Winterdecke?

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Es wird kalt in Deutschland.

Aber braucht mein Pferd wirklich eine Decke?

Und welche soll ich dann bloß kaufen?

Bei Pferden, die auch im Winter ordendlich gearbeitet werden, kann rechtzeitiges Eindecken das Wachstum des Winterfells etwas unterdrücken.

Dann gilt aber - einmal Decke - den ganzen Winter eindecken!

Pferde die nicht eingedeckt werden und ein dichtes langes Winterfell haben, stellen die Haare dann auf und sind vor Nässe und Kälte geschüzt. Zum "Schutz" eine dünne Decke auflegen bringt dem Pferd Nichts, denn die Haare werden plattgedrückt und können nicht mehr wärmen.

Pferde die trotzdem viel Fell bekommen, und deshalb nach dem Reiten lange Zeit zum Abschwitzen brauchen, werden oft geschoren.

Geschorene Pferde müssen eingedeckt werden!

Steht das Pferd "nur" in der Box, recht eine Stalldecke aus.

Pferde, die auch bei Wind und Wetter auf Paddock oder Weide kommen, ist eine Wasserfeste Decke notwendig.

Jetzt lese ich desöfteren bei Ebay das auch Turnout, also wasserfeste Decken abschwitzen. Diese Aussage sollte man mit Vorsicht genießen - zwar lassen auch wasserdichte Decken etwas Feuchtigkeit nach draußen, aber ein Pferd das noch richtig abschwitzt gehört erst unter eine Abschwitzdecke!

(Man zieht ja nach einem Waldlauf auch nicht gleich einen dicken Wollpulli an, gell?!)

Um Weidepferde auch bei stetigem Regen reitbar (trocken) zu halte gibt es extra dünne, aber wasserdichte Decken, die dann wie ein kleines Weidezelt wirken- halt nicht wirklich warm, aber trocken und winddicht!

 

Die Wasserfestigkeit kann nach dem Waschen evtl. nachlassen - dann die Decke ordendlich mit Imprägnierspray besprühen, oder schon Wäsche und Imprägnierung bestellen.

Die Größe, wird vom Widerrist, bis zum Schweif gemessen.

Decken werden unter dem Bauch mit Kreuzgurten oder Bauchlatz geschlossen (Bauchlatz nimmt man nicht unbedingt für Wallache, die beim pinkeln nicht ausschlauchen und sich so in den Bauchlatz pieseln).

Meistens ist vorne ein Brustverschluß (sonst wird die Decke Pulloverdecke genannt und muß über den Kopf)

Zur Sicherheit haben fast alle Decken noch Beinschnüre.

Bei den Beinschnüren ging mir in den letzten Wintern fast immer der Karabiner kaputt.

Jetzt hab ich elastische Beinschnüre gekauft und bin begeistert, weil sie für das Pferd angenehmer sind und nicht so leicht kaputtgehen.

Gegen Scheuerstellen an der Schulter, die sich leider auch mit Gehfalten nicht vermeiden lassen, hilft ein elastischer Schulterschutz.(funktioniert leider nicht bei jedem Pferd - bei meinem Schimmel rieb der Schoner über den Wiederrist. jetzt hat seine Winterdecke ein großes Stück Lammfell über dem Wiederrist.

Gehen die Kreuzgurte ständig auf, kann man die Schließen nachträglich mit Gummis ausstatten, die es für sehr kleines Geld im Handel gibt.

Sehr praktisch für Pferde, die schon früh eingedeckt werden, sind zweiineins-Decken, hier kann man die Unterdecke rausknöpfen.

Außerdem sind die einzelnen Decken dann auch in der Waschmaschine waschbar.

Viele Reitsportgeschäfte bieten aber auch einen Wasch und Reparaturdienst für Decken an - einfach nachfragen.

 

Für die Schweinchen unter den Pferden gibt es nachrüstbare Halsteile (klappt super, um bei Schimmeln den Hals sauber zu halten) dieser kann aber auch die Mähne schädigen.

Wichtig ist aber sicherlich auch, daß Pferde im Gegensatz zu uns Menschen keine Frostköddel sind.

Unsere vierbeinigen Freunde lieben es kühl, aber nicht zugig.

Fatal ist die falsch verstandene Pferdeliebe in etlichen Reitvereinen, wo dann sämtliche Türen und Fenster verrammelt werden.

Der entstandene Mief schadet den empfindlichen Pferdebronchien extrem.

Gönnt Euren Pferden also doch auch in der kalten Jahreszeit einen Paddok oder Weidegang zum ausführlichem Rumbuckeln!

Falls ich Euch den einoderandren Tip geben konnte, freue ich ich natürlich sehr über eine positive Bewertung meines Ratgebers!

 

 

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