Wirkungsvoller Schädlingsschutz für den Haushalt: spezielle Insektenvernichter, Sprays und Fallen

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Wirkungsvoller Schädlingsschutz für den Haushalt: spezielle Insektenvernichter, Sprays und Fallen

Im Sommer erreichen Mücken- und Fliegenpopulationen ihre maximale Ausdehnung. Nach nur wenigen Minuten bei offenem Fenster sind zahlreiche Insekten ins Haus oder die Wohnung gelangt. Besonders im Schlaf und bei der Arbeit sind sie lästig. Damit man sich ihrer dauerhaft entledigen kann, wurden zahlreiche Mittel zur Insektenbekämpfung entwickelt. Einige dieser Mittel sollen Sie im Rahmen der folgenden Zeilen kennenlernen. Einen zentralen Platz wird dabei zunächst ein Klassiker unter den Insektenbekämpfungsmitteln einnehmen, die Fliegenklatsche. Sie lernen die normale und die moderne elektrische Ausführung kennen. Im Anschluss erfahren Sie Wissenswertes zu Fliegengläsern und elektrischen Lampen zur Fliegenbekämpfung. Im abschließenden zweiten Teil soll der Fokus vordergründig auf Insektiziden liegen. Sie lernen alles Wichtige zur Funktionsweise von Repellents, Sprays und Elektroverdampfer.

Die Fliegenklatsche – ein Klassiker der Insektenvernichtung

Der Aufbau der meisten Fliegenlatschen ist gleich. Sie bestehen aus zwei Teilen, einem länglichen Kunststoffgriff und einem daran angebrachten Kunststoffgitter. Ihr Vorteil besteht in der intuitiven Handhabung. Bereits nach einigen Übungsversuchen erzielt der Anwender eine effektive Wirkung. Darüber hinaus gibt es zwei weitere Vorteile. Fliegenklatschen können preisgünstig hergestellt werden und sie funktionieren ohne giftige Zusatzstoffe.

Bei aller Einfachheit haben Fliegenklatschen einen großen Nachteil. Häufig wird die Fliege durch die schlagartige Kraftentladung zerdrückt. Auf Textilien und Tapeten entstehen dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit Flecken. Als Konsequenz darauf gingen die Hersteller zur Fertigung elastischer Modelle über. Die Fliege wurde dabei zerdrückt, ohne gänzlich zerquetscht zu werden. Das Material des Gitters gibt nach.

Die elektrische Fliegenklatsche

Eine Alternative zur normalen Ausführung ist die elektrische Fliegenklatsche. In der Form ähnelt sie einem Tennisschläger. Die Schlagfläche ist oval und von einem Gitternetz durchzogen. Über einen kleinen Knopf am Griff kann man dieses Gitter unter Strom setzen. Der Stromfluss wird solang aufrechterhalten, wie der Finger den Knopf herabdrückt. Über dem spannungsführenden Gitternetz sind zusätzliche Streben angebracht. Sie dienen als Handschutz. Die Streben sind gerade so weit auseinander, dass eine Fliege hindurchpasst.

Zur Stromversorgung dienen zwei Batterien, die im Schläger eingesetzt werden. Beachten Sie, dass elektrische Fliegenklatschen ein wenig anders verwendet werden als die normalen. Man schlägt damit nicht auf sitzende Fliegen. Man versucht, sie im Flug zu treffen. Gerät die Fliege in das Gitter, entsteht ein Funke und eventuell ein leiser Knall. Der elektrische Schock, den die Fliege erleidet, tötet sie nicht in jedem Fall. Unter Umständen wird sie nur betäubt. Setzen Sie sie in diesem Fall weiter dem Strom aus oder nutzen Sie eine normale Fliegenklatsche, um sie zu töten.

Der Fliegenfänger

Dieses Insektenfangmittel funktioniert halb physikalisch und halb chemisch. In der heutigen Ausführung besteht er meistens aus einem klebenden Pappstreifen, der aus einer Hülse herausgezogen und an der Decke aufgehangen wird. Er hat eine Länge von ca. einem halben Meter. Seine Breite beträgt etwa 5 cm. Um den hängenden Pappstreifen an der Decke zu befestigen, ist eine Reißzwecke beigelegt. Für den Gebrauch in Tierställen gibt es besonders große Ausführungen.

Nachdem man die Hülse an der Decke angebracht hat, zieht man den unteren Verkleidungszylinder mit einer Drehbewegung heraus. Dadurch wird die Klebeschicht auf ihre volle Länge gebracht. Der Fliegenfänger entfaltet seine Wirkung unmittelbar. Bereits nach wenigen Augenblicken werden Fliegen von dem Lockmittel angezogen, das sich auf dem Streifen befindet. Durch die starke Klebewirkung des Bandes können die Fliegen sich nicht selbstständig aus der Falle befreien.

Man nutzt verschiedene Stoffe zur Herstellung der Oberfläche. Verbreitet sind Honig, Naturharz, Lockstoffe und Kolophonium. Vor dem Kauf eines Fliegenfängers sollten Sie sich vor Augen halten, dass er einen Raum nicht innerhalb kurzer Zeit von sämtlichen Fliegen befreit. Bis sich die Anzahl merklich verringert und der Lockstoff sich gut genug verbreitet, können mehrere Tage vergehen.

Das Fliegenglas

Wie der Fliegenfänger basiert auch das Fliegenglas auf einer Lockwirkung. Es handelt sich dabei um eine Karaffe aus Glas, deren Boden nach innen gestülpt wird. Auf der Unterseite des Glasbehälters befindet sich ein Loch, an dessen Seite sich eine konzentrische Rinne befindet. Hängt man das Fliegenglas nicht an der Decke auf, sorgen Standfüße für einen Abstand zwischen Glas und Boden.

In der Rinne wird eine süße Flüssigkeit gelagert. Man nutzt Honigwasser, Fruchtsaft und Limonade. Um zu verhindern, dass nützliche Tiere wie Bienen angelockt werden, mengen Sie der Flüssigkeit ein wenig Bier hinzu. Zur Anlockung von Schmeißfliegen nutzen Sie eine Mischung von Wasser mit Fleisch- oder Fischresten. Die Insekten fliegen durch das untere Loch. Da sie sich anschließend am Licht orientieren und das Behältnis aus Glas ist, finden Sie kaum wieder heraus. Nach einiger Zeit geht ihr die Kraft aus und sie ertrinkt in der Flüssigkeit.

Wie funktioniert ein elektrischer Fliegenvernichter?

Elektrische Schutzeinrichtungen haben Apparaturen wie das Fliegenglas heute weitestgehend abgelöst. Zwei Teile sind für die Funktionsweise des Geräts maßgeblich. Das erste davon ist eine Lampe, die einen sehr hohen Anteil von UV-Licht aussendet. Sie hat die Aufgabe, Insekten im Dunkeln anzulocken. Sie bewegen sich instinktiv auf das Licht zu und geraten dabei in das Metallgitter vor der Lampe. Das Gitter besteht aus zwei nebeneinanderliegenden Drähten, die elektrisch voneinander isoliert sind. Sie stehen unter einer hohen Spannung. Wenn das Insekt beide Drähte berührt, wird der Stromkreis geschlossen und es wird getötet. Unter der Lampe ist in der Regel eine Auffangschale angebracht. Getötete Insekten sammeln sich darin und können ohne Mühe entsorgt werden.

Damit der Besitzer des Geräts selbst keinen Schaden davonträgt, ist es von einem Kunststoffkäfig oder einem geerdeten Käfig aus Metall umgeben. Der Berührungsschutz für Elektrogeräte ist vorgeschrieben. Die Einrichtung hat auch den Zweck, sehr große Insekten am Eindringen zu hindern.

Ein Problem der Lampe besteht darin, dass die im Sommer besonders häufig vorkommenden Mücken nur in geringem Maße davon angelockt werden. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht nur auf Licht, sondern auf die Atemluft von Lebewesen reagieren. Weiterhin ist anzumerken, dass elektrische Insektenvernichter auch Arten anziehen, die ohne die Lampe nicht in die Nähe gekommen werden. Da es sich hierbei auch um nützliche Tiere handeln kann, ist der Gebrauch der Lampe im Freien entsprechend dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. Kritik wird weiterhin an dem Umstand geübt, dass kleine Insekten zwar getötet, große aber angebrannt werden und qualvoll sterben. Die elektrische Fliegenklatsche stellt unter diesem Aspekt eine Alternative dar. Sie kann Insekten zwar durch einen Schlag töten, lockt sie aber nicht an.

Insektizide – chemische Insektenbekämpfung

Insektizide werden im Raum verteilt, um Insekten zu bekämpfen. Zwei verbreitete Formen sind das Insektenspray und der Elektroverdampfer. Beide richten sich ausnahmslos gegen alle Insekten. Genau wie beim elektrischen Insektenvernichter ergibt sich die Problematik, dass dabei auch nützliche Insekten sterben können. Die Inhaltsstoffe sind weiterhin für den Menschen tendenziell gesundheitsschädlich.

Es gibt zwei wichtige Stoffe, die zur Insektenvernichtung eingesetzt werden. Einer davon ist Pyrethrum, die anderen sind Pyrethroide. Pyrethrum ist der Stoff, der am längsten zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt wird. Man stellt ihn aus den Blüten diverser Chrysanthemen-Arten her. Sein Vorteil besteht darin, dass er für Insekten zwar giftig, für Tiere mit beständiger Körpertemperatur aber ungefährlich ist. Pyerthroide sind halbsynthetisch. Man stellt sie aus veränderten Wirkstoffen der Chrysanthemen her. Gegenüber Pyrethrum weisen sie zwei Vorteile auf. Sie sind wesentlich stärker und sie belasten die Umwelt weniger.

Es handelt sich bei Insektensprays um Gifte, die bei Kontaktherstellung mit dem Insekt wirken. Sie blockieren die Natriumkanäle der Nerven. Durch die schnelle Wirkung verenden die Insekten innerhalb weniger Augenblicke. Beachten Sie immer, dass das Mittel für Fische besonders gefährlich ist.

Der Elektroverdampfer

Der Elektrodampfer ist ein Insektenvernichtungsmittel, das permanent eine bestimmte Menge Geruchsstoff an das Zimmer abgibt. Man versorgt ihn über eine Steckdose mit Energie. Im Innenbereich des Verdampfers finden sich mehrere Heizbauteile, in denen Duft-Pads enthalten sind (z.B. in Gelform). Der Geruch wird durch die Erhitzung freigegeben. Über die Insektenvernichtung hinaus hat der noch eine andere Aufgabe. Man verwendet ihn auch, um Räume mit einem angenehmen Geruch zu füllen. Man nutzt statt dabei Duftstoffe statt des Insektizids. Wie viele Sprays arbeiten Elektroverdampfer mit Pyrethrum. Pyrehtroiden und Transfluthrin.

Schutz vor Insekten mit einem Repellent

Ein Repellent ist ein Stoff, der von Insekten gerochen wird. Er hat eine abschreckende Wirkung, ohne sie zu töten. Eine große Gruppe dieses chemischen Mittels dient der Abschreckung von Gliederfüßen wie Bremsen, Mücken und Zecken. Es gibt verschiedene natürliche Alternative zum Repellent. Sie können Lippenblütler oder Myrtengewächse verwenden. Auch Süßgräser und Zedern werden als natürliche Insektenabschreckung genutzt. Beachten Sie, dass die Wirkung ätherischer Öle auf Insekten nur beschränkt ist und nach einiger Zeit nachlässt.

Informieren Sie sich in Testberichten, wie lang die Wirkung eines Repellents anhält. Zwei Stunden sollten mit einem natürlichen Mittel mindestens möglich sein. Chemische Ausführungen halten häufig problemlos mehrere Stunden. Sie enthalten Stoffe wie Diethyltoluamid und Icaridin. Achten Sie vor dem Kauf genau auf die enthaltenen Inhaltsstoffe. Sie beugen damit eventuell auftretenden Unverträglichkeiten vor. Repellents gibt es in verschiedenen Formen. Man nutzt Gels, Sprays und Emulsionen. Mit zusätzlichen Inhaltsstoffen können sie eine zusätzliche kosmetische und parfümierende Wirkung enthalten.

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