Winkelverbinder: Schnell und stabil für Bauen mit Holz

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Was wäre die Welt ohne Winkelverbinder ? Vieles, was beim Bauen mit Holz zusammengefügt wird, bleibt durch die praktischen Montagehelfer so zusammen, wie es soll. Zimmerleute lernen zwar noch die klassische Holzbalkenverbindung mit Schlitz, Zapfen und Holzdübeln. Im modernen Holzbau wird aber vorzugsweise mit Winkelverbindern aus Stahl gearbeitet.

 
Winkelverbinder: schnell und stabil für Bauen mit Holz
 













Wissenswert vor dem Kauf von Winkelverbindern

 

Winkelverbinder sind ausgesprochen nützliche und handliche Bauelemente aus Metall. Ob Carport, Gartenhäuschen, Terrassendach, Pergola oder sogar Wintergarten - mit diesen Baubeschlägen kommen auch Heimwerker gut klar.

Winkelverbinder aller Sorten werden selten stückweise, sondern eher in größeren Packungen verkauft. Berechnen Sie grob, wie viele Sie für Ihr Projekt brauchen. Bleiben welche übrig, werden Sie bei ihrem nächsten Do-it-yourself Einsatz froh sein, dass sie noch einen Winkelverbinder in Ihrer Werkzeugecke finden.


Wozu sind Winkelverbinder gut?

 

Mit Winkelverbindern werden Holzteile im rechten Winkel zueinander montiert. Typisch für diese Holzverbinder sind die vielen vorgebohrten Löcher. Sie heißen deshalb auch Lochblech- oder Lochplattenwinkel. Je nach Lochgröße passen Schrauben oder Nägel. Je mehr geschraubt und genagelt wird, desto starrer wird die Verbindung. Seltener sind Holzverbinder, die nur für Nägel geeignet sind. Solche Nagelbretter haben entsprechend kleine Lochbohrungen.


Warum haben manche Winkelverbinder eine Rille?

 

Kräftige Winkelverbinder haben häufig eine rillenartige Vertiefung. Dieser "Sicke" oder "Rippe" genannte Steg sorgt für größere Stabilität. Er verhindert, dass sich der Winkel bei starker Belastung verbiegt. Winkelverbinder mit Steg kommen beim Bauen mit schweren Holzbalken zum Einsatz.


So arbeiten Sie mit Winkelverbindern

 

Schrauben oder nageln Sie den Winkelverbinder stets an beiden Holzteilen fest. Je mehr Schrauben Sie einsetzen oder je mehr Sie nageln, desto stabiler wird Ihre Konstruktion. Wählen Sie die Größe des Winkelverbinders passend zu den Holzteilen, die Sie verbauen: Wollen Sie beispielsweise kräftige Balken mit großen Schrauben sichern, nehmen Sie Beschläge mit entsprechend großen Bohrungen.
Manche Winkelverbinder haben ein längliches Loch. Das kommt zum Einsatz, wenn Sie Sechskantschrauben als Durchgangsschrauben mit Kontermutter verwenden.


Welcher Verbinder zu welchem Zweck?

 

Für leichte Verbindungen benutzen Sie einfache Winkelverbinder. Bei der Montage von Dachlatten genügen zum Beispiel die Maße 40 x 40 x 20 x 2 mm. Lochplattenwinkel sind etwas größer. Sie brauchen Sie für kräftige Balken. Verbinden lassen sich damit Holzteile entweder nebeneinanderliegend vertikal oder aufeinanderliegend horizontal.
Die Maße: von 40 x 40 x 60 bis 100 x 100 x 100.


Starke Winkel für hohe Stabilität

 

Legen Sie Wert auf eine kräftige Verbindung? Dann sind Winkelverbinder mit Bohrungen für Sechskantschrauben richtig. Sie können horizontal und vertikal angebracht werden. Oft verwendet man sie in Kombination mit Nagellöchern.
Winkelverbinder mit Steg nehmen Sie für schwere Lasten: Balken, die L-förmig aufeinanderstoßen und auch Balken, die sich überkreuzen, lassen sich so verbinden.

Tipp: Bei der Überkreuzvariante setzen Sie den Winkel stets oben auf die Balken. Von unten angeschraubt erreicht er nicht die volle Stabilität.


Schräge Verbindungen gibt es auch

 

Für schräge Dachstreben brauchen Sie Winkelverbinder mit einem 135-Grad-Winkel statt der üblichen 45-Grad. Diese Holzverbinder werden Strebenverbinder oder auch Kopfbandverbinder genannt.

Strebenverbinder gibt es auch mit verstellbarem Winkel: Da ist die Mitte eingestanzt und es kann ein beliebiger Winkel gebogen werden.


Noch mehr Baubeschläge aus Metall

 

Für anspruchsvollere Holzarbeiten gibt es spezielle Baubeschläge. Einen Balkenschuh brauchen Sie zum Beispiel, wenn ein Balken stumpf auf einen Querbalken trifft. Ein Sparrenfettenanker eignet sich zum Verbinden von zwei Ebenen.

Sie müssen Holzteile flach und ohne Winkel zusammenmontieren, etwa um längere Strecken zu überbrücken? Dann nehmen Sie Flachverbinder. Es gibt Sie auch in T-Form, dann heißen sie auch so: T-Flachverbinder.


Verzinkt oder Edelstahl?

 

In der Regel sind Baubeschläge aus verzinktem Stahl gefertigt. Sie sind sowohl innen als auch außen einsetzbar. Die Zinkschicht schützt den Stahl zwar vor Korrosion, aber nicht für immer und ewig.

Ist der Winkelverbinder ungeschützt der Witterung ausgesetzt, also "auf Sicht" verbaut, sind Edelstahlwinkel empfehlenswert. Die rosten nicht und sehen schöner aus. Allerdings sind sie auch deutlich teurer.
 


Holzverbinder für Möbelstücke

 

Noch mehr praktische Holzverbinder finden Sie bei den Möbelbeschlägen unter dem Stichwort "Möbelwinkel".
Mit einem Stuhlwinkel beispielsweise können Sie einer wackeligen Sitzgelegenheit wieder zu Stabilität verhelfen. Die ganze Prozedur mit Auseinandernehmen und Neuverleimen können Sie sich so sparen. Möbelwinkel gibt es vorzugsweise in der Edelstahlvariante, aber auch weiß beschichtet oder verchromt. Sie sind kleiner und weniger belastbar als Winkelverbinder aus dem Holzbau.
 

Winkelverbinder – handelsübliche Größen in Millimeter

Winkel

Höhe

Breite

Länge

Stärke

45 ° ohne Steg

50

50

35

2,5

45 ° ohne Steg

50

50

40

2

45 ° ohne Steg

70

70

55

2,5

45 ° ohne Steg

90

90

65

2,5

45 ° mit Steg

90

90

65

2,5

45 ° mit Steg

90

55

55

2,5

45° mit Steg

105

105

90

3

135 ° schräg

50

50

35

2,5

135 ° schräg

70

70

55

2,5

135 ° schräg

90

90

65

2,5

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