Winkelsucher und Augenmuscheln für den professionellen Foto-Einsatz

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Die Fotografie ist ein seit Jahrzehnten beliebtes und weit verbreitetes Hobby. Viele Menschen fühlen sich von der Verbindung aus technischen und künstlerischen Aspekten angesprochen, denn für ein gutes Foto ist neben Gespür, Erfahrung und etwas Glück vor allem gute technische Ausrüstung nötig. Für ein paar Urlaubsschnappschüsse sind die gängigen Kompaktgeräte oder die in Mobiltelefonen integrierten Kameras vollkommen ausreichend, möchte man aber professionelle Bilder schießen, braucht man neben einer guten Kamera auch das passende Kamera- und Fotozubehör. Dazu gehören auch Augenmuscheln und Winkelsucher, um die es in diesem Ratgeber gehen soll. Wir geben wertvolle Tipps zur Auswahl und zum Kauf dieser Zubehörteile.

Winkelsucher – was ist das überhaupt?

Ein Winkelsucher ist ein Zubehörteil, das das Fotografieren aus ungewöhnlichen Positionen heraus erleichtert. Es wird auf den Sucher aufgesteckt oder – vor allem bei sehr hochwertigen Kameras – aufgeschraubt und lenkt das Bild des Suchers mit Hilfe eines Spiegels oder eines Prismas um – in der Regel rechtwinklig, also um neunzig Grad, sodass man das Bild des Suchers von oben oder von der Seite betrachten kann. Es gibt aber auch Winkelsucher, die das Bild nicht in einem rechten Winkel umlenken, sie sind allerdings recht selten.

Manch einer fragt sich jetzt vielleicht, was für einen Sinn das hat – nun, das ist schnell erklärt. Fotografiert man aus einer sehr tiefen oder sehr hohen Position heraus, ist es meist kaum möglich, das Auge hinter dem Sucher zu positionieren. Da man dann praktisch „blind“ fotografieren müsste, ist es sinnvoll, einen Winkelsucher zur Hilfe zu nehmen, weil sich so der Bildausschnitt richtig wählen lässt und man gezielt Fotos machen kann – und nur so können schließlich professionelle Bilder entstehen. Die meisten Winkelsucher sind mit einer Dioptrienkorrektur ausgestattet, sodass sich das Sucherbild anpassen und sich der Sucher auch für Brillenträger ohne störende Brille nutzen lässt.

Auch in der Studiofotografie kommen Winkelsucher öfter zum Einsatz. Soll beispielsweise ein Motiv – wie etwa ein Fotomodell – mit Hilfe eines Stativs aus einer festen, etwas niedrigeren Perspektive abgelichtet werden, wäre es für den Fotografen sehr unbequem, sich für jedes Foto zum Sucher hinunterbücken zu müssen. Mit einem Winkelsucher lässt sich dieses Problem schnell und einfach lösen, ohne dass die Qualität der Fotos in irgendeiner Art beeinträchtigt würde.

Neben den klassischen, rein optisch arbeitenden Winkelsuchern – deren Verbindung übrigens genormt ist, sodass sie auf jede Kamera mit entsprechender Halterung passen – gibt es inzwischen auch elektronische Winkelsucher, die sich allerdings nur auf Geräte des entsprechenden Herstellers montieren lassen. Ein großer Vorteil dieser Winkelsucher ist, dass sich das Display sehr frei drehen und kippen lässt, sodass man nicht an den starren Winkel der klassischen Winkelsucher gebunden ist. Zudem lässt sich das Display auch aus einiger Entfernung noch erkennen. Eine Kamera mit einem solchen Winkelsucher lässt sich noch flexibler einsetzen.

Qualitativ hochwertige Winkelsucher gibt es vor allem von den Firmen Canon und Seagull, bei den elektronischen Winkelsuchern ist das Unternehmen Zigview marktführend.

Augenmuscheln in der Fotografie

Auch wenn es sich wie ein exotisches Mitbringsel aus dem Urlaub anhört, handelt es sich bei der Augenmuschel um ein in der Fotografie weit verbreitetes Zubehörteil, das schon sehr lange genutzt wird, um die Qualität der geschossenen Bilder zu erhöhen. Augenmuscheln gibt es in drei Formen, auf die wir nun im Einzelnen eingehen wollen.

Rechteckige Augenmuscheln

Rechteckige Augenmuscheln sind die am weitesten verbreitete Variante der Augenmuschel. Sie bestehen meist aus einem Gummirahmen, der an drei Seiten eine aufgesetzte Kante hat. Dieser Gummirahmen wird auf den Sucher gesetzt und dient zum einen dazu, das Auge vor einfallendem Licht zu schützen, sodass das Bild im Sucher besser beurteilt werden kann – dementsprechend ist es auch möglich, bessere Bilder zu schießen. Zum anderen hat die Augenmuschel den Zweck, für eine Verbindung zwischen Kopf und Kamera zu sorgen, da die Kamera so ruhiger gehalten werden kann, was sich ebenfalls positiv auf die Bildqualität auswirkt.

Da der Gummirand von rechteckigen Augenmuscheln relativ klein ist, schützen sie das Auge auch nur sehr bedingt vor einfallendem Licht, doch als kleine und kostengünstige Fotohilfe taugen sie allemal.

Runde Augenmuscheln

Runde Augenmuscheln sind – wie der Name schon sagt – rund und zudem mit einem durchgehenden Gummirand ausgestattet. Daher lässt sich das Auge besser an die Augenmuschel pressen, sodass es deutlich effektiver vor Licht geschützt wird. Außerdem sind runde Augenmuscheln meist etwas größer als rechteckige, sodass sie bei der Nutzung deutlich angenehmer sind. Verwendet man die Augenmuschel aber sehr oft, kann der Ring durchaus unangenehm werden, da man das Auge recht fest daran pressen muss, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Runde Augenmuscheln sind praktisch der „Mittelweg“ – sie bieten einen guten Schutz für das Auge und sind relativ angenehm zu nutzen, dafür sind sie aber auch etwas teurer als rechteckige Augenmuscheln.

Augenmuscheln in Tränenform

Augenmuscheln in Tränenform sind quasi das „Luxusmodell“ unter den Augenmuscheln. Auch sie sind rund geformt, haben aber einen sehr großen, kegelförmigen Rand, der schräg abgeschnitten ist, sodass die Muschel perfekt an die Form des Kopfs angepasst ist. Bei Augenmuscheln in Tränenform wird das Auge vollkommen vor einfallendem Licht geschützt, sodass man sich voll und ganz auf das Bild im Sucher konzentrieren und professionelle und schöne Bilder schießen kann. Da man diese Art der Augenmuscheln nur locker an das Gesicht halten muss, um eine Wirkung zu erzielen, kann sie auch über Stunden hinweg verwendet werden, ohne das Schmerzen oder andere Beeinträchtigungen auftreten.

Die hohe Wirkung von Augenmuscheln in Tränenform hat allerdings auch ihren Preis – sie sind mit Abstand die teuersten Modelle unter den Augenmuscheln.

Lohnt der Kauf von Augenmuscheln und Winkelsuchern?

Die Frage auf diese Antwort lautet eindeutig: Ja – gefolgt von einem Aber. Wie bei fast jedem Zubehörteil für die Fotografie können Winkelsucher und Augenmuscheln nur unter bestimmten Bedingungen sinnvoll eingesetzt werden. Fotografiert man nicht unter diesen Bedingungen, ist die Anschaffung eines Winkelsuchers oder einer Augenmuschel natürlich auch vollkommen überflüssig.

Fotografiert man allerdings häufig bei Sonnenschein in der freien Natur oder bei sehr grellem Licht, lohnt sich der Kauf einer Augenmuschel allemal. Für den Anfang genügt meist eine rechteckige Augenmuschel – ist man auf den Geschmack gekommen und nutzt die Muschel sehr häufig, kann man bei Bedarf eines der höherwertigen Modelle nachkaufen.

Winkelsucher sind dann sinnvoll, wenn man häufig aus sehr hohen oder niedrigen Positionen fotografiert – beispielsweise bei der Natur- oder Gebäudefotografie. Elektronische Winkelsucher können allerdings für alle Nutzer interessant sein, da sie es ermöglichen, wie bei einer Kompaktkamera mit Hilfe eines Vorschaubilds zu fotografieren – bei digitalen Spiegelreflexkameras war dies bislang aufgrund des Rückschwingspiegels nicht möglich.

Was man beim Kauf von Winkelsuchern und Augenmuscheln beachten sollte

Bei gebrauchten Zubehörteilen – vor allem bei Winkelsuchern – sollte man sich vor dem Kauf möglichst umfassend über den Zustand des Artikels informieren, um später keine böse Überraschung zu erleben. Hier hilft normalerweise die Produktbeschreibung weiter. Sollte sie nicht ganz klar formuliert sein, kann man auch noch einmal beim Verkäufer nachfragen. Ein einwandfreier Zustand ist gerade bei Winkelsuchern sehr wichtig, denn sollte die Optik beschädigt sein, wird der Sucher komplett unbrauchbar. Augenmuscheln können relativ problemlos gebraucht gekauft werden, da sie praktisch kaum zu beschädigen sind. Sollte die Augenmuschel aber sehr alt sein, ist es möglich, dass das Gummi ausgetrocknet und dementsprechend porös und hart ist – hier sollte man natürlich von einem Kauf absehen.

Vor allem Augenmuscheln sind oft Teil eines Produktbündels, das verschiedenes Fotozubehör enthält. Ist man ohnehin auf der Suche nach einem Teil aus dem Paket, bietet sich so eine gute Gelegenheit, kostengünstig das Fotografieren mit einer Augenmuschel ausprobieren zu können. Darüber hinaus spart man mit einem Produktbündel oft noch viel Geld, da die einzelnen Teile meist zusammen weit mehr kosten als das Paket.

Fazit

Augenmuscheln sind eine sinnvolle Ergänzung zur Fotoausrüstung, vor allem dann, wenn man häufig in hellem Licht fotografiert, etwa bei Sonnenschein oder in gut ausgeleuchteten Studios. Da gerade rechteckige Augenmuscheln relativ günstig zu bekommen sind, lohnt es sich aber auch, eine solche Augenmuschel zu kaufen, selbst wenn man nicht unter den oben genannten Bedingungen fotografiert. Man kann die Augenmuschel ausprobieren und mit ihr experimentieren und dabei ihre Vorzüge kennenlernen.

Auch Winkelsucher lohnen sich für ambitionierte Fotografen, denn sie ermöglichen es, bequem aus ungewöhnlichen Perspektiven zu fotografieren, was oftmals beeindruckende und erstaunliche Bilder ermöglicht. Der Kauf eines Winkelsuchers lohnt sich zudem für Studiofotografen, die häufig mit einem Stativ arbeiten, da es sich so wesentlich angenehmer fotografieren lässt. Ein elektronischer Winkelsucher ist – neben seiner eigentlichen Funktion – vor allem als Vorschauanzeige interessant, da sich mit ihm auf sehr unkomplizierte Art und Weise Schnappschüsse machen lassen.

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