Willkommen in der nächsten Spiel-Dimension: So machst Du Deinen PC fit für Virtual Reality

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Ende März bringt Oculus die Virtual-Reality-Brille „Rift“ auf den Markt, ab Juli soll sie im freien Handel erhältlich sein. Damit zieht die Virtual-Reality-Spielwelt endlich auch in Dein Wohnzimmer ein. Doch ist Dein Rechner überhaupt fit für die dritte Dimension? Wir erklären, was Dein PC können muss, wie Du ihn aufrüstest und welche Hardware ihn zur ultimativen Virtual-Reality-Gaming-Maschine macht.
Im Space-Ship Meteoriten ausweichen - Virtual Reality macht jedes Spiel zu einem persönlichen Abenteuer. (© CCP Games)
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Im Space-Ship Meteoriten ausweichen - Virtual Reality macht jedes Spiel zu einem persönlichen Abenteuer. (© CCP Games)
Für eine neue CPU der Skylake-Serie braucht’s ein passendes Motherboard. Zum Beispiel das Maximus VII. (© Asus)
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Für eine neue CPU der Skylake-Serie braucht’s ein passendes Motherboard. Zum Beispiel das Maximus VII. (© Asus)

Die CPU: Core i5 reicht

Die gute Nachricht zuerst: VR-Hardware und -Spiele fordern in erster Linie die Grafikkarte, nicht die CPU. Das heißt jetzt nicht, dass sich ein müder Bürorechner mit Celeron-Prozessorchen auf Spielekiste pimpen lässt, indem Du einfach eine anständige Grafikkarte reinsteckst. Aber es braucht auch nicht unbedingt das Core-i7-Topmodell (obwohl der natürlich nicht schadet). Vier Kerne reichen.
Oculus gibt als Minimalanforderung einen Intel Core i5 4590 an. Das ist die vorige Generation mit der Bezeichnung „ Haswell“. Wenn ohnehin eine neue CPU hermuss, solltest Du natürlich zu einem aktuellen Skylake-Modell greifen, zu erkennen an den 6er Nummern. Ideal ist ein Core i5 6600. Steht noch ein „K“ hinter der Bezeichnung, lässt sich durch Übertakten noch das eine oder andere Prozent herauskitzeln – kriegsentscheidend ist das aber nicht. Überhaupt sind die Skylakes nicht bedeutend schneller als die Vorgänger der Serien Sandy Bridge (i5 3xxx) und Haswell (i5 4xxx), allerdings etwas energieeffizienter. Außerdem erlauben nur sie den Einsatz von aktuellen DDR4-Speicherriegeln (dazu gleich mehr). Achte bei einem reinen Prozessortausch vor allem darauf, dass das Mainboard diese CPU-Generation auch unterstützt oder plane eine neue Hauptplatine gleich mit ein.
"Rift" soll Virtual Reality auf ein völlig neues Level heben. (© Oculus)
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"Rift" soll Virtual Reality auf ein völlig neues Level heben. (© Oculus)
Kleiner Preis, große Wirkung: Mindestens 8 GByte Arbeitsspeicher müssen sein; mehr kann nicht schaden. (© Kingston)
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Kleiner Preis, große Wirkung: Mindestens 8 GByte Arbeitsspeicher müssen sein; mehr kann nicht schaden. (© Kingston)

Der Arbeitsspeicher: Viel hilft viel

Beim RAM-Ausbau gilt eigentlich immer die Regel: Je mehr, desto besser. Unter Windows sind vier GByte absolutes Minimum; für Spiele sollten es schon eher acht sein. Diese Kapazität schreibt auch Oculus für Spiele auf der Rift vor. Mehr bringt eigentlich nur dann was, wenn unter Windows neben dem Spiel noch eine Menge mehr passiert – etwa ein Webbrowser mit vielen Fenstern geöffnet ist. Schaden kann ein Ausbau auf 16 GByte oder mehr (wenn's denn das Motherboard unterstützt) aber auch nicht.
DDR3 oder DDR4? Für die Spieleleistung ist das ziemlich egal. Die Performance-Unterschiede sind kaum sichtbar. Wenn Du Dir eine Skylake-CPU nebst passendem Motherboard zulegst, bist Du mit DDR4-Riegeln natürlich auf der zukunftssicheren Seite. Aber DDR3 tut's absolut auch.
Ohne gute Grafikkarte keine virtuelle Realität. Oculus schreibt mindestens eine Nvidia GTX 970 vor. (© Asus)
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Ohne gute Grafikkarte keine virtuelle Realität. Oculus schreibt mindestens eine Nvidia GTX 970 vor. (© Asus)

Absolut kriegsentscheidend: Die Grafikkarte

Das Virtual-Reality-Erlebnis steht und fällt mit der Leistung der Grafikkarte. Im Gegensatz zu „normalen“ Spieleanforderungen ist hier kein Kompromiss möglich. Beim Spielen auf einem Monitor kannst Du vielleicht mit ein paar Bildern pro Sekunde weniger, dem einen oder anderen Ruckler oder einer deutlichen Reduzierung der Grafikdetails leben. Aber VR auf einer Mittel- oder gar Unterklasse-GPU geht schlichtweg nicht. Power ist gefragt.
Für ein herausragendes VR-Erlebnis solltest Du an der Grafikkarte nicht sparen. (© Crytek)
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Für ein herausragendes VR-Erlebnis solltest Du an der Grafikkarte nicht sparen. (© Crytek)

Oculus schreibt für die Rift mindestens eine Nvidia GeForce 970 GTX vor. Nvidia selbst hingegen zeichnet nur die 980 GTX als VR-Ready aus und bescheinigt ihr die Erfüllung der Kernanforderung: eine konstante Darstellung von 90 fps (Bildern pro Sekunde) bei Full-HD-Auflösung (1920 x 1080). Wenn‘s in der virtuellen Welt ruckelt, ist das nicht nur ein Schönheitsfehler und stört den Mittendrin-Eindruck. Es kann bei Bildaussetzern sogar zu Schwindel und Übelkeit kommen.
Wenn’s also an der Grafikpower im eigenen Spiele-PC fehlt, ist spätestes hier eine Aufrüstung fällig. Empfehlenswerte Modelle sind zum Beispiel die Asus Strix GTX 970/980 oder die MSI GeForce GTX 980 Gaming 4G. Wer lieber auf AMD (vormals ATI) als auf Nvidia setzt, braucht mindestens eine Radeon R9 290. In jedem Fall wichtig: Wegen der geforderten Auflösung muss die Grafikkarte über einen HDMI-1.3-Anschluss (oder eine höhere Version) verfügen. Normalerweise kein Problem; aktuelle Grafikkarten bieten in aller Regel mindestens einen HDMI 2.0 Anschluss.
Flug durch virtuelle Welten: So macht Gaming richtig Spaß. (© YouTube / CCP Games)
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Flug durch virtuelle Welten: So macht Gaming richtig Spaß. (© YouTube / CCP Games)
Eine potente Grafikkarte braucht auch ein starkes Netzteil. Ab 600-700 Watt bist Du auf der sicheren Seite. (© Enermax)
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Eine potente Grafikkarte braucht auch ein starkes Netzteil. Ab 600-700 Watt bist Du auf der sicheren Seite. (© Enermax)

Nicht vergessen: Das Kraftwerk

Eine starke Grafikkarte bringt zwar ordentlich Action auf den Screen, hat meist aber auch mächtigen Stromdurst. Das PC-Netzteil muss entsprechend dimensioniert sein. In Zahlen: Die CPU kann man mit mindestens 100 Watt veranschlagen (für einen Vierkerner wie den Core i5), alle übrigen Komponenten (Motherboard, Speicher, Laufwerke, Lüfter etc.) zusammen benötigen 50 bis 70 Watt. Macht schon mal rund 170 Watt. Wenn die Grafikkarte der 970/980-GTX-Klasse richtig ackert, genehmigt sie sich locker 150 Watt. Rein rechnerisch sollte es also mindestens ein 400W-Netzteil sein. Das ist allerdings arg knapp. 15-20% Leistungsreserve sollte man in jedem Fall einplanen. Unter 500 Watt sollten es also nicht sein, lieber noch ein bisschen mehr.
Bei der Prüfung des vorhandenen Netzteils oder der Planung eines Neukaufs auch nicht vergessen: Das Netzteil muss einen 6-poligen ATX-Stromstecker für die Grafikkarte haben. Tipp: Schau nach der Spezifikation „ 80 plus“. Dieser Standard garantiert einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent. Das heißt, dass das Netzteil nicht zu viel Leistung nur in Wärme umsetzt.

Was es sonst noch so braucht

Als Betriebssystem gibt Oculus Windows ab Version 7 an – selbstredend in einer 64-Bit-Version. Nur so lassen sich die vorgeschriebenen 8GByte RAM auch nutzen. Die Laufwerksausstattung ist hingegen eine Frage des persönlichen Geschmacks. Klassischerweise steckt in einem ordentlichen Gaming-PC eine SSD für das System und eine große Platte für die Spiele. Ein optisches Laufwerk wird in Zeiten von Steam & Co. immer weniger wichtig, kann aber freilich auch nicht schaden.
Hardware zusammengestellt und eingebaut? Dann auf in die 3. Spiele-Dimension!
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