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Die Chemikalisierung der Nahrung

Dr. Garbe Stresslipide Berlin

Inhalt
1. Ernährung fürs Leben  
2. Punktierte Evolution  
3. Chemikalisierte Ernährung ist pathogen
4. Chemotherapie als Quacksalberei  
5. Déjà vu: Die Erworbene-Immunschwäche-Krankheit AIDS      als zeitgenössischer      Vertreter der „Syphilis” 
6. Quacksalber brauchen toxische Drogen 
7. Zur Ursache trockener Haut/Lippen, Kopfschuppen, Akne
Literatur

1. Ernährung fürs Leben
Die Ernährung wird durch Bequemlichkeit, Sparsamkeit und Profitstreben auf jeder Ebene kompromittiert. Das läuft Hand in Hand mit Geringschätzung des lebendigen Leibes, der längst dem Körper gleichgemacht wurde. Komplementär dazu wird die Dekadenz glorifiziert, der Drogenkonsum mystifiziert und die Krankheit geadelt. Die Universalität des rätselhaften Lebens wird mit geozentrischer Borniertheit auf die Erde beschränkt und klein geredet; dazu gehört auch die angebliche Erschaffung künstlichen Lebens.

Zwar ist die genetische Materie (Nukleinsäure) vieler Organismen lückenlos in ihrer molekularen Zusammensetzung entschlüsselt worden, und kann aus leblosen Chemikalien zusammengesetzt werden, aber es fehlt allen synthetischen oder isolierten Nukleinsäuren der Funke Leben -- jene reizbare Kraft die sich mit höchster Intelligenz für das Wachstum und die Vermehrung ihres Trägers einsetzt.

Bedeutungsschwangere Zeitungsberichte über die „Erschaffung künstlichen Lebens“ durch den umtriebigen Forschungsunternehmer Craig Venter verfehlen den Punkt. Venter -- wie alle Praktiker der Gentechnologie -- sind stets abhängig von lebenden Zellen, um die in der Nukleinsäure kodierte Information zu exprimieren. Im Fall von Venter geht es zwar um ganze Chromosomen, aber das macht nur einen Unterschied in der Größe.

Auf der Erde sind Lebewesen in hoher Zahl vorhanden, und die unsichtbaren Mikroben sind überall zugegen wo Menschen verkehren. Deshalb wurde im Okzident seit Aristoteles an die Spontanzeugung niederer Lebewesen (Mikroben) geglaubt. Erst um 1860 demonstrierte Louis Pasteur, dass abgekochter Traubensaft nicht fermentiert, sondern klar und süß bleibt, und weder Gas noch Alkohol bildet. Pasteur hatte damit bewiesen, dass Leben nur aus Leben hervorgeht. Mit Enthusiasmus interpretierte Lord Kelvin im Jahr 1871 Pasteurs Resultat folgendermaßen (Wickramasinghe und Hoyle 2001):

„Tote Materie kann nur durch Einfluss von lebender Materie lebendig werden. Dies deucht mich ist ein so gewisser Lehrsatz der Wissenschaft wie das Gravitationsgesetz…“

Bei dieser Sicht klingt schon deutlich eine Absage an das geozentrische Weltbild des Aristoteles an, wonach das Leben auf der Erde entstanden sein muss. Herman von Helmholtz sagt es 1872 ganz deutlich (Wickramasinghe und Hoyle 2001):

„Wenn all unsere Versuche zur Bildung von Organismen aus unbelebter Materie fehlschlagen, dann deucht es mich wissenschaftlich völlig korrekt die Frage zu stellen, ob Leben jemals entstanden ist, und ob nicht Samen von einem zum andern Planeten getragen wurden und überall sich entwickelt haben, wo sie auf fruchtbaren Boden fielen…“

Konsequent und systematisch betrachtet ist der Planet Erde den Gärflaschen Pasteurs analog, und sollte genau wie jene eines Inokulums bedurft haben, denn die Erde war in ihren frühen Tagen nicht so viel anders, als dass es heute im Labor nicht modelliert werden könnte, und noch dazu unter viel günstigeren Bedingungen.

Wenn Leben auf unserer Erde, das aufgrund seiner identischen molekularen Bausteine einen gemeinsamen Ursprung haben sollte, als Panspermium aus dem Weltall auf die Erde gekommen ist, dann erhält das Leben eine ganz andere, größere -- eine kosmische Dimension. Diese wird den Astronomen Wickramasinghe und Hoyle (2001) zufolge von den ältesten Überlieferungen vedischer und buddhistischer Lehren vorausgesetzt: „Leben wird angesehen als eine Eigenschaft die dem unendlichen zeitlosen und ewigen Universum innewohnt.“

2. Punktierte Evolution
Jede Antwort auf die Frage nach dem Leben wäre unvollständig ohne eine Bemerkung über Evolution -- der Weiterentwicklung des Panspermiums zu neuen und komplexeren Arten. Der gesunde kritische Menschenverstand kann dem Neo-Darwinismus nicht folgen, demzufolge nichts als zufällige Variation und Auslese die Evolution treibt. Eine kreative Kraft ist unabdingbar, da es nicht nur unwahrscheinlich ist, durch Zufall Sinn zu erzeugen; es ist ganz und gar ausgeschlossen, da die Möglichkeiten für Unsinn unendlich sind, für Sinn aber verschwindend gering. Rudolf Steiner hält es für evident, dass Geist nur von Geist kommen kann. Das neodarwinistische Postulat der spontanen Sinnfindung widerspricht auch dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, dem Entropiesatz, wonach Prozesse nur dann freiwillig ablaufen, wenn die Unordnung (Entropie) zunimmt.  Die Preisgabe des Entropiesatzes ist reine Willkür.

Der Kardinal Christoph Schönborn hatte im Jahr 2005 durch einen Gastkommentar in der New York Times eine internationale Debatte ausgelöst, wo er den Standpunkt äußerte:

"Evolution im Sinne einer gemeinsamen Abstammung kann wahr sein, aber Evolution im neodarwinistischen Sinne – als ungeleiteter, ungeplanter Prozess zufälliger Variation und natürlicher Selektion – ist es nicht". 

Dieser dem Kreationismus nahe scheinende Standpunkt ist nach Steven Gould (2002) die Essenz traditioneller kontinentaleuropäischer Evolutionslehre. Sie lebt fort in der zeitgenössischen, von Neil Eldredge und Gould formulierten formalistischen (oder strukturalistischen oder internalistischen) Evolutionstheorie des punktierten Gleichgewichts (Gould 2002). Punktiertes Gleichgewicht besagt, dass Spezies ihren Ursprung in geologischen Momenten (Punktierungen) haben, und dann ihr langes Dasein in Stasis unverändert überdauern. In Zahlen ausgedrückt liegt eine Punktierung in der Größenordnung von zwölftausend Jahren, und Stasis in der Größenordnung von 100 Millionen Jahren.

Der Anstoß zu dieser Theorie liegt in den paläontologischen Befunden, die unverändert die gleichen fossilen Spezies demonstrieren, in den tiefsten (ältesten) Sedimenten, bis zu den obersten (jüngsten), um unvermittelt (punktiert) von neuen Spezies abgelöst zu werden. Das punktierte Gleichgewicht bedeutet einen radikalen Wechsel vom rein funktionalistischen (oder adaptationistischen, oder externalistischen) Neodarwinismus, welcher sich bloß für Erbeigenschaften interessiert, und grosses Vertrauen in die Kraft der natürlichen Auslese setzt. Das adaptationistische Programm identifiziert die Evolution neuer Arten mit der graduellen Ansammlung von kleinen genetischen Änderungen über lange Zeiträume hinweg (Gradualismus), ein Prozess der auch nach Eldredge und Gould oberflächliche Modifikationen des Bauplans erklären kann, aber nicht den Entwurf des Bauplans selbst. Während Gould und seine Kollegen die Forderung der Kontinentaleuropäer nach einer internen Evolutionskraft ängstlich als "nahezu Mystizismus" abtun, weisen sie ebenso die Sicht zurück, dass natürliche Selektion der effizienteste und im wesentlichen der einzige bedeutende Prozess evolutionärer Veränderung sei.

Eine logische Forderung des punktierten Gleichgewichts ist ein plötzlicher (punktierter) Anstieg genetischer Veränderungen während der Entstehungsphase einer neuen Art (Speziation). Die Veränderungen müssen sich auf der chromosomalen Ebene durch das Auftreten vieler neuer Mutationen manifestieren, die keineswegs zufällig entstehen. Nach dem Schweizer Mikrobiologen Werner Arber (2000) ist es eine weitverbreitete Meinung, dass genetische Varianten spontan durch Irrtümer und Fehler während der Replikation (DNS-Verdoppelung) oder durch Beschädigung der genetischen Materie (DNS) entstehen. Der Nobelpreisträger Arber hält diesem neodarwinistischen molekularen Gradualismus sein ultimativ punktiertes Konzept der "Evolutionsgene" entgegen, deren Produkte zum Nutzen der biologischen Evolution von Populationen wirken, und nicht zum Nutzen von individuellen Organismen.

Dieses Postulat ist eine neodarwinistische Häresie, da darwinistische Selektion effektiv nur beim Individuum ansetzt, niemals bei der Population, und zwar deshalb nicht, weil Darwin den die Evolution treibenden Kampf ums Überleben notwendig zwischen den Individuen einer Spezies sah. Der Neodarwinismus hat die Ebene des Zweikampfes bis hinunter auf die molekulare Ebene der individuellen Gene gebracht, und redet von selbstsüchtigen oder parasitären Genen, und von durch sie ausgelösten illegitimen Rekombinationen; Ansichten von biologischen Aktivitäten, die Arbers internalistische Logik scharf zurückweist, und durch die Aktion von Evolutionsgenen erklärt.

Das Konzept der Evolutionsgene impliziert, dass sie reguliert sein müssen, und nur in Zeiten besonderer Not aktiv werden dürfen, da es sonst keine stabilen Arten geben könnte. Experimentelle Befunde dazu kommen wiederum aus der Mikrobiologie, die durch drastische Lebensumstände in Mikroben-Kulturen in fast jeder einzelnen Mikrobe neue individuelle Mutationen induzieren kann. Zuerst wurden solche massenhaft auftretenden Mutanten in jahrzehntealten Bakterienkulturen nachgewiesen (Naas et al. 1994), dann in Kulturen, die in dürftigem synthetischem Medium um 10.000 Generationen vermehrt wurden (Papadopoulos et al. 1999), und zuletzt in frischen Kulturen, die mit hoch-toxischen Inhibitoren behandelt wurden (Garbe et al. 2004). Das massenhafte Auftreten von Mutanten -- genauer gesagt von Transpositions-Mutanten, innerhalb weniger Stunden, indiziert dabei die Verwicklung mit dem altbekannten Phänomen der Enzyminduktion.
Die Bedeutung solcher Biologie erschöpft sich nicht allein in tieferem Verständnis der Evolutionsprozesse, sondern in der Einbindung aller genetischen Prozesse in einen allgemeinen Zusammenhang, von der Speziation, Pflanzen- und Tierzüchtung bis zur Entstehung einer Krebsgeschwulst. Maligne Geschwülste, deren vorherrschende Gemeinsamkeit in der genetischen Instabilität ihrer Zellen liegt, welche als Aneuploidie bereits vor hundert Jahren von dem deutschen Zoologen Theodor Boveri als Krebsursache vorgeschlagen wurde, lassen sich chemisch induzieren. Die physiologischen Eigenschaften von Karzinogenen, Aneugenen und Transposogenen überlappen, möglicherweise vollständig. Das ist zu erwarten, weil die Wirkungen dieser Gifte auf der zellularen Erzeugung identischer Metaboliten beruhen, von Schlüssel-Metaboliten, die ultimativ die Evolutionsgene aktivieren (induzieren). So verstanden wäre Krebs der unautorisierte Versuch einer einzelnen Zelle, sich durch die Induktion von Mutationen einer erdrückend toxisch gewordenen Umwelt anzupassen.

3. Chemikalisierte Ernährung ist pathogen
Dass die Ernährung den Gesundheitszustand entscheidend bestimmt, zeigt sich an den verschiedenen Häufigkeiten chronischer Krankheiten zwischen Völkern unterschiedlicher Lebensweise. Krankheiten wie Karies, Rheumatismus, Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs erweisen sich danach als vermeidbar, so wie die durch Tabakkonsum verursachten Krebsleiden.

In vor-industrieller Zeit hatten die Menschen oft keine Wahl, als das Wenige zu essen das da war. Das machte die Ernährung oft einseitig. Einseitigkeit buchstabiert Übermaß an bestimmten Nährstoffen, und Mangel an anderen. In guten Zeiten dagegen war die Beschaffenheit der Nahrungsmittel durchwegs biologisch proportioniert, und genau passend für das Lebewesen Mensch. Das ist heute anders. Konrad Lorenz drückt das Problem verhaltensbiologisch aus, wenn er sagt: der Mensch hat verlernt „mit lebenden Dingen umzugehen, mit der Gemeinschaft der Lebewesen, in der und von der wir Menschen leben”. Anders ausgedrückt heisst das, dass der Mensch die fundamentale Differenz zwischen Lebewesen und Maschinen aus den Augen verliert, und sein Selbstverständnis sich dem Autismus annähert. Das lässt sich bereits am Sprachgebrauch erkennen, wenn etwa das empfindsame deutsche Wort Leib einen altmodischen Geschmack annimmt, und progressiv durch den toten Körper ersetzt wird. Das wird zum Beispiel deutlich in den Schriften von Ernst Jünger, wo den Leser ein Schauer überfällt, wenn Jünger wieder einmal von seinem Körper spricht – offensichtlich geniert er sich, empfindsam von Leib zu reden.

Der Weg eines Individuums hinein in chronische Krankheit ist gepflastert mit pathogener Kost. Von nichts kommt nichts! Die fatal immer wieder falsch getroffenen persönlichen Entscheidungen für die pathogenen Nahrungsmittel beruhen auf einer Krise des Denkens und Fühlens. Als geistiges, vernunftbegabtes Lebewesen ist beim Menschen der Instinkt -- nach Nietzsches Einsicht die höchste Form der Intelligenz -- durch die Vernunft weitgehend verdrängt. Die Vernunft dient aber beschränkten subjektiven Interessen, und gebiert industrielle Nahrungsmittel, die nur des Profits wegen hergestellt und propagiert werden. Aber die Vernunft ist auch offen für objektive Information, kritische Selbstbesinnung und disziplinierte Mäßigung.
Zu den Nahrungsmitteln zählen manche Autoren aus systematischen Gründen alles, was Menschen ihrem Organismus zuführen – oral oder parenteral. Danach zählen also auch Tabakrauch, Kosmetika, Freizeitdrogen und Medikamente zu den Nahrungsmitteln. Da die pathogene Wirkung von Tabak, Alkohol und anderen Freizeitdrogen nach jahrzehntelanger Einnahme unbestritten ist, folgt bereits per definitionem, dass für innere Krankheiten (Zivilisationskrankheiten) Nahrungsmittel verantwortlich sind.

Zwar beruht das Nahrungsangebot immer noch auf landwirtschaftlich erzeugten, gewachsenen Naturprodukten, aber der Anteil an industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln nimmt ständig zu und verfolgt immer das Ziel, einzelne Inhaltsstoffe anzureichern, bis zuletzt molekular definierte Produkte vorliegen. Das perfekte Beispiel dafür ist das Nahrungs- und Genussmittel Zucker. Dieses industrielle Fabrikprodukt besteht nur aus einer einzigen Substanz, einer Chemikalie mit dem wissenschaftlichen Namen Saccharose (Sucrose). Ähnlich ist es mit dem Weißmehl, dem Sojaprotein, den geschmacklosen Speiseölen inklusive der Margarine, den destillierten Alkoholika, chemischen Konsistenz-, Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffen, Freizeitdrogen und den modernen Arzneimitteln.
Die Chemikalisierung unserer Nahrung führt zu erheblich verlängerter Haltbarkeit und leichterer Verfügbarkeit. Für teure Originale finden sich billige synthetische Ersatzprodukte, deren einseitige Natur die Zellen belastet, statt sie gutartig zu stimulieren. Chemikalisierte Nahrungsmittel stimulieren einen Konsum, der den objektiven Bedürfnissen zuwiderläuft. Sie appellieren an den süchtigen Charakter mit dessen ständiger Suche nach Hits -- nach stofflicher Stimulanz. Getrieben wird die Chemikalisierung durch das obsessive Interesse der Industrie an der Profitmaximierung.

Der gewohnheitsmäßige Konsum von chemikalisierten Nahrungsmitteln ist wesentlich eine einseitige Kost, die zu Mangelzuständen führt, welche effiziente Reparaturarbeiten des Leibes unmöglich machen, und ihn vorzeitigem Verfall preisgeben. Unser hoch komplexer Organismus braucht für seine Instandhaltung viele verschiedene Moleküle. Die finden sich in verschwenderischer Auswahl in Vollwertkost auf der Basis traditionell verarbeiteter frischer Gemüse, keimfähiger Vollkorngetreide, natürlicher Tierprodukte -- aber nicht in chemikalisierten Nahrungsmitteln, welche allein fit sind, um Maschinen zu betreiben.

Die autistische Gleichsetzung von Lebewesen und Maschine wird bewußtseinsmäßig gefördert durch wiederkehrende humanitaristische Aufrufe zur Organspende, wodurch Illusionen genährt werden, der Mensch könne gleich einer Maschine mit ausgewechselten Funktionseinheiten am laufen gehalten werden. Ein Religionsführer, der die Praxis der Verpflanzung von frischen Leichenteilen als Geschenk des Lebens willkommen heisst, übersieht, dass sie per se exklusiv ist, notwendig die Mehrheit ausschliessen muß, und unvermeidlich zum Missbrauch führt (s. Schumacher 2014).

Die Geschichte der Chemikalisierung unserer Nahrungsmittel beginnt mit dem Quecksilber, das von Paracelsus (1493–1541) pathetisch als Specificum gegen die „Syphilis” in die Medizin eingeführt wurde (Shelton 1962). Das macht ihn zum geistigen Vater und Begründer sowohl von der Quacksalberei wie auch der Chemotherapie, wenn auch der medizinisch-industrielle Komplex den Arzt Paul Ehrlich  (1854 – 1915) auf dieses Podest stellt, der zur Behandlung der „Syphilis” das noch toxischere Arsen in Form des Salvarsan der Farbwerke Hoechst populär gemacht hatte. Bis zur Einführung des entzündungshemmenden, und keineswegs bloß antibiotischen, Penicillin hielten viele Ärzte trotz des Salvarsan dem Quecksilber die Treue -- obwohl Quecksilber seit je als übles degeneratives Gift berüchtigt ist, das alle Organe -- von der Haut bis zum Gehirn – in beklagenswertester Weise schädigt (Tab. 1).
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Tab. 1) Krankheitssymptome der „Syphilis” sind identisch mit den Symptomen der Quecksilbervergiftung. (Merkblatt zur Berufskrankheit Nr. 1102: Erkrankungen durch Quecksilber oder seine Verbindungen, und Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V.)
 
Haut und Schleimhäute
· papuläres Erythem im Gesicht, Nacken, Unterarme. eitrige Entzündung der Augenlider und           Barthaarwurzeln. Unterarme mit Papeln und Pusteln (Alderson 1910).
· exudatives Erythem an exponierten Stellen; Exanthem, Papeln an Nacken, Gesicht, Rumpf und Gelenkkehlen (Vena et al. 1994).
· Infantile Acrodynie (pink-disease) bei Hypersensibilität gegen Quecksilber (Shandley und     Austin 2011)
· Zahnfleischentzündung
· Nekrosen an Mund und Kiefer
· Schleimhautnekrosen in Dünn- und Dickdarm
· „weiche Kontaktlinsenallergie” (Thiomersal)
· Stomatitis mercurialis, Salivation, Speicheldrüsenentzündung,
· degenerative Nierenentzündung bis zur Anurie/ Urämie
· Reizung der Atemwege
 
Nervensystem
· Erethismus, Quecksilberpsychose: ein Zustand ängstlicher Befangenheit, Empfindlichkeit, Menschenscheu, Schreckhaftigkeit, Stimmungslabilität. Die Opfer haben eine pathologische Angst, sich lächerlich zu machen, und reagieren auf Kritik oft mit explosiver Heftigkeit.
· Sprachstörungen (Stottern, verwaschene Sprache, Psellismus mercurialis)
· Sensibilitätsstörungen an Rumpf und Extremitäten
· Tremor mercurialis (Fingerzittern, Schüttelbewegungen der Hände, der Arme, des Kopfes und der Beine)  Ähnlichkeit mit Multiple Sklerose, amyotrophe Lateralsklerose,   Parkinsonism
· Gedächtnisschwund,  Persönlichkeitsabbau, Demenz
· Autismus, Asperger Syndrom: Auftreten besonders bei Hypersensibilität gegen           Quecksilber durch das in Impfstoffen enthaltene Konservierungsmittel Thiomersal.           Gehäuftes Auftreten in Familien mit infantiler Acrodynie (Shandley und Austin 2011; Hooker et al. 2014).
 
Zahnausfall mit geschwürigen Zahnstümpfen
 
Knochenzerfall:  Der pennsylvanische Arzt „Prof. N. Chapman …schrieb: 'Fast täglich sehe ich… Personen aus dem Süden in sehr spätem Stadium ihrer miserablen Existenz: bis zum Skelett abgemagert, die Schädeldecke vielfach perforiert, die Nase halb weg, mit zerfressenem Kiefer, geschwüriger Kehle, mit üblem Atem, mit schmerzenden Gliedern, imbezil, eine traurige Last ihrer Selbst und ein ekelhaftes Spektakel für die Welt. Man möchte … ausrufen 'Oh, beklagenswerte Dummheit, die den Gebrauch des giftigen Kalomels [Quecksilber (I)-chlorid] diktiert!' Es ist eine ehrlose Praxis der Medizin, es ist Quacksalberei – abscheuliche mörderische Quacksalberei” (zitiert bei Shelton 1962).
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4. Chemotherapie als Quacksalberei
Die Geschichte der Syphilis als erste chemikalisch behandelte „Seuche” ist aufschlussreich für die Macht der Propaganda über unser Bewußtsein -- und wie über Glaubensinhalte und Ängste das Verhalten der Menschen (der Massen) sich steuern lässt, um sie zu beherrschen und auszubeuten:
                                                                          „Der Glaube versetzt Berge –
                                                                        von Menschen unter die Erde.”
Die „Syphilis” sei von den Seeleuten des Kolumbus 1493 von Amerika nach Europa geschleppt worden. Aber niemand konnte im Mittelalter die „Syphilis” objektiv diagnostizieren. Die Krankheit „Syphilis” war erst ab dem 20. Jahrhundert durch Einigung auf eine unkultivierbare Mikrobe (Treponema pallidum) als Erreger etiologisch eingrenzbar. Davor wurden Krankheiten mit ganz verschiedenen, ungeklärten Ursachen als „Syphilis” eingestuft, darunter „mit Sicherheit” die Lepra. Die Erfindung der „Syphilis” war eine Don Quixoterie mit grauenhaften Folgen; sie brachte Ungezählten die Hölle auf  Erden.

Als charakteristisch für frühe Stadien der „Syphilis” galten Hautausschläge (Tab. 1):
„Sie können wie Masern aussehen, oder Nesselsucht, oder wie ein Fall von Windpocken; die Hautausschläge können tatsächlich beinahe jede Hautentzündung simulieren” (zitiert bei Shelton 1962).

Nach einer symptomfreien Latenzzeit von bis zu 50 (!) Jahren soll das Spätstadium der „Syphilis” mit degenerativen Symptomen an Gehirn, Rückenmark, Herz, Arterien, Augen und anderen Organen einsetzen. „Die fürchterlichsten Verstümmelungen treten auf wenn Nasen- und Gaumenknochen zerstört werden” (zitiert bei Shelton 1962).

Noch Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde behauptet, dass in den USA jährlich 40.000 Herz-Kreislauf Tote durch die „Syphilis” verursacht würden, dazu noch Aneurismen der Aorta und der Hirnarterien, letztere ursächlich für Schlaganfall (Shelton 1962). „Neurosyphilis” bezeichnet die „Syphilis” des Gehirns und Nervensystems.

„Es heißt”, so Shelton (1962), „dass sie [die „Neurosyphilis”] sehr selten unter primitiven Völkern ist, die nicht primitiver sind als wir, aber die nicht mit Quecksilber und Arsen behandelt werden. 'Neurosyphilis' manifestiert sich durch epileptische Anfälle und lähmende Schlaganfälle in ungewöhnlich jungen Patienten, auch durch Degeneration des Sehnerven, Gehstörungen, Hirnerweichung, Taubheit durch Degeneration des Gehörnervs, Enzephalitis, Meningitis usw. Auch chronische Nierenentzündung (Brights Krankheit), Wahnsinn, Frühgeburten seien häufig durch 'Syphilis' verursacht…. Kein lebender Arzt kann anhand der Symptome sagen, ob ein Patient 'Syphilis' hat oder nicht. Wenn das die besser ausgebildeten Ärzte von heute nicht können, dann ist es gewiss, dass die Ärzte des sechzehnten bis neunzehnten Jahrhunderts das auch nicht konnten. Haben wir ohne zu fragen einen Mythos zur Krankheit erklärt?”

Der angeblich vielen verschiedenen Symptome wegen erhielt die „Syphilis” den Beinamen Großer Maskierer oder Großer Imitator. Solche fabelhafte Variabilität erlaubte es, beliebige Hautkrankheiten und degenerative Krankheiten zur „Syphilis” zu erklären. Das hatte den Vorteil, sogleich mit dem probaten ach-so-spezifischen Medikament Quecksilber loslegen zu können, das in den ersten Tagen durchaus die Symptome von Hautproblemen verschwinden machen kann. Jacob Carpensic begann die Quecksilberbehandlung 1502 und erwarb großen Reichtum damit. In 1536 proklamierte Paracelsus das Quecksilber zum einzig probaten Heilmittel gegen „Syphilis”.

Eine aus dem Jahre 1788 stammende kritische Beschreibung der Wirkung medizinischer Quecksilberbehandlung findet sich bei Hach (2013) zitiert:
"Die vorzüglichste würkung, welche das in den körper gebrachte quecksilber hervorbringt, ist der speichelfluß. Die zufälle folgen auf einander. Der kranke riecht übel aus dem munde, sein zahnfleisch schwillt an und blutet nach der leichtesten berührung; die zähne sind mit einem weißgrauen schleime bedeckt, werden stumpf und fallen aus. Dabei hat der kranke eine ganz besondere empfindung von hitze und trockenheit und einen unauslöschlichen durst. In der folge fließt aus dem munde ein scharfer, dicker speichel. Dann zeigen sich alle symptome einer heftigen entzündung. Die innere seite des mundes wird mit schmerzhaften geschwüren besetzt; die zunge schwillt an, oft so sehr, dass sie den ganzen mund ausfüllt; auch die parotis wird geschwollen; der rachen, die lippen und das gesicht schwellen auf; zuletzt werden sogar die füße und die beine geschwollen; das fieber, welches während dem gebrauche des quecksilbers immer in geringem grade vorhanden ist, wird heftiger; endlich gesellt sich ein starkes blutspeien, oder eine phrenitis [Nierenversagen], oder die ruhr dazu, und der kranke stirbt."

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Quecksilberdosen reduziert. Hach (2013) beschreibt eine Praxis, wo "im Allgemeinen 1 ml der 1%igen Sublimatlösung [entsprechend 10 mg Quecksilber(II)-chlorid] täglich über zwei Wochen bis zweimal wöchentlich über mehrere Wochen" intravenös injiziert wurde. Weiter zitiert Hach aus einer medizinischen Veröffentlichung von 1906: „Der therapeutische Effekt ist als Regel ein sehr guter gewesen, die Symptome verschwanden sehr schnell.”
Was kann gegen solche Erfolgsmeldungen eingewendet werden? Als Erfolg kann nur ein permanentes Verschwinden der Symptome gelten. Das ist dauerhaft bei der Anwendung von Quecksilber nicht möglich, da es die Symptome hervorruft, die es zum Verschwinden bringen soll (Tab. 1). Wenn Hautentzündungen dennoch vorübergehend weggezaubert werden, dann geschieht das weil die rundum toxische Wirkung des Quecksilbers auch die entzündungserregenden Zellen des Immunsystems erfasst und deren entzündliche Aktion hemmt.

Es ist offensichtlich, dass destruktive Dosen von dem Akkumulationsgift Quecksilber bei medizinischer Anwendung schnell erreicht werden. Quecksilberkuren werden wiederholt und dabei geht die Kontrolle über die Quecksilber-Medikation verloren. Dazu kommt die menschliche Tendenz, im Umgang mit gefährlichen Stoffen schnell lässig zu werden. Daher ist die medizinische Anwendung eines Akkumulationsgiftes niemals vertretbar! Es gibt immer Alternativen! Aufgeregte Alternativlosigkeit zügelt der wissenschaftstheoretische Philosoph Karl Popper durch Mahnung zur Selbstbesinnung:

„Wenn immer Ihnen eine Theorie als die einzig mögliche erscheint, dann nehmen Sie das als Zeichen, dass Sie weder die Theorie noch das Problem, das sie zu lösen beabsichtigt, verstanden haben”.

5. Déjà vu: Die Erworbene-Immunschwäche-Krankheit AIDS als zeitgenössischer Vertreter der „Syphilis”
Die Geschichte der „Syphilis” umfasst vier wesentliche Merkmale.
1. Vorgeblich eine sexuell-übertragbare Krankheit. Die Feststellung sexueller Übertragung ist delikat. Sie erlaubt quasi die Ingriffnahme der Patientinnen und Patienten am sensiblen Genitale.
2. Vorgeblich eine terminale, ultimativ tödliche Krankheit. Das grelle Licht aufs eigene Ende schafft Drama und Fügsamkeit.
3. Willkürliche Diagnose. Die zahllosen Symptome der „Syphilis”, derentwegen sie der Grosse Maskierer genannt wurde, ließen gerade deshalb die Diagnose „Syphilis” nicht zu. Auch die vielgepriesene serologische Wassermann-Probe lieferte ungezählte falsche Positive, darunter Patienten mit Schlafkrankheit, Scharlach, Masern, Lungenentzündung, Lungentuberkulose, Lepra, Leukämie (Shelton 1962). Die diagnostischen Schwierigkeiten erklären Hachs (2013) eigenartige Bemerkung, dass die Syphilis „zu Beginn [im 16. Jahrhundert] einen gänzlich anderen Krankheitsverlauf [zeigte] als heute”.
4. Aggressive Behandlung der „Syphilitiker” mit wirkungslosen aber destruktiv-toxischen Chemikalien.

Offensichtlich sind diese vier Merkmale sehr nützlich für die Rekrutierung von Patienten, denn sie finden sich detailgetreu reproduziert bei der in regelmäßigen Werbekampagnen beschworenen und gefeierten Erworbenen Immunschwäche Krankheit (AIDS) (siehe Duesberg 1996).

AIDS sei sexuell übertragbar und tödlich. AIDS würde durch sexuelle Übertragung des Human Immunodeficiency Virus (HIV) aus den ursprünglichen Risikogruppen in die allgemeine Bevölkerung explodieren. Aber entgegen den Prognosen blieb in den Industriestaaten AIDS innerhalb der ursprünglichen Risikogruppen: promiske homosexuelle Männer, intravenös Drogenabhängige und Hämophilie-Patienten. Ehefrauen von HIV-positiven Hämophilen bleiben zu 99,9% HIV-negativ.

Notorisch unzuverlässige Diagnose. Das HI-Virus selbst wurde noch nie isoliert, und einige Wissenschaftler behaupten, dass es das Virus gar nicht gibt. Duesberg hält am Virus fest, da sich Virus-spezifische Nukleinsäurefragmente nachweisen liessen -- durch die Polymerase-Kettenreaktion (pcr). Was aber der gewöhnliche „AIDS-Test” nachweist sind erhöhte Titer verschiedener kreuzreaktiver Antikörper im Blut, die auch durch andere Infektionen erhöht werden können, etwa durch eine gewöhnliche Grippe. Dennoch konstituiert ein positives Ergebnis die sogenannte HIV-Krankheit, obwohl die Hersteller der Testkits die Gewähr für die Authentizität des Resultats verweigern. Von „AIDS” wird gesprochen, sobald eine Krankheit dazukommt, die einem Katalog von über dreißig seit langem bekannten Krankheiten angehört;              
Duesberg exemplifiziert:
                        Tuberkulose ohne Antikörper gegen HIV ist gleich Tuberkulose;
                               Tuberkulose mit Antikörpern gegen HIV ist gleich AIDS.
Dadurch wird per definitionem sichergestellt, dass AIDS nur in Präsenz von HIV-Antikörpern auftritt. Das war einmal wichtig zur Sicherung des AIDS-Anspruchs, als nämlich üblicherweise seltene Krankheiten wie Kaposi-Sarkom und Pneumocystis carinii-Lungenentzündung gehäuft in Patienten aus Risikogruppen beschrieben wurden, die auf den HIV-Antikörper-Test („AIDS-Test”) nicht ansprachen.

Zu den dreißig bekannten AIDS-definierenden Krankheiten gehören paradoxerweise auch Krankheiten, die nichts mit Immunschwäche zu tun haben: Mager-Krankheit, Kaposi Sarkom, Demenz und Lymphom. Duesberg mahnt: „Es gibt keine Paradoxa – nur falsche Hypothesen.” AIDS hat -- wie die „Syphilis”, kein eigenes spezifisches Krankheitsbild.

Die Diskriminierung eines gesunden Menschen als „HIV-Kranken” -- nur weil er auf den „AIDS-Test” anspricht,  hat den Vorteil, ihn ohne Verzug mit „anti-retroviralen” Chemikalien traktieren zu können. Ein Teil dieser Mittel hemmt unterschiedslos die Replikation viraler und zelleigener Nukleinsäuren (DNS). Damit wird die Bildung neuer Viren gehemmt, aber auch die Bildung neuer Zellen. Das umfasst auch die Immunzellen und führt somit zur Immunschwäche – also zu dem, was vorgeblich bekämpft wird. Die Hersteller der DNS-inhibitorischen Antivirala schreiben in ihren Beipackzetteln, dass die Nebenwirkungen ununterscheidbar von den Wirkungen des HI-Virus sein können!

Ein anderer Teil der „AIDS-Heilmittel” hemmt spezifische Proteasen, aber leider auch wirtseigene, und verursacht deshalb üble Stoffwechselentgleisungen und Lebertoxizität. Weiterhin haben alle Mittel sehr erhebliche unspezifische Toxizität. Duesberg (1996) lamentiert: „Wer braucht Krankheit bei Medizin wie dieser.”
Duesberg behauptet mit vielen guten Gründen, dass AIDS eine Folge von jahrelangem Drogenkonsum ist -- von legalen und illegalen Drogen: Tabak, Alkohol, Nitrit-Inhalantien (Poppers), Lösungsmittel, Aufputschmittel, Kokain, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Betäubungsmittel, Heroin, Corticosteroide, Antibiotika, Chemotherapeutika, Antivirala und andere Chemikalien. In Afrika sterben die Menschen, wie seit jeher, wegen Armut, Krieg und Mangelernährung – und nicht wie es Propagandisten vom Schlag des Popsängers Bono glauben machen wollen wegen fehlender „Chemotherapeutika”. Bei Bluterpatienten führen die herstellungsbedingt denaturierten Blutprotein-Verunreinigungen in den Konzentraten von Gerinnungsfaktor-VIII zur Immunschwäche. Mit steigender Qualität der Faktor-VIII Präparate steigt die Lebenserwartung der Patienten entsprechend (Duesberg 1996; Duesberg et al. 2003).

6. Quacksalber brauchen toxische Drogen
Es drängt sich die Frage auf, warum die Quacksalber des Mittelalters wie der Neuzeit sich nicht bloß wie die Gesundbeter auf exotische aber harmlose Mittel wie Schlangenöl beschränken, sondern immer wieder hoch-toxische Chemikalien zu Heilmitteln erklären und exzessiv anwenden, oft ohne Gnade bis zum Tod ihrer Patienten.

Der Grund für die Anwendung toxischer „Medikamente” liegt in ihrer hohen Wirksamkeit, wobei zwischen heilender und toxischer Wirkung nicht unterschieden wird. Je dramatischer die toxischen Wirkungen sind, desto größer ist der anfängliche Eindruck und die Zuversicht der Verzweifelten. Neben dem Placebo-Effekt der die subjektive Befindlichkeit verbessert, können entzündliche Symptome wie Hautausschlag anfangs sogar zurück gehen. Diese Besserung beruht auf der unspezifischen Toxizität gegen die zellularen Erreger der Entzündung (Immunzellen) – sie hat gar nichts mit Heilung zu tun. Aufkommende Zweifel und berechtigte Ängste werden durch gutes Zureden und eigene Hoffnungen verdrängt, oft auch unterstützt durch Beruhigungsmittel und andere Psychopharmaka. Später werden die toxischen Wirkungen auf die Krankheit geschoben und die Abhängigkeit vom Quacksalber noch vertieft.

In einigen Fällen werden die Patienten überhaupt erst durch die toxische Behandlung erzeugt, wenn die Patienten zu Beginn der Behandlung kaum Beschwerden haben, ausser einem zufälligen, willkürlich düster interpretierten Laborbefund, für dessen Richtigkeit das Labor im Fall von „AIDS” die Garantie verweigert. Garantieverweigerung erinnert an den Fall des Verteidigungsministeriums, das rund 600 Millionen Euro für die Entwicklung einer Drohne springen ließ, ohne vertraglich festzulegen, dass die Drohne am Ende auch fliegen können muss.

Die Grenzen zwischen Quacksalberei und objektiver Praxis sind fließend. Da niemandem ein schlechter Willen unterstellt werden soll, ist Quacksalberei wie jeder andere Pfusch die Konsequenz uneingestandenen, geleugneten Unvermögens; Pfuschern mangelt es an kritischem Verständnis für Qualität und Nachhaltigkeit.

7. Zur Ursache trockener Haut/Lippen, Kopfschuppen, Akne
Weitverbreitete zeitgenössische Hautprobleme bei Jugendlichen, Frauen und Männern umfassen Symptome wie Hauttrockenheit, Kopfschuppen, Pickel (Akne), grindige Ellbogen, „Reibeisenhaut” (Keratosis pilaris), zerfasernde Fußsohlen, geschwollene Nagelbetten. Obwohl diese Plagen sehr verbreitet sind, kennt niemand die Ursachen. Hier wird der Versuch gemacht, die genannten subakuten Symptome auf persönliche Hypersensibilität gegen Nickel in prozessierten Nahrungsmitteln zurückzuführen. Der Versuch rechtfertigt sich durch das, wie hier gezeigt wird, geballte Auftreten dieser Symptome bei der akuten systemischen Nickeldermatose an beiden Händen. Die Heilung liegt einzig in der Vermeidung belasteter d.h. prozessierter Nahrungsmittel.

Das silberige Metall Nickel wurde im 18. Jahrhundert entdeckt und hat seitdem wegen seiner phantastischen Wirkung auf die mechanischen Eigenschaften legierter Metalle breitesten Zugang zur Lebenswelt erhalten. Da Nickel insbesondere hauttoxisch ist, sind Nickeldermatosen heute so häufig geworden, dass von einer Epidemie gesprochen wird.

Offiziell werden zwei Typen unterschieden, die von der Art und Menge des aufgenommenen Nickels abhängen. Direkt der Haut aufliegende nickelhaltige Metalle -- etwa in Schmuck, Strumpfhalter-Bügeln, Hosenknöpfen, Brillengestellen -- verursachen eine lokal beschränkte Kontaktdermatitis. Sie sind eher unproblematisch, da ihre Ursache unschwer zu erkennen ist.

Der zweite Typ der Nickeldermatitis ist systemischer Natur und wird verursacht durch den Verzehr von Speisen mit besonders viel Nickel und/oder von besonders toxischen Formen von Nickel. Ein systemisches vesikulöses Ekzem mit nässenden, teilweise eitrigen Bläschen an beiden Händen wurde durch mehrjährige tägliche Einnahme von 1 bis 2 x 18 g Kakao (2 bis 4 gehäufte Teelöffel) induziert. Dabei wurde die generell als „exzessiv” beschriebene Nickelbelastung des Kakaos noch verschärft durch die heftige Verrührung des Kakaopulvers in Milch mit einem Stahllöffel, so dass sogar im Porzellan der Tasse nickelhaltiger Metallabrieb sich festsetzte. Die nässenden Vesikel in der Haut waren unterschiedlich dicht gesät, ihre Größe und Tiefe war variabel und sie vermehrten sich bei anhaltender Intoxikation rapide bis zu den inneren Unterarmen. Schmerzen schwankten zwischen einem Brennessel-Gefühl am Tage und schwerem schlafstörenden Juckreiz in den frühen Morgenstunden. Satt applizierte Salben und Hautcremes mit 15% Bienenwachs stillen den Juckreiz jedoch schnell.

Systematischem Denken zufolge sollte auch noch eine dritte Form der Nickeltoxizität existieren: die subakute Nickeltoxizität. Sie ist chronisch aber mild, so dass keine dringende medizinische Intervention erforderlich ist. Als Symptome der subakuten Nickeltoxizität gelten Hauttrockenheit, trockene Lippen, verstärkte Handlinienzeichnung an den Innenflächen der Hände, Kopfschuppen, eitrige Hautentzündungen (Akne), grindige Ellbogen, „Reibeisenhaut” oder „Hühnerhaut” oder Keratosis pilaris, zerfasernde Fußsohlen, geschwollene Nagelbetten, dunkle Haut um die Augen, Ausdünnung der seitlichen Augenbrauen. Auch innere Symptome werden diskutiert: Bauch- und Kopfschmerzen, Asthma, Muskelschmerzen und chronische Müdigkeit (Stejskal 2014), diese werden aber auch nonchalant angezweifelt (Pizzutelli 2011).

Die Herkunft des Nickels in der Nahrung hat zwei Quellen, eine natürliche und eine anthropogene. Die natürliche Quelle ist der Ackerboden, aus dem alles Nickel in den unverarbeiteten vegetabilischen Lebensmitteln stammt. Natürliches Nickel war schon immer da und scheint nie Probleme gemacht zu haben. Problematisch ist das anthropogene Nickel; es stammt aus dem Stahl, der mit den Nahrungsmitteln während der Verarbeitung in Berührung kommt. Das Nickel liegt vor in sowohl gelöster als auch in submikroskopischer partikulärer Form. Gelöstes anthropogenes Nickel findet sich besonders in sauren Speisen aus Metalltuben, Konservenbüchsen und Twist-off Gläsern (mit Blechdeckel). Ungelöstes Nickel findet sich im Metallabrieb von Maschinen, deren Interphase aus Nickel-legiertem Stahl besteht. Denken Sie zum Beispiel an Pfannen und Kessel für das rösten, an Messer, Rohre und Zyklonabscheider zum separieren und fördern, an Metallwalzen für das vermahlen von Körnern und Pressrückständen.

In Westdeutschland werden seit den 1950er Jahren nickelhaltige Metallwalzen zum vermahlen von trockenen Pflanzenmaterialien wie Kakao und Getreide eingesetzt. Die Verwendung von Metallwalzen kam damals durch die Hintertür im Zuge der staatlich geförderten Elektrifizierung des Mühlenantriebs. Mühlsteine, obwohl seit je verwendet und bravourös bewährt, hätten wegen ihrer Masse größere Motoren erfordert, mehr Platz, mehr elektrische Energie und größere Instandhaltungskosten. Metallwalzen entsprachen dem futuristisch geprägten Zeitgeist mit seinem Enthusiasmus für Effizienz, technologischen Fortschritt und Industrialisierung. Bedenken konservativer Ärzte und Wissenschaftler wegen des Metallabriebs im Essen erschienen als Don Quixoterie.

Unlösliches Nickel unterscheidet sich toxikologisch wesentlich von gelöstem Nickel, weil es krebserrgend (karzinogen) ist. Zum unlöslichen Nickel gehört Metallabrieb (Ni), Nickelsulfid (NiS), Nickelkarbonat (NiCO3) und Nickeloxid (NiO). Lösliches Nickel hat keine Reputation als Karzinogen.

Ob die Mengen natürlichen löslichen Nickels in unverarbeiteten Viktualien -- es sind trotz aller Unterschiede immer nur Spuren, Nickelekzem auslösen, ist umstritten (siehe Pizzutelli 2011). Selbst bei der unbehandelten, aber dennoch hoch ekzematogenen Kakaobohne kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Nickel von den Maschinen stammt, die die Bohne von der Schale separieren. Diese Möglichkeit erscheint nicht ganz so weit hergeholt, wenn Sie an das Nickel im hoch-ekzematogenen Backpulver denken, das einzig durch die verarbeitenden Maschinen hineinkommt. Generell ergibt sich die Harmlosigkeit natürlichen Nickels aus der Tatsache, wonach das Nickelekzem eine moderne Krankheit ist, die noch in den 1950er Jahren nahezu unbekannt war. Allerdings ist es möglich, dass die durch anthropogenes Nickel verursachte Nickelsensibilisierung auch für das natürliche Nickel sensibel macht.

Experimentelle Versuche, mit löslichem Nickel Ekzeme an nickelsensiblen Individuen auszulösen (es wird nicht zwischen kontakt-sensiblen und systemisch-sensiblen Individuen unterschieden – wahrscheinlich sind nur kontakt-sensible gemeint), brauchen abnorm hohe Dosen. So lag die lösliche Nickeldosis in vielbeachteten experimentellen Untersuchungen der Dermatologen Veien und Menné (2001) bei 5,6 Milligramm pro Kopf, und war damit über elfmal größer als die vom Umweltbundesamt (2001) geschätzte tägliche diätetische pro-Kopf-Einnahme von unter 0,5 Milligramm -- von sowohl natürlichem als auch anthropogenem Nickel. Aber selbst die extreme Dosis von 5,6 mg reichte nicht aus, um in allen sensiblen Probanden ein Ekzem zu induzieren. Lediglich 9 von 12 nickelsensiblen Probanden reagierten sichtbar mit der Bildung von Vesikeln – überwiegend an den Händen, sowie in einem Fall mit der Induktion einer längst überstandenen Strumpfhalter-Dermatitis. Aber, wie erwähnt, ist bei den Autoren die Natur der Nickelsensibilität ambivalent.
Die enttäuschenden Versuche mit löslichem Nickel (Veien und Menné 2001, und andere) werden ergänzt durch den Mangel an überzeugenden Tiermodellen auf der Basis von löslichem Nickel. Somit spricht nichts für die Verursachung des Nickelekzems durch natürliches Nickel – alles deutet auf anthropogenes Nickel in verarbeiteten Lebensmitteln.

Als primäre Induktoren des systemischen Nickelekzems müssen Nahrungsmittel gelten, die besonders stark mit Nickel belastet sind. Zwei Produkte sind berüchtigt für ihre „exzessive” anthropogene Belastung: Kakao und Backpulver (Grandjean 1984). Nickel hat in Backpulver rein gar nichts zu suchen, denn es ist ein chemisch definiertes Gemisch aus gebundenem Kohlendioxid-Gas in Form von Natrium-hydrogencarbonat (NaHCO3) und einem gastreibenden Säurebildner (das sind saure Natriumsalze der Phosphor-, Zitronen- oder der Weinsäure). In die beiden Komponenten des Backpulvers gelangt Nickel nur durch Kontakt mit Nickel-legiertem Stahl während der Herstellung: ins Carbonat eher als Metallabrieb, in die sauren Salze auch in löslicher Form. Ähnlich kann es sich verhalten mit Arzneimittel-Präparationen, Vitaminpillen u.ä., Zucker, Kochsalz (grobes Meersalz ist okay), instant Gemüsebrühe, Trockenhefe -- und auch mit getrockneten oder gerösteten Früchten, Nüssen (besonders Kakaobohnen und Pistazien --  auch solche in geöffneter Schale), gepalten Hülsenfrüchten, Kaffee, Schwarzer Tee und anderen Viktualien.

In den Kakao kann das Nickel bereits durch das aufbrechen und schälen der Kakaonuß kommen, sodann durch das vermahlen der Bohnen mit Walzen aus Stahl. Der natürliche Nickelgehalt scheint erst dann eine Rolle zu spielen, wenn ein systemisches Ekzem durch anthropogenes Nickel ausgelöst wurde. Die Masse des Metallabriebs ist abhängig von der besonderen Oberflächenbeschaffenheit der Viktualien, sowie von der besonderen Nickel-Legierung der verwendeten Werkzeuge. Als ekzematogene Komponenten spielen zudem ausser Nickel auch andere Stahlveredler wie Kobalt und Chrom eine Rolle.

Alle mit Stahlwalzen vermahlenen Viktualien sind inakzeptabel, weil sie bei nickelsensiblen Individuen ekzematische Anfälle (vorwiegend an den Händen) auslösen. Das gilt für alle Backwaren und Nudeln aus industriell hergestelltem Mehl, für (Mais)stärke, Würzpulver wie Paprika, Chilli und Curry. Eine Prise Paprika ist schon zuviel. Sie können diese Produkte risikolos selber machen, indem Sie Paprika, Chilli, Kurkuma usw. unverarbeitet einkaufen, hacken, bei 120 OC trocknen und mit Steinmühlen vermahlen oder in Reibschalen aus Porzellan verreiben.

Eine weitere heftige Quelle anthropogenen metallischen Nickels ist gehärtete Margarine, die immer Spuren des metallischen Nickel-Katalysators enthält.

Obwohl der Forscher Grandjean (1984) keinen Zweifel daran lässt, dass der „exzessive" Nickelgehalt in Backpulver und Kakao anthropogenen Ursprungs ist, hat die medizinisch-wissenschaftliche Literatur anthropogenes Nickel in verarbeiteten Lebensmitteln nonchalant ignoriert. Das mag utilitaristische Gründe haben, da einerseits die Anzahl der Betroffenen gering erschien und andererseits die Kostenersparnis durch die weitere Verwendung von Nickelstahl in der Nahrungsmittelverarbeitung hoch ist. Wirtschaftliche Expedienz erklärt wahrscheinlich auch, warum der bereits von Blaschko (1889) bemerkte toxikologische Unterschied zwischen verschiedenen Nickelverbindungen heute ignoriert wird.
Die üblichen medizinisch angeordneten Nickel-reduzierten Diäten fokussieren unterschiedslos auf dem bloßen Nickelgehalt, obgleich bereits Blaschko (1889) qualitative Unterschiede festgestellt hat (die sich offensichtlich auf freie gegenüber komplexierten Nickelionen bezogen). Die Nickeltoxizität ist entscheidend abhängig von der chemisch-physikalischen Form des Nickels; besonders toxisch erscheint der Abrieb von metallischen Oberflächen der Prozessoren. Die Nichtbeachtung qualitativer Unterschiede der Nickelverbindungen erklärt den von Pizzutelli (2011) festgestellte Mangel an Übereinstimmung zwischen den von einzelnen Autoren empfohlenen und verbotenen Lebensmitteln.

Der Nickelgehalt auch verarbeiteter Lebensmittel bleibt immer weit unter der von Veien und Menné (2001) als einigermaßen toxisch gefundenen löslichen Nickelkonzentration von 5,6 Milligramm. So kann der gesamte Nickelgehalt einer prozessierten Viktualie geringer sein als der seiner rohen Form, wie zum Beispiel metallvermahlenes Weissmehl gegenüber steinvermahlenem Vollkornmehl, aber ekzematogen ist nur das metallvermahlene Weißmehl. Deshalb ist die diätetische Empfehlung gegen unverarbeitete native Viktualien -- allein wegen ihres als hoch angesehenen natürlichen Nickelgehalts – keine hinreichend rationale Basis. Hülsenfrüchte, besonders die Sojabohnenprodukte -- in geringerem Maße wohl auch die unverarbeiteten frischen Grünen Bohnen, gelten als exzematogen, und diese Warnung beruht eher auf anekdotischen Hinweisen von nickelsensiblen Individuen als auf dem absoluten Nickelgehalt. Pflanzen könnten das Nickel in veschiedenen Formen mit unterschiedlicher Toxizität speichern.

Die Lösung für Individuen mit systemischer Nickelsensibilität und vielleicht auch für solche mit unerklärten Ekzemen, mit chronisch brüchigen Fingernägeln und geschwollenen Nagelbetten, Reibeisenhaut, trockener Haut, Kopfschuppen, Akne oder mit Befindlichkeitsstörungen heißt:

Essen Sie keinen polierten Reis, kein Brot, keine Backwaren und keine Nudeln aus industriell vermahlenem Getreide – essen Sie nur Produkte aus steinvermahlenem (Vollkorn-)Mehl. Wenn Sie solche Produkte nicht kaufen können, dann müssen Sie das Mehl dazu im Bioladen mit einer Steinmühle mahlen lassen und selbst verbacken (Kapitel III.1.).

Verzichten Sie auf alle industriell vermahlenen Gewürze wie Paprikapulver, Chilli, Curry und auf vermahlene Hilfsstoffe wie Maisstärke. Benutzen Sie Keramikmühlen oder Reibschalen.

Essen Sie keine Fertigprodukte (z.B. Wurst, Heringssalat, Salatsaucen, Limonaden), da diese oft industriell getrocknete oder vermahlene Gewürze, Dickmittel und andere Hilfsstoffe enthalten.

Essen Sie keine gehärtete Margarine (in Kuchen und Plätzchen, Restaurants) und backen Sie nicht mit Backpulver; „BIO Backpulver” macht leider keinen Unterschied.

Meiden Sie industriell getrocknete Früchte, geschälte oder geröstete Nüsse (Mandeln, Cashews, Kakaobohnen, Pistazien), Schwarzen Tee und vielleicht auch Kaffee.

Verwenden Sie zum rühren in Töpfen wie in der Tasse nur Holz oder Plaste – kein Metall. Kochen Sie auch keine sauren Speisen in Edelstahltöpfen. Wenn Sie tagelang Knochenbrühe kochen – stets mit einem ordentlichen Schuß Essig (um die Knochensubstanz aufzulockern), dann nur in Emailletöpfen ohne Nickelrand.

Wenn Sie konsequent anthropogenes Nickel in Ihrer Nahrung vermeiden, dann wird sich schnell eine Besserung Ihres Ekzems einstellen, obwohl es wegen laufender Diätfehler noch mehrfach zu neuen wochenlangen Anfällen mit vereinzelten Pusteln, flächigen Bläschen, Rissen und Entzündungen kommen wird – oft erst nach ein- oder mehrtägiger Inkubationszeit. Bei jedem Rückfall suchen Sie die Schuld immer konsequent in der Speise mit industriell prozessierten Zutaten, erscheint die Menge oder der Betrag der Prozessierung auch noch so gering. Die angeblich unheilbare Affliktion werden Sie dann überwinden – und auch ihre seit langem bestehenden subakuten Nickelprobleme.

                  Zusammenfassung Systemische Nickeltoxizität (hypothetisch)
Hypersensible Individuen reagieren bei durchschnittlicher Ernährung (d.h.         durchschnittlicher Nickelbelastung) bereits in ihrer Jugend mit einigen subakuten         nickeltoxischen Symptomen wie:
                                Hauttrockenheit, Kopfschuppen, Akne, grindige Ellbogen,
                    Keratosis pilaris, zerfasernde Fußsohlen, geschwollenen Nagelbetten.
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Regelmäßige Einnahme sehr stark nickelbelasteter Speisen führt nach Jahren bei sensiblen Individuen zum akuten Nickelekzem an beiden Händen. Es kann nur durch Beendigung der Einnahme von toxischen Nickelverbindungen gemildert werden, insbesondere von gelösten und abgeriebenen Metallen, und möglicherweise von natürlichen Nickelverbindungen.

Subakute Symptome der Nickeltoxizität und das akute beidhändige Nickelekzem sind Krankheiten des Industriezeitalters. Deshalb gehen sie primär auf anthropogenes Nickel von den verarbeitenden Maschinen der Nahrungsmittelindustrie zurück, sowie auf Nahrungsmittel aus Tuben, Büchsen und Gläsern mit Stahldeckel, Backpulver und gehärtete Margarine (Backwaren). Sobald das systemische Nickelekzem aufgetreten ist, müssen auch unverarbeitete Naturprodukte mit hohem Nickelgehalt gemieden werden: Nüsse und Hülsenfrüchte

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