch zum Filtern nutzen. Dabei gilt als Richtwert, dass man 2/3 Oberflächenwasser filtert und 1/3 Bodenwasser. Auf diese Weise beugt man Algenbildung am Boden vor und das Wasser wird gleichzeitig gleichmäßiger gefiltert.

Ein Pool-Roboter am Boden hat übrigens den gleichen Effekt: Er verwirbelt das Wasser und reinigt den Boden.

Wie schließt man den Bodenablauf an?

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man leitet das Wasser direkt in den Skimmer, oder man versieht den Bodenablauf mit einem eigenen Anschluss an die Filteranlage.

Letzterer Möglichkeit ist der Vorzug zu geben. Mit einem Kugelventil kann man den Durchfluss besser steuern. Liegt dieses unterhalb der Frostgrenze, erspart man sich im Winter auch das Entwässern.

Was ist ein Niveauregler?

Ein Niveauregler misst den Wasserstand. Ist zuwenig Wasser im Pool (z.B. durch Verdunstung) öffnet er ein Magnetventil, und Frischwasser wird in das Becken geleitet.

Bei einfachen Becken ist das nicht so wichtig, aber bei Becken, die über eine Rollabdeckung auf Schienen verfügen, ist es schon sinnvoll, den Wasserstand stets unter Kontrolle zu haben.

Wie viele Kugelventile und wohin?

Jede Leitung zu einem Einbauteil – sei es Skimmer, Düse oder Bodenablauf sollte mit einem eigenen Kugelhahn verschließbar sein. Bei Wartungsarbeiten ist es immer praktisch, einzelne Einbauteile oder Koponenten der Filteranlage an oder aus zu schalten.

Ob man diese direkt an den Einbauteilen oder erst an der Filteranlage platziert, ist jedem selbst überlassen, wir raten zur Platzierung an der Filteranlage. Eine aussagekräftige Beschriftung ist sinnvoll: Will man das Becken im Frühjahr wieder in Betrieb nehmen, muss nicht mehr lange gesucht werden, welches Rohr wohin führt.

Welche Rolle spielt eine Gegenschwimmanlage?

Für den Filterkreislauf gar keine!

Eine Gegenschwimmanlage verfügt über eine eigene Pumpe, die weit leistungsstärker ist, als die Filterpumpe. Werte um die 4 – 5 PS sind keine Seltenheit.

Gerade bei kleineren Becken ist eine Gegenschwimmanlage eine feine Sache, um auch längere Zeiten geradeaus schwimmen zu können.

Ist man sich nicht sicher, ob und wenn ja wann eine Gegenschwimmanlage angeschafft werden soll, dann sollte der Rohbausatz dennoch direkt in die Planung des Beckens mit einbezogen werden. Er kostet nicht viel und ist praktisch der „Einbaurahmen“ für eine Gegenschwimmanlage. Diesen nachträglich einzubauen, ist ein unverhältnismäßig hoher Aufwand.

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