Windows 8: Willkommen in der Welt der Kacheln

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An Windows 8 scheiden sich die Geister. Denn die augenscheinliche Veränderung des Desktops gegenüber Windows 7 stößt nicht überall auf Begeisterung. Dabei weist das jüngste Mitglied der Windows-Familie durchaus Vorteile auf.

 

Windows 8: Willkommen in der Welt der KachelnDer gekachelte Startbildschirm ist zum Markenzeichen von Windows 8 geworden. (Copyright: Microsoft)

 

Ein anspruchsvolles Ziel

Das Ziel, das Microsoft mit Windows 8 erreichen wollte, war klar definiert: Alle digitalen Endgeräte - vom Desktop-PC über Tablets und Smartphones bis hin zu den künftigen Bedien-Panels für vernetzte Autos und Kühlschränke - sollten eine identische Benutzerführung  und -oberfläche erhalten.

 

Das hieß aber auch, dass nicht nur die klassischen Geräte zu Eingabesteuerung wie Tastatur und Maus unterstützt werden mussten, sondern auch Touchscreens. Zudem musste man eine Lösung finden, die eine Bedienung am 30-Zoll-Monitor zuhause auf die gleiche Art und Weise erlaubte, wie auf dem mäusekinogroßen Display eines Smartphones.

 

Viel Kritik für die neue Oberfläche

Auf Tablet und Smartphone ist die eingeblendete Tastatur sehr nützlich. (Copyright: Microsoft) Das Ergebnis ist das Modern User Interface, kurz Modern UI. Modern UI steht für große, flächendeckende Kacheln für die Programme und Apps statt kleiner Icons auf einem mehr oder minder aufgeräumten Desktop. Das macht sich auf dem Smartphone und auf Tablets ordentlich. Für viele PC-Anwender von Windows 7 hingegen war dies der Hauptgrund, auf ein kostenpflichtiges Upgrade auf Windows 8 zu verzichten.

 

 

Start-Menü und Systemsteuerung völlig überarbeitet

Zwar ist es auch unter Windows 8 möglich, den seit Windows 95 bekannten Desktop zu starten. Dieser weist allerdings nicht mehr die Komponenten auf, deren Nutzungsweg dem langjährigen Windows-Anwender in Fleisch und Blut übergangen sind. So wurde auf das Start-Menü in der ursprünglichen Version verzichtet. Auch die bekannte Systemsteuerung mit ihren zahlreichen zusammengefassten Icons wurde 'atomisiert' und die entsprechenden Funktionen an diverse Stellen verteilt.

 

 

Schneller und sicherer

Der Taskmanager ist unter Windows 8 deutlich übersichtlicher geworden. (Copyright: Microsoft/ Wikimedia) Diese augenfälligen Veränderungen ließen andere Punkte, die Windows 8 durchaus zum Vorteil gereichen, in den Hintergrund rücken. So startet Windows 8 schneller als Windows 7 und lässt sich auch flotter herunterfahren.

 

Ebenso von Vorteil: Die im Taskmanager angezeigten Informationen sind nun für Laien besser verständlich und die Sicherheitsfunktionen wurden erweitert. Dies geschah unter anderem durch Unterstützung des UEFI-Chips, der das mittlerweile 30 Jahre alte BIOS der Rechners ersetzt und es Autoren von Rootkits schwieriger macht, den PC schon beim Booten zu kompromittieren. Zweifellos ist Windows 8 ein modernes Betriebssystem mit Schwierigkeiten, seine Fähigkeiten nach außen plakativ zu verkaufen.

 

Ein Update soll's richten

Mit dem im Oktober vorgestellten Update auf Windows 8.1, das für registrierte Anwender von Windows 8 kostenfrei zur Verfügung steht, ruderte Microsoft dann doch ein Stück zurück. Mit der neuen Version ist es unter anderem möglich, das Betriebssystem auch wieder mit dem traditionellen Desktop zu starten.

 

Die nun mögliche feste Einblendung des Startmenüs bringt allerdings nicht das von vielen Nutzern erhoffte Ergebnis: Weiterhin werden hier nicht alle Programme und Funktionen angezeigt, sondern nur zur Startseite zurückgeführt.

 

Auch Anwender, die sich daran gewöhnt haben, mit den Kacheln zu arbeiten, können diese nun variabler handhaben. Denn Windows 8.1 erlaubt es bei gleichzeitiger Anzeige mehrerer Apps das Größenverhältnis der Fenster frei einzustellen.
 

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