Wieder mal : Kampf mit der Bedienungsanleitung

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Jeder der als kleiner Freiberufler, Handwerksmeister oder auch Privatmann mehrere Rechner sein eigen nennt und diese Rechner zusammenhängt, ohne gleich die große Server-Lösung zu wählen, wird irgendwann zu der Entscheidung kommen, eine größere externe Festplatte mit Netzwerkanschluss an sein Netzwerk anzukoppeln.

Das schafft den Vorteil dort den Datenspeicher aller Programme ablegen zu können. Auf diese Daten können dann alle Rechner zugreifen, die Datenverwaltung wird erleichtert, insbesondere wenn nicht alle Rechner grundsätzlich eingeschaltet werden sollen.

Meine diesbezüglichen Recherchen nach einer einigermaßen preisgünstigen Lösung, haben mich zum Kauf der  Fantec DB-C35 GigaLAN geführt.

Die Möglichkeiten dieser eigenständigen Festplatte mit Netzwerkanschluss haben mir imponiert, obwohl ich diese Möglichkeiten sicherlich gar nicht alle benötige oder ausnutzen kann.

Besonders gut gefallen hat mir der schnelle GigaBit-Lan-Anschluss, denn damit kann ich dann bei Gelegenheit die Netzwerkkarten in den Rechnern, auf das neue schnelle System, umrüsten und stehe dann wieder auf aktuellem Stand der Technik.

Nach Bestellung und außerordentlich schneller  Lieferung hatte ich mich eigentlich auf eine problemlose Inbetriebnahme eingestellt.

Die Softwareinstallation am PC mit XP-Betriebssystem hat ganz gut funktioniert.
Das installierte Programm (PNMD) findet die Festplatte (NAS), jedoch wird die Platte nicht angezeigt und ist nicht ansprechbar.
Der in der Programmbeschreibung erwähnte Anwahl-Button, mit  " Share"  bezeichnet, ist nicht vorhanden und der Anwahl-Button " Open WEB UI" zeigt keine Reaktion.

Irgendwelche Festplattendaten werden nicht angezeigt. Den Hinweis in der Betriebsbeschreibung auf eine notwendige Formatierung der Festplatte habe ich zwar gesehen, doch ich habe keinerlei Möglichkeit gefunden die Platte dann auch zu formatieren.
Im XP-Betriebssystem "Computerverwaltung" wird die neue Festplatte nicht angezeigt, außerdem sagt die Beschreibung, eine Formatierung muss im Format EXT3 erfolgen (das ist Linux-Formatierung, habe ich später gelesen).

Damit war ich, als Nichtfachmann, mit meinen Erfahrungen als langjähriger und interessierter PC-Nutzer am Ende.
Ich hatte mich dann schon entschlossen mein neu gekauftes Gerät wieder zurückzusenden, um dann in althergebrachten Form mit meinen 3 PC´s, netzwerkmäßig zu verfahren, denn aus der Bedienungsanleitung konnte ich keine Hilfestellung für mich mehr herauslesen.

Doch wie es der Zufall so will, lese ich am gleichen Abend in einer namhaften Computer-Fachzeitschrift über einen Test von NAS-Laufwerken (dies ist die fachmännische Bezeichnung dieser externen Festplatten mit Netzwerkanschluss).

Die von mir gekaufte Platte war nicht dabei, doch in einem Nebensatz wurde die Einstellung über einen Internetbrowser, mit Zugang über die IP-Adresse zur Netzwerkplatte erwähnt.
Dieser Hinweis reichte um mich an die Einstellung meines Netzwerk-Routers zu erinnern und meinen Rücksende-Entschluss nochmal zu verschieben, um die Idee "Zugang über die IP-Adresse" zu untersuchen.

Und siehe da, die Standard-IP-Adresse samt Standard-Passwort waren in der Bedienungsanleitung zu finden.
Für mein Fachwissen allerdings viel zu gut versteckt, als dass ich ohne die entsprechende Idee oder Anregung, von alleine auf diese Lösung gekommen wäre.

Unter Nutzung meines Browsers, mit der Eingabe der IP-Adresse samt Kennwort, konnte ich dann ohne Probleme die grafische Benutzeroberfläche (GUI) der Netzwerkplatte bedienen und damit die Festplatte formatieren und alle Einstellungen vornehmen, wie sie dann auch wieder in der Bedienungsanleitung beschrieben waren.

Wenn ich hier auf Grund meiner persönlichen Erfahrung Verbesserungsvorschläge für Hersteller oder Verkäufer machen müsste, dann würde ich folgendes vorschlagen:
  • Die Bedienungsanleitung ändern oder ein Ergänzungsblatt beilegen mit dem deutlichem Hinweis auf die Zugangsmöglichkeit via Web-Browser zur Einstellungsseite.
  • Das Gerät gleich mit einer Festplatte in korrekter Formatierung ausliefern. Dann taucht das Problem gar nicht auf, welches mich hier etliche Stunden beschäftigt hat.

Evtl. gehen die Ersteller der Betriebsanleitung auch grundsätzlich davon aus, dass die Einbindung der Netzwerk-Festplatte in ein vorhandenes Netzwerk in der Regel nur von Fachleuten durchgeführt wird, welche für meine Probleme nur ein müdes Lächeln übrig haben.
Das kann sicherlich sein, doch dann könnten sie die Betriebsanleitung nochmal um 50% reduzieren.

Doch ich würde mich auch sehr freuen, wenn ich mit meinem Testbericht oder Ratgeber, egal wie man meine Schreiberei hier bei ebay, auch bezeichnen möchte, einigen zukünftigen Nutzern eine Anregungen geben konnte.
Damit sie dann ihre Netzwerkplatte richtig einstellen, zum Laufen bringen und dann auch Nutzen davon haben.

Lasst mal Eure Meinung hören.

 


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