Wissenswertes rund um Sessel: Designs, Materialien und Zusatzfunktionen

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Ratgeber für den Kauf von Sesseln: Designs,Materialqualitäten und Massagefunktionen

Wer für sein Wohnzimmer einen Sessel kaufen möchte, steht vor einer schwierigen Entscheidung. Der Markt der Möbelhersteller ist groß. Viele Modelle in unterschiedlichsten Farben und Formen stehen zur Verfügung. Zusatzfunktionen wie integrierte Massageeinheiten bieten Käufern weitere Anreize, die die Entscheidung für ein Modell erschweren. Ist die Auswahl auch groß, gibt es doch einige wenige Richtlinien, anhand deren man sich beim Erwerb eines Sessels orientieren kann. Einige Fragen, die hierbei eine Rolle spielen, werden im Folgenden thematisiert. Dabei rücken Vorteile von elektronischen Sesseln, die Wichtigkeit des Bezugs und die Auswahl der passenden Form ins Zentrum. Bei der Entscheidung für eine komplette Sofagarnitur können Sie die kurze Orientierungshilfe auch als Impuls nutzen.

Der Sessel – gemütlich sitzen im Wohnzimmer

Als Sessel bezeichnet man im deutschen Raum ein komfortables Möbelstück, das üblicherweise im Wohnzimmer steht. In der Regel sind sie Teile von Sofagarnituren, zu denen ihrer zwei und ein Sofa gehören. Man bezieht sie meistens wie das Sofa. Ein Sessel verfügt traditionell über eine dicke Polsterung und zwei Lehnen für die Arme.

Es gibt verschiedene Arten. Weit verbreitet ist der Fernsehsessel. Es handelt sich dabei um einen gemütlichen Sessel, dessen Rückenlehne man zurückstellen kann. Einige Ausführungen haben zusätzlich eine ausklappbare Beinstütze. Damit ist es möglich, im Liegen auf den Fernseher zu schauen. Die zwei Sessel einer klassischen Sofagarnitur sind an den Enden des in der Mitte stehenden Tisches angeordnet.

Ein zweiter bekannter Typ ist der Ohrensessel. Seine Besonderheit besteht in zwei gepolsterten Ausbuchtungen in Kopfhöhe. Der berühmte englische Winchester aus Leder gehört dieser Klasse an.

Eine besonders ästhetische Variante – der Clubsessel

Wem an einer eleganten und stilvollen Einrichtung gelegen ist, wird die Bezeichnung Clubsessel vertraut sein. Allen anderen sei die besondere Beschaffenheit des Sesseltyps an dieser Stelle nähergebracht. Es handelt sich um ein Möbelstück zum Sitzen, das der französischen Stilepoche Art Déco entspringt. Der Clubsessel ist vollständig gepolstert. Ursprünglich wurde er zur Einrichtung von Clubräumen und Gesellschaftszimmern genutzt. Seinen Namen erhielt er wegen seiner weiten Verbreitung in Herrenclubs aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Clubsessel bestehen aus einem belastbaren Holzrahmen aus Eiche, Buche, Fichte oder Tanne. Die Rahmen des Gestells sind mit Gurten auf der Unterseite entlanggespannt. Dadurch ist der Sessel besonders stabil. Um eine hohe Polsterlage und ein bequemes Sitzen zu ermöglichen, ist der Sessel mit Doppelkegelfedern ausgestattet. Man bezeichnet sie auch als Taillenfedern. Sie wurden in die Gurte des Sessels genäht. Die besondere Nachgiebigkeit des Polsters wird gewährleistet, indem Gangzahl und Durchmesser der Federn nach hinten abnehmen.

Der Massagesessel – besonderer Komfort für zuhause

Bei einem Massagesessel handelt es sich um eine spezielle Ausführung des Sessels, die elektronisch den Rücken und/oder andere Körperteile massiert. Rein äußerlich unterscheidet sich ein Massagesessel praktisch nicht von einem Liegesessel. Der einzige Unterschied besteht in elektronischen Applikationen, die sich im Innern befinden. Hierzu zählen Getriebe, Rollen und Motoren. Die Massagewirkung wird durch eine Vibrationsbewegung der einzelnen Teile hervorgerufen. Je nach Qualität und Preisklasse erfolgt diese Vibration großflächig und ungerichtet oder individuell und auf den jeweiligen Körperteil angepasst.

Massagesesseln imitieren Bewegungen, die ein Masseur ausführt. Die hierfür genutzten Apparaturen bewegen sich seitlich und zum Körper hin. Weiterhin werden Luftströme in unmittelbarer Körpernähe erzeugt und Luftkissen in unterschiedlichem Maß aufgeblasen. Zur einfachen Bedienung ist in der Regel eine Fernbedienung enthalten. Teilweise werden die unterschiedlichen Massageprogramme auch über eine Steuereinheit in der Lehne bedient. Parameter, die dem Nutzer hierbei zur Verfügung stehen, sind die Länge der Massagedauer und die Stärke der vom Sessel ausgeführten Bewegungen. Im Elektronikumfang vieler Sessel sind voreingestellte Programme enthalten. Sie ermöglichen einen einfachen Einstieg in die Funktionsweise. Besonders hochwertige Ausführungen verfügen über Scanner, die beim Sitzen die einzelnen Körperpartien des Nutzers scannen und das Gewicht messen. Auf diese Weise kann das Massageprogramm genau auf die spezifischen Bedingungen abgestimmt werden.

Welche Vorteile bietet Ihnen ein Massagesessel und worauf ist zu achten?

Sitzmöbel mit elektronischen Zusatzfunktionen haben in erster Linie die Aufgabe, das Wohlbefinden des Sitzenden zu steigern. Üblicherweise nutzt man sie, um Rückenprobleme zu kurieren und sich zu entspannen. Auch auf die Blutzirkulation kann die Massage einen positiven Einfluss ausüben. Die Venen- und Lymphzirkulation wird unterstützt. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Förderung der Endorphinausschüttung.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es unvorteilhaft sein, einen Massagesessel zu nutzen. Dies ist beispielsweise während einer Schwangerschaft der Fall. Die Vibrationen könnten vorzeitige Wehen auslösen. Leidet man unter schwereren Verletzungen, Hautkrankheiten und Entzündungen, sollte man ebenfalls auf den Massagesessel verzichten. Durch die länger andauernde mechanische Beanspruchung könnte sich das Problem verschlimmern.

Welche Aspekte gilt es, beim Sesselkauf zu berücksichtigen?

Da die Auswahl der Sofas groß ist, sind beim Kauf viele Dinge zu beachten. Es gibt unterschiedliche Formen, Farben und Materialien. Auch die Größe will berücksichtigt sein. Damit Sie bei der Ausrüstung eines gemütlichen Sitzmöbelstücks bedarfsorientiert vorgehen können, sollten Sie sich vor der Auswahl an einigen Fragen und Vorüberlegungen orientieren. Die folgenden Abschnitte zeigen Ihnen, wie diese aussehen könnten.

Mit welchen anderen Möbeln soll der Sessel aufgestellt werden?

Ein Sessel ist in der Regel Teil einer Sofagarnitur. Hierzu zählen zwei Sessel, eine Couch und ein Tisch. Kaufen Sie den Sessel einzeln, ist die optische Kompatibilität mit den anderen Teilen der Garnitur zu beachten. Die Auswahl der gesamten Garnitur hängt wiederum von dem voraussichtlichen Nutzungsbedarf ab. Sofas und Sessel, die in einem Drei-Personen-Haushalt stehen, müssen anderen Anforderungen genügen als Möbel, die in einem Haushalt mit Kindern stehen. Im zweiten Fall ist eine höhere Belastbarkeit wichtig. Auch sollte die Reinigung ohne großen Aufwand möglich sein. Hier empfiehlt sich ein Fleckenschutz. Im zweiten Fall kann der repräsentative Aspekt im Vordergrund stehen. Wer oft Gäste empfängt, greift auf edle Ausführungen aus glattem Leder zurück.

Wie groß soll der Sessel sein?

Diese Frage macht die Notwendigkeit deutlich, vor der Suche nach einem Sessel die eigene Wohnung auszumessen. Mit einer genauen Kenntnis der Maße des Zimmers können Sie bei der Suche bereits viele Modelle ausschließen, die zu groß oder klein sind. Bedenken Sie dabei immer, dass ein Sessel im Möbelmarkt prinzipiell kleiner wirkt als in ihrer Wohnung, Informieren Sie sich aus diesem Grund über die Maße des Sessels. Sie können anschließend einige Pappkartons in derselben Höhe und derselben Breite in Ihrem Wohnzimmer aufstellen und so den Größeneindruck bewerten.

Ein weiterer Aspekt, den Sie berücksichtigen sollten, ist die Nähe zu einer Tür. Vergegenwärtigen Sie sich, dass sie frei schwingen können muss. Der Sessel darf sie nicht blockieren.

Die Höhe und Tiefe des Sessels

Die Höhe des Sessels ist in Bezug auf das Alter relevant. Für ältere Menschen empfehlen sich eher höhere Sessel. Sie erleichtern das Aufstehen. Niedrige Sessel erfordern ein kraftzehrendes Aufstehen, das die Knie stark beansprucht. Allgemein sollte jeder Käufer vor dem Kauf überprüfen, wie leicht er sich auf den Sessel setzen und von ihm aufstehen kann. Die ideale Sitzhöhe beträgt ca. 40 cm.

Die zweite wichtige Größe ist die Tiefe des Sessels. Sie bezeichnet die Länge der Sitzfläche. Bei der Auswahl nach der Länge der Sitzfläche sind die eigenen Sitzgewohnheiten wichtig. Je gemütlicher man sitzen möchte, desto tiefer sollte der Sessel sein. Die Körperhaltung nähert sich unter diesem Gesichtspunkt dem Liegen an. Verändern Sie Ihre Art zu sitzen häufig, könnte ein Sessel mit verstellbaren Höhen und Tiefen ideal für Sie sein.

Viele Möglichkeiten bei der Auswahl des Bezugs

Es gibt sehr viele verschiedene Polsterbezüge in allen erdenklichen Farben und Designs. Schlichte einfarbige Oberflächen stehen Ihnen ebenso zur Veredelung von Lehnen und Kissen zur Verfügung wie elegante Mäanderformen oder orientalische Muster. Passend zu Ihrer Inneneinrichtung wählen Sie blaue, rote, beigefarbene, grüne orangene oder schwarze Bezüge.

Neben dem Design spielt das Material des Bezugs eine Rolle. Verbreitet sind Wolle, Baumwolle, synthetische Materialien, Glatt- und Rauleder. Der Bezug sollte je nach Nutzungsumfang gegen mechanische Einwirkungen wie Reibungen unempfindlich sein. Die Belastbarkeit des Bezugs und des Polsters wird in Scheuertouren angegeben. Bei Gewerben mit flächiger Struktur ist ein Wert mit 10.000 Scheuertouren empfehlenswert. Bei hochflorigen Veloursstoffen sollte er etwa bei 20.000 liegen. Die Zahl gibt an, welche Reibung mit welchem Gewicht auf das Gewebe wirken muss, damit zwei Fäden verschließen. Mitunter finden Sie statt des Begriffs Scheuertour die Bezeichnung Martindale vor. Die Maßeinheiten sind äquivalent zueinander. Neben der mechanischen Belastbarkeit sollte es eine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegen UV-Licht sein, die Ihren Sessel vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützt. Sie wird als Lichtechtheitswert bezeichnet. Der maximale Wert ist 8. Weiterhin ist der Reibechtheitswert wichtig. Er schützt seinem Namen entsprechend vor Abrieb, der beim Sitzen entsteht.

Bei der Auswahl von gemütlichen Möbeln für das Wohnzimmer spielt der Preis stets eine Rolle. Bezüge aus Stoff sind günstiger als Ausführungen aus Leder oder Mikrofasern. Es kann sein, dass sie bei Stoffen der ersten Kategorie etwas länger suchen müssen. Derzeit wird annähernd die Hälfte aller produzierten Garnituren aus Leder hergestellt. Es gibt dabei zwei Arten, naturbelassene und gedeckte Leder. Die naturbelassenen Materialien sind atmungsaktiver und können angenehm gegriffen werden. Die zweite Gruppe bietet diesen Vorteil zwar nicht, ist dafür aber preiswerter.

Bei der großen Auswahl der Farben mag die Auswahl Ihnen zunächst sehr schwierig erscheinen. Tatsächlich gibt es aber eine Faustregel, an der sie sich orientieren können. Allgemein kann man sagen, dass ein Sessel umso greller sein darf, je kleiner er ist. Für Sessel in gesetzteren, erdigen Farben gilt das Gegenteil. Je neutraler sie sind, desto größer müssen sie sein, um gut auszusehen.

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