Windows vs. MacOS – Ein Vergleich

Windows vs. MacOS – Ein Vergleich

Mit Windows und MAC OS dominieren zwei Betriebssysteme den Markt für Heimcomputer – das ist so weit bekannt. In der Tat spielen die durchaus vorhandenen, aber teilweise sehr exotisch anmutenden Alternativen nur eine untergeordnete bis verschwindend geringe Rolle. Sie tummeln sich meistens in Nischen, von denen der durchschnittliche Anwender keine Kenntnis hat. In der Breite hingegen ist am Fenster- oder Apfel-Symbol praktisch kein Vorbeikommen. Das ist kein Wunder, bedenkt man die tragende Rolle der beiden Firmen Microsoft und Apple, die sie im Laufe der Computerentwicklung gespielt haben und heute noch spielen. Im Grunde wären PCs in der vertrauten Form kaum vorstellbar, hätten nicht die Innovationen der beiden Branchenriesen für die entscheidenden Impulse gesorgt. Transportabel und mit übersichtlicher Benutzeroberfläche, ganz ohne Eingabe einer Kommandozeile, stattdessen startet die Anwendung mit einem simplen Mausklick – eine derart selbstverständliche Abfolge in der PC-Bedienung geht unmittelbar zurück auf die ersten Erfindungen von Apple und Microsoft. Bei aller Konkurrenzsituation verstanden und verstehen sich beide Firmen auf ein durchaus kollegiales Miteinander. Immer wieder kommt es zu Kooperationen, wobei beide peinlich genau darauf achten, sich nicht zu sehr anzunähern - ein gewisses Maß an Wettbewerb ist eben unverzichtbar. Auch in der Vergangenheit arbeiteten beide schon eng zusammen: ein Phänomen, das im Übrigen für weite Bereiche der Branche gilt – auch wenn die Außendarstellung gerne ein knallhartes Image zu transportieren versucht.

Anhand dieses Ratgebers erfahren Sie alles Nützliche und Wissenswerte über Windows und MacOS – von den einzelnen Versionen über die Konfigurationen der Bausätze bis hin zu den Vor- und Nachteilen in der täglichen Anwendung. Diese Informationen stellen eine gute Basis für spätere Kaufentscheidungen dar.

Ohne Image kein Stammpublikum: Produkte von Apple und ihre Neuerfindung

Das einst bunte Apfel-Logo stand lange Zeit für die technischen Spielzeuge absoluter Experten. Während in der Breite und mit Durchsetzung von Windows 95 die Software von Microsoft einen weltweiten Triumphzug antrat, traten die als zu speziell geltenden und im Grunde nur Wenigen verständlichen Apple-Computer in die zweite Reihe. Geschickt bediente die Windows-Software die Produktlinien diverser Hersteller entsprechender Hardware und folglich waren der Kombinationsfreude kaum Grenzen gesteckt. Apple hatte das Nachsehen, bis es die richtungsweisende Entscheidung traf, auf Intel-Prozessoren umzurüsten. Damit war die Öffnung zum Markt hin getan und der Nutzer in der Lage, seine Microsoft-basierte Software auch auf einem MAC, dem Standard-PC von Apple, aufspielen und vollumfänglich nutzen zu können. Seitdem existiert eine überschaubare Abwanderung von Windows hin zu MAC OS, dem Betriebssystem von Apple. Doch der Verkauf von Betriebssystemen erstreckt sich auch auf die zuvor unerreichbare Gruppe der MAC-Anwender.

Vorzüge des Apple-PCs

Der wohl größte Vorzug eines Apple-PCs, seine Geschwindigkeit, bleibt den Nutzern eines Windows-Betriebssystems dabei erhalten. Im direkten Vergleich erlangt sie Topwerte, die zurückzuführen sind auf die einheitliche Konstruktion und eine optimale Abstimmung der einzelnen Bauteile untereinander. Der reibungslose Ablauf ist das Markenzeichen Apples. Das deutlich komplexere Gebilde eines Desktop-Rechners unter Windows läuft im Wesentlichen störanfälliger, von der enormen Sicherheitslücke ganz zu schweigen. Diese war lange Jahre das große Plus von Apple, da im Prinzip nicht vorhanden: Aufgrund der relativ geringen Verbreitung von Apple-Geräten war die Attraktivität für Hacker- oder Virenangriffe schlichtweg nicht gegeben. Bei fortschreitender Popularisierung jedoch dürfte die Sicherheitslage in der Zukunft nicht mehr ganz so souverän ausfallen. Noch aber gelten MACs und Co. als erstaunlich sicher in Sachen Virenschutz.

Mit neuem Design zum Erfolg

Neben den technischen Aspekten spielt auch der finanzielle Aspekt bei der Kundengewinnung eine Rolle. Auch hier lag Apple mit seinen immer etwas avantgardistischen und nicht selten in der farblichen Gestaltung verschreckenden Geräten lange im Hintertreffen. Erst die Einführung einer gewissen schlichten Note – das knallbunte Logo wurde zu einem grauen – lockte eine Klientel an, die nicht primär auf die neuesten Errungenschaften des Marktes, sondern eben auch auf die Anwendbarkeit achtete. Dafür war es auch notwendig, die Preise signifikant zu senken. Bis heute kosten Computer mit dem Apfel-Logo allerdings immer noch deutlich mehr als vergleichbare Windows-geeignete Rechner.

Mobil und stationär: Apple ist Pionier und marschiert bis heute an der Spitze

Der hauptsächliche Vorteil eines Apple-Geräts liegt in der bereits erwähnten technischen Balance: Die Produktion aus einem Guss sorgt für eine schlagkräftige Einheit. Daraus ergibt sich wiederum der zweite Pluspunkt, nämlich die kompatible Handhabung auf ganz unterschiedlichen Endgeräten. Ob Tablet, Smartphone, Notebook oder Schreibtisch-PC: das Betriebssystem „OS“ (Operating System) deckt alle üblichen Varianten gleichermaßen ab. Mit entsprechenden Versionen, doch stets nach dem gleichen Prinzip der Benutzeroberfläche. Der so mögliche fließende Übergang zwischen den verschiedenen Geräten hat maßgeblich zur rasanten Verbreitung der transportablen Mini-Rechner, allen voran des iPhones, beigetragen. Mit dem Tablet gelangte schließlich der multimediale Komfort in die Welt der Unterwegs-Nutzung. Der Trend zur Auslagerung des kommunikations- und freizeitorientierten Aspekts der digitalen Anwendung hat Apple nicht nur entdeckt, sondern ihn auch nach allen Kräften gefördert. Der Schwerpunkt der Produktpalette liegt eindeutig im Bereich der Mobilität. Dank des flüssigen Übergangs sorgen die „klassischen“ Computerarbeiten am Schreibtisch zu Hause oder im Büro mühelos für die Ergänzung, ein Zusammenwirken, dass von anderen Herstellern erkannt und umgesetzt wurde - Windows 8 ist in seiner Konzeption an eben diesem Ineinandergreifen von stationären und transportablen Anwendungsgewohnheiten orientiert.

OS versus Windows: Eine gerechte Punkteteilung

Seit 2010 sind mit OS X 10.5 ausgestattete Apple-Geräte - mit Ausnahme der iPads – nach Wunsch auch mit Windows zu nutzen. Allerdings muss die Version zusätzlich erworben werden, wohingegen das eigene Betriebssystem stets zum Lieferumfang gehört. Diese Variabilität öffnet interessante Optionen: Ohne viel Aufhebens ist der Wechsel zwischen beiden Programmen möglich, was nicht nur Umsteigern attraktiv erscheint, die bezüglich bestimmter Anwendungen vorerst gerne bei der vertrauten Variante bleiben möchten. Umgekehrt besteht der Austausch allerdings nicht, OS läuft grundsätzlich nur auf Apple-Computern.

Besonderheiten von MAC OS X

Dieses Betriebssystem hat es in sich: Mit seinen 64-Bit stellt MAC OS X, so die detaillierte Bezeichnung, eine stabile Grundlage für diverse Nutzeransprüche zur Verfügung. Ursprünglich lässt es sich auf UNIX zurückführen, was den Vorzug mit sich bringt, bei auftretenden Fehlern lediglich den Absturz eines Programms, nicht aber den des kompletten Systems zu verursachen. Die Bedienung ist der eines Windows-Computers sehr ähnlich: Bei beiden dominiert die Benutzeroberfläche mit ihren zahlreichen Symbolen. Im Kern der häufigsten Anwendungen finden sich fast identische Abläufe wieder, natürlich mit unterschiedlichen Namen belegt. Heißen die populären Anwendungen bei Windows Outlook (E-Mail-Verkehr), Internet Explorer (Webbrowser) oder Word (Schreibprogramm), so laufen sie unter einer anderen Bezeichnung zumindest dem Prinzip nach ganz ähnlich auch bei OS X: E-Mail-Client, Safari und TextEdit heißen die Entsprechungen. Seine Stärken spielt das OS X in erster Linie auf dem Gebiet Multimedia aus. Hier profitieren die gestalterischen Anwendungen ganz besonders vom kompakten Aufbau eines Apple-PCs und der ausbalancierten Konfiguration der Programme. Sollten Sie sich noch nicht ganz entschieden haben, ist die parallele Installation und Nutzung etwa von Office und der Apple-Entsprechung iLife keine Schwierigkeit. Die Ressourcen sind auf einem MAC allemal vorhanden, das flüssige Arbeiten garantiert. Microsoft bietet auch zahlreiche weitere Programme in einer speziellen Version für den MAC an, sodass ein gleichzeitiger Betrieb beider Varianten auch auf lange Sicht unproblematisch wäre.

Vorteil Apple: Die Stabilität macht den Unterschied

Aus guten Gründen erfreuen sich Apple-Rechner überall dort einer großen Beliebtheit, wo grafisch anspruchsvoll gearbeitet wird. Hier sind robuste Systeme gefragt, wenn sie dann auch noch mit der typischen Geschwindigkeit eines MAC daherkommen steht dem perfekten Arbeitstag nichts mehr im Weg. Allerdings hat Microsoft mit der Einführung von Windows 7 begonnen, den Vorsprung zu verkleinern. Der Nachfolger Windows 8 durchläuft noch seine Reifephase, kann aber das Defizit des kleinteiligen Systems eines üblichen PCs effizient bekämpfen, bis schließlich kaum noch Unterschiede vorhanden sind. Einen gewissen Vorsprung wird Apple wohl beibehalten können: Die optimale Ausnutzung des Spielraums in Sachen Abstimmung zwischen Hard- und Software ist und bleibt das Steckenpferd von Apple. Ein noch so fein getuntes Windows-Betriebssystem muss immer noch auf eine Gemengelage unterschiedlichster Bauteile von unterschiedlichen Herstellern zurückgreifen – und damit notgedrungen Komplikationen herbeiführen. Unterm Strich ist eine Annäherung wahrscheinlich, wenn sie auch nicht zu einem Gleichziehen oder gar Überholen führen wird.

Vorteil Windows: Komplexität als Handicap und Chance

So sehr die Apple-Produkte international für ein wiedererkennbares Design der Computer-Avantgarde stehen, so sehr dominiert Microsoft mit seinen Programmen die Breite der Nutzerlandschaft. Immer noch sind Excel, Power Point und Explorer der Standard in unzähligen Büros – ganz gleich, welche Budgets angesagt sind. Das komplette untere Preissegment der PCs fehlt bei Apple, Windows hingegen läuft auch auf Rechnern für wenige Hunderte Euro. Bei mobilen Geräten gilt das Gleiche. Unzählige Varianten mit exotischen Extras sind auf dem Markt, auf der anderen Seite bieten iPhone und iPad eine zwar leistungsstarke, aber nicht sonderlich individuell zu gestaltende Konzeption. Die Palette ist überschaubar gehalten.

Insbesondere die entwicklungsfreudige IT-Szene profitiert von der Vielzahl der Microsoft-Optionen. Nicht wenige heutzutage gängige Anwendungen begannen bescheiden im Miniaturformat, bevor sie sich herumsprachen und mit der Zeit und einhergehender Verbreitung an Professionalität gewannen. Ganz zu schweigen vom technischen Potenzial: Wasserkühlung, Grafikkarten-Experimente oder beliebiger CPU- und Netzteilwechsel sind im Baukastenverfahren eines Windows Computers eine Selbstverständlichkeit - daraus resultierende Störungen im oft nur halbwegs harmonischen Miteinander der Bauteile inklusive.

Fazit

Zu guter Letzt gibt Ihr persönliches Nutzerverhalten Auskunft über eine entsprechende Anschaffung: Für die preiswerte und durchschnittliche Anwendung geeignet empfehlen sich Windows-Computer mit Nachdruck. Für die anspruchsvollere (und auch kostenintensivere) Entscheidung mit einem höheren Maß an Robustheit und Schnelligkeit zeigen sich die Versionen der Apple-Rechner als erste Wahl.

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