Wii Fit - Das Plus an Fitness

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Fast jeder hat es schon mal erlebt: Grade hat man sich ein neues Auto, einen Fernseher, einen Computer oder einen Fotoapparat zugelegt, schon kommt ein neues Modell auf den Markt, dass mehr kann oder besser aussieht. Die einen freuen sich dennoch über ihren Neuerwerb, die anderen ärgern sich doch ein wenig darüber, dass sie die besseren Funktionen nun nicht haben.
Mir ging es so ähnlich mit meiner Wii Fit. Kaum hatte ich sie gekauft, schon kam eine Version mit mehr Übungen und ein paar weiteren Extras auf den Markt. Wahrscheinlich hätte ich mir nicht wahnsinnig viele Gedanken darüber gemacht. Doch dann war ich bei einer Freundin eingeladen und konnte bei ihr die Nachfolger-Ausgabe Wii Fit Plus kennen lernen und damit auch das Plus an Fitness. Glücklicherweise gibt es die neue Version nicht nur im Komplettpaket mit dem Wii Balance Board sondern auch als einzelne Disc für 15,40 Euro. Das Mehr an Spielen war mir diesen Preis wert. Hier geht es also in erster Linie um die Wii Fit Plus als Solo-Disc. Da sie aber ohne das Drumherum mit Balance Board und Wii nicht funktioniert, werde ich auch diese beiden Geräte streifen. Wie üblich wird dieser Bericht etwas länger. Eilige Leser können sich die wichtigsten Punke Dank des Inhaltsverzeichnisses raussuchen oder nur das Fazit lesen.

Inhaltsverzeichnis
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1. Die Idee von Wii Fit Plus
2. Bestandteile
***a) Balance Board
***b) DVD
***c) Bedienungsanleitung
3. Mii wählen
4. Körpertest
***a) Balance
***b) Gewicht
5. Training
***a) Training Plus
***b) Yoga
***c) Muskeltraining
***d Aerobic
***e Balancespiele
6. Motivation:
***a) Das Sparschwein
***b) Der Kalorienzähler
7. Grafik
8. Sound
9. Trainingseffekt
10. Vergleich mit Wii Fit - Mehrwert
11. Zielgruppe
12. Daten zum Produkt
13. Pro & Contra
14. Fazit


1. Die Idee von Wii Fit Plus
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Um zu verstehen, wie die Wii Fit Plus funktioniert, muss man erst einmal die Spielkonsole Wii von Nintendo kennen. Das System funktioniert anders als andere Spielsysteme, bei denen man nur mit Joystick oder Tastatur irgendwelche Figuren über den Bildschirm bewegte. Bewegung ist dabei das Stichwort. Die Wii sorgt dafür, dass sich der Spieler selber mehr oder weniger stark bewegen muss, um auf dem Bildschirm etwas zu bewegen.
Das gilt bei der Wii Fit und der Wii Fit Plus ganz besonders. Hier bekommt man mit sportlichen und spielerischen Übungen ein Trainingsprogramm geliefert, dass den Spieler fit machen soll. Genau das ist auch im positivsten Sinne der Schlüssel: Wii Fit Plus funktioniert mit Zuckerbrot und Peitsche. Der Spielspaß soll dafür sorgen, dass die Spieler trainieren und mit Freude fitter werden.

2. Bestandteile
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***a) Balance Board
Wii Fit Plus besteht dazu aus einem Balance Board. Das sieht aus wie eine etwas breitere Waage ist weiß und hat geriffelte Fußflächen. An der vorderen Schmalseite findet man dann auch noch einen Knopf zum Ein- und Ausschalten. Kabellos verbindet sich das Board mit der Wii und gibt das, was an Bewegung statt findet, an die Spielkonsole weiter. Die zeigt wiederum das Ergebnis auf dem Fernsehbildschirm als Bewegung der Spielfigur (Mii) an.
Wie schon gesagt: Das Balance Board gehört NICHT zu meiner Version der Wii Fit Plus. Ich hatte zunächst das Komplettsystem WIi Fit gekauft und dann als Extra die DVD Wii Fit Plus.

***b) DVD
Die Spiele sind auf einer runden Scheibe, einer Art Spiele-DVD, die auch entsprechend in einer Verpackung steckt, die das Format einer DVD-Hülle hat. Mehr zu all dem, was auf der DVD steckt, gibt es gleich noch
***c) Bedienungsanleitung
Die Bedienungsanleitung ist eine recht dünnes Heftchen, das in der DVD-Hülle steckt. Die Basisschritte, wie man mit dem Trainingsprogramm „Wii Fit Plus“ umgeht, werden dort schön klar in Wort und auch Bild erklärt. Allerdings gilt: Die meisten Dinge versteht man ohnehin von selbst, man kann dieses Heftchen also nutzen, uss es aber nicht zwangsläufig.


3. Mii wählen
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Damit das passiert, muss man im ersten Schritt eine Mii wählen. Miis sind die gezeichneten Figuren, die für den Spieler über den Bildschirm turnen. Wer schon eine Wii hat, wählt in der Regel die Mii, die er für sich schon gestaltet hat. Wer eine Wii frisch besitzt, bastelt sich seine Figur erst noch zusammen. Und das geht so: Man wählt im Startmenu den zweiten Punkt in der oberen Reihe. Nun kann man seine Figur gestalten, Geschlecht, Größe, Haarfarbe, Augenform und –farbe, Nase, Lächeln und Kleidung bestimmen.
Ist die Figur fertig, startet man Wii Fit Plus und lädt dann die eigene Mii ins Spiel hinein.

4. Körpertest
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Vorm ersten Mal muss man nun einige Daten wie Größe Geburtsdatum angeben. Ohne dem kann man nur als Gast bei Wii Fit mitmachen. Wenn man diese Basisdaten eingegeben hat, folgt als nächstes der Körpertest, der aus zwei Teilen besteht.

***a) Balance
Ich hab es ja schon gesagt: Das Balance Board wirkt wie eine Waage. Es kann auch unter anderem tatsächlich als Waage funktionieren. Bevor die Balance-Tests los gehen, ist es genau das, was passiert. Eine Stimme sagt: „Ich lese, ich lese“. Und das heißt: Das System wiegt den Spieler und misst gleichzeitig die Balance, nämlich wie der Spieler auf dem Board steht. Auf dem Bildschirm erscheint ein roter Punkt auf dem weißen Balance Board. Er zeigt den Schwerpunkt des Spielers an und gibt wider, ob der Spieler stabil steht oder ob er vielleicht schwankt. Dort, wo sich zwei Linien auf dem Board schneiden, ist der Mittelpunkt, der Punkt der idealen Balance. Es ist nicht dramatisch, wenn man daneben liegt. Wenn die Balance zu schlecht ist und der rote Punkt zu weit von der Mitte entfernt, wird man ermahnt, zu trainieren.
Im nächsten Schritt des Körpertests kann man weitere Balancetests durchführen. Ein Element ist dabei, auf einem Bein zu stehen oder in einem vorgegebenen Bereich (der immer schmaler wird) die Balance zwischen dem linken und rechten Bein zu variieren. Nach den Tests wird das Wii Fit Alter errechnet, nämlich wie fit der Spieler sich bei diesen Balancetests präsentiert. Das Prinzip ähnelt dem vom Gehirnjogging, das
Bilder von Wii Fit inkl. Balance-Board (Wii)





Nintendo Wii Fit Plus (Wii)


beispielsweise Nintendo DS Spieler ja kennen. Ein schlechtes Alter soll den Spieler motivieren, mehr zu trainieren.

***b) Gewicht
Den Grundsatz, dass das Balance Board den Spieler wiegt, habe ich ja grade erwähnt. Man kann sich fürs Training aber auch Ziele setzen, wie viel Gewicht man verlieren (oder aber auch zulegen möchte). So kann man beispielsweise sagen: Innerhalb der nächsten vier Wochen will ich ein Kilo abnehmen. Im Körpertest wird man dann täglich gewogen und sieht, wie man sich dem Ziel nähert.
Zusätzlich zum reinen Gewicht wird auch der BMI angezeigt, der Body-Maß-Index. Er wird aus Gewicht und Größe errechnet (Gewicht, geteilt durch Größe (in cm) zum Quadrat). Werte unter 18,5 gelten als Untergewicht, 18,5 – 25 wird als Normalgewicht bezeichnet, Werte über 25 zählen als Übergewicht.


5. Training
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***a) Training Plus
Der Mehrwert des Spiels „Wii Fit Plus“ im Vergleich zur alten Version „Wii Fit“ liegt unter anderem und vor allem in den Übungen „Training Plus“. Es sind 15 kleine Spiele, in denen Training und Spaß miteinander verbunden werden.
Da ist zunächst das HÜFTRECHNEN. Um die Mii herum sind Halbkugeln auf denen Zahlen angezeigt werden. Der Spieler muss sich auf dem Balanceboard bewegen, die Hüfte nach links, rechts, vorne oder hinten schwingen und dabei rechnen. Es sind beispielsweise die Zahlen 9, 3 und 1 vorhanden, man schwingt die Hüfte also zur 9 + 1 und hat das geforderte Ergebnis 10.
Spiel zwei ist die FAHRRADINSEL. Der Spieler bzw. seine Mii sitzt auf einem Rad. Er muss über eine Insel fahren, 13 mit Fahnen markierte Punkte ansteuern und schließlich ins Ziel kommen – alles auf möglichst kurzem Weg. Hier bewegt man sich fort, indem man Schritte auf dem Balance Board macht und die Fernbedienung waagerecht (wie einen Lenker) zwischen den Händen hält.
RHYTHMUS-KUNG-Fu ist Übung Nr. 3 Die Mii des Spielers steht in einer Gruppe von Figuren. Die anderen machen bestimmte Bewegungen (z.B. Hand nach vorne stecken, linkes Bein angewinkelt hoch), der Spieler muss diese Übungen im Rhythmus nachmachen. Neben dem Board und der Fernbedienung kommt hier auch die Numchunk zum Einsatz.
ABSCHLAGTRAINING ist der Golfabschlag.
Beim SEGWAY PARKOURS kommt ein Gefährt zum Einsatz, das manche vielleicht aus Großstädten kennen. Es ist ein Gefährt mit großen Rädern, auf das man sich stellt und mit dem man dann über die Bürgersteige rollen kann. Mit diesem Gefährt bewegt man sich ebenfalls über die Insel und muss möglichst viele Wasserbälle zerstören und rechtzeitig ins Ziel fahren.
KUNSTFLUG klingt gut und sieht ulkig aus. Die Mii ist nun in Form eines Huhns, der Spieler muss auf dem Board balancieren und die Arme als Flügel benutzen. Er muss runde Plattofrmen auf dem Wasser anfliegen. Dort gibt es Bonuszeit. Ziel ist ein Schiff.
Die SCHNEEBALLSCHLACHT ist fast schon selbsterklärend. Als Spieler zielt man mit der Fernbedienung auf andere Miis, mit dem A drückt man ab. Die andere Miis zielen aber auch, daher muss man sich immer wieder hinter einer Wand verstecken, um nicht von zu vielen Schneebällen getroffen zu werden. Auch dieses Spiel gehört zu meinen Lieblingsspielen. Mit etwas Taktik – wenn man weiß, wann man wohin zielt – wird man richtig gut!
Der HINDERNISPARCOURS ist Geschmacksache. Eine Freundin liebt ihn, ich mag ihn nicht so sehr. Man läuft auf dem Balanceboard, geht in die Knie und schnellt hoch, um Strecken zurück zu legen und Hindernisse zu überwinden. Auf der ersten Strecke sind beispielsweise große Kugeln, die die Figuren immer wieder leicht aus der Bahn schmeißen. Dann muss man wieder von ovrn beginnen.
Die NEIGESTADT spielt vor dunklem Hintergrund. Die Fernbedienung wird wieder grade zwischen beiden Händen gehalten. Sie stellt einen Steuerbalken da, die beiden Füße und die Balance auf dem Board bilden zwei weitere Balken. Darunter stehen drei Töpfe, ein gelber, ein roter, ein blauer. Von oben kommen nun farbige Kugeln, die man immer mit Hilfe der Balken in den passenden Topf befördern muss.
Auch der SPIELMANNSZUG ist eine Frage des Geschmacks. Mein Fall ist es nicht so ganz. Man marschiert auf dem Balance Board im Rhythmus und muss gleichzeitig mit Fernbedienung und Numchunk auf Kommando nach oben gehen (um einen Spielmannsstab in die Luft zu schleudern). Wenn man alles perfekt macht, marschiert man mit einem ganzen Zug, ist man schlecht, läuft man allein durch die Gegend.
Der JONGLIERMEISTER balanciert auf einem Ball. Zwei andere Miis werfen Kugeln zu, die er mit Fernbedienung und Numchunk in der Luft halten mus.
In der SKATEBOARD ARENA geht es richtig zur Sache. Das Balance Board wird gedreht, so dass es länglich wie ein Skateboard da steht. Zunächst fährt man über Leuchtstreifen, dann über Rampen, über eine Halfpipe (halbe Röhren), über Hindernisse und Podeste. Zu guter letzt kombiniert man die Techniken. Anfangs hatte ich beim Skateboarden Schwierigkeiten, doch mit der Zeit machte es mir immer mehr Spaß. Es ist eines meiner Lieblingsspiele!
Bei der alten Wii Fit war das Kugelballett eines meiner Lieblingsspiele. Bei der Plus gibt es auch hier ein Extra, das KUGELBALLETT PLUS. Die Kugeln müssen nicht nur in Löcher balanciert werden, es gibt zuvor bestimmte Bereiche, die angestoßen werden müssen.
Im Spiel FLUSSKUGEL PLUS ist der Spieler in einer großen Seifenblase und muss einen Fluß hinab balancieren. Stößt er dabei an ein Ufer, platzt die Blase
JOGGING PLUS ist selbstredend ein Lauf mit Katze im Wii Fit Reich. Auch das ist nett, kostet drei Minuten und bringt tatsächlich ein wenig – auch wenn andere sicher lieber an der frischen Luft laufen.
***b) Yoga
Wenn man als Wii Fit Spieler auf die Plus umsattelt, werden alle gespeicherten Ergebnisse übernommen. Wer zum ersten Mal spielt, wählt als erstes einen Trainer – Mann oder Frau – aus. Mir war der Mann sympathischer. Er zeigt auch erfahrenen Spielern erst einmal die Übungen, gibt Kommentare dazu ab, wie gut man sie nachahmt.
Ob man sich auf Yoga einlassen will, ist wahrscheinlich ein Stück weit Ansichtssache. Die einen sehen darin möglicherweise „esoterischer Kram“ sein, andere (auch viele Prominente) schwören darauf, eine Zeit lang war es fast in Mode, Yoga zu machen.
Der Ursprung von Yoga liegt in den indischen Religionen. Die Konzentration und damit der Geist sollen trainiert werden indem der Körper durch die richtige Haltung vom Geist befreit wird. Dabei kommt es unter anderem besonders auf die Atmung an.
Die Übung Nr. eins ist dann auch eine ATEMÜBUNG. Durch die Nase atmet man in den Bauch und achtet dabei darauf, wie sich das Zwergfell durch die Atmung bewegt. Mein Fall ist das nicht so ganz, aber es ist eine wichtige Grundlage fürs Yoga-Training.
Eine weitere Übung ist der HALBMOND. Zunächst streckt man die Arme nach oben, dann beugt man sich in der Taille zunächst zur rechten Seite. Wichtig ist es dabei, die Balance zu halten. Um das zu überprüfen, gibt es einen gelben Kreis in dessen Mitte man einen roten Punkt (der für den Schwerpunkt des Spielers steht) halten muss. Als nächstes ist dann die linke Seite dran. Durch die Übung sollen die Muskeln in der Taille und den Seiten gestärkt werden.
Eine weitere Übung heißt der „HELD“. Sie macht mir noch mit am meisten Spaß. Zunächst nimmt man ein Bein vom Balance Board und stellt es drei hüftbreit nach hinten. Dann streckt man die Arme zur Seite und beugt das Bein, das noch auf dem Board steht. Ein roter Balken zeigt an, ob man im richtigen Bereich ist und die Übung vorschriftsmäßig ausführt. Sie soll helfen, die Oberschenkelmuskulatur zu stärken.
Wer mal was von Yoga gehört hat, hat möglicherweise auch das Stichwort „SONNENGRUSS“ noch in den Ohren. Dafür muss man die Balance halten, symbolisiert durch einen roten Punkt im gelben Feld. Man legt zunächst die Hände vor der Brust zusammen, streckt sie und die gesamten Arme dann nach oben. Als nächstes beugt man die so nach oben gestreckten Arme nach hinten. Dann kommt die Anweisung, sie nach unten zu strecken. Dabei berührt man mit den Fingern die Zehen. Schon bei der Übung spürt man die Spannung in Armen und Zehen.
Ich könnte die Beispiele noch fortsetzen, doch das würde diesen Bericht sprengen. Außerdem ist es schwierig, Übungen rein mit Worten zu beschreiben. Sie wirken auf dem Board dann doch noch einmal ganz anders. Es gibt beim Yoga im Vergleich zur „alten“ Wii Fit drei zusätzliche Übungen, also auch hier hat man aufgestockt.
Ein Prinzip von Wii Fit (Plus) ist dann noch, dass es Punkte für jede Trainingseinheit gibt. Der höchste Wert ist 100, dann bzw. schon ab 90 gilt man als „Yoga Meister“. Mit seinen Erfolgen kommt man auf die Rangliste mit insgesamt 10 Plätzen. Das gleich Prinzip gilt auch für die vier anderen Trainingsbereiche. Zusätzlich zu den gemessenen Punkten wird die Zeit, die man mit dem Training verbracht hat gezählt Außerdem gibt es bei der Wii Fit Plus auch die Angabe, wie viel Kalorien man mit den Übungen verbrannt hat.


***b) Muskelübungen
Zunächst fand ich den Unterschied zwischen Muskel- und Yogaübungen gar nicht so groß. Wenn ich spontan jede Trainingseinheit in die jeweilige Kategorie einsortieren müsste, wäre das schon schwierig. Beide finden im selben Umfeld statt, einem Raum, dargestellt in Grautönen, der wohl eine Art Fitnessstudio darstellen soll. Man hat den selben Trainer (kann natürlich auch zur Trainerin wechseln). Und es gibt die gleiche Art, wie die Übungen vom Trainer vorgeführt und vom Spieler nachgeahmt werden.
Eine der Muskelübungen ist der so genannte BEINSTRECKER. Ziel der Trainingseinheit ist es, die Koordination zu verbessern. Gleichzeitig sollen Rumpf, Hüften und Trizeps trainiert werden. Zunächst stellt man sich auf das Balance Board. Man winkelt ein Bein an, schiebt es nach hinten und streckt den dazugehörigen Arm aus. Als nächstes werden Bein und Arm wieder angezogen und erneut ausgestreckt. Auch hierbei misst das Balance Board die Balance, wieder muss der rote Punkt im gelben Feld bleiben.
Eine weitere Übung ist der TAILLENDREHER. Man steht dabei auf dem Balance Board und streckt die Arme waagerecht zu den Seiten aus. Dann dreht man die Taille zunächst nach links, dann nach rechts. Das ist der Anfang, die so genannte Rumpfdrehung. Wenn man die mehrmals durchgespielt hat, folgt die eigentliche Taillendrehung. Dazu dreht man ebenfalls die Taille, schwingt den rechten Arm nach links unten und danach den linken nach rechts unten. Ziel ist es, dass die seitliche Rückenmuskulatur gestrafft wird. Dabei gilt auch bei dieser Übung: Der rote Punkt muss im gelben Bereich gehalten werden und da möglichst stabil an einer Stelle bleiben.
Ähnlichkeiten gibt es zwischen der Muskelübung AUSFALLSCHRITT und dem Helden aus dem Yoga. Auch hier steht man zunächst mit beiden Beinen auf dem Balance Board. Dann setzt man erst das linke Bein zurück. Mit dem rechten geht man in die Knie und versucht, dass der Balken auf dem Monitor über die blaue Linie kommt. Diese Übung wiederholt man zehn Mal. Mir gelingt der Ausfallschritt recht gut, sie macht aber am Anfang des Trainings, wenn man ungeübt ist, auch etwas kaputt und atemlos.
Die Höchstwertung bei den Muskelübungen ist die Muskel-Legende, wer etwas schlechter ist und drei Sterne erreicht, gilt als „Bodybuilder“.
Auch hier gilt: Ich könnte noch endlos fortfahren mit der Liste der Übungen. Doch ich will hier nicht unnötig ausschweifen. Es gibt beispielsweise noch das Klappmesser (ein Training, um die Bauchmuskeln zu straffen) oder Trizepsübungen (für die man nur die Fernbedienung braucht).
Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Der Unterschied von Aerobic und Muskel- und Yoga-Übungen ist es, dass nun die Mii selber auf dem Bildschirm erscheint und aktiv wird. So z.B. beim HOOLA HOOP. Der Spieler steht dabei auf dem Balance Board. Er bekommt einen Hoola Hoop Reifen zugeworfen, muss ihn mit dem Körper auffangen und 100 Sekunden lang in der Luft halten. Dazu muss der Spieler die Hüften kreisen lassen. Nach einiger Zeit werden andere Miis weitere Reifen zu. Man muss sich im richtigen Moment zur Seite neigen, um auch die neuen Reifen aufzufangen und für jede zusätzliche Umdrehung mit den neuen Reifen weitere Punkte zu sammeln.
Dann gibt es ein STEP Programm. Im Wechsel und auf Anweisung muss man den rechten oder linken Fuß nach vorne, hinten, links oder rechts setzen. Dabei soll man Fett verbrennen und Koordination und Ausdauer bekommen. Das Gute: Es gibt auch eine Version namens BASIS STEP. Dabei steigt man im Rhythmus immer wieder mit den Füßen auf das Board und wieder ab – und man kann gleichzeitig Fernsehen, die Anweisungen und der Takt kommen aus der Fernbedienung.
Auch JOGGEN wird bei Wii Fit Plus zur Aerobic gezählt. Man läuft mit einem Trainer (einer anderen Mii) durch eine Art Park. Für die Übung braucht man das Balance Board nicht, man steckt die Fernbedienung in die Hosentasche, steckt sie in die Hand und läuft auf der Stelle. Mit Hilfe der Fernbedienung werden die Begungen auf den Bildschirm übertragen. An sich mag ich Jogging nicht so gern, aber für drei bis vier Minuten finde ich diese Übung ganz in Ordnung.
Mir persönlich macht von den Aerobic Übungen der Basis Step am meisten Spaß. Die Zeit vergeht, man merkt einen Effekt, das hat beides etwas. Allerdings muss man sich in acht nehmen, dass man keine zu kräftigen Schritte macht. Sonst fühlen sich überempfindliche Nachbarn (so meine immer wieder selbst recht lauten „Untermieter“) gestört. ;-)
***d) Balancespiele
Bei der alten Wii Fit waren die Balancespiele für mich die Lieblingskategorie. Bei ihnen hat man Sport und Spaß in einem. Zunächst fand ich den KOPFBALL besonders klasse. Auch hier kommt die Mii wieder zu Einsatz. Sie ist Fußballspieler und bekommt von den mannschaftskollegen Bälle zugespielt. Die müssen mit dem Kopf getroffen und weggeköpft werden. Wenn man eine Serie hat und mehrere Bälle hintereinander trifft, sammelt man besonders viele Punkte, für den ersten Ball gibt es nämlich nur einen, für den zweiten zwei, für den dritten drei, usw. Doch man kann auch Minuspunkte machen, dann, wenn der Kopf der Mii von einem Fußballschuh oder einem Pandakopf getroffen wird. Man weicht aus, indem man sich auf dem Balance Board zur Seite bewegt.
Nach einiger Zeit entdeckte ich aber ein neues Lieblingsspiel. Es erinnert an (Mini-) Golf oder Billiard: Kugeln müssen in Löcher befördert werden. Der Untergrund, Bretter, sind unterschiedlich geformt und scheinen in der Luft zu hängen. Durch Balanceverlagerung befördert man auf diesen Brettern die Kugeln in die Löcher.
Viele der weiteren Spiele in der Balancerubrik haben dann aber wieder mit Sport zu tun: Es gibt Skispringen, Ski-Slalom, Snowboard oder Bootfahren.
Grundsätzlich gilt: Die Balancespiele sind recht einfach von der Gestaltung, es sind kleine Spielchen, die für kurze Zeit großen Spaß machen aber irgendwann dann doch langweilig werden.


6. Motivation:
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***a) Das Sparschwein
Schon bei der alten, einfacheren Wii Fit Version gab es das Sparschwein. Es zählt zum einen die Trainingszeit am jeweiligen Tag, zum anderen die Gesamtzeit, die man mit Wii Fit bzw. Wii Fit Plus verbracht hat. Als Belohnung wechselt das Schwein die Farbe wenn man lang genug trainiert hat.
In der neuen Version hat das Sparschwein noch eine weitere Funktion: Es zeigt die Kalorien an.
***b) Der Kalorienzähler
Die Kalorien, die auf dem Sparschwein abzulesen sind, sind die Kalorien, die man insgesamt bislang am Tag verbrannt hat.
Doch wichtiger ist der Weg dahin: Jede Übung hat einen Brennwert: Skateboarden beispielsweise 3, das Balancespiel unter Training Plus nur 1,5. Dann zählt natürlich noch die Trainingszeit. Wenn man auf dem Anfängerparcours mit dem Sakteboard unterwegs ist, bekommt man bei gutem, schnellen Training 8 Kalorien, wenn man lange Zeit braucht 11.
Das Gute: Man sieht dank des Kalorienzählers wie viel Leistung man erbracht hat und welchen Erfolg das Ganze hat. Andererseits ist natürlich klar: wenn man so am Tag 100 Kalorien „abtrainiert“ ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, besonders dann, wenn man andererseits reichlich nascht ...


7. Grafik
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Hier kommen wir zu einer grundsätzlichen Frage von vielen Wii Spielen: Die Grafik ist fürs Jahr 2009/2010 eher simpel. Die Miis sind einfach gestrickte Comic-Figuren wie es sie schon vor Jahrzehnten gab. Auch das Balance-Board als Symbol und die Umgebung der einzelnen Spiele sind nicht sehr ausgefallen. Wenn man auf dem Jogging- oder Rad-Parcours unterwegs ist, sieht man zwar teilweise ganz schöne und auch schön gemachte Häuser. Aber vieles ist auch nur ansatzweise dargestellt.
Eher einfach gestrickt ist aber vor allem die Szene für die Muskelübungen und fürs Yoga: Hier hat man einen nur schmenenhaft gezeichneten Fitness-Raum. Am ehesten noch menschlich ist der Trainer/die Trainerin.
Trotzdem würde ich insgesamt sagen: Die Grafik wirkt zwar liebevoll gezeichnet aber trotzdem zu einfach.

8. Sound
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Die Vertonung des Spiels entspricht der Grafik, sie ist nett, aber nicht besonders ausgefeilt.
Die Musik wirkt ein wenig wie Fahrstuhl-Musik: Eher eine belanglose Untermalung, die beim Yoga mitunter von Meeresrauschen noch etwas entspannender gestaltet wird. Etwas störend ist dabei dann ein Piepen, das anzeigen soll, ob man im geforderten Balance-Bereich bleibt.
Netter ist da schon eine Art Klingeln. Es signalisiert, dass neue Minuten auf dem Sparschwein erscheinen.
Dann gehören zum Sound natürlich auch noch Stimmen, Während der männliche Trainer eine sonore (ruhige, klare) Stimme hat, die einen Hauch weich wirkt, hat die Frau eine angenehme Tonlage, aber ihr Sprechrhythmus wirkt mir zu monoton, zu nervend, um sie auf Dauer anzuhören.


9. Trainingseffekt
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Wie stark man die Übungen und damit das Training mit Wii Fit Plus spürt, hängt davon ab, welche Übungen man macht und wie lange man trainiert. Wenn man nur bei den eher langsamen Balance-Spielen bleibt, mag das die Balance an sich stärken. Aber Muskelkater bekommt man davon nicht. Effektiver sind da 30 Minuten Yoga- und Muskelübungen. Auch Aerobic kann hilfreich sein, speziell wenn man intensiv Hoola-Hoop macht oder wenn man auf das Step-Training und das Joggen über geht. Auch einige der neuen Spiele machen sich in den Muskel bemerkbar: So geht das Skateboarden und Radfahren in die Beine.
Wenn man einen möglichst optimalen Trainingseffekt erzielen will, muss man wahrscheinlich entweder den Schweinehund überwinden und vor allem die stressigeren Übungen (die meist auch mit mehr MTS verbunden sind) wählen oder sich ein wenig mit Zuckerbrot und Peitsche überlisten. Es hilft dann nämlich, wenn man abwechselnd anstrengendere Übungen und Spiele, die vor allem Spaß machen, wählt.

10. Vergleich mit Wii Fit - Mehrwert
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Es lohnt wirklich, wenn man als Besitzer des „alten“ Wii Fit Sets noch eine neue Disc mit Wii Fit Plus kauft. Denn der Mehrwert der neuen Version ist groß.
Zum einen erhält man Dank des Kalorienzählers noch eine zusätzliche Motiviation, da nun angezeigt wird, wie sehr sich das Training gelohnt hat.
Zum anderen gibt es einfach viele Extra-Übungen und –Spiele, die das Training versüßen. Gerade „Training Plus“ bietet viele Möglichkeiten, Sport und Spaß miteinander zu verknüpfen – und das motiviert, die Wii Fit Plus jeden Tag von neuem heraus zu holen.
Dazu kommt: Das Preis- Leistungs-Verhältnis lohnt. 15,40 Euro (die ich für die reine Disc bezahlt habe) sind ein günstiger Preis für viele Stunden, die man mit den neuen Übungen verbringt.


11. Zielgruppe
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Mein 7-jähriger Neffe ist von Wii Fit Plus begeistert, mein 14-jähriger Vetter auch, ich spiele es gern, ebenso eine gute Freundin und ihre 70-jährige Mutter. Ich würde in diesem Fall wirklich jeden spielebegeisterten Menschen als Zielgruppe nennen. Das Gute an der Sache, der Faktor, der die möglichen Käufer so groß macht, ist die Verbindung aus sportlichen Übungen, aus echtem Fitnesstraining und aus Spielen und Zeitvertreib. Genau deswegen würde ich keine Begrenzung nach Altersgruppen (jünger oder älter) oder Geschlecht machen.

12. Daten zum Produkt
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Nintendo Wii Fit Plus,
ASIN: B002R5W1T4
Preis 15,40 Euro


13. Pro & Contra
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Pro
- Sport und Spaß
- Motivationshilfen
- langer Spielspaß
- wirkliches Training
- schneller Wechsel bei mehreren Mitspielern
Contra
- kein Wundermittel
- mittelprächtige Grafik


14. Fazit  
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Für mich war der Kauf des reinen Spiels (Disc) Wii Fit Plus ein wirklich guter Kauf. Auf der neuen Version von Nintendos Fitness-Programm sind viele neue Spiele, die Sport und Spaß verbinden. Außerdem gibt es zusätzlich zu den alten Motivationshilfen (Sparschwein, um die Trainingszeit auszurechnen, neu frei geschaltete Spiele) neue da, nämlich in Form des Kalorienzählers. Durch die vielfältige Palette an Übungen hat man einen sehr langen, lang anhaltenden Spielspaß. Und wenn man nicht nur die einfachsten Balanceübungen macht, merkt man auch den Effekt, dass es sich um wirkliches Training handelt. Außerdem kann man auf jeder Übersicht „Training Plus“, „Yoga“, etc. den Spieler wechseln und so schnell dafür sorgen, dass auch andere Trainingswillige aus Familie und Freundeskreis mal an die Reihe kommen.
Allerdings sollte man keine Wunder erwarten. Wer täglich nur 10 Minuten ruhige Wii Fit Plus Übungen macht, wird sicher nicht ohne weiteres die Kilos Purzeln sehen. Wenn, dann muss man schon zu den schwierigeren Trainingseinheiten greifen und etwas ausdauernder sein. Zweiter Minuspunkt ist die eher mittelprächtige Grafik.
Alles in allem finde ich Wii Fit Plus aber schön und lohnend. Daher fünf Sterne und eine Empfehlung.
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