Wissenswertes rund um Schukostecker, Wandsteckdosen und Kabeltrommeln

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Elektromaterial kaufen: Schukostecker, Wandsteckdosen und Kabeltrommeln

Ein Fernseher funktioniert nicht ohne sie, auch das Radio, die Waschmaschine und ebenso moderne Fitnessgeräte sind auf sie angewiesen: Stecker, Steckdosen und Kabel. In jedem Haushalt kommen diese Helfer und notwendigen Gegenstände des Öfteren vor, um ein zivilisiertes Leben zu ermöglichen. Schukostecker, Wandsteckdosen und Kabeltrommeln helfen zusätzlich, den Alltag zu erleichtern. Diese sind in unterschiedlicher Ausführung erhältlich, sodass es für jeden Haushalt und jedes Zimmer die passenden Steckdosen, Stecker und Trommeln zu erwerben gibt. Die unterschiedlichen Arten werden im Folgenden genau erläutert. Auch der Nutzen sowie der Sinn und Zweck sind die Grundvoraussetzung für einen sicheren Einbau in Ihr Zuhause.

Was genau ist ein Schukostecker und welchen Vorteil bringt er mir?

Der Schukostecker, auch umgangssprachlich nur Schuko genannt, bedeutet Schutz-Kontakt. Er ist der am weitesten verbreitete Stecker weltweit. Neben diesem finden sich noch landestypische Stecker wie die Euroflachstecker, die französischen Stecksysteme und die der Briten, Schweizer, Dänen und Italiener.

Aufbau des Schukosteckers im Einzelnen

Ein Schukostecker besteht in der Regel aus zwei Metallstücken und einer Vertiefung, die als Schutzkontakt dient. Dies ist auch der dritte Pol, der verhindert, dass es zu einem Stromschlag kommt. Den optimalen Schutz vor diesem unfreiwilligen „Zusammentreffen“ bietet die Konstruktion des Steckers mit der dazugehörigen Steckdose. Erst durch die Vereinigung der beiden Elemente kann Strom fließen. Wird der Stecker in die Dose geführt, schließt sich zuerst der Schutzleiter, bevor es zu dem eigentlichen Stromkreis kommt. So wird gewährleistet, dass der Bediener in keinem Fall mit Strom in Berührung kommt. Wird der Stecker nach der Benutzung wieder aus der Dose entfernt, ist dies in unterschiedlicher Reihenfolge zu beobachten. Zuerst wird der Stromkreis unterbrochen, erst danach wird der Schutzleiter abgeschaltet. So ist bis zum Ende des „Vorgangs“ der Schutz für alle Beteiligten gewährleistet.

Spannung und Strom – technische Daten rund um den Schukostecker

Wollen Sie eine Spannung von 220 V bis 240 V aufbauen, ist der Schukostecker das richtige Handwerkszeug für Sie. Es gelten hierbei andere Vorschriften, wenn Sie mit dem Wohnmobil unterwegs sind oder Sie sich im Ausland befinden. Es empfiehlt sich, sich hierbei vorab über die dortigen Strom- und Spannungsverhältnisse zu informieren. So ist sichergestellt, dass Sie auch dort Strom haben.

Die Schukostecker der Bauart CEE 7/7 besitzen ein nationales Prüfsiegel. Das bedeutet, dass er durch eine europäische Prüfstelle als sicher und kompatibel eingestuft wurde. Dieser Stecker passt somit in fast allen Ländern in Europa. So ersparen Sie sich die Mitnahme eines Adapters, der die Steckdose mit dem Stecker in Einklang bringt.

Der Schukostecker hat Vor– und Nachteile, die in jedem Fall zu beachten sind

In früheren Zeiten galt der Schukostecker als sicherster Anschluss zwischen Steckdose und dem Stecker. Dies hat sich im Laufe der Jahre verändert.

Die Vorteile des Schukosteckers sind im Einzelnen:

  • Sobald der Stromkreislauf sich schließt, kann man mit keinem Körperteil die Kontaktstellen erreichen. So verhindert man schwere Unfälle, die auch mit dem Tod enden können.
  • Dieser geschieht einerseits durch den sogenannten Kragen, der an der Dose sitzt. Dieser umschließt die gesamte Steckergrundfläche, und man kommt als Benutzer damit nie in Berührung.
  • Auch der bereits erwähnte, vorab geschlossene Schutzleiterkreislauf bietet hochrangige Sicherheit. Durch die automatische Abschließung des sicheren Stromkreises kann man ohne Bedenken seine Geräte anschließen.
  • Haben Sie Kinder zuhause oder arbeiten Sie in einer Einrichtung mit Kleinkindern zusammen, sollten Sie überlegen, ob Sie eine Abdeckung an der Steckdose anbringen. Diese kann verschlossen, fest angedrückt oder lediglich mit Spezialwerkzeug geöffnet werden. Nach dem Gebrauch wird die Abdeckung wieder angebracht.
  • Wollen Sie eine dauerhafte Lösung, sind sogenannte „Kinderschutz-Plättchen“ eine optimale Alternative. Erst durch das Einsetzen des Schukosteckers werden die sichtbaren, in der Steckdose verbauten Plastikabdeckungen hinein – oder seitlich weggedrückt. Sobald der Stecker wieder gezogen wird, klappen die Plättchen automatisch und in Sekundenschnelle wieder zurück in die Ausgangsposition. Dadurch besteht nie die Gefahr, dass ein Kind in die Steckdose greifen kann.
  • Normalerweise bestehen aber die heutigen Modelle aus Öffnung, die nur durch den Druck des passenden Steckers aufgehen. So sind andere Gegenstände wie eine Stricknadel oder eine Schere nicht in der Lage, einen Stromkreislauf zu eröffnen.

Achten Sie, wenn Sie eine Nachrüstung ins Auge fassen, darauf, dass auch die jeweils landesüblichen Richtlinien eingehalten werden. Oft verändert sich durch einen Einbau von Plastikabdeckungen die Tiefe der Eintrittsstellen für die Kontaktstifte. So ist in Österreich beispielsweise die nachträgliche Anbringung von Schutzvorkehrungen strengstens verboten.

Nachteile des Stecksystems sind im Folgenden:

  • Die Verpolungssicherheit ist für moderne Anschlussgeräte nicht gegeben. Dies erhöht normalerweise die Sicherheit für den Benutzer und spart gleichzeitig Geld in der Herstellung. Jedoch sind ältere Schukostecker nicht an die herrschende Sicherheit von bestimmten Geräten angepasst.
  • Die Größe der jeweiligen Steckdose ist immens. Im Vergleich zu einer normalen Steckdose ist das System des Schukosteckers dreimal so groß. Wer wenig Platz hat und zudem noch auf die Ästhetik Wert legt, sollte Sicherheit im Vergleich zu äußerem Aussehen gut abwägen.

Steckdosen in der Wand sind der Klassiker unter den Einbauvorrichtungen

Neben den Tisch– und den Leitungssteckdosen sind die Wandsteckdosen die einfachste und schlichteste Möglichkeit, an Strom zu kommen. Um eine Steckdose in die Wand zu bohren, muss man weder einen Elektriker holen, noch selbst handwerklich sehr geschickt sein. Eine normale Wandsteckdose für den Strom wird unterschieden von den Steckdosen für das Telefon und für die Internet–Datenübertragung.

Die Montage einer Steckdose

Zunächst muss man für den Anbau eine Zuleitung verlegen. Die Stromquelle hierfür ist eine Abzweigdose. Dies kann eine Verteilerdose, aber auch eine Auslass– oder bereits installierte Steckdose sein. Der Stromkreis wird unterbrochen. Für handelsübliche Steckdosen verwendet man blaue, schwarze und grüne Anschlussdrähte.

Diese werden farbgleich mit den Anschlussdrähten an der Abzweigdose verbunden. Die Zuleitung wird an die Stellen geführt, an denen die Steckdose montiert werden soll. Die Zuleitung wird an die Steckdose angebracht. Von den beiden Steckdosenöffnungen führen je zwei Metallzungen hinaus. Daran werden das blaue als auch das schwarze Kabel der Zuleitung geschlossen. Das grüne Kabel verbindet sich mit den offen liegenden Metallplättchen. Dieses dient als Schutzleiterkontakt. So präpariert wird die Steckdose in die Wand montiert. Mithilfe einer Bohrmaschine wird an der gewünschten Stelle das Loch gesetzt. Ist das elektrische Element der Steckdose montiert, werden der Rahmen und die Abdeckung aufgesetzt.

Bei den Steckdosen ist das vorhandene Design eigentlich immer gleich. Der Klassiker ist ein weißes Gehäuse, in welchem die Anschlüsse liegen. Jedoch kann das Material auch an das übrige Zimmer oder etwaige Möbel angepasst werden. So sind die Abdeckungen in unterschiedlicher Farbe erhältlich. Auch das Material ist verschieden: Von Holz über Aluminium ist alles zu haben. Wer mehr Anschlüsse benötigt, kann sich eine Doppelsteckdose einbauen. Diese können nebeneinander als auch untereinanderliegen, was je nach Platzangebot und Geschmack zu entscheiden ist.

Kabeltrommeln gibt es in unterschiedlichen Ausführungen

Kabeltrommeln werden in Profikreisen als große, aus Holz gefertigte Trommeln bezeichnet, die Erdkabel aufwickeln. Jedoch sind haushaltsübliche Kabeltrommeln wesentlich kleiner und bestehen zumeist aus Kunststoff. Dies kommt dem Gewicht zugute. Sie werden im Alltag vor allem als Verlängerungskabel benutzt. Durch die praktische Rolltechnik können sich die Kabel nicht verknoten und das Kabel ist immer problemlos aufzubewahren.

Jede Kabeltrommel besitzt seitlich vier Steckdosen. Durch diese wird das Kabel an die Stromleitung festgesetzt. Je länger das Kabel ist, desto breiter ist auch die Trommel an sich. Ist die Länge nur bei etwa 10 Metern angesetzt, gibt es die Trommel auch in flachem Zustand. Das bedeutet, sie braucht keine Standbeine, sondern kann gelegt werden. Dadurch ist diese Form noch komfortabler im Transport.

Die Kabeltrommel kann auch mit einem Bügelgriff und Standhalterungen ausgestattet sein. So ist sie leicht zu transportieren und auch im Freien zu benutzen. Achten Sie darauf, dass die Kabeltrommel immer in trockener Umgebung und nicht in der Nähe von Kindern aufgestellt wird.

Technische Eigenheiten der Kabeltrommel in der Zusammenfassung

Bei einer Kabeltrommel können im angeschlossenen Zustand leicht Überhitzungszustände entstehen, auch ein Durchbrennen, ein Wärmestau und ein Kabelbrand sind häufiger als bei normal liegenden Kabeln. Die maximale Leistung, die alle angeschlossenen Geräte an die aufgerollte Trommel haben dürfen, ist im aufgerollten Zustand geringer als im abgerollten. Die Wärmeabgabe ist dadurch enorm erschwert. Deshalb gilt es auch, bereits beim Kauf darauf zu achten, dass ein entsprechender Schutz davor herrscht. Auch sollte möglichst das komplette Kabel bei der Benutzung abgerollt sein. Nur so kann ein optimaler Schutz und die Langlebigkeit von Kabeltrommeln gewährleistet werden.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, legen Sie Wert auf eine Übertemperatursicherung. Diese unterbricht den Stromfluss, wird das Kabel zu heiß. Jedoch ist diese Eigenschaft nicht ohne Weiteres erkennbar. Außerdem sind diese unterschiedlich in der Anwendung. So schalten sich einige Regler automatisch ab und auch wieder an, die Temperatur kühlt sich ab.

Bei anderen geht lediglich der Strom aus, die Kabel bleiben jedoch warm. In diesem Fall gilt es, die Kabel komplett auszulegen und sie so abzukühlen. Alle angewandten Stecker sind zu ziehen, sodass es an diesen zu keinerlei Schäden kommen kann. Auch ist dies eine Vorsichtmaßnahme für die erste Variante. Sind noch Geräte angeschlossen, gehen diese direkt wieder an. So können schwere Unfälle bei Unachtsamkeit entstehen.

Das Abrollen erfolgt bei kleineren Trommeln durch angebrachte Griffe, bei der großen Variante gibt es gar eine Handkurbel, die eine erleichterte Handhabung gewährleistet.

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