Wirklich immer grün: Ziersträucher wie Eukalyptus, Roter Bambus & Co

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Wirklich immergrün: Ziersträucher wie winterharter Eukalyptus, Roter Bambus oder Blaue Zwerg-Palme

Immergrüne Pflanzen sind diejenigen, die den Gärten ihre Struktur und Basis verleihen. Während sie in den warmen Sommermonaten all den bunten Blumen und Blütendolden den Vorrang lassen, zeigen sich ihre Stärken dann, wenn Tulpen und Vergissmeinnicht verblüht sind und die Laubbäume ihre Blätter verloren haben. Ohne die Immergrünen wäre ein jeder Garten sehr kahl und offen für jedermanns Blicke. Die immergrünen Sträucher machen ihrem Namen alle Ehre und behalten ihr Blattwerk das ganze Jahr über. Die besonders beliebten unter ihnen sind zudem winterhart und erfreuen ihre Besitzer für einen langen Zeitraum. Immergrüne Ziersträucher wie Lorbeer, Bambus oder Eukalyptus bilden ein schönes Kontrastprogramm in der weißen Winterwelt, sind in der Regel sehr pflegeleicht und lassen sich gut in die gewünschte Form bringen. Auch Hobbygärtner können sich schnell mit dem richtigen Vorgehen beim Einpflanzen, Düngen und Zurechtstutzen anfreunden und werden bald auch imposantere Palmenarten oder exotische Mahonien ausprobieren wollen. Entdecken Sie die Vorzüge der winterharten Ziersträucher und erfreuen Sie sich über das ganze Jahr an den farbenfrohen Blättern.

Fernöstliche Note im Schrebergarten: Bambus als winterharter Blickfang

Buchsbäume und Zypressen sind als Ziersträucher natürlich gut und schön, wirken allerdings etwas altbacken und in die Jahre gekommen. Seit fernöstliche Stilrichtungen auch in Deutschland die Wohnzimmer erobert haben, bahnen sie sich langsam ihren Weg in unsere heimischen Gärten. Warum auch nicht? Statt der typischen Ligusterhecke wählen Sie als Zaunbegrenzung den Roten Bambus. Dieser pink-rote Blickfang wird unter Botanikern auch als „Asian Wonder" bezeichnet und beschert Ihrem Garten einen ganzjährigen Farbtupfer. Die herrlich leuchtenden Röhren passen sehr gut zu einem Gartenteich und können je nach Größe einen Durchmesser von bis zu 2 Zentimetern haben. Das satte Grün der Blätter bildet einen sehr schönen Kontrast zum Rot des Holzes und hat vor allem in einer verschneiten Winterlandschaft eine ganz bezaubernde Wirkung. Die Pflanze kann dabei bis zu vier Meter an Höhe erreichen und ist in ihrer Pflege sehr genügsam. Sie braucht nicht viel Wasser und kann es sowohl in der Sonne als auch im Schatten gut aushalten. Trotz seiner exotischen Herkunft konnte sich der Bambus auch mit den mitteleuropäischen Klimabedingungen anfreunden und überdauert im Garten mehrere Jahre.

Die Pflanzung des Roten Bambus ist an sich unkompliziert. Graben Sie ein etwa 50 Zentimeter tiefes Loch an einem passenden Standort. Die ausgehobene Erde sollten Sie mit einem Dünger vermengen. Setzen Sie die Pflanze in die Erde und bedecken Sie diese daraufhin mit dem Düngergemisch. Treten Sie die Erde fest und gießen Sie alles ordentlich an. Sie können den Bambus auch als Kübelpflanze halten. Dafür sollte das Gefäß einen Durchmesser von mindestens 50 Zentimetern haben, damit die Pflanze ausreichend mit Wasser versorgt werden kann. Insgesamt hat Bambus einen recht hohen Wasserverbrauch. Auch im Winter sollten Sie die Pflanze regelmäßig gießen. Vermeiden Sie dabei jedoch Staunässe.

Nicht nur etwas für Koalas: immergrüner Eukalyptus für den Garten

Eigentlich sollte er Immerblau heißen – der Azura Eukalyptus. Die besondere Eukalyptussorte mit den azurblauen Blättern ist wunderbar für die deutschen Wetterbedingungen geeignet. Im Winter hält er auch Frosttemperaturen von bis zu -20 Grad stand. Doch damit nicht genug. Die neue Züchtung verströmt einen sehr angenehmen Duft und vertreibt zudem lästige Fliegen. Sie selbst können entscheiden, wie Sie den Eukalyptus gestalten. Pflanzen Sie ihn in einen üppigen Kübel oder lassen Sie ihn frei in Ihrem Vorgarten stehen, wo er sowohl als Busch als auch als ausgewachsenes Bäumchen sehr schön zur Geltung kommt. Die mehrjährige Pflanze mag es sonnig und bedarf keiner großen Pflege. In seinen hartlaubigen Blättern wird die Verdunstung optimal reduziert, sodass auch längere Trockenperioden gut überstanden werden können. In den Sommermonaten Juni und Juli trägt die besondere Sorte ein fabelhaftes Blütenkleid. Von Weiß über Rot bis Lila präsentieren sich je nach Sorte die eigentümlichen Blüten, die entfernt an eine Pusteblume erinnern. Alle zwei Wochen sollten Sie der Pflanze einen Schluck Universaldünger gönnen.

Südsee-Flair zwischen Gartenzwergen: die Blaue Zwerg-Palme

Herrlich blau schimmern die hübschen Palmenwedel der attraktiven winterharten Pflanze - der Blauen Zwerg-Palme. Sie fühlt sich sowohl in einem Kübel als auch direkt in der Gartenerde ausgesprochen wohl und kann immerhin eine stattliche Größe von bis zu drei Metern erreichen. Die Palme aus der Südsee hat es eigentlich gerne sonnig. Doch durch entsprechende Anpassung übersteht sie auch einen deutschen Winter und eisige Minusgrade. Die mehrjährige Pflanze kommt ohne viel Wasser bestens aus und ist auch sonst recht anspruchslos.

Bereiten Sie der Blauen Zwerg-Palme ein hübsches Plätzchen in Ihrem Gartenbeet oder besorgen Sie einen ausreichend großen Pflanzenkübel. Wählen Sie in beiden Fällen einen sonnigen Standort, der zudem vor allzu viel Wind schützen sollte. Setzen Sie die neue Pflanze in ein tiefes Pflanzloch und drücken Sie die Erde gut an. Wässern Sie den Boden kräftig, damit die Palme gut anwachsen kann. Um den Stamm können Sie eine Schicht aus Mulch auf die Erde geben. Ein Flüssigdünger und eine gute Wasserversorgung versprechen ein gutes Wachstum.

Obwohl die Blaue Zwerg-Palme winterhart ist, sollten Sie ihr bei zu starken Minustemperaturen ein wenig helfen. Schützen Sie die Pflanze mit einer dicken Schicht aus Laub oder Rindenmulch. Sind die Palmen noch sehr klein, können Sie Zweige und Reisig wie ein Indianerzelt drum herum stellen. So schützen Sie die Pflanze vor Eis, Frost und Schnee. Wasser benötigt die Zwerg-Palme zwar auch im Winter, allerdings sollten Sie dabei die Frosttage aussparen. Ebenso bedürfen Kübelpflanzen eines gewissen Schutzes. Da es in den Kübeln kein großes wärmendes Erdreich gibt, können die Pflanzen schneller erfrieren. Suchen Sie deshalb im Winter einen Standort nahe der Hauswand. Dort ist es deutlich wärmer als mitten im Garten. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, lassen Sie die Pflanzen in einem Wintergarten oder einfach im Keller überwintern.

Immergrün in leuchtend rot: die Photinia-Hecke

"Red Robin" nennt sich der winterharte Zierstrauch und macht dabei seinem Namen alle Ehre. Strahlend leuchtende Jungaustriebe in einem herrlichen Rot-Ton machen die Pflanze als Hecke oder Busch zum echten Hingucker in der Gartenwelt und bieten eine äußerst attraktive Alternative zum gängigen Gartenzaun. Vor der Pflanzung sollten Sie die ausgehobene Erde mit Blumenerde oder Kompost mischen, bevor Sie damit den eingesetzten Wurzelballen bedecken. Je nachdem, ob Sie die Photinia als Hecke oder als Solitär gestalten möchten, müssen Sie die Pflanze regelmäßig stutzen. Bei einer Hecke lohnt sich der alljährliche Schnitt entweder im Frühjahr oder im Herbst. Dabei werden zu lange Triebe auf die gewünschte Länge heruntergeschnitten, bis alle Äste eine gleichmäßige Verteilung haben und so besser verdichten können. Als frei stehende Pflanze müssen Sie die immergrüne Photinia nicht so häufig schneiden. Erst wenn einige Triebe deutlich abstehen oder sich unansehnliche Lücken bilden, sollten Sie zur Schere greifen. Als großer Gartenkünstler haben Sie auch die Möglichkeit, der Pflanze eine Kugel- oder Quadratform zu verleihen. Das ist ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Exotischer Gartentraum: die Chilenische Honig-Palme

Sand, Strand und Meer – davon träumen die meisten im Sommer wie im Winter und die wenigsten denken dabei daran, dass Sie sich den Inselzauber direkt als winterharten Zierstrauch in ihren Garten holen können. Die mehrjährige, immergrüne Chilenische Honig-Palme kann bei richtiger Pflege eine unglaubliche Höhe von bis zu 25 Metern erreichen und bringt damit den Zauber der Südsee zu Ihnen vor die Haustür. Während sie es im Sommer gern sonnig mag, übersteht sie den Winter selbst bei deutlichen Minusgraden. Wird es doch zu frostig, hilft eine ordentliche Mulchschicht über dem Wurzelballen. Bis auf einen kleinen Schluck Flüssigdünger alle drei bis vier Wochen ist die Palme sehr genügsam und kommt mit wenig Wasser gut aus. Wie der Name schon sagt, ist die Palme ursprünglich in Chile beheimatet. Dort ist sie als Nutzpflanze sehr beliebt. Aus ihr wird der begehrte Palmen-Honig gewonnen - ein recht süßer, aromatischer Saft zum Trinken.

Das Schmuckstück in jeder Saison: der Kirschlorbeer

Absolut blickdicht im Sommer wie im Winter zeigt sich die glänzende Kirschlorbeer-Hecke. Die prächtigen Blätter erlauben nicht den kleinsten Blick und gedeihen vor allem im Halbschatten oder in der Sonne ausgezeichnet. Wie für alle Heckenpflanzen gilt auch hier: Schneiden nicht vergessen. Verleihen Sie der Pflanze die richtige Form und Sie werden sich viele Jahre an ihr erfreuen können. Vor allem die ersten zwei Wochen nach der Pflanzung braucht der Kirschlorbeer sehr viel Wasser, um richtig gedeihen zu können. Mindestens zehn Liter pro Quadratmeter sollten es schon sein. Nach dieser Eingewöhnungsphase ist nicht mehr so viel Wasser nötig.

Kontrastprogramm auf ganzer Linie: das Mahonien-Stämmchen

Nicht nur modisch können Sie Akzente setzen, sondern auch in Ihrem Garten. Mit dem Mahonien-Stämmchen gelingt Ihnen das ohne Zweifel. Während die meisten Pflanzen ihre Blütephase in den warmen Sommermonaten von Mai bis höchstens September haben, mag es das Stämmchen lieber frostig. Diese Pflanze präsentiert sein goldgelbes Blütenkleid erst in der Winterjahreszeit von Dezember bis März und verströmt dabei einen ganz wunderbaren Duft nach Honig. Die Mahonien-Stämmchen zieren Hauseingänge, Gartenwege, Terrassen und Balkone gleichermaßen und wirken in jedem Umfeld äußerst dekorativ. Die mehrjährige Pflanze hat es im Sommer gerne sonnig und kommt im Winter auch an kalten Schneetagen gut zurecht. Zur Unterstützung können Sie die Töpfe mit einem wärmenden Pflanzen-Vlies umwickeln und die Stämme in einen Stammschutz hüllen. Während der Sommermonate eignet sich ein hochwertiger Blühpflanzendünger. Nach der Blüte erhalten Sie die kompakte Form, indem Sie die neuen Triebe stutzen.

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